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18.08.2026
08:07 Uhr
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Feuer in Belgien rückt nicht weiter nach Deutschland vor +++ Löscharbeiten bei Waldbrand in Schramberg dauern an +++ Klimawandel sorgt für mehr Tage mit hoher Waldbrandgefahr +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Auch für Äpfel ist es zu trockenDie deutschen Obstbaubetriebe erwarten in diesem Jahr einen Rückgang bei der Apfelernte. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, wird mit einer Ernte von rund 934.000 Tonnen gerechnet. Damit werden voraussichtlich 52.900 Tonnen oder 5,4 Prozent weniger Äpfel geerntet als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre (2016 bis 2025). Die besonders gute Apfelernte des Vorjahres wird voraussichtlich um 204.000 Tonnen (17,9 Prozent) unterschritten.Grund für die verhaltene Ernteprognose sind laut der Statistikbehörde wiederkehrende Hitzeperioden und anhaltende Trockenheit im Frühjahr und Sommer 2026. Dadurch fallen viele Äpfel vorzeitig vom Baum, bleiben sehr klein oder weisen Schäden durch Sonnenbrand auf. Zudem melden einzelne Obstbaubetriebe Hagelschäden mit punktuell fast vollständigen Ernteausfällen.Trotz der vergleichsweise niedrigen Ernteerwartung bleiben Äpfel auch 2026 das mit Abstand am meisten geerntete Baumobst in Deutschland. Sie werden den Angaben zufolge bundesweit auf einer Fläche von 32.700 Hektar angebaut. Bezogen auf die Anbaufläche wird in diesem Jahr ein durchschnittlicher Ertrag von rund 28,6 Tonnen Äpfel pro Hektar erwartet.
Waldbrand bei Schramberg: Nachlöscharbeiten laufenNach dem Brand in einem Waldgebiet bei Schramberg im baden-württembergischen Landkreis Rottweil ist erneut ein Glutnest aufgeflammt. Die Feuerwehr sei mit 10 bis 15 Einsatzkräften zum Brandort unterwegs, wie ein Sprecher der Feuerwehr Schramberg am frühen Morgen sagte. Es handele sich dabei um Nachlöscharbeiten, wie sie nach einem solchen Feuer die Regel seien. Auch die kommenden Tage werde man das Gebiet in Zusammenarbeit mit der Polizei weiter beobachten und bei Bedarf eingreifen.
Waldbrand nahe deutscher Grenzstadt bleibt „unberechenbar“Im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn dauert der Kampf gegen die verheerenden Flächenbrände an. Beteiligt sind auch deutsche Einsatzkräfte, die von der Eifelstadt Monschau aus agieren.Ein besonderes Augenmerk hat die Feuerwehr auf das Wetter. Monschaus Feuerwehr-Einsatzleiter Philipp Krüger rechnet mit starken Winden und Böen aus Richtung Südwest, weshalb man sich nun auf eine „ganz neue Lage“ vorbereite, sagte er am Montag. Zugleich erwartet der Deutsche Wetterdienst für Monschau am Dienstag mehr Regen als am Vortag.Nach Angaben des belgischen Innenministers Bernard Quintin hatten günstige Wetterbedingungen die Ausbreitung des Brandes am Montag stark verlangsamt. Allerdings sei das Feuer unberechenbar, sagte er der Nachrichtenagentur Belga. Selbst wenn es unter Kontrolle gebracht worden sei, müsse man das Gebiet unter Wasser setzen, um ein erneutes Aufflammen zu vermeiden. Die Nachlöscharbeiten dürften demnach Wochen dauern.Die Brandlinie war nach Angaben der Feuerwehr Monschau am Montagabend rund 2,3 Kilometer von der deutschen Landesgrenze entfernt. In mehreren Schichten waren demnach insgesamt 240 deutsche Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten und Polizei im Einsatz.
Welche Folgen hat die Trockenheit für Gletscher? „Die nicht enden wollenden Hitzewellen dieses Sommers haben dem Gletscher enorm zugesetzt“, sagt der Gletscherforscher Matthias Huss im Interview über den Rhone-Gletscher, den er als Letztes bestiegen hat. Was der Wassermangel für die Gletscher in den Alpen bedeutet, beschreibt er im Interview mit Johannes Ritter.
Waldbrand in Schramberg: Hartnäckige Glutnester im SchwarzwaldDie Kiefern an den steilen Hängen im Schramberger Tal sind in den vergangenen Wochen sehr trocken gewesen. Am Sonntag gegen 17.30 Uhr wurde dort ein Vegetationsbrand gemeldet, der sich rasch ausbreitete. Inzwischen ist er unter Kontrolle, wie mein Kollege Rüdiger Soldt schreibt.
Mehr Tage mit hoher Waldbrandgefahr – durch KlimawandelInfolge des Klimawandels haben die Tage mit hoher Waldbrandgefahr in den vergangenen Jahrzehnten laut Deutschem Wetterdienst (DWD) zugenommen. Die Anzahl der Tage mit Gefahrenstufe vier – hohe Gefahr – sei vor allem über die letzten zwei bis drei Jahrzehnte hinweg deutlich gestiegen, schilderte der DWD-Agrarmeteorologe Andreas Brömser. Im DWD-Index vom Zeitraum 1961 bis 2025 bedeutet Stufe eins sehr geringe Gefahr, Stufe drei bedeutet mittlere und Stufe fünf eine sehr hohe Waldbrandgefahr. Zu den Ursachen gehören hohe Temperaturen mit höherer Verdunstung, längere Trockenheit und weniger anhaltender, moderater Regen, der dann auch tiefer, nachhaltig in die Böden einsickern könne.
Plötzlich Krisenmanager im WaldbrandgebietDie Arbeit der obersten Kommunalbeamten bleibt häufig ungesehen, doch in Krisenzeiten stehen Landräte plötzlich im Fokus. Als vor fünf Jahren durch die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen viele Orte verwüstet waren, wurde sichtbar, wie Katastrophen manche Politiker überfordern. In der Eifel hat sich jedoch in den vergangenen Tagen gezeigt, wie gutes Krisenmanagement funktioniert. Unser Kollege Jonas Jansen porträtiert den Landrat Ralf Nolten:
Slowakei: Waldbrand in der Großen Fatra ausgebrochenIm slowakischen Nationalpark Große Fatra ist ein Waldbrand ausgebrochen. Die Flammen hätten sich auf eine Fläche von rund 3,5 Hektar ausgebreitet, berichtete die Agentur TASR unter Berufung auf die Feuerwehr. Die Nationalparkverwaltung rief Besucher über die sozialen Medien auf, den Bereich zwischen den Bergen Skalna Alpa und Smrekovica zu meiden. Im Einsatz waren Kräfte von Berufs- und freiwilligen Feuerwehren aus der weiteren Umgebung. Der Nationalpark Große Fatra (auf Slowakisch Velka Fatra) liegt im Norden des EU-Mitgliedstaats und erstreckt sich entlang des Hauptkamms des gleichnamigen Gebirges. Er ist zum größten Teil bewaldet und unter anderem Heimat von Braunbären, Wölfen, Luchsen, Kreuzottern und Feuersalamandern. Seit 2002 ist das frühere Landschaftsschutzgebiet einer der neun Nationalparks der Slowakei.
Starker Regen dämmt Waldbrand bei Schramberg ein Der größere Waldbrand nahe Schramberg im Landkreis Rottweil breitet sich nach Angaben der Feuerwehr nicht weiter aus. „Es regnet in Strömen und das hilft uns sehr weiter“, sagte André Wendel von der Feuerwehr Rottweil. Auf der rechten Flanke des Gebiets seien die Flammen unter Kontrolle. Derzeit sei ein Polizei-Hubschrauber mit Löschwasserbehälter im Waldstück im Einsatz. „Aufgrund der steilen Hanglage sind Löscharbeiten für die bodengebundenen Einsatzkräfte dort nicht möglich“, erklärte Wendel.Der Brand war am späten Sonntagnachmittag gemeldet worden. Laut Feuerwehr sind 330 Männer und Frauen im Kampf gegen die Flammen im Einsatz. Sie werden von Landwirten unterstützt, die Löschwasser herantransportieren. Für die Bevölkerung besteht laut Feuerwehr auch weiterhin keine Gefahr.
Brand im Hohen Venn rückt nicht weiter auf Deutschland vorDas Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien hat nicht weiter in Richtung Deutschland ausgebreitet. Regen und ausbleibender Wind wirken sich derzeit positiv aus. Der Monschauer Einsatzleiter Philipp Krüger sagte am Morgen, die Nacht sei sehr ruhig verlaufen. Man habe die Situation „etwas entschärfen“ können.Die 30 Menschen aus dem grenznahen Monschau-Kalterherberg, die am Sonntagabend wegen drohender Rauchbelastung evakuiert worden waren, könnten aktuell noch nicht zurück in ihre Häuser zurück, sagte Ziegler. Weitere Evakuierungen seien derzeit nicht geplant: „Die nächste Linie zur weiteren Evakuierung liegt noch weit, weit entfernt“, stellte er klar.Derzeit seien auf deutscher Seite 200 bis 250 Einsatzkräfte an der Brandbekämpfung beteiligt, sagte Krüger. Eventuell könne im Laufe des Tages ein Rückbau vorgenommen werden.
Grünen-Fraktionschefin fordert Maßnahmen und mehr Koordination gegen WaldbrändeGrünen-Fraktionschefin Katharina Dröge fordert angesichts der starken Waldbrände eine bessere Unterstützung der Feuerwehr. „Grundsätzlich geht es darum, die Arbeit der Feuerwehr natürlich bestmöglich finanziell und personell auszustatten“, sagte die Politikerin am Morgen im Deutschlandfunk. Dazu gehöre eine gute Technologie wie etwa Drohnen zur Branderkennung.Gebraucht werde auch eine stärkere Koordination: „Wir schlagen eine nationale Feuermanagementstrategie vor, die Risikoanalyse, Prävention und dann eben auch Einsatzvorbereitung mit zusammen denkt“, sagte Dröge. Außerdem müssten die Wälder so umgebaut werden, dass es mehr Mischwälder gebe. Auch eine Wiedervernässung von Mooren sei nötig. Eine große Zahl an Bränden sei menschengemacht, daher brauche es darüber hinaus eine bessere Brandaufklärung.„Es ist katastrophal und auch ein Stück weit unfassbar, dass wir es als Gesellschaft nicht hinkriegen, endlich die Entschlossenheit zu finden, um mehr dafür zu tun, dass das nicht in Zukunft immer öfter passiert“, sagte die Grünen-Politikerin. „Und das heißt, die Klimakrise zu bekämpfen. Ich verstehe es nicht, dass es da nicht mehr Entschlossenheit gibt.“
NRW-Landwirtschaftsministerin sieht Verbesserungsbedarf bei Schutz vor WaldbrändenDie Waldbrände in Deutschland und Belgien zeigen laut NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen, dass es künftig mehr Maßnahmen braucht, um Schäden solchen Ausmaßes zu verhindern. Man habe bereits zahlreiche Schritte ergriffen, müsse aber immer fragen, wo man besser werden könne, sagte die CDU-Politikerin im WDR. „Da ist man nie fertig.“Im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien direkt an der Grenze zu Deutschland brennt es seit Tagen. Rund 30 Bewohner der grenznahen Eifelstadt Monschau in NRW waren aus dem Ortsteil Kalterherberg am Sonntagabend wegen möglicher starker Rauchbelastung evakuiert worden. In 20 Kilometer Entfernung ist der Brand in Hürtgenwald nach mehreren Tag-und-Nacht-Einsätzen nun unter Kontrolle.Gorißen sagte: „Wir befassen uns nachhaltig mit dem Waldumbau, um da auch wirklich mehr Bäume im Wald zu haben, die nicht so schnell Feuer fangen und die auch an das Klima besser angepasst sind.“ Sobald die aktuellen Großbrände gelöscht und wieder etwas Ruhe eingekehrt sei, werde man prüfen müssen, was man vorbeugend verbessern könne, betonte sie im WDR.
Sachsen-Anhalt: Waldbrand im Harz ist gelöschtDas Feuer war am Donnerstagmittag zwischen Benneckenstein und Trautenstein im Oberharz ausgebrochen. Nun ist der Brand gelöscht. Nach Angaben der Polizei gerieten zunächst rund 900 Quadratmeter Wald in Brand. Das Feuer breitete sich schließlich auf eine Fläche von rund fünf Hektar aus. Den entstandenen Schaden schätzte die Polizei auf etwa 300.000 Euro.Auf dem Höhepunkt waren mehr als 250 Feuerwehrleute mit 56 Fahrzeugen im Einsatz. Auch ein Löschflugzeug wurde zur Brandbekämpfung eingesetzt. Menschen oder Gebäude waren nach Angaben der Feuerwehr nicht gefährdet.