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19.05.2026
01:15 Uhr
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Trump kommt Bitten aus Golfstaaten nach, sieht „sehr positive Entwicklung“ bei Iran-Gesprächen +++ Bundeswehr verlegt „Patriot“-Einheit in die Türkei +++ Klingbeil: Irankrieg ist „ernsthafte Bedrohung für Weltwirtschaft“ +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Irans Forderungen für ein KriegsendeIran gibt Details seines jüngsten Friedensvorschlags bekannt, den er an die USA übermittelt hat. Teheran fordert laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna eine Aufhebung der Sanktionen, die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder und ein Ende der Seeblockade iranischer Häfen. Außerdem ruft er zu einem Ende des Kriegs an allen Fronten auf, also auch im Libanon, sowie zu einem Abzug der US-Truppen aus Gebieten in der Nähe des Iran. Ferner verlangt der Iran Reparationszahlungen wegen der durch den Krieg verursachten Schäden. Die Nachrichtenagentur beruft sich in ihrem Bericht auf Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi.
Trump sieht „sehr positive Entwicklung“ bei Iran-GesprächenUS-Präsident Donald Trump sieht nach eigenen Angaben Fortschritte bei Gesprächen mit Iran. Es gebe eine „sehr positive Entwicklung“, sagte Trump am Montag bei einer Veranstaltung im Weißen Haus. Verbündete im Nahen Osten hätten ihm gesagt, sie seien „sehr nah dran, eine Einigung zu erzielen“, durch die Iran keine Atomwaffen besitzen werde.Die Entwicklung habe ihn überzeugt, einen geplanten Militärangriff auf Iran aufzuschieben, sagte Trump. „Es ist eine sehr positive Entwicklung, aber wir werden sehen, ob daraus etwas wird“, fügte er hinzu.
Das Regime in Teheran fürchtet offenbar weiterhin, dass Teile der Bevölkerung sich erheben könnten. In diesen Tagen verstärkt das Regime spürbar seine Drohkulisse nach innen. Wie das Regime die Bevölkerung einschüchtert, schreibt unsere Korrespondentin Friederike Böge.
Bundeswehr verlegt Patriot-Einheit in die TürkeiDie Bundeswehr beteiligt sich vor dem Hintergrund des Irankrieges ab Ende Juni mit einem Patriot-Flugabwehrsystem an der NATO-Luftverteidigung in der Türkei. Eine Feuereinheit mit rund 150 Soldaten werde für drei Monate in das Land verlegt, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die deutsche Einheit des Flugabwehrraketengeschwaders 1 aus Husum löse eine Einheit der US-Partner ab. Der Einsatz diene der Unterstützung der NATO-Luftverteidigung an der Südostflanke des Bündnisses.Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte, Deutschland übernehme damit mehr Verantwortung innerhalb der NATO. „Das tun wir an der Ostflanke, im hohen Norden – und nun auch für mehrere Wochen in der Türkei an der NATO-Südostflanke“, sagte der SPD-Politiker. Dem Ministerium zufolge ist die Verlegung auch eine Reaktion auf den Irankonflikt. Das Bündnis habe wegen aus Iran abgefeuerter Raketen die Luftverteidigung in der Türkei verstärkt.
Libanon meldet mehr als 3000 Tote seit Anfang MärzIm Krieg zwischen Israel und der Hizbullah sind in Libanon nach libanesischen Behördenangaben bisher mehr als 3000 Menschen getötet worden. Das Gesundheitsministerium in Beirut meldete, dass seit Ausbruch der jüngsten Eskalation Anfang März 3020 Menschen getötet und 9273 weitere Personen verletzt wurden. Das Ministerium unterscheidet in seiner Zählung nicht zwischen Zivilisten und Mitgliedern der proiranischen Hizbullah-Miliz.
Teheran schickt weiteren Verhandlungsvorschlag an WashingtonPakistan hat einen überarbeiteten Friedensvorschlag der Teheraner Regierung an die USA übermittelt. Das bestätigte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, am Montag. Über deren Inhalte ist noch nichts bekannt. Zuvor hätten die USA Antworten auf Irans vorangegangenen Vorschlag übermittelt, sagte Baghai weiter. US-Präsident Donald Trump hatte diesen öffentlich als „dämlichen Vorschlag“ abgetan. Am Sonntag drohte Trump Iran wieder mit Konsequenzen, sollte die Führung in Teheran nicht rasch handeln. „Für Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser schnell bewegen, sonst wird nichts von ihnen übrigbleiben. Jede Minute zählt!“
Merz verurteilt iranische Luftangriffe auf EmirateBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die jüngsten iranischen Luftangriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und andere Länder der Region scharf verurteilt. „Angriffe auf Nuklearanlagen sind eine Bedrohung für die Sicherheit der Menschen in der gesamten Region“, schrieb Merz auf der Plattform X. „Es darf zu keiner weiteren Gewalteskalation kommen.“ Nach einem Drohnenangriff war in den Emiraten nach Behördenangaben am Wochenende ein Feuer im Bereich eines Atomkraftwerks ausgebrochen. Merz forderte Iran zu Schritten zur Beendigung des Krieges und zur Entspannung der Lage in der Golfregion auf. „Iran muss in ernsthafte Verhandlungen mit den USA einsteigen, aufhören, seine Nachbarn zu bedrohen und die Straße von Hormus ohne Einschränkungen öffnen“, so der Bundeskanzler.
Libanon meldet sieben Tote bei israelischen AngriffenBei israelischen Angriffen in Libanon sind am Sonntag nach libanesischen Angaben sieben Menschen getötet worden, darunter ein Kommandeur der Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad. Nach einer zunächst vom Gesundheitsministerium veröffentlichten vorläufigen Bilanz wurden bei Angriffen im Süden des Landes fünf Menschen getötet. Später meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA zwei weitere Tote bei einem israelischen Angriff im Osten Libanons.Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in der Ortschaft Tayr Felsay drei Menschen getötet, darunter ein Kind. Zwei Tote, unter ihnen ein weiteres Kind, gab es demnach in Tayr Debba. Bei den Angriffen wurden nach Angaben des Ministeriums elf Menschen verletzt; vier weitere Menschen wurden bei Angriffen auf zwei andere Orte im Süden verletzt.Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete später, ein israelischer Raketenangriff habe eine Wohnung am Rand der ostlibanesischen Stadt Baalbek getroffen. Dabei wurden demnach ein Kommandeur des Islamischen Dschihad, Wael Abdel Halim, und seine 17-jährige Tochter getötet. Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach Überlebenden, hieß es weiter.
Vor G-7-Treffen: Klingbeil warnt vor Folgen des IrankriegsVor dem Treffen der G-7-Gruppe der führenden westlichen Industriestaaten hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vor den wirtschaftlichen Folgen des Irankriegs und einer Sperrung der Straße von Hormus gewarnt. Der SPD-Politiker sprach von einer „ernsthaften Bedrohung für die Weltwirtschaft“. Der Krieg schade der wirtschaftlichen Entwicklung massiv, teilte er vor seiner Abreise nach Paris mit.Bei dem Treffen der G-7-Finanzminister ab Montag sollen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten und mögliche Folgen für den Welthandel im Mittelpunkt stehen. Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Öl- und Gashandel. Klingbeil sagte, deshalb müsse alles getan werden, um den Krieg „dauerhaft zu beenden“, die Region zu stabilisieren und freie Seewege zu gewährleisten. „Dabei bleibt unser Weg als Europäer klar: Wir setzen auf Kooperation statt Konfrontation“, so der Bundesfinanzminister.
Netanjahu: Israel „sehr nah“ an Tötung aller Verantwortlichen für 7. OktoberIsraels Regierungschef Benjamin Netanjahu sieht das Ziel, alle Verantwortlichen für den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 zu töten, nach eigenen Angaben nahezu erreicht. „Ich habe versprochen, dass jeder einzelne Architekt des Massakers und der Geiselnahme bis zum letzten ausgeschaltet wird, und wir sind sehr nah daran, diese Mission abzuschließen“, sagte Netanjahu am Sonntag bei der wöchentlichen Kabinettssitzung.Am Freitag hatte die israelische Armee mitgeteilt, der Kommandeur des bewaffneten Arms der Hamas, Essedin al-Haddad, sei bei einem Luftangriff im Gazastreifen getötet worden. Netanjahu bezeichnete Haddad nun als „verabscheuungswürdigen Terroristen“.
Saudi-Arabien meldet Drohnenangriffe aus dem irakischen LuftraumSaudi-Arabien hat abermals Drohnenangriffe gemeldet. Drei unbemannte Flugobjekte seien am Sonntagmorgen abgefangen und zerstört worden, nachdem sie aus dem irakischen Luftraum eingedrungen seien, hieß es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums auf X. Man behalte sich das Recht vor, zu einem geeigneten Zeitpunkt und an einem geeigneten Ort zu reagieren, hieß es weiter. Am Sonntag hatten bereits die Vereinigten Arabischen Emirate drei Angriffe von aus dem Westen einfliegenden Drohnen gemeldet. Zwei wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums abgefangen, eine traf einen Stromgenerator außerhalb des inneren Sicherheitsbereichs des Atomkraftwerks Baraka. Woher die Drohnen stammten, werde noch untersucht, hieß es.
Israel stellt sich auf Neubeginn des Irankriegs ein Israel stellt sich israelischen Medienberichten zufolge angesichts stockender diplomatischer Bemühungen auf eine mögliche Wiederaufnahme der Angriffe im Iran ein. „Unsere Augen sind weit geöffnet in Bezug auf den Iran“, sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu demnach bei einer Kabinettssitzung in Jerusalem. Er werde in Kürze mit US-Präsident Donald Trump sprechen. „Es gibt gewiss viele Möglichkeiten, wir sind auf jedes Szenario vorbereitet.“ Die israelische Armee sei in Erwartung einer möglichen Wiederaufnahme der Angriffe im Iran in höchster Bereitschaft, schrieb die Zeitung „Jediot Achronot“ unter Berufung auf israelische Regierungsvertreter.
G-7-Finanzminister beraten über Irankrieg Die Finanzminister der führenden westlichen Industriestaaten (G7) beraten von Montag an Montag in Paris über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Irankriegs und der Blockade der Straße von Hormus. Aus Deutschland reist Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zu dem Treffen. Dabei geht es bis Dienstag auch um Ungleichgewichte im Welthandel, die Versorgung mit kritischen Rohstoffen, die Finanzierung von Entwicklungsländern sowie das Vorgehen gegen die Finanzierung von Terrorismus und Organisierter Kriminalität. Weiteres Thema ist die Unterstützung der Ukraine. Die „Gruppe der Sieben“ (G7) gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA an. Auch die Zentralbanken der Mitgliedstaaten sind bei dem Treffen vertreten. Frankreich hat im laufenden Jahr den G-7-Vorsitz.
Drohnenangriff auf Atomkraftwerk in den Emiraten Bei einem Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist an einem Atomkraftwerk ein Feuer ausgebrochen. Ein Stromgenerator der Anlage in der Wüstenregion westlich von Abu Dhabi sei in Brand geraten, teilte das Medienbüro der Hauptstadt mit. Der Brand habe die Sicherheit der Anlage aber nicht gefährdet und der Betrieb laufe normal, hieß es. Auch Verletzte habe es nicht gegeben. Der Verdacht richtete sich gegen Iran, der die Emirate seit Kriegsbeginn im Nahen und Mittleren Osten besonders stark angegriffen hat. Das Land meldete seit Ende Februar nahezu 3.000 iranische Angriffe mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern. Das Atomkraftwerk Baraka ist die wichtigste Stromquelle der Emirate und soll mit seinen vier Reaktoren etwa ein Viertel des landesweiten Strombedarfs decken. Den Betreibern zufolge ist es das erste Atomkraftwerk in der arabischen Welt. Unter anderem treiben aber Saudi-Arabien und Ägypten eigene Pläne zur Entwicklung und Nutzung von Atomkraft voran.