|
24.03.2026
11:07 Uhr
|
16 Satelliten des Programms „Rasswet“ ins All gebracht +++ Nächtlicher Raketenalarm fast in der ganzen Ukraine +++ Sicherheitskräfte in Moskau in erhöhter Alarmbereitschaft +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Zwei Festnahmen wegen Russland-SpionageIn Spanien und Nordrhein-Westfalen wurden am Dienstag zwei Personen festgenommen, die in Deutschland für einen russischen Geheimdienst spioniert haben sollen. Darüber informierte die Bundesanwaltschaft am Dienstagnachmittag in einer Pressemitteilung. Bei den beiden Festgenommenen handelt es sich demnach um eine Rumänin und einen Ukrainer. Beide werden verdächtigt, ab Dezember 2025 eine Person in Deutschland ausgespäht zu haben, die Drohnen und Bauteile in die Ukraine lieferte. Laut der Mitteilung \"sammelte der Beschuldigte im Internet Informationen und fertigte Filmaufnahmen vom Arbeitsplatz des Betroffenen an\". Später habe die Beschuldigte die Beobachtung der Zielperson übernommen und dessen Wohnort mit dem Mobiltelefon gefilmt. Beide sollen bald einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, um eine Untersuchungshaft zu prüfen. Die Ermittlungen führte das Bayerische Landeskriminalamt in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz.
Luftangriff auf Lemberg (Lwiw)Bei einem russischen Luftangriff auf die westukrainische Lemberg (Lwiw) ist am Dienstagnachmittag ein Wohnhaus im Zentrum getroffen worden. Das Gebäude ging in Flammen auf. Rettungskräfte versuchten, die aus dem Dachstuhl schlagenden Flammen zu löschen sowie im Haus verbliebene Bewohner zu retten. Der Angriff geschah mitten zur Hauptverkehrszeit im historischen Zentrum der Stadt an einem belebten Umsteigepunkt. Im Umfeld gingen zahlreiche Fenster von Wohnungen, Geschäften und Restaurants zu Bruch, auf den Fußwegen lagen Scherben. Passanten räumten spontan die über hunderte Meter weit verstreuten Trümmerstücke aus Dach und Gebäude zusammen. Auch zahlreiche Autos wurden z.T. schwer beschädigt. Über mögliche Opfer ist den Einsatzkräften zufolge vorerst nichts bekannt. Der Einsatzleiter am Ort erklärte, dass das Gebäude von einer Shahed-Drohne getroffen wurde. Kurz zuvor war im Gebiet Lwiw Luftalarm ausgelöst worden.
Abgestürztes Flugobjekt in Litauen war ukrainische DrohneBei einem im Südosten des baltischen EU- und NATO-Mitglieds Litauen abgestürzten Flugobjekt handelt es sich nach Angaben der Regierung in Vilnius um eine ukrainische Drohne. Regierungschefin Inga Ruginiene teilte mit, der Vorfall habe sich im Zusammenhang mit einer Operation der Ukrainer gegen Russland ereignet. „Wir können schon mit Sicherheit sagen, dass es sich um eine verirrte Drohne handelte“, sagte sie nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Vilnius. Die Drohne war in der Nacht zu Montag im Bezirk Varena nahe der Grenze zu Belarus in den litauischen Luftraum eingedrungen und auf einem zugefrorenen See abgestürzt. Sie war weder von Militärradargeräten erfasst noch vom Grenzschutz bemerkt worden. Auf Aufnahmen einer Überwachungskamera, die der litauische Rundfunk veröffentlichte und die den Vorfall zeigen sollen, sind eine Explosion und brennende Trümmer zu sehen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.Nach Angaben von Verteidigungsminister Robertas Kaunas gehörte die Drohne nach ersten Erkenntnissen zu einem Drohnenschwarm, der für einen Angriff auf den Hafen von Primorsk im Nordwesten Russlands eingesetzt wurde. Höchstwahrscheinlich sei sie durch russische elektronische Abwehrmaßnahmen fehlgeleitet worden. Die Drohne flog Kaunas zufolge tief, weshalb sie weder von belarussischer noch von litauischer Seite gesichtet worden sei. Ruginiene und Kaunas betonten, Litauen habe zusätzliche Radargeräte zur Erkennung tieffliegender Drohnen bestellt.
Sicherheitskräfte in Moskau in erhöhter AlarmbereitschaftDer russische Inlandsgeheimdienst FSB, die Polizei und die Nationalgarde in Moskau sind in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur RIA berichtet. Grund seien Hinweise, wonach die Ukraine Sabotageakte und Angriffe auf Regierungsvertreter, Angehörige des Verteidigungsministeriums und Polizisten plane. In dem seit vier Jahren andauernden Krieg haben beide Seiten immer wieder Ziele weit hinter der Front angegriffen. Dabei setzten sie Drohnen und Sabotageeinheiten ein, um Menschen zu töten und kritische Infrastruktur zu attackieren.
Moldau meldet Unterbrechung wichtiger StromverbindungRussische Angriffe auf die Energieinfrastruktur in der Ukraine wirken sich auf die benachbarte Republik Moldau aus. Die wichtigste Stromverbindung zwischen dem Land und Europa sei gekappt, teilt Präsidentin Maia Sandu auf X mit. „Es gibt alternative Routen, aber die Lage bleibt fragil. Russland allein ist dafür verantwortlich.“
Tote nach Explosion in Wohnhaus auf der KrimIn der Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind in der Nacht bei einer schweren Explosion in einem Wohnhaus nach offiziellen Angaben zwei Menschen getötet worden. „Weitere acht Menschen wurden verletzt, die Ärzte leisten ihnen alle nötige Hilfe“, schrieb Sewastopols Gouverneur Michail Raswosschajew bei Telegram. Die Ursache der Detonation werde noch untersucht.Die Wucht der Explosion hat Behördenangaben nach zu einem Teileinsturz des Gebäudes geführt. Auch ein Nachbarhaus wurde in Mitleidenschaft gezogen und daher ebenfalls evakuiert.In der Nacht gab es ukrainische Drohnenangriffe auf die Krim. Auch in Sewastopol selbst wurde Luftalarm ausgelöst. Es ist allerdings unklar, ob die Drohnen die Explosion ausgelöst haben. Sewastopol gilt als strategisch wichtiger Hafen mit einer Reihe von Militärobjekten. Die Krim dient dem russischen Militär als Nachschubbasis für den Krieg vor allem im Süden der Ukraine.
Tote in der Ukraine bei russischen AngriffenBei russischen Drohnen- und Raketenangriffen sind ukrainischen Angaben zufolge in der Nacht mehrere Menschen getötet worden. In Saporischschja habe es einen Toten und fünf Verletzte gegeben, teilt Regionalgouverneur Iwan Fedorow mit. Bei den schweren Angriffen seien zudem unter anderem Wohnhäuser, ein Hotel und Industrieanlagen beschädigt worden. In der Region Poltawa starben nach Behördenangaben zwei Menschen, elf weitere wurden verletzt. Bei einem Drohnenangriff auf einen Zug in der Region Charkiw wurde der örtlichen Staatsanwaltschaft zufolge ein Fahrgast getötet. Der Zug befand sich an einem Bahnhof in dem Dorf Slatyne. In fast der gesamten Ukraine galt nach Angaben von ukrainischen Behörden wegen russischer Angriffe Raketenalarm. In allen Regionen außer Odessa wurde der Luftalarm ausgelöst, wie die ukrainischen Behörden am Dienstagmorgen mitteilten. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Montagabend unter Berufung auf Geheimdienstinformationen vor einem unmittelbar bevorstehenden Großangriff Russlands gewarnt.
Ukraine fordert Waffen für Angriffe auf russische DrohnenfabrikenDie Ukraine hat russische Produktionsstätten für Drohnen als legitime militärische Ziele bezeichnet und den Westen zur Lieferung weitreichender Waffen aufgefordert. Russlands Lieferung modernisierter Drohnen an den Iran mache Moskau zu Teherans wichtigstem Komplizen im Krieg, sagte der ukrainische UN-Botschafter Andrij Melnyk vor dem Weltsicherheitsrat. Die Lieferungen modernisierter Versionen der iranischen Schahed-Drohnen an Teheran stellten eine beispiellose Eskalation dar, die es dem Iran ermögliche, Golfstaaten und US-Streitkräfte in der Region über längere Zeit anzugreifen.„Russische Drohnenproduktionsstätten sollten als legitime Ziele für Militärschläge im Kampf gegen das Mullah-Regime betrachtet werden“, sagte Melnyk. Die Ukraine greife bereits russische Drohnenfabriken an, könne jedoch mit neuen Waffen und Ressourcen effektiver sein. Die Bereitstellung von Waffen für Angriffe in der Tiefe und die Unterstützung der ukrainischen Produktion von Langstreckenraketen würden die kollektiven Bemühungen um Frieden im Nahen Osten unterstützen.
Selenskyj: Russland plant Bodenkontrollstationen für Angriffsdrohnen in BelarusRussland plant dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge vier Bodenkontrollstationen für Langstrecken-Angriffsdrohnen in Belarus. Er beruft sich dabei auf den Militärgeheimdienst seines Landes. Selenskyj habe den Geheimdienstchef angewiesen, die Partner der Ukraine über diese Pläne zu informieren. Er warnt seit Monaten vor einer stärkeren Verwicklung von Belarus in den Ukrainekrieg.
Putin will „strategische Partnerschaft“ mit Nordkorea ausbauenRusslands Präsident Wladimir Putin hat sich angesichts der Bestätigung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un im höchsten Staatsamt für eine Stärkung der „strategischen Partnerschaft“ beider Länder ausgesprochen. „Wir werden natürlich unsere enge Zusammenarbeit fortsetzen, um die strategische Partnerschaft zwischen Moskau und Pjöngjang weiter auszubauen“, erklärte Putin am Montag in einer vom Kreml veröffentlichten Botschaft an Kim. Putin pries darin Kims „persönlichen Beitrag“ zur „Stärkung der freundschaftlichen Beziehungen der Verbündeten“ Russland und Nordkorea.Pjöngjang ist einer der wichtigsten Unterstützer Moskaus in der Offensive der russischen Armee gegen die Ukraine. So hat Nordkorea in der Vergangenheit tausende Soldaten in die an die Ukraine grenzende russische Region Kursk geschickt. Im Gegenzug versorgt Russland Nordkorea nach Angaben von Analysten mit Finanzhilfen, Militärtechnologie sowie Lebensmittel- und Energielieferungen.Anfang Januar hatte sich Kim in einem von der offiziellen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Brief verpflichtet, alle politischen Maßnahmen und Entscheidungen von Wladimir Putin „bedingungslos“ zu unterstützen.
Schäden nach ukrainischem Angriff auf russischen Hafen PrimorskEin ukrainischer Drohnenangriff auf den russischen Ostseehafen Primorsk nahe St. Petersburg, einen der wichtigsten Öl-Exportknotenpunkte des Landes, hat nach Angaben lokaler Behörden einen Treibstofftank beschädigt. Die Luftabwehr habe in der Nacht mehr als 50 Drohnen über der Region zerstört, erklärte Alexander Drosdenko, Gouverneur der Region Leningrad, am Montag in einem Telegram-Beitrag. Die Abwehr des Angriffs dauere weiter an. Einsatzkräfte seien damit beschäftigt, den Brand an dem Treibstofflager in Primorsk zu löschen, so Drosdenko.Primorsk zählt zu den wichtigsten Exportterminals für russisches Rohöl auf dem Seeweg. Der Hafen war bereits zuvor Ziel ukrainischer Angriffe, so im Jahr 2025. Die Verladungen waren dabei vorübergehend unterbrochen. Die Ukraine hat sich bislang nicht zum aktuellen Vorfall geäußert.Während Russland seine nahezu täglichen Drohnen- und Raketenangriffe auf die Ukraine fortsetzt, reagiert Kiew mit Angriffen auf russische Häfen, Energieinfrastruktur, Raffinerien und andere Industrieanlagen, um dem Kreml finanzielle Mittel für den Krieg zu entziehen.
Putin gibt Wirtschaftseinbruch zu Jahresbeginn zuRusslands Wirtschaft ist nach vier Jahren Krieg offiziellen Angaben zufolge ins Minus gerutscht. „Im Januar dieses Jahres ist Russlands Bruttoinlandsprodukt 2,1 Prozent niedriger gewesen als vor einem Jahr“, sagte Präsident Wladimir Putin bei einer Regierungssitzung. Gleichzeitig sei die Industrieproduktion um 0,8 Prozent zurückgegangen. Während er dies mit der größeren Anzahl an Feiertagen in diesem Jahr gegenüber 2025 erklärte, forderte er zugleich von der Regierung entschiedene Maßnahmen, um „auf den Pfad nachhaltigen Wachstums zurückzukehren“. Putin hat im Februar 2022 den Angriff auf die Ukraine befohlen. Den darauffolgenden Sanktionen des Westens konnte die russische Ökonomie nach der Umstellung auf eine Kriegswirtschaft lange relativ gut widerstehen – auch weil die Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts vom staatlich finanzierten Rüstungssektor angetrieben wurden. Anzeichen einer Krise machten sich bereits im vergangenen Jahr in zivilen Sektoren bemerkbar – und konnten zuletzt dann auch nicht mehr durch steigende Waffenproduktion aufgefangen werden.
Witkoff meldet Fortschritte in Gesprächen mit Ukraine-Unterhändlern Bei den Ukraine-Gesprächen von Unterhändlern Washingtons und Kiews sind nach US-Angaben Fortschritte erzielt worden. Bei dem zweitägigen Treffen im US-Bundesstaat Florida sei über „die weitere Überbrückung von Differenzen und die Klärung offener Fragen“ beraten worden, erklärte der US-Sondergesandte Steve Witkoff am Sonntag. Dabei sei auch „ein Durchbruch in einer wichtigen humanitären Angelegenheit erzielt worden“. Die Unterhändler der Ukraine und der USA waren in Florida zusammengekommen, um weitere Dreier-Gespräche mit Russland über eine Beendigung des Ukrainekriegs vorzubereiten. „Insgesamt bleibt die Lage recht klar: (Der russische Präsident Wladimir) Putin will den Krieg nicht beenden. Aber entscheidend ist, was die Welt will“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Telefonat mit den Unterhändlern in einer Videobotschaft. Nach der Rückkehr der ukrainischen Gruppe werde diese einen detaillierteren Bericht erstatten. „Es gibt Signale, dass die Gefangenenaustausche fortgesetzt werden“, sagte Selenskyj. Ihm zufolge wäre das bereits eine Bestätigung für funktionierende Diplomatie. Selenskyj hofft trotz des Irankriegs auf weitere diplomatische Bemühungen der USA zur Beendigung des Kriegs. „Es ist klar, dass der Schwerpunkt der amerikanischen Seite derzeit auf der Situation rund um Iran und in dieser Region liegt, aber auch der Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, muss beendet werden“, sagte Selenskyj