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27.03.2026
17:59 Uhr
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Luftwaffenbasis in Saudi-Arabien soll getroffen worden sein +++ Sechs Einschläge im Großraum Tel Aviv +++ Iran meldet Angriff auf Schwerwasserreaktor +++ Rubio: Keine US-Bodentruppen nötig +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Trump kritisiert Merz für Haltung im IrankriegUS-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für die ausbleibende Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus kritisiert. Der Republikaner attackierte bei einem Kongress in Miami im US-Bundesstaat Florida erneut zunächst die Nato-Verbündeten Frankreich und Großbritannien – und kam dann auf Deutschland zu sprechen: „Der deutsche Bundeskanzler – das sind alles meine Freunde – Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: \"Das ist nicht unser Krieg\".“ Trump schob nach, dass dann der Ukrainekrieg auch nicht der der USA sei.Bereits am Vortag hatte Trump Deutschland kritisiert. Er habe es als „unangemessen“ empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: „Das ist nicht unser Krieg.“ Trump nannte dabei allerdings keinen konkreten Namen und schrieb die Äußerung der Spitze zu („the head of Germany“). Der Satz stammt ursprünglich von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Merz hatte sich unlängst bei einem Besuch in Norwegen so geäußert: „Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden.“
IAEA: Abermals Angriff nahe dem AKW BuschehrZum dritten Mal innerhalb der vergangenen zehn Tage hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) im Zuge des Iran-Kriegs einen Angriff nahe dem iranischen Atomkraftwerk Buschehr gemeldet. Es seien laut iranischen Angaben weder Schäden am im Betrieb befindlichen Reaktor noch eine Freisetzung von Strahlung gemeldet worden, teilte die IAEA in Wien am späten Abend auf der Plattform X mit. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden. Darüber hinaus wurde am Freitag nach IAEA-Angaben der Schwerwasser-Forschungsreaktor Chondab (früher Arak) getroffen. Es bestehe kein Strahlungsrisiko, da die Anlage kein deklariertes Kernmaterial enthalte, hieß es.Zudem sei eine Stahlproduktionsfabrik in der Provinz Chuzestan angegriffen worden, die versiegelte radioaktive Quellen zur Messung verwende. Es sei jedoch auch hier zu keiner Freisetzung von Strahlung außerhalb des Geländes gekommen.
Huthis drohen militärisches Eingreifen anDie Huthi-Rebellen im Jemen drohen mit einem militärischen Eingreifen in den Krieg zwischen den USA, Israel und Iran. Dies gelte, falls sich neue Verbündete den USA und Israel gegen Iran anschließen oder das Rote Meer für Angriffe auf Iran genutzt werde, sagt ein Sprecher in einer Fernsehansprache. Ein mögliches Ziel wäre die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Die von Iran unterstützte Miliz hatte bereits während des Gazakrieges mit Angriffen auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer für Chaos im Welthandel gesorgt.
Sechs Einschläge nach Raketenangriff im Großraum Tel Aviv – ein ToterNach einem iranischen Raketenangriff spricht der israelische Rettungsdienst Magen David Adom von sechs Einschlägen im Großraum Tel Aviv. Feuerwehr und Rettungsdienst seien unterwegs zu den Einschlagsorten, sagte ein Sprecher am späten Abend. In Tel Aviv sei demnach ein etwa 60-jähriger Mann bewusstlos und in kritischem Zustand an einer der Einschlagstellen aufgefunden worden. Er sei wenig später an seinen schweren Verletzungen gestorben. Außerdem habe es zwei Leichtverletzte gegeben.
US-Sondergesandter Witkoff: Treffen mit Iran in dieser WocheDer Sondergesandte der US-Regierung, Steve Witkoff, rechnet noch in dieser Woche mit Gesprächen mit Iran. „Wir denken, dass es in dieser Woche Treffen geben wird“, sagte er bei einem Kongress im US-Bundesstaat Florida. Es blieb unklar, in welchem Rahmen diese von Witkoff erwähnten Gespräche stattfinden. Er machte dazu keine Angaben.Witkoff bekräftigte, dass die Iraner einen 15-Punkte-Plan „schon seit langer Zeit vorliegen haben“. „Wir erwarten eine Antwort von ihnen, und damit wäre alles geklärt“, sagte er. Dabei solle unter anderem die Frage zur Anreicherung von Uran ausgeräumt werden. Auch wäre damit aus Sicht Witkoffs geklärt, dass Iran seine Bestände an angereichertem Uran abgeben müsse. Über den Plan hatten mehrere US-Medien berichtet. Witkoff betonte, die USA dürften sich „kein zweites Nordkorea im Nahen Osten“ leisten, weil das „die Region und die Welt völlig destabilisieren“ würde.
Israel fliegt abermals Angriffe gegen HizbullahDas israelische Militär am späten Abend abermals Hizbullah-Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen, wie ein Sprecher mitteilte. Bereits wenige Stunden zuvor waren Angriffe gegen die proiranische Miliz geflogen worden. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.Der israelische Generalstabschef Ejal Zamir hatte am Abend bei einem Truppenbesuch in Südlibanon von „bedeutenden Plänen zur Fortsetzung des Einsatzes“ gesprochen. „Wir befinden uns an einem historischen Wendepunkt“, sagte Zamir. Israel verfolge einen Plan, „um die Sicherheitslage – von Teheran bis Beirut – grundlegend zu verändern.“
Russland will Export von Benzin verbietenDer russische Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak weist das Energieministerium an, einen Beschluss für ein Exportverbot von Benzin ab dem 1. April auszuarbeiten. Nowak begründet den Schritt in einer Erklärung mit starken Preisschwankungen auf dem Weltmarkt infolge der Krise im Nahen Osten. Zugleich sei die inländische Versorgung durch stabile Verarbeitungsmengen gesichert. Der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge soll der Ausfuhrstopp bis zum 31. Juli gelten. Russland schränkte bereits im vergangenen Jahr die Ausfuhr von Kraftstoffen zeitweise ein, um Engpässe und Preissteigerungen im Inland zu bekämpfen. Die Ukraine hat russische Energieanlagen ins Visier genommen.
Medien: Über 20 Tote bei Angriffen in Iran Bei Angriffen auf Wohngebiete in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Kurdenprovinz Kermanschah sind Medienberichten zufolge mehr als 20 Zivilisten ums Leben gekommen. In Teheran starben im Stadtviertel Schahr-e Rey zehn Bewohner eines Wohnkomplexes bei einem Raketenangriff der amerikanisch-israelischen Streitkräfte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf einen Feuerwehrsprecher berichtete.In der Stadt Kermanschah im Westen des Landes wurden dem Gouverneursbüro zufolge mehr als zehn Wohneinheiten angegriffen. 13 Menschen seien ums Leben gekommen, darunter 2 Kinder und 4 Frauen.Zudem gab es Angriffe auf die beiden Stahlwerke in Isfahan in Zentral- und Ahwas im Südwestiran. Teile der Stromversorgungsanlagen sowie eine Werkhalle der beiden Fabriken wurden Berichten zufolge beschädigt. Demnach gab es in Isfahan einen Toten und zwei Verletzte. Das genaue Ausmaß der Angriffe soll nach Abschluss der Untersuchungen bekanntgegeben werden.
UN wollen Düngemittel-Handel in der Straße von Hormus erleichtern Die Vereinten Nationen (UN) richten eine Arbeitsgruppe ein, um einen neuen Mechanismus für die Straße von Hormus zu entwickeln. Dieser soll den Handel mit Düngemitteln und den Transport der entsprechenden Rohstoffe erleichtern, teilt UN-Sprecher Stephane Dujarric mit. Dünger gehört zu den Gütern, die von der Teilblockade der für den internationalen Handel wichtigen Wasserstraße betroffen sind.
Merz: Zweifel, dass Amerikaner und Israelis eine Strategie für den Irankrieg habenBundeskanzler Friedrich Merz hat nach eigenen Worten wenig Hoffnung, dass der Irankrieg schnell endet. „Zurzeit verstricken sich die Amerikaner und die Israelis in diesem Konflikt jeden Tag tiefer“, sagt der Kanzler beim F.A.Z.-Kongress. Er bezweifele, dass es eine wirkliche Strategie gebe. Wenn „Regime Change“, also der Sturz der Regierung in Teheran das Ziel sei, glaube er nicht, dass dieses Ziel erreicht werde. „Ich habe große Zweifel, ob es eine Strategie gibt und ob diese Strategie dann tatsächlich auch erfolgreich ausgeübt wird“, sagt Merz. „Insofern könnte es auch noch etwas länger dauern. Es wird wahrscheinlich nicht besser.“ Das ganze Gespräch mit Friedrich Merz können Sie im Deutschland-Blog verfolgen:
Chinesische Frachter drehen vor Straße von Hormus umZwei chinesische Containerschiffe brechen einer Analyse der Datenplattform Kpler zufolge den Versuch ab, den Golf durch die Straße von Hormus zu verlassen. Dies geschieht trotz der Zusicherung der Regierung in Teheran, dass Schiffe aus befreundeten Staaten wie China die Meerenge passieren dürfen. Daten der Plattform LSEG zeigen, dass die beiden Frachter der Reederei Cosco über ihre Identifizierungssysteme signalisieren, dass sie chinesische Eigentümer und Besatzungen haben. Iranische Staatsmedien berichten unterdessen, dass drei Containerschiffe unterschiedlicher Nationalität nach Warnungen der Marine der Revolutionsgarden umkehren.
Rubio: Keine Bodentruppen nötigDie USA können ihre Ziele im Iran nach Darstellung von Außenminister Marco Rubio ohne den Einsatz von Bodentruppen erreichen. Ein mögliches iranisches Gebührensystem für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus sei für die USA inakzeptabel, sagt er nach einem Treffen der G7-Außenminister in Frankreich zudem. Der Einsatz in Iran werde voraussichtlich in Wochen, nicht in Monaten abgeschlossen sein. Gegenwärtig warteten die USA auf eine Klarstellung, mit wem sie auf iranischer Seite verhandeln werden.
Israelische Armee rückt im südlichen Libanon vorDie israelische Armee rückt mit Bodentruppen weiter im südlichen Libanon vor. Die Truppen seien im Süden acht Kilometer weit von der Grenze ins Landesinnere vorgedrungen, sagte der libanesische Verteidigungsminister Michel Menassa in einer Kabinettssitzung. Die Regierung wolle voraussichtlich eine Beschwerde beim UN-Sicherheitsrat einreichen. Die Deutsche Presse-Agentur erfuhr aus Sicherheitskreisen ebenfalls, dass die israelische Armee weiter vordringe. Demnach waren dort auch israelische Panzer zu sehen.Israels Armee teilte mit, die Truppen hätten in einer Schule im Ort al-Chiam Hunderte Waffen entdeckt, darunter Panzerabwehrraketen, Mörsergranaten und Sprengsätze. Die vom Iran unterstützte Hizbullah-Miliz berichtete von Bodenkämpfen mit israelischen Truppen im Grenzgebiet. Sie beanspruchte dabei mehrere Angriffe auf israelische Stellungen im südlichen Libanon für sich.
G7 fordern Stopp von Angriffen auf zivile Ziele im Irankrieg Die G-7-Staaten haben einen „sofortigen Stopp der Angriffe auf die Zivilbevölkerung und zivile Infrastrukturen“ im Irankrieg gefordert. Nichts rechtfertigte es, Zivilisten ins Visier zu nehmen oder diplomatische Einrichtungen anzugreifen, betonten die G-7-Außenminister, darunter auch US-Außenminister Marco Rubio, am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung.Der Adressat des Aufrufs wurde nicht genannt. Sowohl die USA und Israel als auch der Iran greifen seit Beginn des Krieges immer wieder zivile Infrastruktur an, etwa Energieanlagen. Die Abschlusserklärung der G-7-Außenminister fiel mit Meldungen über Angriffe auf einen Schwerwasserreaktor und eine Uran-Aufbereitungsanlage in Iran zusammen. Die G-7-Außenminister bekräftigten in ihrer Erklärung zudem die „absolute Notwendigkeit, die freie und sichere Schifffahrt im Golf von Oman dauerhaft wiederherzustellen“. US-Außenminister Rubio werde demnächst den EU-Außenministerrat über die Strategie der USA informieren, erklärte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot. Auch eine gemeinsame Sitzung der G-7-Außenminister mit denen des Golf-Kooperationsrats sei geplant.