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24.09.2026
12:54 Uhr
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Turkmenistan verweigert Überflugerlaubnis +++ UN-Generaldebatte: Irans Präsident hält Bild von Chamenei hoch +++ Massud Peseschkian wirft Israel „Genozid“ in Gaza vor +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Emirate sanktionieren Irans größte staatliche BankDie Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate hat Irans größtem staatlichen Finanzinstitut, Bank Melli, die Geschäftstätigkeit in dem Golfstaat weitestgehend untersagt. Die Bank dürfe in den Emiraten keine Finanztransaktionen aus Iran oder nach Iran mehr abwickeln, erklärte die Notenbank. Dies gelte auch für Überweisungen und die Finanzierung von Handelsgeschäften. Dubai und die übrigen Emirate waren für Iran zuletzt eine sehr wichtige Drehscheibe für Finanz- und Handelsgeschäfte. Die Zentralbank der Emirate wirft Bank Melli Verstöße gegen Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismus und der Verbreitung von Waffen vor. Mit der Sanktionierung des Instituts durch den US-Verbündeten erhöht sich im andauernden Konflikt zwischen den USA und Iran der wirtschaftliche Druck auf die Islamische Republik weiter.
EU-Ratschef fordert von Iran Kooperation mit AtombehördeEU-Ratspräsident Antonio Costa fordert Iran nach eigenen Angaben zur Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) auf. In einem Gespräch mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian habe er sich zudem für ein Ende der iranischen Angriffe auf Nachbarstaaten sowie die vollständige Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit in der Straße von Hormus ausgesprochen, teilte Costa mit.
Wadephul fordert Ende der Blockade der Straße von HormusAußenminister Johann Wadephul hat Iran bei einem Treffen mit seinem Kollegen Abbas Araghtschi zum Ende der Blockade der Straße von Hormus aufgerufen. „Es ist an Iran, sich konstruktiv an Verhandlungen zu beteiligen und den Würgegriff zu lösen“, sagte der CDU-Politiker am Rande der Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) in der US-Ostküstenmetropole New York vor Journalisten vor dem Treffen mit Araghtschi. Aus Kreisen der deutschen Delegation hieß es im Anschluss an das Treffen, Wadephul habe seinen iranischen Amtskollegen aufgefordert, sich ernsthaft und glaubhaft an nachhaltigen Verhandlungen mit den USA und den Nachbarstaaten in der Region zu beteiligen. „Es muss jetzt insgesamt Kompromissbereitschaft geben, um eine Lösung für den verfahrenen Konflikt in der Region herbeizuführen.“ Deutschland und das sogenannte E3-Format (Deutschland, Frankreich und Großbritannien) stünden bereit, Vermittlungsbemühungen zu unterstützen. Demnach betonte Wadephul in dem Gespräch mit Araghtschi, sowohl Iran als auch verbündete Milizen — also etwa die Huthi-Miliz im Jemen — müssten Angriffe auf zivile Schiffe einstellen. Deutschland erwarte, dass die freie Durchfahrt in der Straße von Hormus umgehend wieder hergestellt werde. Gebühren, auch freiwillige, für die Fahrt durch die Straße von Hormus lehne Deutschland ab.
Iran knüpft Öffnung der Straße von Hormus an BedingungenIran hat eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus in Gesprächen mit den USA an Bedingungen geknüpft. „Solange unsere Bedingungen nicht erfüllt sind, wird die Straße von Hormus nicht geöffnet und wir werden nicht verhandeln“, sagte Mohsen Resai, Generalsekretär des mächtigen Sicherheitsrats, laut der iranischen Staatsagentur Irna.Die USA sind nach Worten von Resai für Iran nicht vertrauenswürdig. „Wir verfolgen eine neue Diplomatie“, sagte er dem Bericht zufolge. Sieben Bedingungen seien den USA bei den indirekten Verhandlungen in den USA übermittelt worden. Zu den Inhalten äußerte er sich nicht. Resai, der jüngst zu dem mächtigen Amt aufgestiegen ist, amüsierte sich über US-Präsident Donald Trump. Bei der UN-Generalversammlung habe er in der „Gestalt eines besiegten Verbrechers“ eine reine Verteidigungsrede gehalten, sagte der iranische Generalmajor. „Dies ist der erste amerikanische Präsident, dessen gesamte Aussagen sich um Iran drehen. Das zeigt, dass Iran zu Trumps größtem Problem geworden ist.“
Irans Staatschef hält Bild von Chamenei während Generaldebatte hochIrans Präsident Massud Peseschkian hat in der UN-Generaldebatte in New York die USA und Israel scharf kritisiert. „Unserer Führer wurde ohne Prozess hingerichtet“, sagte Peseschkian, und hielt ein Bild des früheren Obersten Führers Irans, Ali Chamenei, hoch.Weiter hielt Peseschkian während der Rede am Mittwoch Bilder hoch, die während Luftangriffen getötete Schülerinnen und Schüler zeigen sollen. „Wir verteidigen uns nur“, sagte Peseschkian über die Kriegshandlungen seines Landes. „Wir sind Opfer des Terrorismus.“Weiter warf Peseschkian Israel vor, in den Palästinensergebieten einen „Genozid“ zu begehen. „Die Nuklearwaffen sind in Israel“, sagte Irans Staatchef weiter, bezugnehmend auf Vorwürfe wegen Teherans Nuklearprogramm.Seinem eigenen Land bescheinigte Peseschkian, ganz auf den Weg der Diplomatie zu setzen. Während der Rede Peseschkians stand der anwesende diplomatische Vertreter der Vereinigten Staaten auf und verließ seinen Platz im Saal der UN-Generalversammlung.
„Board of Peace“ legt Wiederaufbauplan für Gaza vorDas vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump eingesetzte „Board of Peace“ legt einem Medienbericht zufolge einen sechsmonatigen Wiederaufbauplan für den Gazastreifen vor. Das Vorhaben mit 66 Einzelprojekten im Volumen von 2,45 Milliarden Dollar sehe unter anderem Ausgaben für Notunterkünfte, Trümmerbeseitigung und den Einsatz einer multinationalen Schutztruppe vor, berichtet das Portal „Axios“ unter Berufung auf den Entwurf. Die materiellen Schäden im Gazastreifen werden in dem Papier auf 35,2 Milliarden Dollar geschätzt. Für den vollständigen Wiederaufbau in den kommenden zehn Jahren seien rund 71,4 Milliarden Dollar nötig.
USA und Iran besprechen Ende des KriegesErstmals seit Monaten sind Vertreter der Kriegsparteien USA und Iran wieder zu Verhandlungen zusammengekommen. Der Austausch am Rande der UN-Generalversammlung in New York sei „sehr gut“ gelaufen und habe drei Stunden gedauert, sagte US-Präsident Donald Trump am Dienstag vor Reportern. Iranische Staatsmedien bestätigten die Verhandlungen. Heute sollte auch Irans Präsident Massud Peseschkian vor den Vereinten Nationen in der Ostküstenmetropole sprechen. An den Verhandlungen mit den iranischen Vertretern nahmen laut Trump sein Unterhändler Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner teil. Konkrete Ergebnisse wurden zunächst nicht mitgeteilt. Witkoff selbst sprach auf der Plattform X von einer Gesprächsrunde, die über Vermittler stattgefunden habe. Man hoffe, dass sich diese als konstruktiv erweisen werde - – die Vermittler würden ihre Arbeit fortsetzen.Iranische Staatsmedien hoben hervor, das Gespräch habe auf Bitten Witkoffs stattgefunden. Den USA seien unter anderem von Außenminister Abbas Araghtschi die Bedingungen für eine Öffnung der Straße von Hormus kommuniziert worden. Dazu zählen die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade vor der iranischen Küste, die Auszahlung aller eingefrorenen iranischen Vermögenswerte sowie die Beendigung des Kriegs an allen Fronten, wie der staatliche Sender Irib berichtete.
Irans Staatschef in New York eingetroffen Irans Präsident Massud Peseschkian ist iranischen Medien zufolge in New York eingetroffen, wo er an diesem Mittwoch als Redner bei der UN-Generaldebatte auftreten soll. Der Staatssender Irib veröffentlichte eine Aufnahme, auf der zu sehen ist, wie Peseschkian ein Flugzeug verlässt. Dazu hieß es, der iranische Präsident sei in New York eingetroffen. Bei den Vereinten Nationen wird Peseschkian als Redner bei der Generaldebatte der Staats- und Regierungschefs erwartet. Analysten zufolge ist es das erste Mal, dass ein Staatschef, dessen Land sich im Krieg mit den USA befindet, für eine Rede vor den Vereinten Nationen US-Territorium betritt.Am Dienstag hatten sich Vertreter der USA und Irans am Rande der UN-Generaldebatte getroffen. Das Gespräch sei „sehr gut“ gelaufen und habe drei Stunden gedauert, sagte US-Präsident Donald Trump. Sein Sondergesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner leiteten die amerikanische Delegation. Iranischen Staatsmedien zufolge leitete Außenminister Abbas Araghtschi die Delegation aus Teheran.
Israel: Macron-Äußerungen über Westjordanland „grotesk“Israel hat empört auf eine Rede von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor der UN-Vollversammlung reagiert, in der er die Lage im Westjordanland angeprangert hatte. Die „groteske Absurdität“ von Macrons Äußerungen sei „schockierend“, teilte das Büro von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu mit. Es bezog sich insbesondere auf Macrons Äußerung, dass die islamistische Palästinenserorganisation Hamas dort „nie“ aktiv gewesen sei. In seiner Rede hatte Macron die humanitäre Lage im Gazastreifen kritisiert, von dem aus die Hamas und ihre Verbündeten am 7. Oktober 2023 Israel überfallen hatten. Macron kritisierte zugleich das israelische Vorgehen im Westjordanland. Dort gebe es täglich „Verstöße“, dabei habe die Hamas im Westjordanland „nie angegriffen“. Israel hält das Westjordanland seit dem Sechstagekrieg 1967 besetzt. Dort leben rund drei Millionen Palästinenser und mehr als 500.000 israelische Siedler. Die Siedlungen sind nach dem Völkerrecht illegal.
Erdogan spricht in Bezug auf Israel von „Staatsterror“ Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kritisiert Israel für den Umgang mit den Palästinensern abermals mit scharfen Worten. Er warf Israel bei der UN-Generaldebatte in New York „Staatsterror“ vor, das Land sei für den Tod von Zehntausenden Palästinensern verantwortlich. „Gaza ist das unmenschlichste und beschämendste Konzentrationslager unserer Zeit“, sagte Erdogan. Er forderte die internationale Gemeinschaft dazu auf, mehr Druck auf Israel auszuüben.Die israelische Delegation um Botschafter Danny Danon verließ während der Rede des türkischen Staatschefs den Raum, wie Danons Sprecher sagte.Erdogan hatte Israel und insbesondere den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in der Vergangenheit bereits scharf kritisiert. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind seit Jahren angespannt und haben sich wegen des Gaza-Kriegs noch weiter verschlechtert. Erdogans Regierung unterhält enge Beziehungen zur islamistischen Hamas.
Jordaniens König wirft Israel „Versuch, palästinensisches Leben auszulöschen\", vorJordaniens König Abdullah II. hat Israel im Konflikt mit den Palästinensern schwerste Verstöße gegen internationales Recht vorgeworfen. Israels Vorgehen im Gazastreifen sei „ein Versuch, palästinensisches Leben auszulöschen und eine neue Realität am Boden zu verhängen“, sagte der Monarch bei der UN-Generaldebatte in New York. Gaza sei „eine der weltweit längsten Besatzungen“ und werfe die Frage auf: „Wenn das Völkerrecht über Jahrzehnte ignoriert werden kann, was genau ist dieses Recht dann wert?“Auch im Westjordanland gebe es beim Vorgehen Israels eine grundlegende Verschiebung, so der König weiter. „Was einst ein schleichender Prozess war, ist explodiert in etwas viel Aggressiveres“, sagte er. Abdullah II. sprach von „Zwangsvertreibung“ im Westjordanland durch Israel, die ein Kriegsverbrechen darstelle. Die Weltgemeinschaft würde den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern nur noch „managen“ und ihn nicht angehen. „Wir haben Werkzeuge: Sanktionen, Einfrieren von Vermögen, Embargos, diplomatische Isolation und wir haben sie schon anderswo eingesetzt. Aber mit Israel enden Resolutionen dort, wo sie begannen - auf dem Papier“, beklagte der Monarch.Jordanien fordert unverändert einen Palästinenserstaat entlang der Grenzen von 1967 mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Ein großer Teil der Bevölkerung in Jordanien hat palästinensische Wurzeln, darunter Königin Rania. Jordanien hatte 1994 einen Friedensvertrag mit Israel geschlossen und war nach Ägypten damit das zweite arabische Land, das Israel formell anerkannte.
Trump droht Iran mit der Hölle Der amerikanische Präsident Donald Trump hat vor der UN-Vollversammlung in New York eine weitreichende Entscheidung im Irankrieg in Aussicht gestellt. Option eins sei ein Abkommen, das es Iran erlaube, zu großer wirtschaftlicher Stärke zurückzufinden, sagte Trump. Der andere Weg sei die Vernichtung der Islamischen Republik, sodass sie nie wieder die Chance habe, Menschen zu töten oder Länder zu zerstören.Wähle Iran den Krieg, lande das Land in der „Hölle, ohne Überlebenschance und ohne Hoffnung auf zukünftige Größe oder nachfolgende Generationen“, sagte Trump. Die Rüstungsindustrie fahre derzeit die Produktion hoch, so dass Munition im Überfluss vorhanden sein werde, behauptete Trump. Allerdings glaube er, dass Teheran nach den amerikanischen Kongresswahlen im November ein Abkommen abschließen werde.
Stuttgarter in Iran zu zehn Jahren Haft verurteiltDer Gründer und Geschäftsführer der Stuttgarter Hilfsorganisation Stelp, Serkan Eren, ist nach Angaben der Organisation in Iran zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Das teilte Stelp unter Berufung auf den Rechtsbeistand von Eren im Iran mit. Als Grund hat das Gericht demnach Kontakt von Eren zu einem Land genannt, das Iran als verfeindet einstufe. Der Stelp-Gründer ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Er ist den Angaben zufolge türkischer Staatsangehöriger.Zunächst gab es keine Bestätigung des Urteils aus Iran oder aus der Türkei. Zuvor hatten die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Nachrichten“ berichtet.„Wir sind über dieses Urteil zutiefst bestürzt und halten es in keinster Weise für gerechtfertigt“, heißt es in einem Statement der Organisation. Demnach reiste Eren im Juni vergangenen Jahres nach Iran, um Menschen in Not zu unterstützen. Dort sei er in Gewahrsam genommen worden.Der Organisation zufolge ist Eren seit Jahren als humanitärer Helfer in Krisengebieten weltweit unterwegs. 2023 verlieh Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ihm das Bundesverdienstkreuz.
Guterres fordert Ende der Gewalt in NahostUN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten ein Ende der Gewalt gefordert. Vereinbarte Waffenruhen seien kaum mehr als „weniger Beschuss“ gewesen, während die Zivilbevölkerung weiter den Preis zahle, sagte Guterres zum Auftakt der UN-Generaldebatte in New York. „Genug ist genug.“Bis einschließlich Montag – mit einer Pause am Sonntag – sollen bei der Generaldebatte rund 120 Staats- und Regierungschefs Reden halten. Besonders im Fokus dürften der Krieg von USA und Israel gegen den Iran, der Nahost-Konflikt, der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sowie die finanziell schwierige Lage der Vereinten Nationen und die weltpolitische Rolle der USA stehen.