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13.09.2026
14:06 Uhr
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Lokführer konnten gewarnt werden – keine Verletzten +++ Selenskyj-Vertrauter: Gespräche zwischen USA, Ukraine und Russland noch im Oktober +++ Litauen schließt Flughafen Vilnius wegen mutmaßlicher Drohne +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Tote und Verletzte nach russischen AngriffenDas russische Militär hat seine Angriffe gegen Städte in der Ukraine fortgesetzt. Bei mehreren Angriffen auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk wurden nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen getötet. Weitere zehn Bewohner seien verletzt worden, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit. Der erste Angriff habe einem Kleinwagen gegolten, später sei die Stadt von vier Fliegerbomben getroffen worden. In der Hafenstadt Odessa und Umgebung wurden bei einer Serie russischer Angriffe im Tagesverlauf mindestens 24 Menschen verletzt. Nach Angaben der Behörden wurden bei den Angriffen mehrstöckige Wohngebäude sowie Lagerhäuser beschädigt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Polens Außenminister: „Putin eskaliert“ Nach russischen Angriffen auf einen Zug von Kiew nach Warschau sowie auf die Grenzregion der Ukraine zu Polen hat die polnische Regierung Moskau eine Verschärfung des Konflikts vorgeworfen. „Putin eskaliert“, schrieb Außenminister Radoslaw Sikorski auf der Plattform X. Regierungschef Tusk berief für den Spätnachmittag eine Krisensitzung der Ressortchefs und der uniformierten Dienste ein. „Wir nehmen diese Ereignisse äußerst ernst“, schrieb Innenminister Marcin Kierwinski auf X. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb, Moskaus Angriffe hätten nahe der polnisch-ukrainischen Grenze in der Region Wolyn eine Lokomotive in Brand gesetzt und eine Tankstelle beschädigt. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha forderte härtere Konsequenzen für Moskau. Russische Angriffe an der polnisch-ukrainischen Grenze seien nicht einfach eine Fortführung der Attacken auf die ukrainischen Staatsgrenzen, schrieb er auf X. „Das ist Putins Terror, der direkt an die Türen der EU und der NATO klopft.“
Litauen schließt Flughafen Vilnius wegen mutmaßlicher Drohne Litauen hat wegen einer mutmaßlichen Drohnensichtung den Flughafen der Hauptstadt Vilnius geschlossen. Der Alarm sei inzwischen wieder aufgehoben, teilt der litauische nationale Krisenstab mit. Zuvor war den Behörden zufolge mindestens ein Nato-Kampfjet zur Sicherung des Luftraums aufgestiegen. Er sei vom Stützpunkt Siauliai im Norden des Landes gestartet, wo derzeit Kampfflugzeuge der italienische Luftwaffe im Rahmen eines Nato-Schutzeinsatzes stationiert sind. Der am Morgen gestartete Vilnius-Marathon wurde nach Angaben der Organisatoren nicht beeinträchtigt.
Ukraine soll Tanklaster nahe AKW Saporischschja angegriffen habenDer Chef des staatlichen russischen Atomenergiekonzerns, Alexej Lichatschow, wirft der Ukraine einen Angriff auf Diesel-Lastwagen nahe dem Kernkraftwerk Saporischschja vor. Dabei seien zwei russische Soldaten getötet und mehrere weitere verletzt worden, erklärt Lichatschow. Die Ukraine gefährde damit gezielt die Sicherheit der von Russland besetzten Anlage. Treibstoff ist für Generatoren wichtig, die die Kühlung der Reaktoren bei einem Ausfall der externen Stromversorgung sichern. Der Angriff hat Lichatschow zufolge am Freitag stattgefunden, die Vorwürfe äußert der Rosatom-Chef am Sonntag. Beide Seiten werfen sich regelmäßig gegenseitig vor, die Sicherheit des größten europäischen Atomkraftwerks zu gefährden.
Russland: China und Indien bieten Vermittlung an Chinas Staatschef Xi Jinping und der indische Ministerpräsident Narendra Modi bieten russischen Angaben zufolge ihre Vermittlung für Friedensgespräche zur Ukraine an. Der russische Präsident Wladimir Putin begrüße diese Bereitschaft, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Tass den Kremlsprecher Dmitri Peskow. Die drei Politiker nehmen am Wochenende am BRICS-Gipfel in Delhi teil.
Zwei Tote in Russland nach ukrainischen AngriffenInfolge eines ukrainischen Drohnenangriffs sind zwei Menschen in der russischen Teilrepublik Tatarstan getötet worden. Eine Drohne sei in einen Baum gestürzt, wodurch ein nahe stehendes Auto mit vier Insassen beschädigt worden sei, teilte der Bürgermeister der Stadt Nischnekamsk, Radmir Beljajew, bei Telegram mit. Zwei der Insassen seien ums Leben gekommen, die anderen beiden seien schwer verletzt worden. Vier weitere Menschen wurden Beljajew zufolge verletzt, als eine Drohne in ein Wohnhaus stürzte. Industrieobjekte und zivile Objekte seien beschädigt worden. In einem nicht näher genannten Unternehmen sei ein Feuer ausgebrochen, das schnell gelöscht worden sei.
Libyen dementiert angebliche Erlaubnis für ukrainische Nutzung von StützpunktLibyens Regierung hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach sie der Ukraine die Nutzung eines Armeestützpunkts für Angriffe auf Schiffe der russischen Schattenflotte erlaubt habe. Das Verteidigungsministerium erklärte, es habe „Kenntnis von den in einem Presseartikel enthaltenen Behauptungen erhalten“. Es weise „kategorisch die Existenz jeglicher Vereinbarung, Abmachung oder Abstimmung zurück, die die Nutzung“ dieses Stützpunkts ermöglichen würde. Der US-Sender CNN hatte unter Berufung auf ukrainische Kreise berichtet, dass seit Ende 2025 ukrainische Drohnenbediener im Nordwesten Libyens im Einsatz seien. Anderen von CNN zitierten Kreisen zufolge dient der internationale Armeestützpunkt in Misrata als „Startpunkt“ für Drohnen gegen die Schattenflotte russischer Öltanker in der Region. Im Gegenzug würden örtliche Streitkräfte ausgebildet.Anfang März hatte die libysche Hafen- und Seeschifffahrtsbehörde mitgeteilt, dass sich an Bord des russischen Tankers „Arctic Metagaz“ mehrere Explosionen ereignet hätten. Der Tanker befand sich damals rund 240 Kilometer nördlich der libyschen Hafenstadt Sirte. Laut den libyschen Behörden transportierte das Schiff Flüssiggas (LNG), das für Ägypten bestimmt war. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff von der libyschen Küste mit Drohnen attackiert zu haben. Die Ukraine hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert.
Ukrainische Tennisspielerin: Wohnung durch Angriff zerstörtDas Apartment der ukrainischen Tennisspielerin Dajana Jastremska in Odessa ist nach ihren Angaben durch einen russischen Angriff zerstört worden. Die 26-Jährige veröffentlichte bei Instagram Bilder und Videos, die ein brennendes Haus zeigen. „So sieht die „russische Welt“ aus: Ein direkter Treffer eines Kalibr-Marschflugkörpers“, schrieb Jastremska dazu.Das Einzige, was übrig geblieben sei, sei ein Handtuch aus Roland Garros von den French Open. „Ein Stück Tenniswelt überlebte eine russische Rakete. Unser Zuhause nicht“, schrieb sie.
Selenskyj-Vertrauter: Dreiergespräche noch im OktoberDie Ukraine erwartet eine Fortsetzung der Verhandlungen über eine Friedenslösung mit Russland und unter Vermittlung der USA im kommenden Monat. „Wir bereiten uns vor, auf Oktober“, sagte der Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Kyrylo Budanow, im Gespräch mit Journalisten. Er bestätigte, dass damit Unterredungen im Dreierformat gemeint seien. Ein genaues Datum oder den Ort der Treffen nannte er jedoch nicht.Auch Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte zuletzt in einem Interview der „Iswestija“ erklärt, der Kreml gehe davon aus, dass die USA, Russland und die Ukraine den Dialog „in absehbarer Zeit“ fortsetzen könnten. „Eine andere Frage ist jedoch, wie erfolgreich dieser Dialog sein wird – das lässt sich derzeit nur schwer vorhersagen, da sich die Lage vor Ort für die Ukrainer von Mal zu Mal verschlechtert“, behauptete er.
Kiews Marine berichtet von erstem Gefecht von DrohnenbootenIm vermutlich ersten Zusammentreffen zweier Marine-Drohnen überhaupt hat das unbemannte russische Boot gegen sein ukrainisches Gegenstück nach Kiewer Darstellung den Kürzeren gezogen. Wie die ukrainische Marine auf Telegram mitteilte, habe die Aufklärung eine russische Marine-Drohne in einem nicht genannten Abschnitt des Schwarzen Meeres entdeckt. Eine daraufhin in Marsch gesetzte Marine-Drohne habe sich an das russische Boot heran manövriert und dieses mit seinem überschweren Maschinengewehr beschossen und versenkt.„Dies ist die erste Seeschlacht in der Geschichte zwischen unbemannten Booten“, schrieb die ukrainische Marine zu dem Zwischenfall. Dazu wurde ein Video veröffentlicht, das Beschuss und Zerstörung eines nicht identifizierbaren Kleinbootes zeigt.Sowohl die Ukraine als auch Russland haben in den vergangenen Monaten unbemannte Marine-Drohnen entwickelt, die zu unterschiedlichen Zwecken genutzt werden. Bekannt sind bisher unbemannte Sprengboote für Angriffe gegen Schiffsziele sowie Marine-Drohnen mit Sonder-Bewaffnung wie Maschinengewehren oder Raketen. Nach ukrainischer Darstellung sind auch Boote im Einsatz, die unbemannte Fluggeräte mit kurzer Reichweite direkt an die russische Küste heranbringen können.
Kreml schließt Treffen von Putin und Selenskyj bei G-20-Gipfel in Miami aus Russland schließt ein Treffen von Staatschef Wladimir Putin mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim diesjährigen G-20-Gipfel in den USA aus. „Das ist unmöglich“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Neu Delhi. Er bekräftigte Moskaus Position, dass eine solche Begegnung nur in der russischen Hauptstadt stattfinden könne: „Es gibt eine Bereitschaft, ihn (Selenskyj) in Moskau zu treffen.“Selenskyj hatte sich zuvor in einem Interview mit der Deutschen Welle zu einem Treffen mit Putin in Miami bereiterklärt. Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G-20-Gruppe inne. Im Dezember findet in Miami im Bundesstaat Florida der Gipfel der G-20-Staats- und -Regierungschefs statt.
Lawrow spricht sich für Verhandlungen aus – aber gegen FeuerpauseMoskau ist nach den Worten von Russlands Außenminister Sergej Lawrow zu Verhandlungen mit Kiew bereit, nicht aber zu einer gleichzeitigen Feuerpause in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine. Der russischen Regierung mangele es nicht an gutem Willen, sagte er nach Angaben der Staatsagentur Tass am Rande des BRICS-Gipfels in Neu Delhi. „Wir sind nach wie vor zu Verhandlungen bereit, aber für die Dauer der Verhandlungen wird die Militäroperation nicht ausgesetzt.\" Er bekräftigte Moskaus Gesprächsangebot an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. „Wenn er sich treffen möchte – soll er doch kommen“, sagte Lawrow. „Das ist bereits eine enorme Geste des guten Willens unsererseits.“ Die USA bemühen sich aktuell darum, die Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew wieder in Gang zu bekommen. Unter anderem wird über einen Dreiergipfel von Putin und Selenskyj mit US-Präsident Donald Trump spekuliert.
Selenskyj über Putin: Müssen uns treffen und Entscheidungen treffenDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach eigenen Angaben zu einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin bereit, sollten beide Politiker zu einem G20-Gipfel in die USA eingeladen werden. „Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen“, sagte Selenskyj in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der Deutschen Welle. „Es geht nicht um Worte“, sagte Selenskyj in dem Interview, das am Freitag in Kanada geführt wurde. „Was ich ihm sagen werde oder was er mir sagen will, spielt keine Rolle“, sagte Selenskyj mit Blick auf Putin. „Was zählt, ist das Ergebnis.“Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne. Im Dezember findet in Miami im Bundesstaat Florida der Gipfel der G20-Staats- und Regierungschefs statt. US-Präsident Donald Trump hatte im April gesagt, eine Teilnahme Russlands wäre „wahrscheinlich sehr hilfreich“. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine im Februar 2022 haben sich Putin und Selenskyj nicht persönlich getroffen.
Ukraine greift Rüstungsfabrik in Russland anDie Ukraine hat nach eigenen Angaben eine Fabrik im Wolgagebiet Samara angegriffen. Auf dem Gelände des Betriebs in Toljatti sei ein Brand festgestellt worden, teilte der Generalstab in Kiew mit. Das Unternehmen sei unter anderem spezialisiert auf die Herstellung synthetischer Kautschuke, was wichtig für die Nutzung von taktischen und ballistischen Raketen sei, hieß es zur Begründung.Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew schrieb am frühen Morgen bei Telegram lediglich von einem großen ukrainischen Drohnenangriff. Der Bürgermeister der Stadt Toljatti, Ilja Suchich, teilte mit, dass ein Mensch infolge eines massiven Angriffs auf die Stadt ins Krankenhaus gebracht worden sei. Einige mehrstöckige Wohnhäuser seien beschädigt worden.In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die eine große Rauchwolke in Toljatti zeigen sollen.