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27.09.2026
16:49 Uhr
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Iranische Spezialisten sollen nun Daten sichern +++ Trump: Habe iranischen Vorschlag für Waffenruhe abgelehnt +++ UN verurteilt Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien +++ Dubai stellt Flugverkehr nach Iran ein +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Iran-Sanktionen: US-Finanzminister sieht Erfolge bei wirtschaftlicher IsolierungUS-Finanzminister Scott Bessent sieht nach eigenen Angaben Erfolge bei den Bemühungen der USA, Iran wirtschaftlich weiter zu isolieren. Auf seine Anweisung seien Teams in zahlreiche Länder geschickt worden, um dort auf Maßnahmen gegen Teheran zu dringen, erklärte Bessent am Samstag auf X. „Diese Bemühungen zeigen Wirkung.“Bessent verwies unter anderem darauf, dass die Türkei und Oman keine Flüge der privaten iranischen Fluggesellschaft Mahan Air mehr ins Land ließen. Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten sämtliche Flüge iranischer Airlines gestoppt. Zudem blockierte deren Zentralbank am Mittwoch Transaktionen von Filialen der iranischen Bank Melli. Die Türkei entzog vergangene Woche der iranischen Bank Mellat die Lizenz.
Iran warnt Schiffe vor Nutzung „nicht autorisierter\" RoutenDie von Iran zur Verwaltung der Straße von Hormus eingerichtete Behörde PGSA hat Schiffe vor Konsequenzen gewarnt, wenn sie „nicht autorisierte“ Routen in der Region befahren. „Dieses Vorgehen birgt nicht nur das Risiko finanzieller und menschlicher Verluste für das Schiff, die Reederei, den Kapitän und die Besatzung, sondern schränkt auch die künftige Durchfahrt des Schiffes durch die Straße von Hormus erheblich ein“, teilte die PGSA auf der Plattform X mit. Schiffseigner müssten mit Blick auf solche rechtswidrigen Handlungen die gebotene Sorgfalt walten lassen. Im Falle von Verstößen durch Charterer müssten alle Schiffe der betroffenen Unternehmen künftig mit Einschränkungen rechnen.
Oman ruft Konfliktparteien im Nahen und Mittleren Osten zu Zurückhaltung aufOman hat die Konfliktparteien im Nahen und Mittleren Osten zu Zurückhaltung und Dialog aufgerufen und sich abermals als Vermittler angeboten. Die Beteiligten sollten ihre Streitigkeiten durch „Zurückhaltung und Weitsicht“ sowie politische Gespräche beilegen, sagte Außenminister Badr al-Busaidi am Samstag bei der UN-Generaldebatte in New York.Oman werde seine Bemühungen um die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus fortsetzen, sagte al-Busaidi weiter. Er rief alle Seiten auf, dabei mit seinem Land zusammenzuarbeiten. Oman liegt Iran an der strategisch wichtigen Meerenge gegenüber. Schiffe, die iranische Beschränkungen umgehen wollen, fuhren zuletzt verstärkt entlang der omanischen Küste.
Bericht: Auch Ägypten soll Israel vor Hamas-Gefahr gewarnt habenKurz vor dem Terrorüberfall am 7. Oktober 2023 soll auch Ägypten Israel vor der Gefahr eines großen Angriffs der Hamas gewarnt haben. Das berichtet das US-Magazin „The Atlantic“ unter Berufung auf Regierungsvertreter in Israel, Ägypten und weiteren arabischen Ländern sowie auf Vertreter in den USA und Europa. Weniger als zwei Wochen vor dem 7. Oktober reiste Ägyptens Geheimdienstchef Abbas Kamel demnach nach Israel und warnte, dass die Hamas offenbar für einen „großangelegten Angriff mobilisiert“, so der Bericht. Kamels Botschaft an Israels Regierung sei gewesen, dass sich das „Fenster schließe, um eine Katastrophe abzuwenden“, so der Bericht. „Wenn Sie den Kurs nicht ändern, wird Gaza Ihnen um die Ohren fliegen“, fasste ein früherer israelischer Regierungsvertreter, der anschließend zu dem Besuch gebrieft wurde, die Botschaft des Besuchs zusammen. Kamel habe Israel wirtschaftliche Zugeständnisse an die Hamas empfohlen, um eine Verschärfung des Konflikts zu vermeiden.
Saudi-Arabien: Straße von Hormus muss gebührenfrei bleibenDie Straße von Hormus muss nach Einschätzung Saudi-Arabiens gebührenfrei bleiben. „Die Straße von Hormus muss zurück zum Status vor dem 28. Februar 2026 ohne die Erhebung jeglicher Gebühren und ohne Beschränkungen“, sagte der saudische Außenminister Faisal bin Farhan bei der UN-Generaldebatte. Die Freiheit der Schifffahrt müsse in der Straße von Hormus wie auch dem Bab al-Mandab, dem Roten Meer und dem Golf von Aden sichergestellt werden. Es sei eine gemeinsame Verantwortung der Länder, die internationale Schifffahrt und weltweite Lieferketten zu schützen, so der Außenminister.
Trump: Habe iranischen Vorschlag für Waffenruhe abgelehntUS-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für Erdöl-Lieferungen wichtigen Straße von Hormus abgelehnt. Das Angebot sei nicht annehmbar gewesen, sagte Trump vor Journalisten am Weißen Haus. Er verwies darauf, dass die amerikanische Seeblockade Iran unter wirtschaftlichen Druck setze, weil kein Geld aus Energieexporten mehr reinkomme.Zuvor hatte Irans Außenminister Abbas Araghtschi gesagt, Teheran habe Washington über Katar einen „Sieben-Tage-Plan“ übermittelt. „Sie können diesen Sieben-Tage-Plan akzeptieren, und am Ende wird die Straße von Hormus geöffnet sein“, sagte Aragthschi. Demnach war Teil des Vorschlags, dass die USA zunächst bestimmte Anforderungen erfüllen. Dem „Wall Street Journal“ zufolge gehörte dazu, dass die USA ihre Seeblockade aufheben.
Saudi-Arabien: Koalition fängt zwei auf Riad gerichtete Drohnen abDie von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben zwei auf die Hauptstadt Riad gerichtete Drohnen der pro-iranischen Huthi-Rebellen abgefangen. Auf der Plattform X teilt das Bündnis mit, es überwache weitere Bedrohungen durch Raketen und Drohnen. Der saudische Zivilschutz gab in der Nacht zunächst Warnungen für die Städte Chamis Muschait und Abha heraus, nicht jedoch für Riad.
Medien: Trump lehnt Waffenruhe mit Iran abUS-Präsident Donald Trump lehnt einem Medienbericht zufolge den Vorschlag von Iran für eine siebentägige Waffenruhe ab. Er habe seinen Beratern mitgeteilt, dass er davon ausgehe, den Iran nach den Zwischenwahlen im November weiter anzugreifen, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf US-Regierungskreise.
Irans Außenminister: Entscheidung liegt nun bei den USAIran hat den USA nach eigenen Angaben einen „konkreten“ Sieben-Tage-Plan zur Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus vorgelegt. Nun liege die Entscheidung bei den USA, sagt der iranische Außenminister Abbas Araghtschi vor Journalisten bei den Vereinten Nationen in New York: „Wenn die notwendigen Bedingungen erfüllt sind, kann die Meerenge wieder geöffnet und der normale Schiffsverkehr innerhalb von sieben Tagen wiederhergestellt werden. Die Entscheidung liegt nun bei den Vereinigten Staaten.“ Die Schritte, die die USA gehen müssten, seien nicht neu. „Sie sind alle bereits in der Absichtserklärung enthalten“, sagt er und bezieht sich dabei auf die Absichtserklärung, die Iran und die USA im Juni vereinbart hatten.
UN verurteilt Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien einstimmigDie anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf Saudi-Arabien sind einstimmig vom UN-Sicherheitsrat verurteilt worden. Die Mitglieder des Sicherheitsrats verurteilten „aufs Schärfste die anhaltenden Angriffe (...), besonders jene, bei denen Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, verletzt wurden“, hieß es am Freitag in einer Erklärung des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen. In der vom amtierenden Ratsvorsitzenden, Frankreichs Botschafter Jérôme Bonnafont, verlesenen Erklärung kritisierten die 15 Ratsmitglieder auch die Angriffe der vom Iran unterstützten Huthis auf Handelsschiffe im Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab. Der Sicherheitsrat rief zu „konkreter Zusammenarbeit“ mit der international anerkannten Regierung im Jemen auf, um zu verhindern, dass die Huthis „Waffen und anderes Material, technische Unterstützung, Ausbildung sowie Finanzmittel“ erhielten. Saudi-Arabien habe ein „Recht auf Selbstverteidigung“.
Iran droht Nachbarn nach US-Sanktionen gegen FlugsektorNach der Einschränkung zahlreicher Flugverbindungen durch US-Sanktionen hat Iran seinen Nachbarstaaten gedroht. „Entweder ist das Fliegen in der Region für alle frei oder für niemanden“, schrieb Mohammed Mochber, Berater des obersten Führers, auf der Plattform X. Die Kooperation mit den USA bei der „Umsetzung feindseliger Maßnahmen“ werde dem iranischen Volk im Gedächtnis bleiben. Seine Drohung ließ Mochber darüber hinaus unkonkret.Irans internationaler Luftverkehr ist nach neuen US-Sanktionen weitgehend isoliert. Mehrere Staaten haben inzwischen ihre Kooperation mit iranischen Airlines eingestellt oder verweigern gar die Erlaubnis, den Luftraum zu nutzen. Ab dem Hauptstadtflughafen Imam-Chomenei in Teheran fliegen nur noch wenige iranische Airlines nach Russland, China oder die Türkei. Hintergründe zu den Sanktionen und ihren Folgen können Sie bei Iran-Korrespondentin Friederike Böge nachlesen:
Kolumbien bricht Beziehungen zu Iran abKolumbien hat die diplomatischen Beziehungen zu Iran abgebrochen. Die Regierung begründet den Schritt unter anderem mit mutmaßlichen Verbindungen Teherans zu internationalen Terrorgruppen und zu „narcoterroristischen“ Organisationen in Kolumbien, mit Menschenrechtsverletzungen sowie Angriffen Irans auf Golfstaaten und der Blockade der Straße von Hormus. Zugleich erklärte Bogotá die iranischen Revolutionsgarden zur Terrororganisation. Der Bruch ist Teil einer außenpolitischen Kehrtwende unter dem neuen rechtsgerichteten Präsidenten Abelardo de la Espriella, der demonstrativ die Nähe zu Israel und den Vereinigten Staaten sucht und die Sicherheitszusammenarbeit mit Washington bereits deutlich ausgebaut hat. Schon im Wahlkampf hatte De la Espriella angekündigt, die Beziehungen zu autoritär regierten Staaten wie Kuba und Nicaragua zu überprüfen.
Dubai stellt Flugverkehr nach Iran einDie Vereinigten Arabischen Emirate wollen auf ihrem Flughafen in Dubai vorerst keine Flüge aus und nach Iran mehr zulassen. Das gab die dortige Luftfahrtbehörde unter Verweis auf amerikanische Sanktionen bekannt. Iranische Passagiere verlieren damit eines ihrer wichtigsten Drehkreuze für Flüge weltweit. Andere Länder wie Aserbaidschan, Oman und Indien hatten sich zuvor bereits dem amerikanischen Druck gebeugt und den Flugverkehr mit Iran eingestellt. Am Donnerstag musste zudem ein Flug aus Teheran nach Duschanbe umkehren, nachdem Turkmenistan der Fluggesellschaft laut iranischen Angaben die Überflugrechte verweigert hatte.
Pakistan: Angriff afghanischer Taliban an der Grenze abgewehrtPakistanische Sicherheitskräfte haben nach Angaben aus Sicherheitskreisen einen Angriff afghanischer Taliban an der gemeinsamen Grenze abgewehrt. Im Gulistan-Sektor seien mehrere Taliban-Kämpfer getötet worden, heißt es den Kreisen zufolge. Derzeit komme es immer wieder zu Schusswechseln, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters mehrere damit vertraute Personen. Die Grenztruppen seien in Alarmbereitschaft.