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25.05.2026
03:42 Uhr
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Rubio: Mehrere Golfstaaten signalisieren Unterstützung für Atomabkommen +++ Trump: Abkommen mit Iran nicht überstürzen +++ Netanjahu pocht auf Handlungsfreiheit in Libanon +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Iran: Oberster Führer Modschtaba Khamenei wurde nur „oberflächlich“ verletzt Der Oberste iranische Führer Modschtaba Khamenei ist nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums am ersten Tag der Angriffe Israels und der USA auf Iran Ende Februar nur „oberflächlich“ verletzt worden. Khamenei sei am 28. Februar mittags in ein Teheraner Krankenhaus in den Operationssaal gekommen, habe die Klinik aber schon am frühen Morgen danach wieder verlassen können, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpour, der Nachrichtenagentur ILNA.Der 56 Jahre alte Khamenei war seit seiner Ernennung zum Obersten Führer am 8. März nicht mehr öffentlich aufgetreten und hatte nur schriftliche Erklärungen veröffentlicht, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand genährt hatte. „Abgesehen von oberflächlichen Verletzungen im Gesicht, am Kopf und an den Beinen, die weder zu einer Amputation noch zu besonderen medizinischen Problemen führten, ist nichts Größeres passiert“, sagte Kermanpour nun. Die Verletzungen hätten mit „zwei oder drei Stichen“ genäht werden müssen, aber ansonsten seien „keine besonderen Eingriffe“ nötig gewesen.
Luftalarm im Persischen Golf aktiviertIm Persischen Golf hat die iranische Flugabwehr wohl eine „befeindete Drohne“ abgeschossen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Mehr berichtet, dass über der strategisch wichtigen Insel Qeshm, die in der Nähe der Straße von Hormus liegt, Luftalarm aufgelöst wurde.
Iranische Delegation für Gespräche in QatarDer iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Aragtschi halten sich zu Gesprächen mit dem qatarischen Ministerpräsidenten in Doha auf. Dabei geht es um ein mögliches Abkommen mit den USA zur Beendigung des Konflikts, sagte ein mit dem Besuch vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Die Diskussionen konzentrieren sich demnach vor allem auf die Straße von Hormus und die iranischen Bestände an hoch angereichertem Uran. Auch der iranische Zentralbankchef gehört demzufolge der Delegation an. Er soll über die mögliche Freigabe eingefrorener iranischer Gelder im Rahmen einer endgültigen Vereinbarung verhandeln.
Iran richtet „bewaffneten Anführer“ der regierungskritischen Proteste hinIn Iran ist ein weiterer Mann im Zusammenhang mit den regierungskritischen Protesten zu Beginn des Jahres hingerichtet worden. Der Mann namens Abbas Akbari sei am Morgen gehängt worden, teilte die Justiz am Montag auf ihrer Website Misan Online mit. Er sei „einer der bewaffneten Anführer“ der Proteste in der zentral gelegenen Provinz Isfahan gewesen. Erst am Sonntag war in Iran ein Mann wegen des Vorwurfs der Spionage hingerichtet worden.Den Justizangaben zufolge war Akbari unter anderem wegen des Vorwurfs des „Krieges gegen Gott“ (Moharebeh) schuldig gesprochen worden. Verurteilt wurde er auch wegen der absichtlichen Zerstörung öffentlichen Eigentums, „mit der Absicht, sich gegen das System zu stellen, die öffentliche Ordnung und Sicherheit zu stören sowie wegen Versammlung und Verschwörung gegen die nationale Sicherheit“.Seit Beginn des Irankriegs Ende Februar hat sich die Zahl der Hinrichtungen in Iran erhöht – insbesondere in Fällen, in denen es um mutmaßliche Spionage oder sicherheitsrelevante Vorwürfe geht. Iran ist nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International nach China der Staat mit den meisten Hinrichtungen weltweit.
US-Außenminister Rubio: Haben Iran solides Angebot vorgelegtDie USA pochen im Konflikt mit Iran auf eine diplomatische Lösung, schließen aber laut US-Außenminister Marco Rubio andere Wege nicht aus. „Wir werden der Diplomatie jede Chance auf Erfolg geben, bevor wir die Alternativen prüfen“, sagt Rubio. Entweder gebe es ein gutes Abkommen, oder man müsse auf andere Weise mit der Situation umgehen. Rubio zufolge liegt ein „ziemlich solides“ Angebot auf dem Tisch. Dieses beziehe sich sowohl auf die Öffnung der Meerenge durch Iran als auch auf zeitlich befristete Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Er hoffe, dass dies gelinge, sagt der Minister.
Nach monatelanger Blockade: Weitere Tanker verlassen Straße von HormusNach monatelanger Blockade wegen des Krieges der USA und Israels gegen Iran haben weitere Tanker die Straße von Hormus verlassen. Ein mit Flüssigerdgas (LNG) beladenes Schiff ist am Montag auf dem Weg nach Pakistan aus der Meerenge ausgefahren, wie aus Schifffahrtsdaten der LSEG und von Kpler hervorging. Bereits am Samstag verließ ein Supertanker mit irakischem Rohöl für China die Region. Beide Schiffe saßen fast drei Monate lang fest und gehören zu einer Handvoll Tanker, die den Persischen Golf in diesem Monat über eine von Iran vorgeschriebene Transitroute verlassen.Bereits in der vergangenen Woche hatten sich drei große Rohöltanker mit sechs Millionen Barrel auf den Weg nach China und Südkorea gemacht. Am Sonntag meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Marine der iranischen Revolutionsgarden, dass binnen 24 Stunden 33 Schiffe die Meerenge mit einer Genehmigung Irans passiert hätten. Dennoch bleiben die Auswirkungen des Konflikts auf die Handelsschifffahrt massiv: Etwa 20.000 Seeleute sitzen weiterhin auf Hunderten von Schiffen im Persischen Golf fest. Vor Ausbruch des Krieges passierten durchschnittlich 125 bis 140 Schiffe täglich die strategisch wichtige Meerenge. Der am 28. Februar begonnene Krieg hat die Schifffahrt durch die Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Versorgung fließt, stark eingeschränkt.
Hizbullah-naher Rettungssanitäter in Libanon getötetBei neuen israelischen Angriffen im Süden Libanons sind am Sonntag nach libanesischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Unter den Toten sei ein Rettungssanitäter von der Hizbullah-nahen Organisation Islamisches Gesundheitskomitee, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Bei den Angriffen in der Gemeinde Arab Salim im Bezirk Natabieh seien weitere zehn Menschen verletzt worden, darunter sechs Nothelfer.Zwei der verletzten Rettungskräfte arbeiten den Angaben zufolge ebenfalls für das Islamische Gesundheitskomitee und die anderen vier für die Organisation Risalta, die zur Amal-Bewegung gehört. Diese Bewegung ist mit der pro-iranischen Hizbullah-Miliz verbündet.
Rubio: Vorläufige Einigung hat Unterstützung mehrerer GolfstaatenNach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio hat eine vorläufige Einigung mit Iran die Unterstützung mehrerer Staaten in der Golfregion, ist jedoch noch nicht unter Dach und Fach. „Atomgespräche sind hoch technischer Natur. Man kann eine Atom-Sache nicht innerhalb von 72 Stunden auf der Rückseite einer Serviette machen“, sagte Rubio der „New York Times“ am Sonntag.„Derzeit haben wir sieben oder acht Länder in der Region, die diesen Ansatz unterstützen, und wir sind bereit, in dieser Richtung weiterzumachen“, ergänzte Rubio mit Blick auf den Entwurf für eine vorläufige Vereinbarung zwischen Iran und den USA, über die derzeit beraten wird.
Netanjahu pocht auf Handlungsfreiheit in LibanonDer israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump auf Handlungsfreiheit in Libanon gepocht. Dies habe Netanjahu am Samstag in einem Gespräch über ein mögliches Friedensabkommen zwischen den USA und Iran betont, verlautete am Sonntag laut der Nachrichtenagentur Reuters aus israelischen Regierungskreisen. Trump habe dieses Prinzip unterstützt und auf der Plattform Truth Social mitgeteilt, das Telefonat sei „sehr gut“ verlaufen.
Trump: Abkommen mit Iran nicht überstürzen Gestern hat der amerikanische Präsident noch angekündigt, dass eine Vereinbarung mit Teheran bereits weitgehend ausgehandelt sei. Jetzt dämpft er Hoffnungen auf einen raschen Durchbruch wieder. Er habe seine Unterhändler angewiesen, ein Abkommen nicht zu überstürzen, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Beide Seiten müssten sich Zeit nehmen, um Fehler zu vermeiden, so Trump weiter. Die US-Blockade iranischer Schiffe in der Straße von Hormus bleibe in vollem Umfang in Kraft, bis ein Vertrag erzielt, zertifiziert und unterzeichnet sei. Am Samstag hatte Trump noch erklärt, eine Absichtserklärung zur Wiederöffnung der wichtigen Wasserstraße sei weitgehend ausgehandelt. Die Verhandlungen machten Fortschritte. US-Außenminister Marco Rubio hatte am Sonntag in Indien sogar erklärt, positive Nachrichten könnten noch im Tagesverlauf erfolgen.
Rubio: Einigung noch am Sonntag möglichUS-Außenminister Marco Rubio hat die Hoffnung auf die Verkündung einer Vereinbarung zum Irankrieg noch heute genährt. „Ich glaube schon, dass vielleicht die Möglichkeit besteht, dass die Welt in den kommenden Stunden ein paar gute Nachrichten erhält,“ sagte Rubio vor Journalisten im indischen Neu-Delhi. Seinen Angaben zufolge zeichnet sich im Streit um die von Iran blockierte Straße von Hormus eine Einigung ab, die den US-Forderungen entgegenkommen würde. Mit einem Abkommen würde ein „Prozess begonnen, der uns schließlich dort hinbringen wird, wohin der Präsident will, und das ist eine Welt, die sich nicht mehr vor einem Iran mit Atomwaffen fürchten oder darum sorgen muss\", sagte Rubio. Auf Kritik an der sich abzeichnenden Einigung aus den eigenen Reihen der US-Republikaner angesprochen sagte Rubio, die Ziele der USA seien von Beginn des Kriegs an klar gewesen. Dazu gehöre, die Marine Irans zu „zerstören“, seine Feuerkraft mit Raketen „signifikant zu verringern“ und der Verteidigungsindustrie Irans „Schaden zuzufügen“. „Diese Ziele wurden erreicht.“
Pakistan erwartet baldige neue Verhandlungen zwischen Iran und den USAIm Bemühen um eine Beendigung des Irankriegs könnte nach Angaben des Vermittlerlandes Pakistan dort bald eine weitere Verhandlungsrunde stattfinden. „Pakistan wird seine Friedensbemühungen mit größter Ernsthaftigkeit fortsetzen und wir hoffen, sehr bald Gastgeber der nächsten Gesprächsrunde zu sein\", erklärte der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif am Sonntag im Onlinedienst X mit Blick auf die Konfliktparteien Iran und USA.Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, eine Einigung sei „weitgehend ausgehandelt\", müsse aber noch endgültig fertiggestellt werden. Dazu gehöre auch eine Wiederöffnung der Straße von Hormus für die Schifffahrt, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
Teheran: Straße von Hormus bleibt unter iranischer KontrolleUnmittelbar nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zu einer bevorstehenden Öffnung der Straße von Hormus hat Iran betont, weiter die Kontrolle über die Meerenge zu behalten. Die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Schiffspassage werde auch im Falle eines Abkommens mit den USA „unter voller iranischer Verwaltung und Souveränität bleiben“, schrieb ein iranischer Militärsprecher auf der Plattform X.Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldete, Trumps Darstellung, die Meerenge werde in den Zustand vor dem Krieg zurückkehren, entspreche nicht den Fakten. Trump hatte auf der Plattform Truth Social geschrieben, dass ein Rahmenabkommen in den Verhandlungen um ein Kriegsende mit Iran „weitgehend“ ausgehandelt sei. Bestandteil der Vereinbarung sei, dass die Straße von Hormus geöffnet werde. Trump schränkte ein, das Ganze stehe unter Vorbehalt einer endgültigen Fertigstellung durch die USA, Irans und anderer Länder.
Fars: Trump-Äußerungen zur Straße von Hormus widersprechen der Realität Die iranische Nachrichtenagentur Fars bezeichnet die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus als Teil eines weitgehend ausgehandelten Abkommens als „unvollständig und unvereinbar mit der Realität“. Dem neuesten zwischen Iran und den USA ausgetauschten Text zufolge bleibe die Meerenge unter iranischer Verwaltung, meldet die Agentur.