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23.03.2026
10:34 Uhr
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Iranischer Verteidigungsrat droht mit Verminung der Seewege im Persischen Golf +++ Dax rutscht nach Trump-Ultimatum unter 22.000 Punkte +++ Explosionen in Teheran nach israelischen Angriffen +++ alle Entwicklungen im Liveblog

China warnt vor „unkontrollierbarer Lage“ in NahostChina hat nach dem jüngsten Ultimatum des US-Präsidenten an Iran vor einer weiteren Eskalation gewarnt. „Sollte sich der Krieg ausweiten und die Lage sich erneut verschlechtern, könnte die gesamte Region in eine unkontrollierbare Situation stürzen“, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums vor Journalisten.Peking ist zwar ein Verbündeter der Führung in Teheran, erklärte aber auch, dass China die iranischen Angriffe auf Golfstaaten, in denen sich US-Militärstützpunkte befinden, „nicht gutheißt“. Trump wollte im März nach Peking reisen, die Reise wurde jedoch wegen des Irankriegs verschoben.
Militär: Israeli starb durch israelischen BeschussEin Landwirt in einem israelischen Kibbuz an der Nordgrenze des Landes ist durch versehentlichen Beschuss des israelischen Militärs getötet worden. Zu diesem Ergebnis kommt eine vorläufige Untersuchung der Armee, nachdem zunächst von Raketenbeschuss der proiranischen Hizbullah-Miliz im Libanon ausgegangen worden war.„Das ist ein sehr schwerwiegender Vorfall“, sagte Generalmajor Rafi Milo, der Kommandeur der Truppen im Norden. Der Landwirt sei am Sonntag während eines Einsatzes zur Unterstützung israelischer Truppen im Südlibanon durch das Feuer der eigenen Streitkräfte getötet worden. Es sei zu mehreren schwerwiegenden Fehlern und Versäumnissen gekommen. Milo kündigte eine gründliche Untersuchung des Vorfalls an.
Hizbullah beansprucht mehr als 60 Angriffe auf Israel für sich Die von Iran unterstützte Hizbullah-Miliz in Libanon hat innerhalb von 24 Stunden mehr als 60 Angriffe auf Israel für sich beansprucht. Hizbullah-Kämpfer hätten mit Raketen, Drohnen und Artillerie unter anderem israelische Soldaten und Fahrzeuge im Grenzgebiet angegriffen, teilte die Miliz mit. Die ausgeweiteten Angriffe auf Israel seien auch eine Antwort auf dessen „systematische Angriffe auf wichtige Straßen und Brücken“ in Libanon. Die israelische Armee greift in dem Land seit mehreren Tagen wichtige Brücken, Straßen und Tankstellen an. Israel wirft der mit Iran verbündeten Hizbullah vor, über die Brücken Waffen zu schmuggeln. Libanesischen Sicherheitskreisen zufolge wurden drei von fünf wichtigen Brücken, die über den Litani-Fluss führen, zerstört. Der libanesische Präsident Joseph Aoun sprach von einem Versuch Israels, die Region im Süden vom Rest des Landes „abzuschneiden“ und eine Pufferzone entlang der Grenze aufzubauen.
Dax setzt Talfahrt nach Trump-Ulitmatum fort Der Dax hat seine Talfahrt zu Wochenbeginn fortgesetzt. Angesichts der Ängste vor einem weiter eskalierenden Irankrieg büßte der deutsche Leitindex am Montag im frühen Handel 1,87 Prozent auf 21.961 Punkte ein. Damit rutschte er erstmals seit dem Zoll-Schock von US-Präsident Donald Trump im April 2025 unter die Marke von 22.000 Punkten.Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es am Montagmorgen um weitere 2,34 Prozent auf 27.145 Punkte bergab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,6 Prozent. In Asien standen nach dem Ultimatum von Trump an Iran noch deutlichere Kursabschläge zu Buche.In der Nacht zum Sonntag hatte der US-Präsident der iranischen Führung mit der Zerstörung von Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig öffnen. Teheran drohte seinerseits mit der vollständigen Schließung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge. Zuletzt hatte Iran einigen ausgewählten Handelsschiffen die Durchfahrt durch die für den Ölhandel wichtige Meerenge erlaubt.
EU-Rüstungskommissar fordert massive Investitionen in Luftverteidigung Angesichts der Raketenangriffe Irans auf Ziele im Nahen Osten und darüber hinaus hat EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius massive Investitionen in der Luftverteidigung der europäischen Staaten gefordert. „Wir müssen unsere Produktion zur Raketenabwehr massiv hochfahren“, sagte Kubilius der „Augsburger Allgemeinen“ vom Montag. Er sorge sich um die europäische Luftverteidigung, dies gelte insbesondere für die Ukraine, fügte der frühere litauische Ministerpräsident hinzu. „Wir reden von den Patriot-Systemen, die die Ukrainer dringend brauchen, die gerade aber am Golf sehr gefragt sind“, sagte er.Es werde dauern, bis die entstandene Lücke geschlossen ist, so Kubilius weiter. „Deshalb müssen wir über europäische Raketenabwehr-Systeme nachdenken.“ Hier könne die europäische Verteidigungsindustrie mit der Ukraine zusammenarbeiten. Kiew suche nach Partnern in Europa. „Sie sind sehr schnell und innovativ in der Entwicklung geworden“, fügte Kubilius hinzu.Europa müsse auch bei der möglichen Bedrohung durch Russland vom Beispiel Ukraine lernen, sagte der EU-Kommissar. „Sollten wir 2029 oder 2030 eine russische Aggression erleben, treffen wir auf eine kampferprobte Armee, die stärker ist als 2022 und in der Lage ist, Millionen von Drohnen einzusetzen“, warnte Kubilius. Hier habe die Ukraine anders als die europäischen Staaten Kriegserfahrungen, sowohl industriell als auch auf dem Schlachtfeld. Der EU-Kommissar forderte die Mitgliedsstaaten auf, rasch die Milliardenhilfe für die Ukraine freizugeben: „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass es für Europa viel teurer wird, wenn die Ukraine sich nicht gegen Russland behauptet.“
Irans Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf israelische KraftwerkeDie iranischen Revolutionsgarden drohen mit Vergeltungsangriffen auf Kraftwerke in Israel und auf solche, die US-Stützpunkte in der Region mit Strom versorgen. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Erklärung hervor. „Wenn ihr die Elektrizität trefft, treffen wir die Elektrizität\", hieß es darin. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag gedroht, iranische Kraftwerke anzugreifen, sollte Teheran nicht binnen 48 Stunden die Straße von Hormus für die Schifffahrt öffnen. Zugleich dementierten die Garden, Wasserentsalzungsanlagen in der Region angreifen zu wollen.
Asiens Märkte nach Trump-Ultimatum im MinusDie drohende Eskalation im Nahen Osten macht die Märkte nervös. Japans Leitindex Nikkei 225 und der südkoreanische Kospi rutschten nach der feiertagsbedingten Handelspause am Freitag zur Eröffnung der Woche zeitweise um rund fünf Prozent ab. In der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong sank der Index Hang Seng um etwa 2,8 Prozent, während in China der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien auf dem Festland abbildet, zum Start zeitweise 1,4 Prozent nachgab.Auch auf den Ölpreis haben die Entwicklungen im Irankrieg starke Auswirkungen. Der Preis für Rohöl der für Europa maßgeblichen Nordsee-Sorte Brent pendelte weiter deutlich über der 100-Dollar-Marke bei etwa 112 US-Dollar pro Fass (159 Liter) und lag damit mehr als 50 Prozent im Plus gegenüber dem Preisniveau vor Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran.
Schah-Sohn Pahlavi appelliert: Keine Kraftwerke zerstörenSchah-Sohn Reza Pahlavi schrieb am Sonntagabend auf der Plattform X, US-Präsident Donald Trump solle zwar weiterhin gezielt die Strukturen des iranischen Machtapparats angreifen, nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Landes nach dem Krieg unverzichtbar sei. „Das Regime muss demontiert werden, Iran selbst aber geschützt bleiben“, forderte Pahlavi, den monarchistische Gruppen als politischen Anführer der Opposition betrachten. Sowohl er als auch die monarchistische Opposition im Exil waren bislang weitgehend auf einer Linie mit Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu.
Israel greift abermals Ziele in Teheran anAus der iranischen Hauptstadt Teheran wird eine neue Welle israelischer Luftangriffe mit heftigen Explosionen in mehreren Bezirken der Millionenmetropole gemeldet. Zuvor hatte das israelische Militär auf der Plattform Telegram den Beginn einer weiteren Serie umfangreicher Attacken auf Regierungseinrichtungen der Islamischen Republik verkündet. In Teheran stationierte Reporter des arabischen Senders Al Jazeera berichteten kurz darauf von „beispiellosen“ Explosionen, vor allem in den östlichen Vierteln der Stadt. Die Luftabwehr sei im Dauereinsatz.
Die Internationale Energieagentur (IEA) erwägt wegen des Irankrieges die Freigabe weiterer Ölreserven. Man berate sich dazu mit Regierungen in Asien und Europa, sagte IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol. „Falls nötig, werden wir das natürlich tun.“ Die IEA-Mitgliedstaaten hatten bereits am 11. März die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl beschlossen.
Israels Außenminister kritisiert deutschen Botschafter scharfDer israelische Außenminister Gideon Saar hat den deutschen Botschafter in Israel, Steffen Seibert, mit harscher Kritik bedacht. Dem Botschafter „fällt es sehr schwer, Angriffe auf Israelis zu verurteilen, ohne dabei die Palästinenser zu erwähnen“, kommentierte Saar am Sonntag auf der Plattform X einen vorherigen Eintrag Seiberts. Darin hatte der deutsche Diplomat von einem „Tag voller Empörung und Trauer“ geschrieben und verschiedene gewaltsame Vorfälle des Sonntags aufgezählt: „im Norden ein Bauer von der Hizbullah getötet, im Süden und in der Mitte Hunderte durch iranische Raketen verletzt. Und in einer Parallelwelt: gewalttätige Ausschreitungen von Siedlern in palästinensischen Dörfern nach dem tragischen und noch zu untersuchenden Tod eines der ihren“. Am Samstag war ein 18 Jahre alter Bewohner eines Siedlungsaußenpostens gestorben, nachdem sein Quad-Fahrzeug von einem Auto mit palästinensischem Nummernschild angefahren worden war. Seibert habe eine „Fixierung auf die in Judäa und Samaria (dem Westjordanland, d. Red.) lebenden Juden“, behauptete Saar und schrieb, diese hindere den Botschafter daran, „auch nur den Tod eines Juden durch einen Palästinenser zu verurteilen“. Es sei gut, zu wissen, dass bald ein neuer Botschafter eintreffen werde, „der die deutsch-israelischen Beziehungen stärken wird“. Seibert, der in wenigen Monaten in den Ruhestand tritt, hat in seiner Zeit als Botschafter seit Sommer 2022 immer wieder sowohl Gewalt von Palästinensern gegen Israelis als auch von Israelis gegen Palästinenser verurteilt. Unter vielen Israelis ist der frühere Regierungssprecher hochangesehen, weil er sich – anders als die meisten Mitglieder der israelischen Regierung – während des Gazakriegs regelmäßig mit Angehörigen der im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln getroffen hat. Seibert reagierte auf Saars Tweet, indem er hervorhob, dass er die „willkürlichen Angriffe“ Irans auf israelische Zivilisten und den „kriminellen Einsatz von Streubomben“ öffentlich verurteilt habe. Deutschland vertrete eine klare Haltung, schrieb er: „Wir stehen in diesem Krieg an der Seite Israels.“ Ebenso bereite der Bundesregierung die Gewalt durch Siedler große Sorge, fügte der Botschafter hinzu und verwies darauf, dass auch Israels Präsident Izchak Herzog und andere führende Politiker sich zu diesem Thema geäußert hätten.
Libanons Präsident: Israel richtet Pufferzone für Bodenoffensive einLibanons Präsident Joseph Aoun wertet die israelischen Angriffe auf die Infrastruktur seines Landes als Auftakt für eine Bodenoffensive. Die gezielte Zerstörung von Brücken über den Fluss Litani sei ein Versuch, die geografische Verbindung vom Süden zum Rest des libanesischen Staatsgebiets zu kappen, erklärte er. Er verdächtigt Israel, eine Pufferzone einrichten zu wollen. Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte Israels Vorgehen zuvor mit dem Modell im Gazastreifen verglichen, wo das Militär durch die Räumung und Zerstörung von Gebäuden in Grenznähe Pufferzonen geschaffen hatte.
Iran droht mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormus Iran droht nach einem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormus, falls die USA iranische Kraftwerke angreifen. Die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge werde dann vollständig gesperrt und erst wieder geöffnet, wenn die zerstörten Kraftwerke wieder aufgebaut seien, teilten die iranischen Revolutionsgarden über den Staatssender Irib mit. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist infolge des Irankriegs bereits weitgehend zum Erliegen gekommen. Trump hatte dem Land mit der Zerstörung seiner Energieanlagen gedroht, sollte es nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig wieder öffnen. Andernfalls würden die USA iranische Kraftwerke angreifen und zerstören, „beginnend mit dem größten!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.