|
26.03.2026
19:31 Uhr
|
Liveticker zur US-Politik unter Donald Trump aktuell: Aktuelle News & Nachrichten von heute ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

Eine US-Richterin hat die Sperre des US-Verteidigungsministeriums gegen das KI-Unternehmen Anthropic vorerst blockiert. Richterin Rita Lin gab am Donnerstag (Ortszeit) einer Klage der Entwicklerfirma des Chatbots Claude statt. Die Maßnahmen der Regierung schienen nicht auf nationale Sicherheitsinteressen abzuzielen, sondern darauf, Anthropic für öffentliche Kritik zu bestrafen, erklärte Lin in ihrer Entscheidung. Dies sei eine illegale Vergeltungsmaßnahme und verletze das Recht auf freie Meinungsäußerung. Das Urteil tritt jedoch erst in sieben Tagen in Kraft, um der Regierung die Möglichkeit für eine Berufung zu geben. Anthropic-Sprecherin Danielle Cohen begrüßte die Entscheidung und teilte mit, das Unternehmen wolle weiterhin produktiv mit der Regierung zusammenarbeiten.
Trumps Unterschrift soll auf Banknoten gedruckt werden Auf US-Banknoten wird anlässlich des 250. Jahrestags der Unabhängigkeit der USA künftig die Unterschrift von Präsident Donald Trump zu sehen sein. Der Schritt ist ein Novum für einen amtierenden Präsidenten. Zugleich verschwinde zum ersten Mal seit 165 Jahren die Unterschrift des obersten Kassenverwalters (Treasurer) von den Geldscheinen, teilte das Finanzministerium der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag in einem Schreiben mit. Die ersten 100-Dollar-Noten mit den Namen von Trump und Finanzminister Scott Bessent sollen demnach im Juni gedruckt werden. Weitere Banknoten sollen in den Monaten darauf folgen.Derzeit werden noch Scheine mit den Unterschriften von Janet Yellen und Lynn Malerba hergestellt, die unter Trumps Vorgänger Joe Biden Finanzministerin und Kassenverwalterin waren. Malerba ist damit die Letzte einer ununterbrochenen Reihe von Kassenverwaltern, deren Namen seit der ersten Ausgabe von US-Banknoten im Jahr 1861 auf den Scheinen abgedruckt wurden.
Russische Abgeordnete treffen US-Kongressmitglieder Erstmals seit Jahren haben US-Kongressmitglieder Abgeordnete aus Russland empfangen. Ein Sprecher des US-Außenministeriums und eine republikanische Abgeordnete bestätigten am Donnerstag Angaben aus Moskau zu der Reise. Die US-Abgeordnete Anna Paulina Luna, die Präsident Donald Trump nahesteht, veröffentlichte im Onlinedienst X ein Foto des Treffens. Nach ihren Angaben war es die erste solche Begegnung seit fast 25 Jahren.Das Treffen fand im Friedensinstitut in Washington statt, das die US-Regierung kürzlich nach Trump benannt hatte. \"Als Vertreter der zwei größten Atomsupermächte der Welt schulden wir unseren Bürgern einen offenen Dialog, Ideen und offene Kommunikationskanäle\", erklärte Luna, eine Republikanerin aus dem Bundesstaat Florida. Beide Seiten wollten den Friedens-Dialog fortsetzen.Russlands Wirtschaftsbeauftragter Kirill Dmitrijew nannte das Treffen \"historisch\". Kreml-Sprecher Dmitri Peskow äußerte die Hoffnung, \"dass diese ersten vorsichtigen Schritte einen Beitrag zur weiteren Wiederbelebung unserer bilateralen Beziehungen leisten werden\". Russlands Präsident Wladimir Putin habe die \"wichtigsten Vorgaben\" der Reise festgelegt und werde nach den Treffen in den USA \"ausführlich informiert\", fügte Peskow hinzu. Mitglieder der russischen Delegation seien der stellvertretende Parlamentspräsident Boris Tschernyschow sowie die Abgeordneten Wjatscheslaw Nikonow und Swetlana Schurowa, erklärte der Duma-Abgeordnete Leonid Slutski. Von US-Seite nahm neben Luna unter anderem der Abgeordnete Andy Ogles von den Republikanern teil. Der Besuch erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem die von den USA vermittelten Gespräche über ein Abkommen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine praktisch zum Stillstand gekommen sind.
Trump reist im Mai nach ChinaUS-Präsident Donald Trump reist am 14. und 15. Mai zu einem Staatsbesuch nach China. Dort werde er mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping zusammentreffen, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Mittwoch mit. Später werde Xi zu einem Gegenbesuch in Washington erwartet. Ursprünglich war Trumps Reise für die kommende Woche geplant. Wegen des Krieges der USA und Israels gegen Iran sei sie jedoch verschoben worden.
USA greifen abermals angebliches Drogenboot anBei einem Angriff auf ein Boot mutmaßlicher Drogenschmuggler in der Karibik sind am Mittwoch nach Angaben des US-Militärs vier Männer getötet worden. Das Schiff sei von als terroristisch eingestuften Organisationen betrieben worden, teilte die für die Region zuständige Kommandozentrale des Militärs (Southcom) ohne Nennung weiterer Details auf X mit. Geheimdienstinformationen zufolge sei es auf einer bekannten Drogenschmuggler-Route unterwegs gewesen.
Pentagon gibt Rüstungsaufträge zur Erhöhung der Raketenproduktion bekanntDas US-Verteidigungsministerium hat angesichts des Irankrieges mehrere Vereinbarungen zur Steigerung der Raketenproduktion bekanntgegeben. Ziel sei es, die „industrielle Basis auf Kriegszeit“ einzustellen, erklärte das Pentagon am Mittwoch. Mit den Konzernen Lockheed Martin und BAE Systems sei eine Vervierfachung der Produktion von Komponenten des THAAD-Systems beschlossen worden, das im Nahen Osten vermehrt zur Abwehr ballistischer Raketen zum Einsatz kommt.Auch die Produktion taktischer ballistischer Raketen soll beschleunigt werden. Lockheed Martin bestätigte den Auftrag und erklärte, dieser beruhe auf einer früheren Vereinbarung mit der US-Armee im Wert von 4,94 Milliarden Dollar (4,27 Milliarden Euro) aus dem vergangenen Jahr. Das Unternehmen Honeywell gab derweil bekannt, seine Produktionskapazität von Navigationssystemen und Raketenantrieben mit mehrjährigen Investitionen in Höhe von 500 Millionen Dollar (umgerechnet rund 433 Millionen Euro) auszubauen.
Trump trifft Chinas Staatspräsident Xi Mitte MaiDer amerikanische Präsident Donald Trump reist am 14. und 15. Mai zu einem Staatsbesuch nach China. Dort werde er mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping zusammentreffen, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Mittwoch mit. Später werde Xi zu einem Gegenbesuch in Washington erwartet. Ursprünglich war Trumps Reise für die kommende Woche geplant. Wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran sei sie jedoch verschoben worden.
Mexiko beklagt Tod von 13 Bürgern in Zusammenhang mit US-Einwanderungsbehörde ICE Im Zusammenhang mit dem Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten sind nach Angaben Mexikos 13 seiner Staatsbürger ums Leben gekommen. Die Zahl gab das mexikanische Außenministerium am Mittwoch in einer Pressekonferenz bekannt, an der auch Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum teilnahm. Sechs der Betroffenen seien offiziell aufgrund „medizinischer Komplikationen“ verstorben, vier Todesfälle seien als „Suizid“ eingestuft worden, zwei weitere Personen seien während Razzien ums Leben gekommen, sagte der für Nordamerika zuständige Staatssekretär im mexikanischen Außenministerium, Roberto Velasco. Ein weiterer Mexikaner sei bei einem Schusswaffenangriff auf eine ICE-Einrichtung getötet worden.Nach Regierungsangaben hat Mexiko 14 diplomatische Noten im Zusammenhang mit den Todesfällen versandt. Erst in der vergangenen Woche hatte Mexiko den Tod eines 19 Jahre alten Staatsbürgers beklagt, der tot in einem Haftzentrum im US-Bundesstaat Florida aufgefunden worden war. Präsidentin Sheinbaum sagte, ihr Land sei „nicht einverstanden“ mit der von den USA praktizierten „Art der Inhaftierung“ und forderte von Washington die Wahrung der Menschenrechte.
Demokratin erobert Wahlkreis in „Trumps Hinterhof“ Bei einer Abstimmung zum Parlament des Bundesstaats Florida hat sich in einem Wahlkreis, der auch US-Präsident Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago einschließt, überraschend eine Demokratin durchgesetzt. Emily Gregory schlug übereinstimmenden Medienberichten zufolge den von Trump unterstützten republikanischen Kandidaten Jon Maples in dem Wahlkreis rund um die Stadt Palm Beach. Der Vorsitzende der Demokraten auf Bundesebene, Ken Martin, schrieb auf der Plattform X, die Niederlage der Republikaner in „Trumps Hinterhof“ zeige, dass die Demokraten im ganzen Land gewinnen könnten. „Weiter im November!“, schrieb er mit Blick auf die bevorstehenden Zwischenwahlen zum Kongress. Die Abstimmung in Trumps Wahlkreis über den Sitz im Parlament war nötig geworden, weil der vorige republikanische Amtsinhaber im August zurückgetreten war, um ein anderes Amt anzunehmen, wie die „New York Times“ berichtete. 2024 hatte er den Wahlkreis demnach noch mit einem Vorsprung von 19 Prozentpunkten gewonnen. Die Demokratin Gregory gewann der „Washington Post“ zufolge nun nach Auszählung fast aller Stimmen mit zwei Prozentpunkten Vorsprung. Auch der Sender CNN prognostizierte den Wahlsieg der Demokratin. Auch Trump gab bei der Wahl US-Medien zufolge seine Stimme ab – und zwar per Briefwahl, obwohl sich der Republikaner regelmäßig gegen die Stimmabgabe per Post ausspricht. Häufig stellte er dabei auch einen Zusammenhang zwischen der Briefwahl und angeblichem Wahlbetrug her. Seine Sprecherin Karoline Leavitt wollte in seiner Abstimmung per Post trotzdem keinen Widerspruch erkennen. Sie erklärte CNN zufolge, der Präsident sei in Palm Beach zu Hause, lebe aber meistens im Weißen Haus in Washington. „Das ist keine Story“, sagte sie.
Minnesota verklagt Trump-RegierungDer US-Bundesstaat Minnesota hat die Trump-Regierung verklagt – der Vorwurf: Sie behindere die Ermittlungen zu den tödlichen Schüssen von Einsatzkräften auf Renée Good und Alex Pretti. Die Kläger werfen dem Justiz- und dem Heimatschutzministerium vor, Beweise an Tatorten in Minneapolis unter Verschluss zu halten und örtlichen Ermittlern den Zugang zu verwehren. Sie hoffen, mit der Klage der Blockadehaltung der Regierung ein Ende zu setzen.Im Dezember hatte das Heimatschutzministerium im Rahmen der „Operation Metro Surge“ Tausende teils bewaffnete und vermummte Einsatzkräfte nach Minnesota entsandt. Bei Razzien im Januar wurde neben Good und Pretti, die beide durch Schüsse starben, auch eine dritte Person verwundet.
Trumps Umfragewerte sinken weiterDie Zustimmungswerte für US-Präsident Donald Trump sind auf den niedrigsten Stand seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus gefallen. In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Instituts Ipsos für die Nachrichtenagentur Reuters äußerten sich 36 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger in den USA zufrieden mit Trumps Amtsführung. In der Vorwoche waren es noch 40 Prozent gewesen. Als Gründe für den Rückgang gelten gestiegene Benzinpreise und eine breite Ablehnung des von den USA gemeinsam mit Israel begonnenen Krieges gegen Iran.Besonders unzufrieden zeigten sich die Befragten mit Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten, einem zentralen Thema seines Wahlkampfes im Jahr 2024. Nur 25 Prozent stellten ihm hier ein gutes Zeugnis aus. Der Krieg gegen Iran, der mit koordinierten Angriffen der USA und Israels am 28. Februar begann, stößt ebenfalls auf wachsende Ablehnung. 61 Prozent der Befragten missbilligten die Angriffe (Vorwoche 59 Prozent), während 35 Prozent (37 Prozent) sie befürworteten. Trump war mit dem Versprechen angetreten, „dumme Kriege“ zu vermeiden. Trumps Ansehen bei Anhängern der Republikanern ist aber nach wie vor hoch. Nur etwa jeder fünfte Anhänger der Partei gab an, mit seiner bisherigen Leistung im Weißen Haus unzufrieden zu sein. Dieser Wert hat sich seit der vergangenen Woche kaum verändert.
Frankreichs Armeechef: USA sind zunehmend unberechenbarFrankreichs Armeechef Fabien Mandon übt scharfe Kritik an den USA. „Wir wurden von einem amerikanischen Verbündeten überrascht, der zwar ein Verbündeter bleibt, aber zunehmend unberechenbar wird und sich nicht einmal die Mühe macht, uns zu informieren, wenn er Militäreinsätze beginnt“, sagt Mandon auf einem Sicherheits- und Verteidigungsforum in Paris. „Dies hat Auswirkungen auf unsere Sicherheit und auf unsere Interessen.“
Wadephul „irritiert“ über Verhältnis zu USAAußenminister Johann Wadephul (CDU) hat in seiner Rede zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts vor akuten Gefährdungen für die Sicherheit in Deutschland gewarnt. „Unsere eigene Sicherheit ist womöglich konkreter in Gefahr als sie es in den letzten 75 Jahren je war“, sagte Wadephul am Dienstag in einer Feierstunde im Auswärtigen Amt. Zu den Gefahren etwa durch ein aggressiv auftretendes Russland komme wachsendes Unverständnis in der Partnerschaft mit dem traditionellen Verbündeten USA hinzu.„Unser transatlantisches Verhältnis befindet sich in einem tiefgehenden Wandel: Ich selbst bin über vieles befremdet, teils irritiert“, sagte Wadephul mit Blick auf die US-Regierung. „Die internationale Ordnung, wie wir sie in den letzten 75 Jahren kannten, steht unter Druck – einige versuchen, sie zu zerstören“, warnte der Außenminister. „Wir stehen vor neuen epochalen Herausforderungen“, deshalb sei Diplomatie „heute nötiger denn je“.Erstmals seit Generationen müsse Europa „mit zwei Kriegen unmittelbar an unseren Grenzen und in unserer Nachbarschaft gleichzeitig umgehen: Einem Angriffskrieg Russlands gegen seinen Nachbarn Ukraine mitten auf unserem eigenen Kontinent – und einem Krieg im Nahen Osten und am Golf“, sagte Wadephul. Europa könne mit dieser Situation nur umgehen, wenn es eng zusammensteht, mahnte Wadephul. Zudem plädierte er dafür, das Verhältnis zu den USA trotz der wachsenden Probleme nicht abzuschreiben: „Ich plädiere dafür, dass wir nie vergessen, dass es vor allem auch die USA waren, die uns vom Nazi-Regime befreit haben, die junge Bundesrepublik geprägt und uns die Wiedervereinigung ermöglicht haben.“