FAZ 16.09.2026
15:50 Uhr

Fußball-Transferticker: FC Bayern verlängert mit Sportdirektor Freund


Wie wichtigsten Transfer-News im Fußball ▷ Transfermarkt, Vereinswechsel und Vertragsverlängerungen in der Bundesliga und international im Überblick bei der F.A.Z.

Fußball-Transferticker: FC Bayern verlängert mit Sportdirektor Freund

Der ehemalige Bundesligaprofi Axel Witsel hat nach 19 Jahren seinen Rücktritt aus der belgischen Fußball-Nationalmannschaft verkündet. Es sei „an der Zeit, Platz für die Youngster und die neue Generation zu machen“, schrieb der 37-Jährige in einem Beitrag in den sozialen Netzwerken. Der ehemalige Spieler von Borussia Dortmund bestritt bei der WM im Sommer sein 140. und letztes Länderspiel im Viertelfinale gegen Spanien (1:2).„Ich habe niemals erwartet, so viel zu erreichen, als ich mit gerade mal 18 Jahren angefangen habe“, schrieb Witsel, der aktuell beim OGC Nizza in der französischen Ligue 1 unter Vertrag steht. Der Mittelfeldspieler hatte sein Debüt 2008 gegeben und war einer der zuverlässigen Akteure in Belgiens „goldener Generation“ um Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku. Insgesamt bestritt Witsel die zweitmeisten Länderspiele für sein Land hinter Jan Vertonghen (157). (sid)

Die SpVgg Greuther Fürth hat den Vertrag mit Omar Sillah per vereinsseitiger Option vorzeitig bis mindestens 30. Juni 2028 verlängert. Das teilte der Fußball-Zweitligaverein mit. In der Länderspielpause sollen die ersten Gespräche mit dem 23 Jahre alten Angreifer und seinem Berater über eine Vertragsverlängerung fortgeführt werden. „Mit der gezogenen Option signalisieren wir aber schon jetzt: Wir sind von seiner weiteren Entwicklung fest überzeugt“, sagte Daniel Meyer, Geschäftsführer Sport.Laut Meyer gab es im Sommer Anfragen für Sillah. „Diese haben aber nicht dem entsprochen, was wir in Omar sehen. Omar bringt außergewöhnliche Werte mit und gehört in den Analysen und Vergleichen von Scouting-Portalen bereits zur Spitzengruppe der zweiten Liga“, erklärte der Geschäftsführer. Nach zwölf Spielen für die SpVgg (1 Tor) und 13 Einsätzen auf Leihbasis in der 3. Liga für Alemannia Aachen vergangene Saison machte Sillah im Sommer einen großen Entwicklungsschritt. „Omar ist ein absolutes Arbeitstier und verbringt auch neben den Mannschaftseinheiten viel Zeit mit unserem Individual-Trainer auf dem Platz. Dass sich seine Entwicklung so positiv vollzieht, ist alles andere als Zufall“, sagte Cheftrainer Heiko Vogel, der Sillah bisher in jedem Ligaspiel einwechselte. (dpa)

Der ehemalige Bundesliga-Trainer Domenico Tedesco (41) ist nicht mehr Coach des FC Bologna. Der kriselnde Serie-A-Klub gab die Trennung am Mittwoch bekannt und reagierte damit auf den schwachen Saisonstart mit nur einem Punkt aus den ersten vier Spielen. Tedescos Nachfolger wird Raffaele Palladino, der einen Vertrag bis 2029 beim Tabellen-16. erhält.Nach seiner Entlassung bei Fenerbahçe Istanbul im April hatte Tedesco Bologna erst in diesem Sommer übernommen, doch schon früh hatten italienische Medien über eine wachsende Unzufriedenheit in der Vereinsführung mit dem Coach berichtet. Nun reagierte der Klub nach dem 0:1 zuletzt bei der SSC Neapel. In der Bundesliga hatte Tedesco Schalke 04 sowie RB Leipzig trainiert, vor seiner Zeit in Istanbul war er belgischer Nationaltrainer. (sid)

Kolumbiens Fußballstar James Rodríguez hat seine Karriere in der Nationalmannschaft beendet. Der 35 Jahre alte Kapitän verkündete seinen Rückzug am Dienstag nach 15 Jahren inklusive drei Weltmeisterschaften. „Ich gehe mit Gelassenheit, weil ich weiß, dass ich absolut alles gegeben habe“, sagte der frühere Bayern-Profi mit Tränen in den Augen in einem in den Sozialen Medien veröffentlichten Video.Den Höhepunkt seiner internationalen Laufbahn erlebte Rodríguez bei der WM 2014 in Brasilien. Damals führte er Los Cafeteros erstmals bis ins Viertelfinale des Turniers. Mit seinen sechs Treffern sicherte er sich zudem den Goldenen Schuh als bester Torschütze der Endrunde.Bei der diesjährigen WM, die für Kolumbien im Achtelfinale gegen die Schweiz (3:4 i.E.) endete, blieb er ohne Torerfolg und stand sportlich im Schatten seines Teamkollegen Luis Díaz von Bayern München. In der vergangenen Woche schloss sich Rodríguez dem kolumbianischen Klub Atlético Nacional an. (sid)

Kurz vor dem Europa-League-Auftakt hat sich Bayer Leverkusens Gegner NK Celje von seinem Trainer Vitor Campelos getrennt. Sein bereits benannter Nachfolger Zoran Zeljkovic wird am Mittwochabend (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Europa League, bei RTL und Sky) beim Start in die Ligaphase in Leverkusen auf der Bank sitzen. Der Portugiese Campelos hatte den slowenischen Meister erst im März als Nachfolger des mittlerweile bei Eintracht Frankfurt entlassenen Trainers Albert Riera übernommen.Celje steckt derzeit in einer sportlichen Krise. In den vergangenen fünf Pflichtspielen kassierte der Klub vier Niederlagen, zuletzt mit 1:2 bei Bravo Ljubljana. In der Liga, an der zehn Klubs teilnehmen, rutschte der Titelverteidiger am 9. Spieltag auf Platz sieben ab. Neu-Trainer Zeljkovic kommt vom Ligakonkurrenten FC Koper in die 40.000-Einwohner-Stadt. Der Slowene war bereits zwischen 2017 und 2018 Ko-Trainer in Celje. (dpa)

Hansa Rostock hat sich von seinem Trainer Daniel Brinkmann getrennt. Das gab der Klub aus der 3. Liga einen Tag vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II bekannt. Coachen wird die Mannschaft am Mittwochabend (19.00 Uhr/MagentaSport) das verbliebene Ko-Trainerteam aus Yannic Thiel und Adam Susac. Denn neben dem 40 Jahre alten Brinkmann wurde auch sein Assistent Dirk Flock freigestellt. Beide Verträge waren erst im März dieses Jahres verlängert worden. „Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, aber wir haben die Situation der Mannschaft in den vergangenen Wochen und Monaten sehr genau beobachtet und dabei nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die grundsätzliche sportliche Ausrichtung und die Leistungen auf dem Platz analysiert“, sagte Hansas Profifußball-Direktor Amir Shapourzadeh. Aufsichtsrat, Vorstand und die sportliche Leitung seien „zu der gemeinsamen Einschätzung gelangt, dass die Entwicklung zuletzt nicht mehr unseren Erwartungen und unseren sportlichen Zielen entsprochen hat.“ (dpa)

Drittliga-Klub SV Wehen Wiesbaden hat auf den schlechten Saisonstart reagiert und Trainer Daniel Scherning mit sofortiger Wirkung freigestellt. Wie die Hessen mitteilten, muss auch Ko-Trainer Andreas Zimmermann gehen. „Wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass die Mannschaft einen neuen Impuls braucht“, sagte Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver. Es ist die erste Trainerentlassung der neuen Saison in der 3. Fußball-Liga.Der SVWW ist nach fünf Spieltagen Tabellenschlusslicht mit nur zwei Punkten. Damit sei man deutlich hinter den eigenen Erwartungen geblieben, betonte Stöver. Eigentlich wollte der Klub um den Aufstieg spielen.Scherning hatte Wehen Wiesbaden als Tabellen-13. im November 2025 übernommen und stabilisiert. Es folgten neun Siege in den ersten 14 Spielen, wodurch sich der Verein aus dem Tabellenkeller lösen konnte. (dpa)

Nur vier Punkte aus fünf Spielen: Fußball-Zweitligaklub Hannover 96 hat auf den schwächsten Saisonstart seit fünf Jahren reagiert und Trainer Christian Titz mit sofortiger Wirkung freigestellt. Dies teilten die Niedersachsen am Montagabend mit. Als Top-Kandidat auf die Nachfolge gilt Sandro Wagner, zunächst übernimmt interimsweise U23-Coach Lars Barlemann. (sid)

Der Argentinier Marcelo Gallardo ist neuer Trainer der ecuadorianischen Fußball-Nationalmannschaft. Der langjährige Coach von River Plate erhält einen Vertrag bis 2030, wie der Verband mitteilte.Gallardo folgt auf Sebastián Beccacece, der Ecuador bei der WM im Sommer zu einem 2:1 im letzten Gruppenspiel gegen Deutschland führte. Durch den Sieg qualifizierten sich die Südamerikaner noch fürs Sechzehntelfinale. Dort war dann aber gegen Mexiko (0:2) Endstation. Anschließend gab Beccacece das Ende seiner Amtszeit bekannt. Nun ist Gallardo sein Nachfolger. In Ecuador gibt es eine klare Präferenz für Trainer aus Argentinien. „El Muñeco“ („Die Puppe“), wie Gallardo genannt wird, ist bereits der fünfte Argentinier, der in den vergangenen elf Jahren als Trainer der Nationalmannschaft verpflichtet wurde. Für den einstigen Mittelfeldakteur ist es die erste Station als Coach einer Nationalmannschaft. „Seine Ankunft läutet eine neue Ära ein, in der es darum geht, den Aufbau der Nationalmannschaft weiter voranzutreiben und eine Generation ecuadorianischer Fußballer zu fördern, die in den wichtigsten Ligen der Welt spielen“, hieß es vom Verband. (dpa)

Paraguay setzt nach der erfolgreichen WM 2026 mit dem Sieg über Deutschland auch in Zukunft auf Trainer Gustavo Alfaro. Der Argentinier, der Paraguay beim Turnier in Nordamerika bis ins Achtelfinale geführt und auf dem Weg dorthin das DFB-Team bezwungen hatte, verlängerte seinen Vertrag bis einschließlich der Weltmeisterschaft 2030.Unter Alfaro (64), der seit 2024 im Amt ist, hatte sich Paraguay erstmals seit 2010 wieder für eine WM-Endrunde qualifiziert. Nach dem sensationellen Sieg im Sechzehntelfinale über Deutschland (4:3 i.E.) war erst eine Runde später gegen Frankreich (0:1) Endstation. Paraguay fiel dabei mit einer überharten und teilweise unfairen Spielweise unangenehm auf, die Alfaro jedoch verteidigte.Bei der Jubiläums-WM 2030, 100 Jahre nach der ersten Austragung, richtet Paraguay ein Gruppenspiel aus und ist damit bereits qualifiziert. Der Großteil der Partien wird in Spanien, Marokko und Portugal ausgetragen. In Südamerika wird zudem auch in Argentinien und Uruguay gespielt. (sid)

Der spanische Meister FC Barcelona und Trainer Hansi Flick setzen weiter auf Teenager Hamza Abdelkarim. Wie der Klub am Freitag mitteilte, wird der ägyptische Nachwuchsspieler in der kommenden Woche einen neuen Vertrag bis 2030 unterzeichnen. Die Unterschrift des 18-Jährigen ist für Dienstag vorgesehen.Abdelkarim war im Februar zunächst auf Leihbasis vom Kairoer Spitzenklub Al Ahly nach Barcelona gewechselt, ehe der Transfer im Sommer dauerhaft vollzogen wurde. Der Offensivspieler hatte sich bereits kurz nach seiner Ankunft für höhere Aufgaben empfohlen.Bei der Weltmeisterschaft schrieb er Geschichte, als er zum jüngsten Spieler wurde, der jemals für Ägypten bei einem WM-Turnier auflief. Dort kam er in vier von fünf Begegnungen seines Landes zum Einsatz und sammelte auf internationaler Bühne wertvolle Erfahrung. (sid)

Bundesligaklub Eintracht Frankfurt hat Talent Julian Etse mit einem Profivertrag ausgestattet. Wie die Hessen mitteilten, soll sich der 20 Jahre alte Abwehrspieler in Ruhe auf höherem Niveau entwickeln. Er habe in den vergangenen Monaten einen sehr großen Schritt gemacht und bringe spannende Voraussetzungen für die Position des Innenverteidigers mit, sagte Sportdirektor Timmo Hardung. Etse spielt aktuell in der U21. Im Training beim Bundesligateam soll er sich nun an die Anforderungen des Profifußballs heranarbeiten. Ausgebildet wurde er beim VfL Bochum, ehe vor einem Jahr zum SSV Ulm 1846 wechselte. Nach einer halbjährigen Leihe beim TSV Steinbach Haiger schloss sich Etse im Sommer der Eintracht an. (dpa)

Union Berlins Rani Khedira hat seine Nationalmannschaftskarriere für Tunesien nach nur sechs Länderspielen beendet. „Nach der Weltmeisterschaft ist nun die Zeit gekommen, den Blick nach vorn zu richten. Tunesien verfügt über viele junge und talentierte Spieler, die das Potenzial haben, die Zukunft der Nationalmannschaft erfolgreich zu gestalten“, ließ Khedira über seine Berateragentur verkünden. Zudem sei der 32 Jahre alte Union-Profi überzeugt, dass die jüngeren Spieler „bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und den tunesischen Fußball in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln“.Der Mittelfeldspieler habe deshalb „nach reiflicher Überlegung“ den Entschluss gefasst, „dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, Platz für diesen weiteren Entwicklungsprozess zu machen“. Khedira hatte am 29. März im Freundschaftsspiel in Haiti (1:0) das erste seiner sechs Länderspiele für Tunesien (1:0) bestritten. Bei der abgelaufenen Weltmeisterschaft kam der Bruder von 2014er-Weltmeister Sami Khedira in allen drei verlorenen Gruppenspielen gegen Schweden (1:5), Japan (0:4) und die Niederlande (1:3) zum Einsatz. (dpa)

Sportdirektor Christoph Freund steht offenbar kurz vor einer Vertragsverlängerung beim FC Bayern. „Wir haben immer gesagt, dass wir zunächst die Verträge der beiden Vorstände verlängern wollen. Und dass wir anschließend natürlich mit Christoph sprechen, das tun wir. Und deswegen bin ich sehr hoffnungsfroh, dass wir dieses offene Thema dann auch kurzfristig lösen“, sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen nach dem 5:0 (0:0) zum Champions-League-Auftakt gegen FK Bodö/Glimt.Der Vertrag von Freund, der im September 2023 zu den Bayern kam, läuft im kommenden Sommer aus. Zuletzt hatte der deutsche Rekordmeister mit Dreesen und Sportvorstand Max Eberl bis 2029 verlängert. Die Münchner \"AZ\" hatte jedoch berichtet, Freund befinde sich noch in der „Überlegungsphase“. Eberl gab sich am Donnerstag darauf angesprochen dennoch optimistisch. „Ich weiß, was passieren wird. Es braucht sich keiner Gedanken machen“, sagte er. Zuletzt hatte er in der \"Sport Bild\" bereits betont: „Eine Verlängerung ist eine Sache, die schnell und lautlos über die Bühne gehen sollte. Für mich ist es keine Frage, ob sein Vertrag verlängert wird oder nicht.“Dabei hatte es hin und wieder Gerüchte gegeben, dass das Verhältnis zwischen Eberl und Freund nicht das Beste wäre. Dem trat Eberl nun aber energisch entgegen. „Das ist Bullshit. Das ist eine an den Haaren herbeigezogene Geschichte, die ich nicht nachvollziehen kann. Ich weiß nicht, woher sie kommt“, sagte er und fügte an: „Christoph und ich arbeiten beim FC Bayern seit zweieinhalb Jahren zusammen, und wir machen es, meiner Wahrnehmung nach, sehr gut miteinander. Jeder hat klare Aufgaben, es macht Spaß und Freude.“ (sid)