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21.09.2026
15:08 Uhr
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Interfax: Geeintes Russland kann wohl mit Zweidrittelmehrheit weiterregieren +++ Selenskyj kündigt Treffen mit Trump nächste Woche in New York an +++ Russland beklagt Cyberattacken auf Parlamentswahl +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

EU kritisiert Abhaltung der Dumawahl in besetzten Gebieten der UkraineDie Europäische Union hat nach der Parlamentswahl in Russland Sanktionen gegen Verantwortliche für die Abstimmungen in den besetzten Gebieten der Ukraine angekündigt. Weder die dort abgehaltenen Wahlen noch deren Ergebnisse würden jemals anerkannt, heißt es in einer von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas im Namen der 27 Mitgliedstaaten verbreiteten Erklärung. Mit Strafmaßnahmen müssten sowohl Kandidaten und Organisatoren dieser „Scheinwahlen“ rechnen als auch Personen, die freie und faire Wahlen in Russland behindert hätten.„Die von Russland vom 18. bis 20. September abgehaltenen Wahlen zur Staatsduma haben den anhaltenden und sich vertiefenden Abbau der Demokratie in Russland deutlich gemacht“, heißt es in der Erklärung weiter. Die russischen Behörden hätten die systematische und institutionalisierte Repression im Inland wie auch über die Landesgrenzen hinweg weiter verstärkt, um demokratische Oppositionskräfte daran zu hindern, den Status quo infrage zu stellen. Vor allem die Entscheidung, Kandidaten der Partei Jabloko von einer Kandidatur über die föderale Liste auszuschließen, habe die Wahlmöglichkeiten für die russischen Wähler eingeschränkt. Damit sei eine der letzten verbliebenen Oppositionskräfte und die einzige Partei mit einer gegen den Krieg gerichteten Plattform vom Wahlprozess ausgeschlossen worden.Die EU erhebt darüber hinaus grundsätzliche Vorwürfe gegen die Durchführung der Wahl. Laut unabhängigen Analysten und Beobachtern habe es einen umfangreichen Missbrauch administrativer und juristischer Mittel gegeben, um all jene auszuschalten, die Russlands rechtswidrigen Angriffskrieg ablehnten, und um den Zugang der russischen Bevölkerung zu unabhängigen Informationen massiv einzuschränken.
Selenskyj kündigt Treffen mit Trump anDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für seinen Besuch in New York nächste Woche auch ein Treffen mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump angekündigt. Demnach telefonierte Selenskyj mit Trump und besprach mit ihm eine Reihe von Themen, wie er bei Telegram mitteilte. Ein Treffen in New York, wo beide Präsidenten an der Generalversammlung der Vereinten Nationen teilnehmen, könne viel bewirken, sagte Selenskyj mit Blick auf mögliche neue Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. „Die diplomatische Dynamik ist da“, sagte er. Ein genaues Datum für das Treffen nannte er zunächst nicht.„Der Friedensprozess hat höchste Priorität“, sagte Selenskyj nach dem jüngsten Besuch des amerikanischen Chefunterhändlers Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner in Kiew. Die beiden hatten das erste Mal überhaupt in ihrer Vermittlerrolle die Ukraine besucht und sich über die Lage in dem Land informiert. Zuvor waren sie zum wiederholten Mal in Russland gewesen, das seit mehr als viereinhalb Jahren Krieg gegen die Ukraine führt.Geplant ist demnach, die direkten Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau unter amerikanischer Vermittlung über ein Ende des Kriegs wiederaufzunehmen. Russland hält das im Oktober für möglich. Im vergangenen Winter waren die Gespräche in die Sackgasse geraten und dann auch wegen des Irankriegs abgebrochen worden. Witkoff und Kushner, die im Nahen Osten ebenfalls vermittelten, unternehmen nun einen neuen Anlauf zur Lösung des Ukraine-Konflikts. „Es gibt Ideen zu Deeskalationsmaßnahmen und grundlegenden Sicherheitsfragen“, sagte Selenskyj. „Wir arbeiten gemeinsam mit dem amerikanischen Team und sind bereit, wirklich ernsthafte Schritte zu unternehmen.“ Details nannte er nicht. Der Präsident hatte zuletzt von den Vereinigten Staaten immer wieder vor allem Flugabwehrraketen gefordert, um sich gegen die russischen Angriffe mit ballistischen Raketen zu verteidigen.
Russland beklagt massiven IT-Angriff auf Wahlen Bei der Parlamentswahl in Russland soll es in den vergangenen Tagen nach Angaben der Wahlbehörde massenhaft Cyberattacken gegen die elektronische Wahlinfrastruktur gegeben haben. Die Leiterin der zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa, sprach laut Berichten staatlicher Nachrichtenagenturen am Sonntag von mehr als 1000 Wellen sogenannter DDoS-Überlastungsangriffe. Die Angriffe seien von „hochprofessionellen, gut koordinierten Gruppen“ ausgeführt worden, die KI dafür einsetzten, erklärte Pamfilowa. Wer für die Angriffe verantwortlich war, sagte sie nicht.Bei DDoS-Angriffen wird ein IT-System mit Anfragen überhäuft, so dass es überlastet ist und schlimmstenfalls nicht mehr funktioniert. „In der vergangenen Zeit wurden mehr als 1000 DDoS-Angriffe auf Infrastruktur in Russland verzeichnet, die speziell mit dem Wahlprozess in Verbindung steht“, wurde Pamfilowa von den Nachrichtenagenturen zitiert.Bereits am Samstag hatte Pamfilowa einen „massiven Cyberangriff“ gemeldet. Der Angriff dauerte demnach den gesamten Tag an, ohne dass die Systeme ausfielen.
Selenskyj: Geistlicher bei russischem Angriff getötetBei einem russischen Drohnenangriff im südukrainischen Gebiet Cherson ist nach Regierungsangaben ein Geistlicher getötet worden. Vier weitere Geistliche seien bei der Attacke am Vortag verletzt worden, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in den sozialen Medien. Nach Angaben regionaler Behörden griff Russland das Kloster und das Dorf Tscherwonyj Majak an. Es liegt am Fluss Dnipro, der dort russische und ukrainische Truppen voneinander trennt.Selenskyj beklagte außerdem Angriffe auf kritische und zivile Infrastruktur in den Gebieten Charkiw, Sumy und Odessa sowie Einschläge in Wohnhäuser in den Gebieten Dnipropetrowsk und Saporischschja. Seit dem Abend seien weitere Regionen attackiert worden. Russland habe in dieser Woche mehr als 2000 Drohnen, 1700 Gleitbomben und 19 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt.
Ukrainische Drohnen greifen Großraum Moskau am letzten Wahltag anBei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Oblast Moskau sind russischen Behörden zufolge zwei Menschen getötet worden. Zudem sei eine Ölraffinerie in der russischen Hauptstadt getroffen worden. Der Angriff ereignete sich am letzten Tag der russischen Parlamentswahlen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach am Sonntag von einer beispiellosen Attacke, die eindeutig darauf abgezielt habe, die Abstimmung zu stören. „Der Gegner hat dies nicht erreicht“, erklärte er auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Seit Mitternacht seien mehr als 180 anfliegende Drohnen abgefangen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Sobjanin. Die Angaben können nicht unabhängig geprüft werden. Sobjanin zufolge fing die Luftverteidigung seit Samstag insgesamt mehr als 1600 Drohnen ab, von denen 450 auf Moskau gesteuert worden seien. In der Hauptstadt selbst habe es keine Opfer gegeben. Im Umland habe es Schäden an Wohnhäusern gegeben. Im Bezirk Ramenskoje mussten laut Gouverneur Andrej Worobjow 400 Menschen, darunter 70 Kinder, aus einem 21-stöckigen Hochhaus herausgeholt werden. Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur Reuters von Explosionen und Rauchwolken über der Moskauer Raffinerie. Das Ausmaß der Schäden an der Anlage war zunächst unklar. Heute endet die dreitägige Parlamentswahl in Russland. Nach dem Ausschluss der Opposition will sich Präsident Wladimir Putin seinen Kriegskurs gegen die benachbarte Ukraine offiziell bestätigen lassen. Trotz Wirtschaftskrise, Kriegsmüdigkeit und weit verbreiteter Unzufriedenheit im Volk soll auch diesmal wieder eine Zweidrittelmehrheit für die seit mehr als 20 Jahren regierende Kremlpartei „Geeintes Russland“ erzielt werden.
Mutter und Kinder bei Angriff im Kiewer Umland getötet Bei russischen Angriffen auf die Region Kiew sind nach ukrainischen Behördenangaben vier Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. Eine Mutter und ihre beiden drei Jahre alten Kinder sind nach Angaben des Rettungsdienstes ums Leben gekommen, als eine russische Drohne ein Wohnhaus traf. Ein weiteres Mädchen stirbt dem Gouverneur der Region, Tymur Tkatschenko, zufolge im Krankenhaus nach einem separaten Drohnenangriff. Insgesamt seien bei den mehr als 24 Stunden andauernden Angriffen 31 Orte in fünf Bezirken beschädigt worden, erklärte Tkatschenko weiter. Am stärksten betroffen sei der südwestliche Bezirk Fastiw.
Slowakischer Regierungschef: Einige Politiker streben Konflikt zwischen NATO und Russland anDer slowakische Ministerpräsident Robert Fico wirft einigen westlichen Politikern vor, eine direkte Konfrontation zwischen der NATO und Russland anzustreben. Nach dem Scheitern der Strategie, Moskau im Ukrainekrieg zu besiegen, gieße der Westen mit seiner Unterstützung für Kiew weiter Öl ins Feuer, erklärt Fico in einer Videobotschaft. „Bestimmte Kriegstreiber innerhalb der NATO versuchen um jeden Preis, diesen Krieg zu einem Konflikt zwischen Russland und der NATO zu verwandeln.“ Die Slowakei werde sich daran nicht beteiligen und unter keinen Umständen Soldaten entsenden. Fico pflegt gute Beziehungen zu Russland und lehnt Militärhilfen für die Ukraine ab.
Belarus: Militärübung an der Grenze zur EU abgehaltenIm mit Russland verbündeten Belarus sind in den vergangenen Tagen Militärübungen im Westen des Landes an der Grenze zur EU abgehalten worden. Die Manöver von Dienstag bis Freitag hätten das Ziel gehabt, „die Fähigkeiten der Soldaten zur Verteidigung der Souveränität und territorialen Integrität des Landes zu stärken“, teilte das Verteidigungsministerium von Belarus am Samstag im Onlinedienst Telegram mit. Die Übungen mit „strikt defensive Ausrichtung“ umfassten demnach die Verteidigung der Grenze, die Bekämpfung von Sabotage-Gruppen und den Kampf gegen Drohnen und ihre Verwendung. Belarus hält jedes Jahr mindestens zwei große Manöver unter Beteiligung seiner Verbündeten ab, insbesondere Russland. Im September 2025 hatten Russland und Belarus das Manöver Sapad-2025 mit fast 100.000 Soldaten abgehalten. Die NATO-Länder organisierten ihrerseits Manöver an der Grenze zu Belarus und Russland in den vergangenen Jahren.
Russland: Hackerangriff auf Onlinewahlsystem in MoskauDas Onlinewahlsystem in der russischen Hauptstadt Moskau ist nach Behördenangaben in der Nacht zum Samstag während der laufenden Parlamentswahl Ziel eines schweren Cyberangriffs geworden. Die Lage sei jedoch unter Kontrolle, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf die Leiterin der zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa. Die Angriffe dauerten an, würden jedoch erfolgreich abgewehrt, sagte sie staatlichen Medien zufolge.
Polen beendet präventive LuftoperationPolen hat die präventiven militärischen Luftoperationen nach Angaben der Armee beendet. Bodengebundene Luftverteidigungssysteme und Radaraufklärung seien wieder in den normalen Einsatzbetrieb übergegangen, teilte die Armee auf der Plattform X mit. Es habe keine Verletzung des polnischen Luftraums gegeben, erklärte die Armee. Polen hatte zuvor angesichts russischer Angriffe Kampfflugzeuge zum Schutz seines Luftraums aufsteigen lassen.
USA genehmigen Rüstungsverkauf im Wert von 2,7 Milliarden DollarDas US-Außenministerium genehmigt einen Rüstungsverkauf an die Ukraine im Wert von fast 2,7 Milliarden Dollar. Die Waffenlieferungen dienten der Weiterentwicklung und Modernisierung der Luftverteidigung sowie der Beschaffung zugehöriger Ausrüstung und Dienstleistungen, teilte das Ministerium mit.
Trump unterzeichnet Paket mit Sanktionen gegen RusslandUS-Präsident Donald Trump hat das vom Parlament verabschiedete Gesetz mit neuen weitreichenden Sanktionen gegen Russland unterzeichnet. Das teilte das Weiße Haus in Washington mit. Das Sanktionspaket hatte zuvor eine parteiübergreifende Mehrheit im Kongress bekommen und soll den Kreml im Ukraine-Krieg stärker unter Druck setzen.Neben direkten Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Firmen sieht das Paket Sanktionen gegen russische Öl- und Gas-Exporte vor, mit denen die Regierung in Moskau ihren Angriffskrieg finanziert. Es berechtigt Trump unter anderem dazu, die fünf größten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen – sowie jene fünf Länder, die Russland am meisten dabei helfen, Energiesanktionen zu umgehen. Damit könnte es die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die große Mengen russischen Erdöls beziehen.
Russland greift Verbündete der Ukraine laut Trump seit Jahren anUS-Präsident Donald Trump hat Russland der Angriffe auf Verbündete der Ukraine bezichtigt. „Seit etwa fünf Jahren greifen sie die Verbündeten der Ukraine an“, sagte er im Weißen Haus auf eine Reporterfrage nach entsprechenden Sorgen in Polen. „Ich glaube, da sind sich alle einig“, sagte Trump weiter.Polens Ministerpräsident Donald Tusk hatte zuvor mitgeteilt, er rechne für die kommenden Wochen mit stärkeren russischen Angriffen auf die Ukraine wie auf ihre Unterstützer. Nach Einschätzung von Geheimdiensten könnte es zu scheinbar versehentlichen Attacken mit Drohnen und Raketen auf die Länder kommen, die der Ukraine Beistand leisten – darunter Polen. Das sagte Tusk im polnischen Parlament in Warschau, wie die Nachrichtenagentur PAP meldete.Nähere Angaben zur Bedrohung durch Russland machte Trump zunächst nicht. Nach dem mutmaßlich russischen Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle hatte Trump die Gefahr eines russischen Angriffs auf die NATO noch heruntergespielt. „Wir sprechen miteinander, ich kenne ihn sehr gut. Putin plant keinen Angriff auf das NATO-Gebiet“, sagte Trump vor rund zwei Wochen auf die Frage, ob der Fund einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle einen Angriff darstelle.
Ukraine meldet Tote nach russischem Gleitbombenangriff in SumyBei einem russischen Angriff mit Gleitbomben sind in der nordostukrainischen Stadt Sumy nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Sieben weitere seien bei der Attacke verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, bei Telegram mit. Darunter sei ein 13-jähriges Mädchen. Hryhorow veröffentlichte ein in der Nacht aufgenommenes Foto, auf dem ein schwer beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus zu sehen ist. Seine Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.