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01.06.2026
05:55 Uhr
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Angriff sei Reaktion auf Abschuss einer US-Drohne +++ Kuwait fängt Raketen- und Drohnenangriffe ab +++ Insider: USA dringen auf neue Waffenruhe zwischen Israel und Hizbullah +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Abermals Hinrichtungen nach Protesten in Iran In Iran sind wieder zwei Männer im Zusammenhang mit den Aufständen im Januar hingerichtet worden. Mehdad Mohammadi-Nia und Ashkan Maleki wurde unter anderem zur Last gelegt, während der Massenproteste eine Moschee in Brand gesetzt zu haben, wie das mit der Justiz verbundene Nachrichtenportal Misan berichtete. Das Urteil sei am Montagmorgen vollstreckt worden, hieß es weiter.Die Demonstrationen waren Ende Dezember wegen der Wirtschaftskrise im Land ausgebrochen und entwickelten sich rasch zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung. Der Staat ließ sie gewaltsam niederschlagen. Tausende Demonstranten wurden dabei getötet.Im Zusammenhang mit den Protesten ließ Irans Justiz mindestens 17 Menschen hinrichten, wie die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) berichtete. „Die Hinrichtung von Demonstranten und Gefangenen, denen sicherheitsrelevante Straftaten vorgeworfen werden, ist ein Mittel der Unterdrückung und der Einschüchterung der Öffentlichkeit“, schrieb die Organisation auf X.
Weitere Todesopfer in LibanonBei einem israelischen Angriff in der Nacht wurden laut der libanesischen Staatsagentur NNA in Südlibanon acht Menschen getötet und 19 weitere verletzt. Die von Iran unterstützte Hizbullah hat derweil ihre Angriffe auf Nordisrael verstärkt. Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu kündigte am Morgen neue Angriffe auf Ziele der Miliz in den südlichen Vororten Beiruts an. Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz hätten der Armee unter anderem wegen der Angriffe auf israelische Orte eine entsprechende Anweisung gegeben.In Nordisrael gibt es derzeit wegen des Beschusses mit Raketen und Drohnen aus dem Nachbarland immer wieder Luftalarm. Israels Armee meldete auch einen weiteren getöteten Soldaten in Südlibanon. Israelischen Medien zufolge kam der Soldat bei einem Drohnenangriff der Hizbullah in der Nacht ums Leben.
Trump zu Kritikern: „Entspannen Sie sich, am Ende wird alles gut“ US-Präsident Donald Trump hat sich über eine nach seiner Ansicht übermäßige Kommentierung seiner Verhandlungen mit Iran beschwert „Es ist VIEL schwieriger für mich, meine Arbeit richtig zu machen und zu verhandeln, wenn politische Wichtigtuer in einem noch nie dagewesenen Ausmaß immer wieder negativ 'dazwischenreden', dass ich schneller oder langsamer vorgehen, in den Krieg ziehen oder nicht in den Krieg ziehen sollte, oder was auch immer“, schreibt Trump auf der Plattform Truth Social. „Lehnen Sie sich einfach zurück und entspannen Sie sich, am Ende wird alles gut.“ Zugleich betont Trump, der Iran wolle unbedingt ein Abkommen schließen. Dies werde ein gutes Geschäft für die USA und ihre Verbündeten sein.
Kuwait fängt Raketen- und Drohnenangriffe abDie kuwaitische Luftabwehr fängt Raketen- und Drohnenangriffe ab. Im ganzen Land heulen die Sirenen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Kuna. Weitere Details nennt die Agentur zunächst nicht.
Insider: USA dringen auf neue Waffenruhe zwischen Israel und HizbullahDie USA unternehmen einem Insider aus US-Regierungskreisen zufolge einen neuen Anlauf für eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hizbullah-Miliz in Libanon. Die Hizbullah-Miliz solle alle Angriffe auf Israel einstellen und im Gegenzug müsse Israel auf eine Eskalation in Beirut verzichten, sagte ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Der amerikanische Außenminister Marco Rubio spreche über diesen Plan bereits mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Während Aoun versuche, den Vorschlag voranzutreiben, fordert der libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri dem Insider zufolge, dass Israel zuerst das Feuer einstellt.
Irans Präsident fordert neuen Politikstil Irans Präsident Massud Peseschkian hat sich für eine grundlegende Änderung des Führungsstils im Land ausgesprochen. Zugleich wies sein Büro Rücktrittsgerüchte zurück. Peseschkian sagte laut der Agentur Fars, die Führung könne nicht allein aus einer begrenzten Gruppe von Führungskräften und Beamten bestehen. Er verlangte stattdessen die Einbindung aller gesellschaftlichen Schichten, wirtschaftlicher Akteure und Wissenschaftler sowie der Bevölkerung.Peseschkian gilt als Reformer. Seine Forderung steht im Kontrast zur Machtstruktur. Ein Blick auf die wichtigsten Vertreter der iranischen Führung zeigt, dass viele Schlüsselpositionen seit Jahrzehnten durch Personen mit engen Verbindungen zu der Islamischen Revolutionsgarde besetzt sind.Der Präsident sagte weiter, je ehrlicher man mit der Bevölkerung spreche und sie in den Prozess der Entscheidungsfindung und Problemlösung einbezöge, desto größer sei die Chance, Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Wenn die Menschen mit Notlagen konfrontiert seien, müssten auch die Verantwortlichen an ihrer Seite stehen und sich um die Lösung der Probleme bemühen.
Wadephul: Israels Vorrücken in Libanon Anlass zur Sorge Außenminister Johann Wadephul ruft Israel und die von Iran unterstützte Hizbullah-Miliz in Libanon dringend auf, zur vereinbarten Waffenruhe zurückzukehren. „Das weitere Vorrücken der israelischen Armee im Süden Libanons gibt Anlass zu großer Sorge“, teilte der CDU-Politiker am Rande seines Besuches bei den Vereinten Nationen (UN) in der US-Ostküstenmetropole New York mit. Israel müsse bei seinem Vorgehen gegen die Hizbullah Zivilisten und zivile Infrastruktur schützen. „Jede weitere Eskalation verschärft die ohnehin schon angespannte Lage zusätzlich und sorgt für neue Fluchtbewegungen innerhalb Libanons“, warnte Wadephul.
Netanjahu spricht von „entscheidender Wendung“ in LibanonIsraels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die Einnahme der strategisch bedeutsamen Kreuzritterburg Beaufort im Libanon durch die israelische Armee als „entscheidende Wendung“ im Kampf gegen die pro-iranische Hizbullah-Miliz bezeichnet. Israel sei „vereint, entschlossen und stärker als jemals zuvor“ auf die Burg zurückgekehrt, sagte Netanjahu in einem am Sonntag veröffentlichten Video. Die Einnahme der Festung sei eine „dramatische Etappe“ im israelischen Vorgehen gegen die Hisbollah.„Wir haben die Schranken der Angst durchbrochen“, sagte der israelische Regierungschef: „Wir ergreifen die Initiative, wir operieren an allen Fronten – in Syrien, im Gazastreifen, im Libanon.“Die israelische Armee hatte die Kreuzritterburg Beaufort bereits im Libanonkrieg 1982 erobert und nutzte sie bis zu ihrem Rückzug aus dem Libanon im Jahr 2000 als Stützpunkt. Beaufort gilt wegen der Lage mit Blick über weite Teile des Südlibanon als strategisch wichtiger Punkt.
Iranischer Chefunterhändler: Kein Vertrauen in die USAIran wird nach den Worten seines Chefunterhändlers Mohammad Baqer Ghalibaf kein Abkommen zur Beendigung des Konflikts mit den USA akzeptieren, solange die Rechte der iranischen Bevölkerung nicht gesichert sind. Es gebe kein Vertrauen in die Worte und Versprechen des Feindes, sagt Ghalibaf staatlichen Medien zufolge. Das einzige Kriterium seien spürbare Ergebnisse, bevor Iran seinerseits Verpflichtungen erfülle. Ghalibaf äußert sich nach seiner Vereidigung als wiedergewählter Parlamentspräsident.
Israel meldet Einnahme der Burg Beaufort in LibanonIsrael hat nach eigenen Angaben im Zuge seiner Bodenoffensive gegen die Hizbullah im Süden Libanons die Burg Beaufort eingenommen. Israelische Soldaten seien „auf den Gipfel von Beaufort zurückgekehrt und haben dort erneut die israelische Flagge gehisst“, erklärte Verteidigungsminister Israel Katz am Sonntag und bezog sich auf die frühere Eroberung der mittelalterlichen Kreuzritterburg im Libanonkrieg im Jahr 1982. Zugleich riefen die israelischen Streitkräfte zur Evakuierung sämtlicher libanesischer Gebiete südlich des Flusses Sahrani auf.
Israel: Bodeneinsatz in Libanon ausgeweitetDie israelische Armee hat eine Ausweitung ihres Bodeneinsatzes in Libanon gemeldet. Die Offensive zur Erweiterung einer „vorgeschobenen Verteidigungslinie“ werde derzeit „auf zusätzliche Gebiete“ ausgedehnt, erklärte die Armee am Sonntag. Israelische Soldaten hätten zudem den Fluss Litani überquert.Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte bereits am Freitag erklärt, die israelischen Streitkräfte hätten den rund 30 Kilometer nördlich der gemeinsamen Grenze verlaufenden Litani überschritten. Die Armee erklärte nun, sie habe „vor einigen Tagen“ einen Einsatz in der Gegend des Beaufort-Kamms und des Wadi al-Saluki im Süden Libanons begonnen. Ziel sei es, „direkte Bedrohungen“ für Orte im Norden Israels und die Stadt Metula zu beseitigen und die operative Kontrolle im Südlibanon zu stärken.
Behörde: Sicherheitslage in Straße von Hormus kritischDie Sicherheitssituation in der Straße von Hormus bleibt kritisch. Das stellte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) in einer Mitteilung klar. Die US-Seeblockade iranischer Häfen bestehe unverändert. „Schiffe, die der Blockade unterliegen, sollten weiterhin den Anweisungen der Blockadekräfte Folge leisten“, hieß es. Die Nichtbefolgung könne zu einer „raschen Eskalation“ führen.Innerhalb der letzten 24 Stunden passierten nach iranischen Angaben insgesamt 20 Schiffe die Straße von Hormus. Laut dem Staatssender Irib durften die 20 Schiffe in Koordination mit der Marine der Revolutionsgarden (IRGC) die Meerenge passieren.Schon am Freitag teilte die IRGC-Marine mit, dass 24 Schiffe, unter anderem Tanker, Containerschiffe und Handelsschiffe, trotz der US-Blockade die Meerenge durchqueren konnten. Die IRGC warnte jedoch erneut, dass die Überwachung der Straße von Hormus weiterhin strikt erfolge und jeder Übergriff „mit vernichtenden Schlägen“ erwidert werde.
Medien: Trump forderte strengere Bedingungen für AbkommenDonald Trump hat US-Medien zufolge gefordert, mehrere Bedingungen eines Vorschlags zur Beendigung des Irankrieges zu verschärfen. Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen, Trump habe den neuen Entwurf zur Prüfung an Iran geschickt.Dem Bericht zufolge war zunächst unklar, was die Änderungen genau enthalten. Das Nachrichtenportal Axios berichtete allerdings, Trump wolle mehrere Punkte des Abkommens verschärfen, die ihm persönlich wichtig seien. Dazu gehöre der Umgang mit dem iranischen Nuklearmaterial.Die neuen Änderungen könnten die Verhandlungen um Tage verlängern. Aus US-Kreisen hatte die Nachrichtenagentur AFP erfahren, dass noch Trumps Unterschrift für ein Abkommen fehle, er nach einer Sitzung im sogenannten Situation Room am Freitag aber keine Entscheidung getroffen habe.
Iran: Laut Absichtserklärung könnten Vermögenswerte freigegeben werdenIn den Bemühungen zur Beendigung des Irankrieges beinhaltet ein „inoffizieller“ Entwurf einer Absichtserklärung mit den USA iranischen Staatsmedien zufolge die Freigabe von eingefrorenen iranischen Vermögenswerten in Höhe von zwölf Milliarden Dollar (rund 10,3 Milliarden Euro). Die USA hätten zugesagt, Iran innerhalb von 60 Tagen vollen Zugriff darauf zu gewähren, meldete das iranische Staatsfernsehen am Samstag. Eine frühere Meldung über angebliche US-Zusagen im Zuge eines Abkommens hatte das Weiße Haus als „Erfindung“ zurückgewiesen.Die Frage der im Ausland aufgrund von US-Sanktionen eingefrorenen iranischen Vermögenswerte ist einer der Kernpunkte in den laufenden Verhandlungen über ein Abkommen zur Beendigung des Krieges. Die iranische Nachrichtenagentur Isna hatte am Donnerstag gemeldet, Teheran wolle die Freigabe von 24 Milliarden Dollar erreichen.Iranischen Medienberichten zufolge belaufen sich die im Ausland eingefrorenen Vermögenswerte auf 100 bis 123 Milliarden Dollar.