FAZ 27.05.2026
10:50 Uhr

Fußball-Transferticker: Nach Suzuki nun Yamamoto


Wie wichtigsten Transfer-News im Fußball ▷ Transfermarkt, Vereinswechsel und Vertragsverlängerungen in der Bundesliga und international im Überblick bei der F.A.Z.

Fußball-Transferticker: Nach Suzuki nun Yamamoto

Der SC Paderborn hat den ersten Transfer nach dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga getätigt. Vom 1. FC Nürnberg kommt Mittelfeldspieler Tom Baack nach Paderborn. Der 27-Jährige ist ablösefrei, sei Vertrag beim FCN läuft Ende Juni aus. Angaben zur Vertragslaufzeit machte der SCP nicht. „Tom wird uns mit seiner Übersicht, seiner Mentalität und seiner Erfahrung guttun. Er ist zentraler Mittelfeldspieler, der über eine ausgeprägte Spielintelligenz verfügt\", sagte Paderborns Sportgeschäftsführer Sebastian Lange: „Tom zeichnet ein permanent hohes Lauf- und Zweikampfverhalten, konsequente Ballgewinne und große Einsatzbereitschaft in allen Phasen des Spiels aus.\" (sid)

Borussia Mönchengladbach ist bei der Suche nach Verstärkung in der 2. Bundesliga fündig geworden. Der Klub verkündete am Mittwoch die Verpflichtung des Mittelfeldspielers Enzo Leopold. Der 25-Jährige ist ablösefrei, er kommt von Hannover 96 und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2030. Leopold war bei den Niedersachsen Kapitän und absolvierte 124 Pflichtspiele, in denen er acht Tore erzielte. „Er ist einer, der vorangeht, der seinen Job auf dem Platz diszipliniert und mit hoher Intensität ausübt, der aber auch ein guter Fußballer mit ausgeprägtem taktischen Verständnis ist und der in der vergangenen Saison als Kapitän seiner Mannschaft auch in Sachen Leadership einen großen Schritt nach vorn gemacht hat\", sagte Gladbachs Sportchef Rouven Schröder: „Es war sein großer Wunsch, in der Bundesliga zu spielen – und wir sind davon überzeugt, dass dieser Schritt für ihn logisch und richtig ist.\" (sid/dpa)

BVB-Sportdirektor Ole Book hat einem möglichen Abgang von Fußball-Nationalspieler Felix Nmecha in diesem Sommer eine klare Absage erteilt. „Felix wird auch in der nächsten Saison für uns spielen, das ist der klare Plan. Er ist einer der besten Mittelfeldspieler in Deutschland, und auch in Europa braucht er sich keineswegs zu verstecken“, sagte Book der „Sport Bild“ über den deutschen WM-Fahrer. Der 25-Jährige habe „eine enorme Bedeutung für unser Spiel.“Nmecha hatte seinen Vertrag erst im März seinen Vertrag bis Sommer 2030 verlängert, in dem aber Medienberichten zufolge eine Ausstiegsklausel stehen soll. Wann genau diese greifen könnte, ist unklar. Mit starken Leistungen bei der Weltmeisterschaft könnte der zentrale Mittelfeldmann Interessenten weiter auf sich aufmerksam machen. (dpa)

SpVgg Greuther Fürth hat einen Tag nach dem gesicherten Klassenverbleib einen neuen Sport-Geschäftsführer präsentiert. Daniel Meyer übernimmt beim Kleeblatt, das am Dienstabend erst in der Relegation den Absturz verhindert hat, den vakanten Posten. Zuletzt war der 46-Jährige knapp über zwei Jahre als Sportdirektor beim Regionalligaklub Hallescher FC tätig.„Wir haben schon seit längerer Zeit und nach eingehender Analyse sowie vielen Gesprächen diesen Prozess vorangetrieben. Daniel Meyer hat uns in diesem Prozess von sich und seinen Ideen überzeugt\", sagte Aufsichtsratschef Peter Köhr. Man sei überzeugt, ergänzte SpVgg-Präsident Volker Heißmann, „dass er ein wesentlicher Faktor sein wird, damit wir uns im sportlichen Bereich stabilisieren.\" Durch ein 2:0 gegen Rot-Weiss Essen sicherte sich der „ewige\" Zweitligaklub mit einiger Mühe den Klassenverbleib. Danach hatten die Fans des Altmeisters aus Franken inmitten des Jubels auch ihren Frust über eine weitgehend verkorkste Saison kundgetan. „Auf dem Platz und in den Gremien: Versager raus! Neuanfang jetzt!\", stand auf einem riesigen Banner vor der Kurve. Zudem forderten die Fürther Anhänger immer wieder auch lautstark das Aus von Geschäftsführer Holger Schwiewagner, der zuletzt allein die Verantwortung getragen hatte. (dpa)

Der VfB Stuttgart hat Torhüter Alexander Nübel offiziell verabschiedet. Stattdessen wird der Klub in der kommenden Saison auf Eigengewächs Dennis Seimen setzen. Seimen kehrt von einer Leihe zum SC Paderborn zurück, mit dem er am Montag den Bundesligaaufstieg schaffte.Nübel war insgesamt drei Jahre lang vom FC Bayern München ausgeliehen. Der Vertrag des Nationaltorwarts beim deutschen Rekordmeister läuft noch bis 2030. In den Plänen der Münchner spielt der WM-Fahrer aber keine Rolle mehr.„Es war in jeglicher Hinsicht eine sensationelle Zeit beim VfB Stuttgart. Meine Familie und ich hatten drei wundervolle Jahre in Stuttgart, und ich habe mich vom ersten Tag an sehr wohl gefühlt“, erklärte Nübel, der 129 Pflichtspiele für den VfB bestritt. „Von der Mannschaft und den Fans wurde mir sehr viel Wertschätzung und Respekt entgegengebracht, wofür ich sehr dankbar bin.“Der VfB hätte sich bei Ablöse und Gehalt finanziell enorm strecken müssen, um Nübel fest zu verpflichten. Womöglich wechselt der 29-Jährige nun ins Ausland. Die internationalen Topklubs Manchester City und Juventus Turin sollen an Nübel interessiert sein, wie die „Bild“-Zeitung berichtete.„Alexander Nübel hat in den vergangenen drei Jahren Maßstäbe gesetzt. Sportlich, charakterlich, auf und neben dem Platz“, sagte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth über den Nationaltorhüter. „Auf Alex war jederzeit Verlass, die positive Entwicklung des VfB mit der dritten Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb in Folge ist untrennbar mit ihm verbunden.“Seimen gilt in Stuttgart schon lange als großer Hoffnungsträger für die Zukunft. Der Heilbronner wurde in der VfB-Jugend ausgebildet. Nach seiner starken Zweitliga-Saison in Paderborn kehrt der 20-Jährige nun zurück. (dpa)

Fortuna Düsseldorf hat sich nach dem Absturz in die 3. Fußball-Liga von Sportvorstand Sven Mislintat getrennt und Samir Arabi als dessen Nachfolger verpflichtet. Zudem wurde der Vertrag mit Vorstandschef Alexander Jobst vorzeitig und Liga-unabhängig verlängert. Dies gab der Verein bekannt. „Im Rahmen der internen und gemeinsamen Analyse wurde deutlich, dass es in den strategischen Ausrichtungen unterschiedliche Vorstellungen gibt. Deswegen haben wir gemeinsam beschlossen, den Weg zu beenden und eine einvernehmliche Trennung erzielt“, begründete Düsseldorfs Aufsichtsratsvorsitzender Björn Borgerding das Ende der Zusammenarbeit mit Mislintat. Der 53-Jährige, der früher unter anderem auch bei Borussia Dortmund und beim VfB Stuttgart als Funktionär tätig war, hatte das Amt erst im vergangenen Dezember übernommen. „Fortuna war und ist für mich eine Herzensangelegenheit. Aber wie das manchmal im Leben so ist, entwickeln sich die Dinge anders, als sich das alle gewünscht hätten. Der Abstieg und seine Auswirkungen haben uns alle brutal getroffen“, sagte Mislintat.Nun soll Samir Arabi, der am Freitag offiziell vorgestellt wird, als neuer Sportchef den Traditionsverein in den Profi-Fußball zurückführen. Der 47-Jährige arbeitete zuletzt als Sport-Geschäftsführer für Arminia Bielefeld, wo er im März 2023 gehen musste. „Mit Samir Arabi haben wir uns bewusst für jemanden entschieden, der schwierige Situationen als auch die 3. Liga kennt und Spieler und Mannschaften entwickeln kann“, sagte Borgerding über den neuen Hoffnungsträger. Nach dem Abstieg gehe es jetzt darum, „wieder eine klare Richtung reinzubekommen und die Fortuna möglichst schnell wieder nach oben zu führen. Dafür bringt Samir viel Erfahrung mit.“ (dpa)

Nach dem verpassten Einzug in die Champions League hat der italienische Traditionsklub AC Mailand zum Rundumschlag ausgeholt und nahezu die gesamte Chef-Etage sowie Trainer Massimiliano Allegri entlassen. Wie der Klub aus der Lombardei am Montag mitteilte, wurden neben dem Coach auch Geschäftsführer Giorgio Furlani (47), Sportdirektor Igli Tare (52) und der Technische Direktor Geoffrey Moncada (39) mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben entbunden. Klub-Berater Zlatan Ibrahimovic (44) darf bleiben.Milan hatte am letzten Spieltag der Serie A die schon sicher geglaubte Königsklassen-Qualifikation durch das 1:2 gegen Cagliari Calcio noch verspielt. Dem Team um Sturm-Leihgabe Niclas Füllkrug hätte bereits ein Unentschieden für die Champions League genügt, die die Mailänder nun zum zweiten Mal in Folge verpassen. Stattdessen qualifizierten sie sich als Tabellenfünfter für die Europa League.Allegri, der nach einer ersten Amtszeit von 2010 bis 2014 im Mai 2025 zu Milan zurückgekehrt war, hatte während der gesamten Saison immer wieder betont, dass die Qualifikation für die Königsklasse das Mindestziel sei. In dem Fall wäre der Vertrag des 58-jährigen Trainers automatisch um ein Jahr verlängert worden. „Ich bin enttäuscht und wütend. Wir hatten nicht damit gerechnet, die Champions League zu verpassen“, hatte Allegri am Sonntag nach dem Abpfiff gesagt. (sid)

Der VfB Stuttgart hat Mittelfeldspieler Grischa Prömel verpflichtet. Wie der Verein am Montag bekannt gab, wechselt der 31 Jahre alte gebürtige Stuttgarter vom Ligakonkurrenten TSG Hoffenheim zu den Schwaben. Beim Champions-League-Teilnehmer erhält er einen Vertrag bis 2029. „Der Wunsch, zum VfB zu wechseln, steckt schon länger in mir drin“, sagte Prömel: „Ich bin in Cannstatt geboren, in Esslingen aufgewachsen und habe den VfB über all die Jahre hinweg stets verfolgt. Für mich geht nun in gewisser Weise ein Traum in Erfüllung und ich freue mich, ab der neuen Saison den Brustring tragen zu dürfen.“Prömel war im Sommer 2022 von Union Berlin zur TSG Hoffenheim gewechselt. In insgesamt 150 Bundesligaeinsätzen für die beiden Vereine erzielte er 23 Tore. Internationale Erfahrung hat Prömel bereits bei Union gesammelt, als er mit den Berlinern in der Saison 2021/2022 in der Conference League spielte. In der kommenden Saison wird er mit dem VfB in der Königsklasse auflaufen. 

Bayern Münchens ehemaliger Sportvorstand Hasan Salihamidzic kann sich drei Jahre nach seiner Entlassung beim Rekordmeister eine Rückkehr in den Profifußball vorstellen. Er sei für einen neuen Job „bereit“, sagte der 49-Jährige am Sonntag im Sport1-Doppelpass. Was ihm genau vorschwebt, ließ Salihamidzic jedoch offen.Im Mai 2023 war der frühere Profi beim FC Bayern am letzten Spieltag der Saison zusammen mit Vorstandschef Oliver Kahn entlassen worden. Mit seinem ehemaligen Klub, vor allem mit Ehrenpräsident Uli Hoeneß, sei inzwischen aber alles ausgeräumt.Zu Beginn hatte „ich meine Probleme, weil ich tatsächlich total mit dem Herzen dabei war. Deswegen habe ich vielleicht ein bisschen länger gebraucht, um mich davon zu erholen“, sagte Salihamidzic. Er habe sich aber mit Hoeneß beim „Schafkopf“ ausgesprochen. „Er hat sich auch nach zwei Stunden bei mir entschuldigt. Deshalb ist das für mich erledigt. Ich bin froh, dass ich für diesen Klub spielen und arbeiten durfte“, führte der Bosnier weiter aus.Von 1998 bis 2007 hatte Salihamidzic für die Bayern gespielt. 2017 war er als Nachfolger von Matthias Sammer Sportdirektor geworden, von 2020 bis 2023 fungierte er als Sportvorstand. Vor dem Saisonfinale 2023 beschloss der mächtige Aufsichtsrat um Hoeneß jedoch die Entlassung. Zum Vorwurf wurde Salihamidzic und Kahn vor allem die Vorgehensweise beim Rauswurf von Trainer Julian Nagelsmann gemacht. (sid)

Clemens Fritz bleibt auch nach einer enttäuschenden Bundesliga-Saison weiter Sport-Geschäftsführer von Werder Bremen. Im Anschluss an die lange geplante Saisonanalyse sprach sich der Aufsichtsrat der Profifußball-Gesellschaft Werder Bremen GmbH & Co KGaA mit 9:0 Stimmen für eine weitere Zusammenarbeit mit dem 45 Jahre alten ehemaligen Nationalspieler aus.„Clemens hat während einer großen Krise Managementqualitäten bewiesen und bereits während der Saison Maßnahmen umgesetzt, um Prozesse und Abstimmungen deutlich zu verbessern“, heißt es in einer Stellungnahme des Kontrollgremiums. „Werder Bremen wird den Weg junge, entwicklungsfähige Spieler in die Bundesligamannschaft zu integrieren, Werte zu schaffen und den Verein zu entwickeln, konsequent weitergehen.“Die Aufsichtsräte formulierten aber auch klar: „Es wurden Fehler in der sportlichen Planung und Umsetzung gemacht, zudem gab es in Teilen Fehleinschätzungen bei der Transferpolitik. Auch der gewünschte Effekt des Trainerwechsels im Sommer zu Horst Steffen ist leider nicht eingetreten.“ Man erwarte deshalb in der nächsten Saison „eine stabile Entwicklung, Konstanz und offensive Durchschlagskraft“. (dpa)

Eine verkorkste Saison ist für Torhüter Marc-André ter Stegen mit dem ersten Abstieg seiner Profikarriere geendet. Der 44-malige Nationalspieler, der seit einigen Jahren vom Verletzungspech verfolgt ist, erlebte am Samstagnachmittag tatenlos, dass der FC Girona durch das Remis gegen den FC Elche (1:1) am letzten Spieltag in Spaniens La Liga den Klassenerhalt verpasste. Die Zukunft des deutschen Keepers ist offen.Im Winter hatte sich ter Stegen leihweise dem FC Girona angeschlossen, um Spielpraxis für die erhoffte Teilnahme an der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada zu sammeln. Der 34-Jährige kam dort aber nur zu zwei Einsätzen im Januar, ehe er eine Muskelverletzung im Oberschenkel erlitt und sich einer weiteren Operation unterziehen musste.Beim FC Barcelona besitzt ter Stegen noch einen Vertrag bis Mitte 2028. Die Katalanen von Trainer Hansi Flick, bei denen der deutsche Torhüter zu den Topverdienern gehören soll, planen wohl nicht mehr mit ihm. Die Zeitung Mundo Deportivo bezeichnete ter Stegen bereits als „heiße Kartoffel“ für Barcelona. Im Verein gehe man davon aus, hieß es, dass es nicht einfach werde, einen Abnehmer für ter Stegen zu finden. Vor seiner Leihe nach Girona war der frühere Gladbacher aufgrund einer Rückenverletzung fast die gesamte Hinrunde in Barcelona außen vor gewesen. Davor hatte ihn ein Patellasehnenriss über ein halbes Jahr außer Gefecht gesetzt. Durch die Verletzungen platzte auch ter Stegens Hoffnung, zur WM im Sommer (11. Juni bis 19. Juli) zu fahren. (sid)

Bei Zweitliga-Aufsteiger FC Energie Cottbus gibt es große Veränderungen auf der Torwartposition. Stammtorhüter Marius Funk hatte seinen Abgang bei den Aufstiegsfeierlichkeiten bereits angekündigt. Jetzt teilte der Verein mit, dass sein Ersatzmann Alexander Sebald seine Karriere beendet und künftig Torwarttrainer bei den Lausitzern wird. Das Amt sei „eine große Herausforderung und Chance für mich“, sagte Sebald der Mitteilung zufolge. Er hatte schon in den vergangenen Monaten auch als Torwarttrainer fungiert. Der dritte Torwart im Bunde, Max Böhnke (22), verlängerte unterdessen seinen Vertrag. Funk soll es zurück zum Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart ziehen. (dpa)

Europa-League-Finalist SC Freiburg hat U-21-Nationaltorhüter Mio Backhaus verpflichtet. Wie der Klub am Samstag bekannt gab, wechselt der 22-Jährige vom Bundesligakonkurrenten Werder Bremen in den Breisgau. Über die Vertragsinhalte machten beide Klubs keine Angaben. Laut Medienberichten beträgt die Ablösesumme 15 Millionen Euro, dies wäre ein Rekord für Freiburg.„Mio hat in seiner ersten Bundesligasaison eindrucksvoll nachgewiesen, auf welchem hohen Niveau er spielen kann“, sagte der Freiburger Sportvorstand Jochen Saier: „Er bedient alle Facetten des Torwartspiels, trägt viel Entwicklungspotential in sich und wird auch menschlich sehr gut in unsere Mannschaft passen.“Der Deutsch-Japaner Backhaus verbrachte seine Jugend beim japanischen Klub Kawasaki Frontale, bevor er im Alter von 14 Jahren nach Deutschland zu Alemannia Aachen wechselte. 2018 ging er zu Werder, für die Norddeutschen betritt er in der aktuellen Saison 32 Spiele. Backhaus durchlief von der U15 an sämtliche U-Nationalmannschaften des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und ist aktueller Torhüter der U 21. (sid)

Trainer Mitch Kniat verlässt Arminia Bielefeld. Der ostwestfälische Traditionsklub und der 40-Jährige einigten sich einvernehmlich auf eine Trennung, wie der Fußball-Zweitligaverein mitteilte. Kniat arbeitete drei Jahre bei der Arminia. Im vergangenen Jahr führte er den damaligen Drittligisten sensationell ins DFB-Pokalfinale, dort unterlag Bielefeld dem VfB Stuttgart mit 2:4. Zudem gelang der Aufstieg in die zweite Liga.„Es waren sehr intensive und prägende Jahre, in denen wir gemeinsam sehr viel erreicht und Stadt sowie Verein mit herausragenden Erfolgen begeistert haben“, sagte Sport-Geschäftsführer Michael Mutzel. „Es spricht für unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit über die gesamte Zeit und auch jetzt, dass wir offen und ehrlich miteinander über unsere aktuellen Einschätzungen sprechen konnten – so, wie wir es in der Vergangenheit immer getan haben.“ Man habe festgestellt, „dass wir bei der Zukunftsplanung nicht deckungsgleich sind“.Neben Kniat verlassen auch die Ko-Trainer Dani Jara und Janik Steringer den Verein. In der abgelaufenen Spielzeit kämpfte die Arminia bis zum Schluss gegen den Abstieg. Erst ein fulminanter 6:1-Sieg am 34. Spieltag gegen Hertha BSC sicherte den Klassenverbleib.„Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung und Priorisierung haben wir festgestellt, dass Schnittmengen kleiner geworden sind und eine neue Ausrichtung für beide Seiten der richtige Schritt ist“, sagte Kniat. „Wer mich kennt weiß, dass ich dem Klub und diesem fußballverrückten Umfeld nur das Beste wünsche und ich bin mir sicher, dass man sich im Fußball immer wieder treffen wird.“ (dpa)