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18.09.2026
16:33 Uhr
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An diesem Samstag startet das 191. Oktoberfest +++ So teuer ist die Maß Bier +++ Erster Anstich für Dominik Krause als Oberbürgermeister +++ Verfolgen Sie den ersten Wiesn-Tag im Liveblog.

Die Zelte sind offen – mit zehn Minuten Verzögerung stürmen und strömen die ersten Besucher auf das Gelände. Erstaunlich gesittet verläuft der “Wiesn-Run” des 191. Oktoberfests. Ziel: Die freien Tische in den Festzelten. Ab 10 Uhr darf nach Fassanstich im Schottenhammel auch in allen anderen Zelten der Ausschank beginnen.
Bald hat das Warten ein Ende: Um 9 Uhr öffnet das Wiesn-Gelände, und die Tausenden Wartenden werden den Lauf in die Bierzelte starten. Die Schlangen, die sich vor den Einlassschleusen gebildet haben, sind mehrere hundert Meter lang. Je näher die Eröffnung rückt, desto lauter wird die aufgeregte Menge. Jeder will einen der nicht-reservierten Tische in einem der Festzelte ergattern. Die besten Chancen haben die ersten in den Reihen, die seit heute Nacht in den Warteschleusen anstehen (oder mittlerweile -sitzen).Der Sicherheitsdienst hat gegen 5 Uhr Rettungsdecken an die Wartenden verteilt.
Bratwurstduft und der Geruch von erhitztem Zucker hängen über der Theresienwiese. Ein paar Schritte weiter mischen sich auch die brutzelnden Schnitzel von Obermayrs Wurstbraterei in die olfaktorische Melange. Inhaber Gerhard Obermayr steht, ganz Chef, als Erster in seiner Bude. Sein Team wird auch demnächst eintrudeln. Obermayr ist guter Dinge: “Um 9 Uhr geht’s hier so richtig los”, sagt er im schönsten Bayerisch und gießt noch etwas Öl auf die Bratfläche. “Die rennen zwar alle erstmal zu den Zelten, aber danach kommen sie auch zu uns.” Eins ist klar: Die ersten Wiesn-Gäste, die teils seit 3 Uhr nachts vor dem Eingang auf den Einlass warten, sind dankbare Abnehmer.
Ein seltener Anblick! Die Festhallen und Fahrgeschäfte stehen, nur die Besucher fehlen noch. Die Theresienwiese ist noch leer, das Wiesnpersonal trudelt nach und nach ein. Drei Personen in Tracht und auf dem Skateboard, andere auf City-Rollern.Die letzten Bierbänke werden aufgebaut, das Essen vorbereitet und hier und da ein Erinnerungs-Selfie geschossen. Nur aufs Bierzapfen muss noch bis zum offiziellen Fassanstich um 12 Uhr gewartet werden. An den Eingängen campieren Wiesn-Besucher aus aller Welt – seit 2 Uhr nachts bei herbstlichen Temperaturen von 10 Grad. Aber was tut man nicht alles für die allererste Maß auf dem größten Volksfest der Welt!
Guten Morgen aus München! Die Sonne ist noch nicht aufgegangen, und nicht nur die Wiesn-Reporterinnen sind auf den Beinen: Die ersten Oktoberfest-Enthusiasten lassen sich schon an den Bus- und Bahnstationen sichten. Zwar ist es noch kalt, und die Straßen sind leer. Trotzdem ist die Spannung in der Stadt schon deutlich spürbar. Es liegt Vorfreude in der Münchner Morgenluft. Die internationalen Gäste sind besonders bedacht darauf, bloß nichts zu verpassen. Wir treffen eine Freundesgruppe aus Ohio – alle sind schon “super excited”, das Oktoberfest zu besuchen. Deutsche Trachtenmode ist offensichtlich nicht nur hierzulande ein Verkaufsschlager: Ihre Dirndl haben die Freundinnen im Second-Hand-Geschäft in Italien besorgt. Morgen geht es wieder in die Staaten: “We would really love to stay longer”, sagen sie. “Germany is awesome!”
Guten Morgen! An diesem Samstag beginnt das 192. Münchner Oktoberfest. Wir begleiten den Anstich heute live: Meine Kolleginnen Eva Goldbach und Anaïs Muschter berichten direkt von der Theresienwiese, und Paul Weinheimer versorgt sie mit allen anderen Informationen rund um den Start. Kurz zum Überblick: Um 10 Uhr öffnen die Bierzelte.Um 10.45 Uhr startet der traditionelle Einzug der Wiesn-Wirte.Um 12 Uhr heißt es dann „O'zapft is“, wenn Oberbürgermeister Dominik Krause im Schottenhamel-Festzelt das erste Fass Bier anzapft und den offiziellen Beginn markiert.
Was kostet das Bier?Die Preise für die Maß Bier liegen heuer zwischen 14,80 und 15,90 Euro. Im vergangenen Jahr wurden je nach Zelt zwischen 14,50 Euro und 15,80 Euro fällig. Alkoholfrei ist es etwas günstiger: Wasser gibt es für um die elf, Spezi für knapp 12,80 Euro. Auf dem Festgelände gibt es aber auch mehrere kostenlose Trinkwasserspender.
Obacht, Influencer!Eine Pose im Dirndl vor dem Kettenkarussell, eine mit Maß in der Hand im Zelt und dann vielleicht noch eine Übersicht vom Riesenrad: Wenn an diesem Wochenende das Münchner Oktoberfest beginnt, werden die sozialen Netzwerke wieder geflutet mit bunten Fotos aus München im Ausnahmezustand. Doch das kann teuer werden – zumindest für professionelle Influencer. Denn wer mit Social-Media-Inhalten unmittelbar oder mittelbar kommerzielle Zwecke verfolgt – etwa durch Sponsoring, Kooperationen oder Produktplatzierungen – der braucht für die Wiesn eine Genehmigung. Die Lizenzgebühr wird laut der Stadt München im Einzelfall festgelegt und hängt von der Reichweite ab. Livestreams sind auf dem Festgelände untersagt. Dass die Stadt München auf ihre Marke Oktoberfest genau aufpasst, ist nichts Neues. Wer mit der Wiesn verdienen will, der brauchte schon immer eine Genehmigung, beispielsweise für Dreharbeiten. Und wer Produkte mit Bezeichnungen wie Oktoberfest oder Wiesn verkaufen wollte, der benötigte dafür auch bislang schon eine Lizenz. Neu ist allerdings die Diskussion, die darum aktuell unter denjenigen entstanden ist, die mit Instagram und Co. ihr Geld verdienen.
So war das HeidifestModel Heidi Klum hat sich für die Wiesn schon mal aufgewärmt - bei ihrem Heidifest, das in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfand. Ob Sie etwas verpasst haben und ob das ganze überhaupt irgendwas mit bayerischer Tradition zu hat, können Sie bei meinem Kollegen Timo Frasch nachlesen:
Kompany kann in Ruhe Bier trinkenBayern-Trainer Vincent Kompany freut sich diesmal ganz besonders auf die Wiesn. Erstmals bestreitet der deutsche Fußball-Rekordmeister wegen der Länderspielpause kein Bundesliga-Spiel während der Wiesn. Diese Abstellungsperiode ist neu im internationalen Plan. „Ich habe nichts zu tun mit dieser Kalenderänderung von der FIFA, aber wäre ich dabei gewesen, hätte ich es genauso gemacht. Für den Trainer perfekt“, sagte der 40-Jährige. „Ich werde mich auf der Wiesn ruhig hinsetzen mit einer Maß.“ „Jetzt voller Fokus auf Union Berlin, dann gehen die Spieler zu den Nationalmannschaften und können nicht auf die Wiesn, wir können mit dem Staff und gemeinsam mit der Familie auf die Wiesn“, sagte Kompany. Zwei Tage nach dem Spiel gegen den 1. FC Union Berlin am Freitag (20.30 Uhr/Sky) werden die Münchner Stars vor der Reise zu den Nationalteams ihren traditionellen Bierzeltbesuch machen. Danach ist für sie Oktoberfest-Pause. Normalerweise waren die Bayern-Stars immer am letzten Wiesn-Wochenende im Käfer-Zelt zu Gast.
Letzte Vorbereitungen für die GästeZwei Tage vor Beginn des Oktoberfests stecken Wirte und Schausteller in den letzten Zügen der Vorbereitungen.
Gedenken für Attentats-Opfer geplantMünchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat angekündigt, bei seinem ersten Wiesn-Einzug einen Moment des Gedenkens für die Opfer des Oktoberfest-Attentats von 1980 einzulegen. Dazu soll die OB-Kutsche beim Einzug der Brauereien und Festwirte am Samstag an dem Erinnerungsort am Haupteingang der Theresienwiese halten, wie die Landeshauptstadt mitteilte.„Das Oktoberfest zu feiern und den rechtsextremen Bombenanschlag von 1980 dabei nicht zu vergessen, das gehört für die Stadt München zusammen“, erklärte Krause in einer Mitteilung.Nach Angaben der Stadt wird Krause gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen Mona Fuchs (Grüne) und Verena Dietl (SPD) an das Denkmal treten. Dort seien zu diesem Anlass zu Beginn des Festes auch Kränze niedergelegt, hieß es weiter. Für den Grünen-Politiker ist es das erste Oktoberfest in der Funktion als Oberbürgermeister.Am 26. September 1980 hatte eine Bombe am Haupteingang zum Oktoberfest zwölf Wiesn-Besucher und den rechtsextremen Täter Gundolf Köhler in den Tod gerissen. Es gab mehr als 200 Verletzte, viele von ihnen leiden bis heute an den Folgen. Zum 191. Oktoberfest jährt sich das Attentat zum 46. Mal.
Mehr Sicherheit auf der WiesnIm vergangenen Jahr war das Oktoberfest am zweiten Wochenende so überfüllt, dass das Gelände geschlossen wurde. Viele Besucher waren damals durch fehlende Informationen verunsichert. Was sich in diesem Jahr ändern soll, hat mein Kollege Timo Frasch aufgeschrieben:
Das Fundbüro hat eine neue AdresseAuf der Wiesn geht jedes Jahr so einiges verloren. Heuer hat das Fundbüro eine neue Adresse: Im Deutschen Museum Verkehrszentrum am Bavariapark 5. Geöffnet ist es während der Wiesn täglich von 13 bis 20 Uhr und am 5. Oktober von 10 bis 18 Uhr.