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22.03.2026
10:54 Uhr
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Teheran: Gegenschläge auf Energieanlagen „in der gesamten Golfregion“ +++ Trump setzt Iran 48-Stunden-Ultimatum +++ Hubschrauber-Absturz mit sieben Toten in Qatar +++ Zeitung: Britisches Atom-U-Boot ins Arabische Meer verlegt +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Netanjahu: Iran hat „Kapazität, tief nach Europa vorzudringen“Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drängt weitere Länder, sich dem Kampf gegen Iran anzuschließen. „Sie haben eine interkontinentale ballistische Rakete auf Diego Garcia abgefeuert“, sagte Netanjahu bei einem Besuch in der israelischen Wüstenstadt Arad, wo am Samstagabend eine iranische Rakete eingeschlagen und schwere Zerstörungen angerichtet hatte. „Sie haben jetzt die Kapazität, tief nach Europa vorzudringen“, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. Iran habe schon europäische Länder wie Zypern angegriffen. Mit der Blockade der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus versuche Teheran zudem, „die gesamte Welt zu erpressen“. Iran hatte nach Angaben des Staatsfernsehens des Landes am Samstag zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Der Stützpunkt liegt etwa 4000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste. Netanjahu fragte: „Welchen weiteren Beweis brauchen Sie noch, dass dieses Regime, das die ganze Welt bedroht, gestoppt werden muss?“ Es sei an der Zeit, „dass die Staats- und Regierungschefs der übrigen Länder sich anschließen“, sagte Netanjahu, ohne dabei konkrete Staaten zu nennen. Einige bewegten sich bereits in diese Richtung, „aber es ist mehr nötig“. Es gehe um die „Sicherheit der ganzen Welt“, so der Regierungschef.
Iran setzt abermals Streumunition gegen Israel einNach Angaben des israelischen Militärs hat Iran seit Beginn des Krieges mehr als 400 ballistische Raketen auf Israel abgefeuert. 92 Prozent davon seien abgefangen worden, erklärte der Sprecher des israelischen Militärs, Oberstleutnant Nadav Shoshani, am Sonntag.Zuletzt sind bei einem iranischen Raketenangriff auf die israelische Küstenmetropole Tel Aviv nach Angaben von Sanitätern 15 Menschen verletzt worden. Ein 53 Jahre alter Mann habe schwere Verletzungen erlitten, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Nach Polizeiangaben gab es mehrere Einschläge im Bereich des Großraums Tel Aviv.Ein Armeesprecher teilte mit, Iran habe bei dem Angriff abermals Streumunition eingesetzt. Eine Rakete mit Streumunition zerbricht häufig über dem Ziel in der Luft und verteilt dann Submunitionen, auch Bomblets genannt, über einem großen Gebiet. Nach Militärangaben beträgt der Radius der Einschläge bei dieser Art von Waffe rund zehn Kilometer.
Israel beschleunigt Zerstörungen in libanesischen Grenzdörfern Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weisen das Militär an, die Zerstörung von Häusern in libanesischen Grenzdörfern zu beschleunigen. Damit sollten Bedrohungen für israelische Gemeinden beendet werden, teilte Katz mit. Zudem solle die Armee umgehend alle Brücken über den libanesischen Fluss Litani zerstören. Diese würden für terroristische Aktivitäten genutzt.
Mindestens 180 Verletzte in Israel durch iranische AngriffeLaut dem israelischen Gesundheitsministerium wurden bei iranischen Raketenangriffen auf die südliche Stadt Dimona und das nahegelegene Arad mindestens 180 Menschen verletzt. In Dimona steht die wichtigste Atomanlage des Israels.Das iranische Staatsfernsehen bezeichnete die Angriffe vom Samstag als „Reaktion“ auf einen Angriff auf die iranische Urananreicherungsanlage in Natans am Samstagmorgen.Unweit der libanesischen Grenze wurde zudem ein Mann, der in seinem Auto saß, von einer Rakete getroffen und starb. Nach israelischen Militärangaben gab es am Sonntagmorgen Beschuss aus Libanon.
Pistorius hält sich mit Kommentar zu Trump-Ultimatum zurückVerteidigungsminister Boris Pistorius will das 48-Stunden-Ultimatum von US-Präsident Donald Trump nicht kommentieren. „Ich würde sagen: abwarten“, sagte er bei einem Japan-Besuch auf eine entsprechende Frage. „Wir werden sehen, was passiert.“
Hubschrauber-Unglück mit mehreren Toten in QatarIn Qatar sind bei einem Absturz eines Hubschraubers nach jüngsten Angaben sieben Personen ums Leben gekommen. Unter den Verunglückt seien vier Mitglieder der qatarischen Streitkräfte, ein türkischer Soldat und zwei Techniker einer türkischen Sicherheitsfirma, wie das türkische Verteidigungsministerium mitteilte. Diese seien in dem qatarischen Hubschrauber bei einem gemeinsamen Einsatz beider Militärs über Wasser abgestürzt. Das qatarische Verteidigungsministerium sprach von einer „technischen Störung während eines Routine-Einsatzes“. Auch die türkische Seite sprach von einem „technischen Versagen“. Es gab keine Hinweise darauf, dass der Hubschrauber möglicherweise bei einem iranischen Angriff abgeschossen wurde. Es blieb jedoch unklar, wohin der Hubschrauber bei dem Einsatz fliegen sollte.
Saudi-Arabien weist Irans Militärattaché ausSaudi-Arabien hat den Militärattaché der iranischen Botschaft sowie seinen Vertreter und drei Mitarbeiter zu unerwünschten Personen erklärt und des Landes verwiesen. Sie seien aufgefordert, Saudi-Arabien innerhalb von 24 Stunden zu verlassen, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums. Es verwies auf fortgesetzte Aktionen der Islamischen Republik gegen Saudi-Arabien – „seine Souveränität, zivile Einrichtungen, Zivilisten, wirtschaftliche Interessen und diplomatische Vertretungen innerhalb des Königreichs“.Im Zuge der amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran attackieren die iranischen Streitkräfte immer wieder Saudi-Arabien und andere mit den USA verbündete Staaten am Persischen Golf mit Raketen und Drohnen. Erst am Abend hieß es vom saudischen Verteidigungsministerium, man habe mehrere Drohnen im Osten des Landes abgefangen. Die Regierung in Riad bezeichnet Irans Angriffe als Verstoß gegen das Völkerrecht.Am Donnerstag hatte bereits der Golfstaat Qatar die Militär- und Sicherheitsattachés der iranischen Botschaft sowie deren Mitarbeiter des Landes verwiesen.
Iran: USA und Israel sind verantwortlich für Lage in Straße von HormusIran ist der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Mehr zufolge zur Zusammenarbeit mit der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) bereit, um die Sicherheit im Golf zu verbessern. Die Straße von Hormus bleibe für alle Schiffe geöffnet, mit Ausnahme von jenen, die mit „Feinden Irans“ in Verbindung stünden, sagte der iranische IMO-Vertreter Ali Mussawi der Agentur zufolge. Die Durchfahrt sei nach vorheriger Abstimmung mit der Regierung in Teheran möglich. Mussawi macht zudem israelische und US-Angriffe auf Iran für die aktuelle Lage in der Meerenge verantwortlich.
Straße von Hormus – Japan erwägt Minenräumung nach WaffenstillstandJapan könnte sich nach den Worten von Außenminister Toshimitsu Motegi an einer Minenräumung in der Straße von Hormus beteiligen. Voraussetzung sei jedoch ein Waffenstillstand in dem Krieg zwischen den USA, Israel und Iran, sagte Motegi. Japan importiert rund 90 Prozent seines Öls über die Meerenge, die Iran im Zuge des Krieges weitgehend geschlossen hat. US-Präsident Donald Trump hatte die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi zuvor gedrängt, sich stärker für die Öffnung der wichtigen Schifffahrtsroute zu engagieren.
Saudi-Arabien: Raketenangriff auf Riad – ein Flugkörper abgefangenDas saudische Verteidigungsministerium meldet den Beschuss der Hauptstadt Riad mit drei Raketen. Eine davon wurde abgefangen, teilt die Behörde mit. Die beiden anderen schlugen demnach in unbewohntem Gebiet ein.
Straße von Hormus: Iran kontert Trump mit Drohung gegen US-EnergieanlagenDas Vereinigte Kampfkommando der iranischen Streitkräfte droht für den Fall eines Angriffs auf die eigene Treibstoff- und Energieinfrastruktur mit Vergeltung. Dann würden sämtliche Energieanlagen der USA in der Region ins Visier genommen, berichten iranische Medien. US-Präsident Donald Trump hatte auf der Plattform „Truth Social“ angekündigt, iranische Kraftwerke zu zerstören, sollte das Land die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden vollständig öffnen.
Israel: Militär greift nach eigenen Angaben Ziele in Teheran anDas israelische Militär greift nach eigenen Angaben Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt.