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25.03.2026
20:52 Uhr
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Außenminister Araghchi: Iran befindet sich nicht in Verhandlungen mit den USA +++ Fernsehsender berichtet von „negativer“ Reaktion +++ USA verlegen offenbar 2000 Fallschirmjäger in den Nahen Osten +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Israelische Armee startet neue Angriffswelle auf IranDie israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge „großangelegte“ Angriffe in weiten Teilen Irans ausgeführt. Dabei sei „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes“ anvisiert worden, erklärte die israelische Armee am Donnerstagmorgen. Unter anderem hätten die israelischen Streitkräfte die Stadt Isfahan im Zentrum Irans attackiert.
Pistorius: Bereit zur Absicherung einer WaffenruheVerteidigungsminister Boris Pistorius hat einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung einer Waffenruhe im Irankrieg in Aussicht gestellt. „Dieser Krieg ist eine Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt. Die Auswirkungen sind schon jetzt nach wenig mehr als zwei Wochen klar“, warnte er bei einem Treffen mit seinem australischen Kollegen Richard Marles in der Hauptstadt Canberra.Nötig sei eine diplomatische Lösung „so schnell wie möglich“, sagte Pistorius. Er richtete diese Forderung vor allem an Iran, aber auch die USA.
Trump: Iranische Unterhändler haben Angst vor Tötung durch „eigene Leute“Nach einem Dementi des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi hat US-Präsident Donald Trump abermals von laufenden Verhandlungen mit Iran gesprochen. „Sie verhandeln übrigens, und sie wollen unbedingt eine Einigung erzielen“, sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) bei einem Abendessen für republikanische Kongressabgeordnete in Washington. „Aber sie trauen sich nicht, das zu sagen, weil sie glauben, dann von ihren eigenen Leuten getötet zu werden.“Trump fügte hinzu: „Sie haben auch Angst, von uns getötet zu werden.“ Der US-Präsident wiederholte außerdem seine Behauptung, Iran werde in dem Krieg „dezimiert“. Den oppositionellen Demokraten warf er vor, zu versuchen, „von all den enormen Erfolgen abzulenken, die wir bei dieser Militäroperation erzielen.“ In Anspielung auf Forderungen der Demokraten, die Trump-Regierung solle für den Krieg gegen Iran die Zustimmung des Kongresses einholen, fügte der US-Präsident hinzu: „Sie mögen das Wort 'Krieg' nicht, weil dafür eine Zustimmung eingeholt werden müsste, also werde ich das Wort Militäroperation verwenden.“
Kuwaitisches Innenministerium: Sechs Festnahmen von mutmaßlichen Hizbullah-Attentätern in KuwaitIn Kuwait sind nach Angaben des Innenministeriums sechs Menschen festgenommen worden, die „Morde“ in dem Golfstaat geplant haben sollen. Die Beschuldigten hätten „Anschläge auf Symbole und Führungspersönlichkeiten“ des Golfstaats geplant und dafür Attentäter rekrutiert, erklärte das Ministerium in Kuwait am Mittwoch. Sie stünden in Verbindung mit der von Iran unterstützten libanesischen Hizbullah-Miliz. Fünf der sechs Verdächtigen seien kuwaitische Staatsbürger.Vergangene Woche hatte das kuwaitische Innenministerium bereits die Festnahme von 26 einheimischen und libanesischen Staatsbürgern bekanntgegeben, die den Angaben zufolge teilweise der Hizbullah angehören. Die „Terrorgruppe“ habe versucht, Kuwait zu destabilisieren und Mitglieder zu rekrutieren, hatte es damals geheißen. Demnach wurden bei den Festgenommenen Waffen und Drohnen gefunden. Die libanesische Hizbullah-Miliz bestritt, Mitglieder in dem Golfstaat zu haben.
Selenskyj: Russland versucht USA im Irankrieg zu erpressenRussland versucht nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, die USA zu erpressen. Die Regierung in Moskau biete an, den Austausch von militärischen Geheimdienstinformationen mit Iran zu stoppen, sagt Selenskyj der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gegenzug solle Washington der Ukraine keine Geheimdienstdaten mehr zur Verfügung stellen. Dies gehe aus Berichten der ukrainischen Geheimdienste hervor, erklärt er weiter. Zudem enthalten Selenskyj zufolge einige iranische Drohnen, die bei Angriffen auf US-Ziele im Nahen Osten eingesetzt werden, russische Bauteile. Russland weist eine Unterstützung Irans im Krieg gegen die USA und Israel zurück.
Kretschmer: Irankrieg völkerrechtswidrigCDU-Parteivize Michael Kretschmer hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Rücken gestärkt für dessen Analyse, dass der Irankrieg völkerrechtswidrig sei. „Der Bundespräsident hat total Recht: Das ist ein völkerrechtswidriger Krieg“, sagte der sächsische Ministerpräsident beim Talk „Ostdeutschland zum Mitreden“ von „Sächsischer Zeitung“, „Leipziger Volkszeitung“, „Ostsee-Zeitung“ und „Märkischer Allgemeiner Zeitung“ am Mittwochabend in Berlin. „Und die Reaktion vom Iran ist auch unsäglich und ist auch völkerrechtswidrig. Jetzt muss damit Schluss sein.“
Iran droht ungenanntem Land in der Region mit AngriffenGeheimdienstinformationen deuten nach den Worten des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf darauf hin, dass „Feinde“ die Besetzung einer iranischen Insel planen. Dies solle mit Unterstützung eines namentlich nicht genannten Landes aus der Region geschehen, teilt Ghalibaf auf X mit. „Die iranischen Streitkräfte beobachten die Bewegungen des Feindes“, schreibt er weiter. Sollten diese aktiv werden, werde Iran die lebenswichtige Infrastruktur in dem unterstützenden Land mit ständigen und unerbittlichen Angriffen überziehen.
Trump warnt Iran droht mit „beispiellosen Angriffen“US-Präsident Donald Trump warnt Iran mit Blick auf das US-Verhandlungsangebot davor, sich nicht wieder zu verkalkulieren, und droht mit beispielloser Härte. Falls Iran seine Niederlage nicht anerkenne, sei Trump bereit, Iran „härter als jemals zuvor“ zu treffen, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, vor Journalisten.
Arabische Staaten fordern von Irak Stopp von AngriffenKuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Saudi-Arabien, Qatar und Jordanien fordern den Irak auf, umgehend Maßnahmen gegen Angriffe von seinem Staatsgebiet auf Nachbarländer zu ergreifen. Der Aufruf diene dem Erhalt der „brüderlichen Beziehungen“ und solle eine weitere Eskalation vermeiden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der sechs arabischen Staaten. Seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen Iran bekennen sich von Iran unterstützte irakische Milizen zu Angriffen auf mehrere US-Stützpunkte in der Region.
Iran pocht auf Kontrolle der Straße von HormusIran beharrt auf einer vollständigen Kontrolle über die Schifffahrt in der Straße von Hormus. Ein Sprecher des Zentralkommandos der Streitkräfte erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, die Lage in der Meerenge werde nicht zum vorherigen Zustand zurückkehren: „Es wird geschehen, was wir wollen.“ Allen Schiffen mit Verbindungen zu den USA oder Israel bleibe die Passage untersagt, so der Sprecher. „Die Entscheidung über die Erteilung einer Transitgenehmigung liegt bei uns.“Der Sprecher betonte die Bedeutung der Straße von Hormus für den globalen Energiehandel: „Das Feuer unter dem Ölpreis lodert seit einiger Zeit; wie hoch die Flammen schlagen, liegt in unserer Hand.“ Durch die Straße von Hormus verlaufen in Friedenszeiten rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransporte.Laut der iranischen UN-Vertretung dürfen Schiffe, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen Aktionen gegen Iran unterstützen, den Seeweg nutzen ‒ sofern sie sich an alle iranischen Sicherheitsvorschriften halten und die Passage mit den zuständigen Behörden abstimmen.
Israels Außenminister fordert von UN die Einstufung der Hizbullah als TerrororganisationIsraels Außenminister Gideon Saar hat in einem Schreiben an den UN-Sicherheitsrat gefordert, die Angriffe der Hizbullah gegen sein Land zu verurteilen und die proiranische Miliz als Terrororganisation einzustufen. Seit dem 2. März habe die Hizbullah mehr als 3500 Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert, schrieb Saar auf der Plattform X. Der UN-Sicherheitsrat solle von der libanesischen Regierung die Entwaffnung der Hizbullah und anderer bewaffneter Gruppen verlangen, schrieb Saar weiter. Außerdem solle er die Rolle Irans als Bedrohung für Frieden und Sicherheit in der Region thematisieren. In Libanon wurden bisher nach Angaben der Katastrophenschutzeinheit der Regierung 3646 israelische Angriffe gemeldet. Mehr als 1000 Menschen wurden nach Behördenangaben seit Ausbruch der jüngsten Eskalation im Land bereits getötet.
Wadephul fordert Iran auf, sich auf Verhandlungen einzulassenAußenminister Johann Wadephul hat Teheran aufgefordert, sich auf Verhandlungen mit den Vereinigten Staatenüber ein Ende des Irankriegs einzulassen. Es sei begrüßenswert, dass der amerikanische Präsident Donald Trump sein Ultimatum gegenüber der iranischen Führung zunächst um einige Tage aufgeschoben habe und nun Verhandlungen anstrebe, sagte der CDU-Politiker in Berlin bei einem Treffen mit seinem tunesischen Gegenüber Mohamed Ali Nafti. „Irans Regime ist gut beraten, jetzt darauf einzugehen.“Irans Militärführung hatte Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Kriegs indes zurückgewiesen und scharf gegen die amerikanische Regierung ausgeteilt.Wadephul fügte hinzu: „Wenn es also ein Fenster für Diplomatie gibt, sollten wir Gesprächen unbedingt eine Chance geben.“ Deutschland stehe bereit, einen Beitrag zu leisten. Wie genau dieser aussehen könnte, sagte der Minister nicht. Bei einer Krisenreise in die Golf-Region hatte er kürzlich Vermittlungshilfe angeboten. „Ich möchte das aber auf das Engste abstimmen mit unseren amerikanischen Partnern“, sagte er nun.
Guterres sieht größeren Krieg heraufziehenUN-Generalsekretär António Guterres hat den französischen Diplomaten Jean Arnault zu seinem persönlichen Gesandten für den Konflikt im Nahen Osten ernannt. Der Konflikt sei außer Kontrolle geraten. Die „Welt steht vor einem größeren Krieg“, sagt Guterres gegenüber der Presse. Er stehe in engem Kontakt mit vielen Akteuren in der Region und weltweit. Es gebe eine Reihe von Initiativen für Dialog und Frieden.