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24.03.2026
15:07 Uhr
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Auf Ali Laridschani folgt Mohammad Bagher Zolghadr +++ Bundespräsident Steinmeier nennt Irankrieg „völkerrechtswidrig“ +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Hizbullah kritisiert Ausweisung des iranischen BotschaftersDie Hizbullah-Miliz verurteilt die Entscheidung der libanesischen Regierung, den iranischen Botschafter zur unerwünschten Person zu erklären und ihm die Akkreditierung zu entziehen. Diese Entscheidung diene nicht der nationalen Einheit und öffne die Türen für Spaltungen im Libanon, erklärt die mit dem Iran verbündete Miliz.
Iran lässt wenige Schiffe in der Straße von Hormus passierenDer Schiffsverkehr in der Straße von Hormus bleibt stark eingeschränkt. Nach Angaben des Datenanbieters Kpler passierten am Dienstag nur drei Schiffe mit eingeschaltetem automatischen Identifikationssystem das Nadelöhr im Persischen Golf. Nach Angaben eines Sprechers des indischen Ministeriums für Häfen, Schifffahrt und Wasserstraßen ließ der Iran zwei Flüssiggastanker ohne Zwischenfälle durchfahren. Bereits Mitte des Monats waren zwei Gastanker mit indischer Flagge durchgefahren.Dagegen verweigerten die Revolutionsgarden (IRGC) dem Containerschiff „Selen“ – unter der Flagge des karibischen Inselstaates St. Kitts und Nevis – die Durchfahrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim begründete Marine-Kommandeur Ali-Resa Tangrisi dies mit fehlenden Genehmigungen. Demnach sei die Nutzung der Straße von Hormus nur in Abstimmung mit iranischen Behörden erlaubt. Außenminister Abbas Araghtschi erklärte am Montag, die Straße von Hormus sei grundsätzlich offen – außer für Schiffe der „Aggressoren“ USA und Israel sowie deren Unterstützer.
Chinas Außenminister spricht mit iranischem AmtskollegenChinas Außenminister Wang Yi hat in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen zu schnellen Friedensgesprächen aufgerufen. Das teilte sein Ministerium mit. Laut eigenen Angaben betonte Wang in dem Gespräch mit Irans Außenminister Abbas Araghchi, dass die Kriegsparteien alle Möglichkeiten dafür nutzen sollten. „Reden ist besser als zu kämpfen“, sagte Wang laut der Erklärung zu Araghchi. „Alle Parteien sollten jede Gelegenheit zum Frieden nutzen und so bald wie möglich Gespräche aufnehmen\", heißt es in der Mitteilung. Das berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur Bloomberg. Irans Außenminister hob im Telefonat mit Wang hervor, dass \"die iranische Seite sich für eine umfassende Beendigung des Konflikts einsetzt, nicht nur für einen vorübergehenden Waffenstillstand\". Der Mitteilung des chinesischen Außenministeriums zufolge fand das Gespräch \"auf Wunsch\" der \"iranischen Seite\" statt.
Israelische Angriffe auf Alma im LibanonIsrael hat die überwiegend von Christen bewohnte Stadt Sahel Alma nördlich von Beirut angegriffen. Das berichtet der staatliche Rundfunk im Libanon. Die Region ist im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz bislang verschont geblieben. Berichte über Opfer liegen zunächst nicht vor. Augenzeugen sagen der Nachrichtenagentur Reuters, sie hätten mehrere Explosionen gehört und weißen Rauch über der Stadt gesehen.
Ein Toter und mehrere Verletzte bei iranischen Angriffen auf Bahrain Bei iranischen Angriffen auf Bahrain kommt nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ein marokkanischer Zivilist ums Leben. Zudem werden mehrere Soldaten aus Bahrain und den VAE verwundet, wie die bahrainische Armee auf der Plattform X mitteilt. Zuvor hatte das Militär in Bahrain den Toten fälschlicherweise als emiratischen Soldaten identifiziert. Das Ministerium der VAE stellt nun klar, dass es sich bei dem Opfer um einen zivilen Vertragsarbeiter aus Marokko handelt.
Medienbericht: Saudi-Arabiens Kronprinz drängt Trump zu Fortsetzung des IrankriegsLaut einem Bericht der „New York Times“ soll der saudi-arabische Kronprinz Muhammad bin Salman (MbS) den amerikanischen Präsidenten Donald Trump in mehreren Gesprächen dazu gedrängt haben, den Krieg gegen Iran fortzusetzen. Die Zeitung berichtet unter Berufung auf anonyme US-Beamte, der Kronzprinz sehe in dem Krieg eine „historische Gelegenheit“, das Machtgleichgewicht im Nahen Osten neu zu gestalten. Iran stelle aus seiner Sicht eine langfristige Bedrohung für die Golfstaaten dar, die nur durch einen Sturz des Regimes in Teheran beseitigt werden könne. Dies habe bin Salman in einer Reihe von Gesprächen mit Trump in der vergangenen Woche deutlich gemacht, schreibt die „New York Times“. Diese Darstellung weist ein Sprecher der saudischen Regierung gegenüber der Zeitung zurück. Regierungsvertreter stünden „in engem Kontakt\" mit der Trump-Regierung und ihre Bemühungen für eine Beilegung des Konfliktes bleibe „unverändert“, heißt es. Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ berichtet, dass Saudi-Arabiens Führung den USA erlaubt, die Luftwaffenbasis „King Fahd“ auf der Westseite der Arabischen Halbinsel zu nutzen. Diesen Schritt hatte man in Riad zunächst ausgeschlossen, um nicht weiter in den Krieg hineingezogen zu werden. Nachdem iranische Raketen und Drohnen Ziele im Land, darunter die Hauptstadt Riad, getroffen haben, scheint die Regierung jedoch eine Kehrtwende zu vollziehen: Dem „Wall Street Journal“ zufolge erwägt der saudische Kronprinz, aktiv in den Krieg einzugreifen, um die Abschreckungsfähigkeit seines Landes wieder herzustellen.
Vereinte Nationen: Mehr als eine Million Menschen im Libanon auf der Flucht Mehr als eine Million Menschen sind nach UN-Angaben seit Anfang März vor dem Krieg zwischen Israel und der proiranischen Miliz Hizbullah innerhalb des Libanons geflüchtet. Weitere 130.000 Menschen hätten die Grenze zu Syrien überschritten, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf mit. Der Krieg im Nahen Osten führe zu immer mehr Vertreibungen und Grenzübertritten in der Region, hieß es.
Pakistan bietet sich als Vermittler an Pakistans Regierungschef Shehbaz Sharif bringt sein Land als Vermittler im Irankrieg ins Spiel. „Vorbehaltlich der Zustimmung der USA und Irans ist Pakistan bereit und fühlt sich geehrt, als Gastgeber für sinnvolle und abschließende Gespräche zur umfassenden Beilegung des andauernden Konflikts zu fungieren\", schreibt Sharif auf der Plattform X. „Pakistan begrüßt und unterstützt die laufenden Bemühungen um einen Dialog zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten im Interesse von Frieden und Stabilität in der Region und darüber hinaus\", heißt es in dem Post weiter.
Pistorius grenzt sich von Steinmeier abBundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat auf die Aussage von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, dass der Irankrieg „völkerrechtswidrig“ sei, mit Zurückhaltung reagiert. Während eines Besuchs im südostasiatischen Singapur sagte der Minister auf die Frage eines Journalisten, ob er dies ähnlich sehe, dass er die Rede des Bundespräsidenten erst einmal nachlesen wolle. „Dass die völkerrechtliche Zulässigkeit dieses Krieges allgemein infrage gestellt wird, ist ja offenkundig. Aber das ist im Augenblick, ehrlich gesagt, eine Frage eher für akademische Kreise“, so der Minister, der sich derzeit auf einer ausgedehnten Indopazifik-Reise befindet, die ihn zuvor nach Japan und von Mittwoch bis Freitag auch nach Australien führen wird. Der Minister begründete seine Aussage damit, dass der Krieg schließlich im Gange sei und schnell beendet werden müsse. „Das Leiden muss beendet werden, die Bombardierungen müssen beendet werden und damit vor allem auch ein Ende gesetzt werden den wirtschaftlichen Folgen, die das für die ganze Welt hat“, sagte der Minister. Dies sei das, was ihm gerade am meisten Sorgen mache. Auf eine weitere Journalistenfrage nach US-Präsident Donald Trumps Ankündigung, in den nächsten fünf Tagen keine Angriffe auf iranische Kraftwerke anordnen zu wollen, sagte Pistorius, da müsse man „abwarten“. „Ich weiß nicht, was morgen passiert. Klar wünscht man sich mehr Berechenbarkeit und Klarheit und strategische Weitsicht, generell - jetzt nicht nur in diesem Fall - aber ich wünsche mir auch andere Dinge“, sagte der Minister.
Philippinen erklären den nationalen Energie-Notstand Der philippinische Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat am Dienstag den nationalen Energie-Notstand ausgerufen. Der Konflikt im Nahen Osten habe zu schwerwiegenden Störungen der Lieferketten geführt und stelle eine unmittelbare Bedrohung für die Sicherheit der Philippinen dar, heißt es in einem Erlass, der Reuters und der BBC vorliegt. Deshalb sei, so Marcos weiter, ein Krisenstab gebildet worden, der die Verfügbarkeit und geordnete Verteilung von Treibstoff, Lebensmitteln, Medikamenten, landwirtschaftlichen Erzeugnissen und anderen Grundgütern überwachen und sicherstellen solle. Die Verordnung gilt für ein Jahr. Die philippinische Energieministerin Sharon Garin erklärte, das Land verfüge derzeit über Kraftstoffvorräte für etwa 45 Tage.
US-Außenminister Rubio reist zum G7-Treffen US-Außenminister Marco Rubio nimmt am Freitag an Beratungen mit seinen G-7-Amtskollegen zur Lage im Irankrieg teil, um \"wichtige US-Interessen voranzubringen\" und \"gemeinsame Sicherheitsanliegen sowie Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erörtern\". Das teilte das amerikanische Außenministerium am Dienstag in Washington mit. „Zu den Schwerpunkten gehören der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, die Lage im Nahen Osten sowie weltweite Bedrohungen für Frieden und Stabilität\", heißt es in der Mitteilung weiter. Zu dem Treffen hat Frankreich eingeladen, das derzeit den Vorsitz der G-7-Staaten hat. Auch Außenminister Johann Wadephul (CDU) wird erwartet. Für Rubio ist es die erste Auslandsreise seit dem Beginn des Irankriegs am 28. Februar. Am Samstag hatten die G7-Außenminister den Iran zu einem „sofortigen und bedingungslosen Ende“ seiner Angriffe aufgefordert. Neben den USA und Frankreich zählen auch Deutschland, Großbritannien, Kanada, Italien und Japan zu den G-7-Staaten.
Roter Halbmond: Zehntausende zivile Einrichtungen in Iran beschädigt Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen in Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 82.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Darunter seien etwa 62.000 Wohnungen sowie 281 medizinische Zentren, Krankenhäuser und Apotheken, sagte der Leiter der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand.Koliwand zufolge wurden insgesamt 498 Schulen beschädigt – bei direkten Angriffen oder bei Angriffen, die Zielen in der Nähe galten. Der Rote Halbmond ist nach seiner Darstellung auch Ziel von Angriffen geworden. Neben 17 Rettungswachen seien zwölf Rettungswagen direkt von Raketen getroffen worden.
Qatar verneint Vermittlerrolle zwischen Iran und USAQatar ist nach eigenen Angaben nicht als direkter Vermittler zwischen den USA und Iran aktiv. Das Emirat unterstütze jedoch alle diplomatischen Kanäle zur Beendigung des Krieges, sagte der Sprecher des qatarischen Außenministeriums, Majed al-Ansari. Das Land stehe in engem Kontakt mit der amerikanischen Regierung, um eine Deeskalation zu erreichen und einen Ausweg aus der Krise zu finden. Al-Ansari fügt hinzu, Qatar habe seit Jahren gesagt, eine ungebremste Eskalation in der Region werde nicht nur zu einer Ausweitung des Konflikts führen, „sondern zu einem umfassenden Krieg, der uns alle erfasst. Und genau da sind wir jetzt.“