FAZ 20.09.2026
14:57 Uhr

Liveticker zur Wiesn: OB Dominik Krause pausiert den heutigen Tag wegen leichten Kreislaufproblemen


Eskalation im Festzelt +++ Zelte schon wieder gut besucht +++ Trachten- und Schützenzug erreicht die Wiesn +++ Rund 600 Sanitätseinsätze am ersten Tag +++ Verfolgen Sie den zweiten Wiesn-Tag im Liveblog.

Liveticker zur Wiesn: OB Dominik Krause pausiert den heutigen Tag wegen leichten Kreislaufproblemen

Bilanz der Aicher Ambulanz UnionDer erste Tag der Wiesn 2026 lag im gewohnten Normalbetrieb, sagt die Aicher Ambulanz Union. Insgesamt wurden am Samstag 666 Patientinnen und Patienten betreut, davon 563 in Behandlung, darunter 277 Bagatellfälle. 13 CT-Untersuchungen wurden durchgeführt, wovon zwei Patienten im Anschluss abtransportiert werden mussten. Die Tragentrupps waren insgesamt 234 Mal im Einsatz.Seit heute 0:00 Uhr wurden auf der Theresienwiese bereits 201 Versorgungen durchgeführt, darunter 20 Trageneinsätze.Zwei Einsatzgeschichten, die die Wiesn bisher brachte:Eine rund 80-jährige Besucherin erlitt nach einem Kreislaufeinbruch eine Gesichtsfraktur. Ursache war zu wenig getrunkene Flüssigkeit (Wasser!). Nach Vitalkontrolle und Behandlung der Fraktur befindet sich die Dame nun in Behandlung auf der Sanitätswache.Ein 37-jähriger Wiesn-Kellner erlitt am Vormittag einen epileptischen Anfall und wurde anschließend abtransportiert.

Nach ihrem erfolgreichen Spiel am Freitag gegen Union Berlin gönnt sich nun auch der FC Bayern eine Auszeit auf dem Oktoberfest:

Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat das Fest gestern mit zwei Schlägen beim Anstich eröffnet. Auch er zieht nach dem ersten Tag eine positive Bilanz:

\"Tradition und Brauchtum machen unser Land aus\", sagt Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der in der Ehrenkutsche zusammen mit dem Trachten- und Schützenzug auf das Gelände eingefahren ist.

Körperverletzung im Zelt: Polizei sucht OrdnerBei einer Auseinandersetzung zwischen einer Personengruppe und Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes ist auf dem Oktoberfest ein Mann leicht verletzt worden. Im Verlauf der Auseinandersetzung hob ein Sicherheitsmitarbeiter den 28 Jahre alten Wiesngast über seine Schulter und brachte ihn mit dem Kopf voran zu Boden. Dabei schlug der Mann mit dem Kopf auf dem Boden auf und verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Nach dem tatverdächtigen Sicherheitsmitarbeiter werde nun gesucht, auch Videoaufnahmen würden ausgewertet, sagte ein Polizeisprecher. Es werde alles getan, um herauszufinden, was passiert sei. Gegen den Mann werde wegen Körperverletzung ermittelt. Offen sei auch, ob er noch geeignet sei, seine Tätigkeit als Ordner fortzusetzen. 

Insgesamt rund 600 Polizisten im EinsatzAuch die Polizei hat auf dem Oktoberfest alle Hände voll zu tun. Rund 600 Polizisten sind an den 16 Festtagen rund um das Gelände im Einsatz. Der erste Tag ist laut Bundespolizei zunächst weitgehend friedlich verlaufen. Später kam es zu zahlreichen Streitschlichtungen, mehreren Körperverletzungen, Widerstandshandlungen sowie zu einem Verstoß gegen das geltende Waffenverbot. Auch auf Taschendiebe sollten Besucher achten: Schon am ersten Wiesnabend griffen spezialisierte Fahnder aus Lissabon und Frankfurt am Main in zwei Fällen ein und nahmen Tatverdächtige fest.

Trachtenzug zur TheresienwieseMehr als 9000 Trachtler und Schützen zogen am Vormittag quer durch München Richtung Oktoberfest. Zehntausende säumten die Straßen, um das farbenprächtige Spektakel mit Schützen, Brauereigespannen, Musikkapellen und Spielmannszügen zu sehen.Ehrenkutschen und Münchner Kindl In Ehrenkutschen waren Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne), Wiesn-Chef Christian Scharpf (SPD) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dabei. Krause hatte am Vortag seine Anzapf-Premiere souverän gemeistert und das erste Fass Bier mit zwei Schlägen angezapft. Auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (beide CSU) fuhren in Kutschen mit. Moriskentänzer zeigten ihre Kunst. Angeführt wurde der sieben Kilometer lange Zug mit Gruppen aus vielen Teilen Deutschlands sowie dem Ausland vom Münchner Kindl hoch zu Ross, verkörpert von der Wirtetochter Sina Hochreiter. 

Im Käferzelt wurden gestern auch einige prominente Gäste gesichtet:

Auch das Wetter spielt am zweiten Tag mitAm zweiten Tag des Oktoberfests in München scheint die meiste Zeit die Sonne. Erst zum Abend zögen dichtere Wolken auf, heißt es beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Es wird im Süden Bayerns spätsommerlich warm bei 20 bis 25 Grad. 

Am Ende des ersten Abends 600 Patienten gemeldetDer Sanitätsdienst der Aicher Ambulanz meldete gegen 22:30 Uhr 600 Einsätze. Gründe dafür seien vor allem Alkoholintoxikationen, Kreislaufprobleme, Synkopen sowie chirurgische Verletzungen gewesen. Bisher seien zehn Personen im CT untersucht worden, wovon zwei kritische Befunde zu einem Abtransport der betroffenen Wiesngäste geführt habe. 

Programm für SonntagTag zwei auf dem Oktoberfest: Der Morgen ist mit dem traditionellen Gay Sunday in der „Bräurosl“ gestartet. Er ist seit den 1970er Jahren eine feste Institution und Treff schwuler Männer. Um 10.00 Uhr dann der Trachten- und Schützenzug von der Maximilianstraße zur Theresienwiese. Er ist mit sieben Kilometern Länge und mehr als 9000 Trachtlern, Blaskapellen, Schützen und anderen Traditionsgruppen einer der größten Trachtenumzüge weltweit. Prachtgespanne, Kutschen und Motivwagen begleiten den Zug. Das neue Münchner Kindl Sina Hochreiter führt den Festzug hoch zu Ross an. Abends folgt dann der Almauftrieb im Käferzelt als eines der exklusivsten Promi-Treffen des Oktoberfests. 

Menschen hängen kopfüber in Wiesn-Drehkarussell festRund fünf Minuten lang mussten Besucher eines Fahrgeschäfts auf dem Oktoberfest kopfüber ausharren. Das Drehkarussell blieb am Samstagabend wohl wegen einer technischen Störung stehen, wie ein Sprecher der Wiesnwache der Feuerwehr München mitteilte.Vor allem Jugendliche klagten nach Angaben der Wiesn-Sanitäter der Aicher Ambulanz nach der Fahrt über leichten Schwindel und Kreislaufprobleme. Nach einer kurzen Untersuchung konnten jedoch alle Besucher des Fahrgeschäfts wieder zurück auf das Festgelände gehen. Ein Sachverständiger prüfte nach Angaben der Feuerwehr das Karussell und gab es noch am Abend wieder frei. 

Der erste Wiesn-Tag in Bildern