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12.05.2026
11:53 Uhr
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Iranischer Abgeordneter: Prüfen Uran-Anreicherung auf 90 Prozent +++ Internationale Verteidigungsminister wollen Hormus-Einsatz besprechen +++ Emirate sollen Iran angegriffen haben +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Trump kritisiert „dämlichen Vorschlag“ IransTrump hat die seit fast fünf Wochen dauernde Waffenruhe mit Iran öffentlich infrage gestellt. Grund dafür sei der „dämliche Vorschlag“ aus Teheran zur Beendigung des Krieges, sagte er in Washington. „Sie ist so schwach wie nie, nachdem ich diesen Mist gelesen habe.“ Aus Parlamentskreisen in Teheran hieß es am Dienstag, dass die iranische Regierung ein Wiederaufflammen der Kampfhandlungen für wahrscheinlich halte. Eine gut informierte Quelle sagte, es gebe keine Entwicklungen mit Blick auf die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington. Trumps China-Reise ist aus iranischer Sicht jedoch mit der Hoffnung verbunden, dass Staatschef Xi Jinping zu einer möglichen Deeskalation beitragen könnte.
Iran erklärt Straße von Hormus zu „riesigem Einsatzgebiet“ Iran weitet das als Straße von Hormus bezeichnete Gebiet deutlich aus und erklärt die Meerenge zu einem „riesigen Einsatzgebiet“. Sie werde nicht mehr als schmaler Streifen um eine Handvoll Inseln betrachtet, sondern sei in ihrem Umfang und ihrer militärischen Bedeutung erheblich erweitert worden, sagt Mohammad Akbarsadeh, ein ranghoher Offizier der Marine der Revolutionsgarde, der staatlichen Nachrichtenagentur Fars zufolge. „Früher wurde die Straße von Hormus als begrenzter Bereich um Inseln wie Hormus und Hengam definiert, doch heute hat sich diese Sichtweise geändert“, sagt Akbarsadeh. Die strategische Zone erstrecke sich nun von der Stadt Dschask im Osten bis zur Insel Siri im Westen. Es ist bereits die zweite derartige Ausweitung seit Beginn des Konflikts mit den USA und Israel. Etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssigerdgasangebots wird üblicherweise durch die Meerenge transportiert.
Kuwait nimmt iranische „Eindringlinge“ fest In Kuwait sind dem Innenministerium zufolge vier Eindringlinge festgenommen worden, die in Verbindung mit der iranischen Revolutionsgarde stehen sollen. Die Personen hätten versucht, auf dem Seeweg nach Kuwait zu gelangen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium. Ein Angehöriger der kuwaitischen Streitkräfte sei bei Zusammenstößen mit den Eindringlingen verletzt worden.
Internationale Verteidigungsminister besprechen Hormus-Einsatz Mit Blick auf einen möglichen internationalen Einsatz zur Absicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus findet an diesem Dienstag eine Videokonferenz der Verteidigungsminister von rund 40 Staaten statt. Initiiert wurde das virtuelle Treffen von Großbritannien und Frankreich. Das Bundesverteidigungsministerium hat Deutschlands Teilnahme bestätigt.
Bericht: Vereinigte Arabische Emirate haben Iran im April angegriffenDie Vereinigten Arabischen Emirate haben laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ Iran im April angegriffen. Die Angriffe hätten sich gegen eine Raffinerie auf der iranischen Insel Lawan gerichtet, berichtete die amerikanische Zeitung. Bisher waren Angriffe der Vereinigten Arabischen Emirate auf Iran im Zuge des Krieges nicht bekannt. Der iranische Sender Irib hatte am 8. April berichtet, Raketen- und Drohnenangriffe unter anderem auf die Emirate seien „wenige Stunden nach dem Angriff auf die Ölanlagen der Insel Lawan“ ausgeführt worden. Die Emirate gehören zu den engsten Verbündeten der USA in der Golfregion. Nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran Ende Februar war das Land stark von iranischen Angriffen betroffen. Dabei wurden nicht nur Einrichtungen mit Verbindungen zu den USA beschossen, sondern auch auf zivile Infrastruktur, Energieanlagen und Wahrzeichen.
USA verhängen weitere Sanktionen gegen IranDie US-Regierung verschärft den ökonomischen Druck auf Iran weiter. Sie verhängte Sanktionen gegen mehrere Personen und Unternehmen, darunter Firmen mit Sitz in Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Die USA werfen ihnen vor, den Verkauf und den Transport iranischen Öls durch die iranischen Revolutionsgarden nach China unterstützt zu haben.Die Revolutionsgarden nutzten Tarnfirmen, „um ihre Rolle bei den Ölverkäufen zu verschleiern und die Einnahmen an das iranische Regime weiterzuleiten“, hieß es. Die USA arbeiten demnach weiter daran, der Führung Irans die Mittel für ihre Waffenprogramme, terroristischen Stellvertreter und nuklearen Ambitionen zu entziehen, betonte US-Finanzminister Scott Bessent.
Trump: Waffenruhe wird nur noch künstlich am Leben gehaltenDie Feuerpause im Irankrieg steht nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump kurz vor dem Zusammenbruch. Die Waffenruhe werde nur noch künstlich am Leben gehalten, sagte Trump. Die Antwort Irans auf den jüngsten Vorschlag der USA für ein Friedensabkommen sei „dumm“. Die Regierung in Teheran sei in dem Schreiben nicht auf das Streben nach Atomwaffen eingegangen. Sie stimme den USA zunächst zu, nur um dann später eine Kehrtwende hinzulegen. Eine Stellungnahme der Regierung in Teheran liegt bisher nicht vor.
Tanker schalten Ortungssysteme ab, um Straße von Hormus zu passierenDrei Öltanker haben laut den Daten zweier Analysefirmen die Straße von Hormus mit abgeschalteten Ortungssystemen passiert, offenbar um iranischen Angriffen zu entgehen. Zwei der Schiffe haben am Sonntag mit jeweils zwei Millionen Barrel irakischem Rohöl an Bord die Meerenge durchquert, wie aus Daten von Kpler und LSEG hervorgeht. Ein dritter Tanker konnte den Persischen Golf bereits in der vergangenen Woche verlassen. Die staatliche iranische Nachrichtenagntur Tasnim meldet unterdessen, dass ein mit irakischem Rohöl beladener Tanker auf dem Weg nach Vietnam am Sonntag die Straße von Hormus auf einer von Iran festgelegten Route durchquert habe. Außerdem fuhr erstmals seit Beginn des Irankriegs ein Tanker mit Flüssigerdgas aus Qatar durch die Meerenge. Das Schiff war am Sonntag auf dem Weg nach Pakistan, wie aus Daten von Kpler hervorging. Reuters berichtet, dass Iran die Durchfahrt des Tankers als vertrauensbildende Maßnahme genehmigt habe. Qatar und Pakistan vermitteln in dem Konflikt.
Nach gescheitertem US-Friedensvorschlag für Iran: Ölpreise ziehen anGescheiterte Friedensbemühungen im Konflikt zwischen den USA und Iran haben die Ölpreise am Montag kräftig steigen lassen. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 3,14 Prozent auf 104,47 Dollar je Barrel, während US-Leichtöl der Sorte WTI um 3,24 Prozent auf 98,51 Dollar zulegte. Hoffnungen auf ein baldiges Ende der seit zehn Wochen andauernden Auseinandersetzung und eine Öffnung der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus erhielten einen Dämpfer, nachdem US-Präsident Donald Trump die iranische Antwort auf einen US-Friedensvorschlag am Sonntag als inakzeptabel zurückgewiesen hatte. Nun richten sich die Blicke auf Trumps Reise nach Peking am Mittwoch, wo er US-Regierungskreisen zufolge mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping auch über Iran sprechen wird. Die anhaltende Blockade der Schifffahrtsroute verknappt das weltweite Angebot massiv: Nach Angaben von Saudi-Aramco-Chef Amin Nasser vom Sonntag fielen in den vergangenen zwei Monaten rund eine Milliarde Barrel Öl aus.
Netanjahu: Israel soll unabhängig von US-Finanzhilfen für Militär werdenDer israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will sein Land innerhalb eines Jahrzehnts unabhängig von der finanziellen Militärhilfe der USA machen. „Ich möchte die amerikanische Finanzhilfe, den finanziellen Teil unserer militärischen Zusammenarbeit, auf null reduzieren“, sagte Netanjahu in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des US-Senders CBS. Vor dem Hintergrund der angestrebten engeren Beziehungen zu den Golfstaaten sei jetzt der absolut richtige Zeitpunkt für eine Neuordnung der finanziellen Beziehungen zu den USA. Er wolle dafür nicht auf den nächsten Kongress warten, sondern jetzt anfangen, erklärte Netanjahu. Israel erhält derzeit jährlich etwa 3,8 Milliarden Dollar an US-Militärhilfe. Für den Zeitraum von 2018 bis 2028 hat Washington insgesamt 38 Milliarden Dollar zugesagt. Der traditionell parteiübergreifende Rückhalt für diese Hilfen im US-Kongress und in der Bevölkerung hat jedoch seit dem Ausbruch des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 nachgelassen.
Trump: Antwort Teherans auf US-Vorschlag „vollkommen inakzeptabel\"Der US-Vorschlag für ein Ende des Kriegs in Nahost ist von iranischen Staatsmedien wie eine Aufforderung zur Kapitulation Teherans aufgenommen worden. Eine Annahme hätte die Unterwerfung der Islamischen Republik unter die „überzogenen Forderungen“ von US-Präsident Donald Trump bedeutet, kommentierte unter anderem der regierungstreue Sender Press TV. Dagegen betone der von Iran vorgelegte Plan ein Ende des Kriegs an allen Fronten sowie die Notwendigkeit, dass die USA Kriegsreparationen zahlen müssten. Der US-Plan sei von der Führung in Teheran zurückgewiesen worden.Trump hatte die iranische Antwort auf das jüngste Angebot der US-Regierung als „völlig inakzeptabel“ bezeichnet. Dem Nachrichtenportal „Axios“ sagte er, er werde Irans unangemessene Replik zurückweisen. „Ich mag ihre Antwort nicht“, sagte Trump, ohne auf den Inhalt des Briefes einzugehen. Er ließ offen, ob er die Verhandlungen fortsetzen will.
Iranische Friedensnobelpreisträgerin in Krankenhaus in Teheran verlegt Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben ihrer Stiftung in ein Krankenhaus in Teheran verlegt worden. Die 54-Jährige war nach einem Herzinfarkt seit mehr als einer Woche auf der Intensivstation eines Krankenhauses in der Stadt Sandschan im Nordwesten Irans, wo sie auch inhaftiert war. Mohammadi sei eine Aussetzung ihrer Strafe gegen Zahlung einer hohen Kaution gewährt worden, hieß es in einer Mitteilung der Stiftung. Ihr Transport mit dem Krankenwagen sei abgeschlossen, und sie befinde sich nun im Tehran Pars Spital, wo sie von ihrem eigenen Ärzteteam behandelt werde, hieß es weiter. Auch ihr Anwalt Mostafa Nili bestätigte die Verlegung auf X. Mohammadis in Paris lebender Ehemann Taghi Rahmani hatte erst am Samstag auf X berichtet, der Gesundheitszustand der Menschenrechtsaktivistin sei weiter kritisch. Sie habe einen starken Blutdruckabfall erlitten, zudem falle ihr inzwischen selbst das Sprechen schwer, schrieb er.Rahmani und andere Familienmitglieder forderten seit längerem, Mohammadi nach Teheran zu verlegen, damit sie dort von ihren eigenen Fachärzten behandelt werden kann. Auch die USA forderten Iran am Freitag dazu auf, Mohammadi sofort aus dem Gefängnis freizulassen. Sie müsse die nötige Behandlung bekommen, die Welt schaue zu, schrieb der im US-Außenministerium für Menschenrechte zuständige Spitzenbeamte Riley Barnes auf der Plattform X.
Netanjahu: Krieg gegen Iran ist noch nicht vorbei Nach Ansicht von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist der Krieg gegen Iran noch nicht vorbei. Zunächst müsse der iranische Vorrat an angereichertem Uran „hinausgeschafft“ werden, sagte Netanjahu in am Sonntag veröffentlichten Auszügen aus einem Interview mit dem US-Sender CBS. „Es gibt noch Anreicherungsanlagen, die demontiert werden müssen“, fügte er hinzu.Auch sonst bleibe „noch Arbeit zu tun“ und es seien noch nicht alle Kriegsziele erreicht, betonte Netanjahu. Derzeit gilt eine brüchige Waffenruhe in dem Krieg, der am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf Iran begonnen hatte.Auf die Frage, wie das Uran entfernt werden könne, sagte Netanjahu: „Man geht hinein und holt es raus.“ US-Präsident Donald Trump habe eine ähnliche Position. „Ich werde nicht über militärische Mittel sprechen, aber der Präsident ‒ was Präsident Trump zu mir gesagt hat: 'Ich will da reingehen.'“Netanjahus Äußerungen stehen in Kontrast zu öffentlichen Wortmeldungen Trumps: Iran sei „militärisch besiegt“, sagte der US-Präsident in einem vor wenigen Tagen aufgezeichneten und am Sonntag ausgestrahlten Interview mit der unabhängigen Fernsehjournalistin Sharyl Attkisson. Das angereicherte Uran könne „wann immer wir wollen“ entfernt werden: „Wir werden es irgendwann bekommen, wann immer wir wollen. Wir haben es unter Beobachtung.“ Er fügte hinzu: „Wenn sich jemand dem Ort nähert, werden wir davon wissen und wir werden sie in die Luft jagen.“
Modi fordert Inder zum Sparen von Kraftstoff aufIndiens Ministerpräsident Narendra Modi fordert Bürger und Unternehmen auf, Kraftstoff zu sparen und wieder verstärkt von zu Hause aus zu arbeiten. Damit solle der Verbrauch von Benzin und Diesel gesenkt werden. Bürger und Unternehmen sollten der Rückkehr zum Homeoffice und zu Onlinebesprechungen, die während des Höhepunkts der Corona-Pandemie weit verbreitet waren, Vorrang einräumen, da dies dem Land zugutekomme, so Modi. Die aktuell hohen weltweiten Kraftstoffpreise bedeuteten, dass Indien Devisen einsparen müsse, indem es weniger Kraftstoffe verbrauche, erklärt er.