Ein flottes Quiz gefällig? Jaecoo und Omoda sind a) Klimaanlagen, b) Autohersteller, c) Waschmittel? Es wird ein wenig brauchen, bis der gemeine Kunde hierzulande all die neuen Marken gelernt hat. Wer ab und an auf Mallorca ist und einen Urlaubswagen mietet, dem können die beiden schon untergekommen sein. Jaecoo und Omoda gehören unter das Dach von Chery, was wiederum ein schon etwas bekannterer Fahrzeugersteller aus China ist. Nach der ein oder anderen Verzögerung soll der Start nun auch in Deutschland gelingen. Wer sich an einer Hierarchie versucht, der merkt sich: Jaecoo 7 ist ein Einstiegsmodell, Omoda 5 eine Oberklasseversion. Wie pragmatisch ein Eroberer sein kann, offenbart sich schon zum Einstieg. Im chinesischen Original ist die Tür des Jaecoo eine ohne Tasten, der deutsche Markt verlangt aber nach welchen, also ist kurzerhand eine Pforte aus einem anderen Modell verbaut, was leicht rustikal nach Jeep ausschaut, aber funktioniert. Man entdeckt rund ums Lenkrad Schalter aus einem eher hinteren Regal von Mercedes-Benz. Ein großer Bildschirm in der Mitte gehört zum Standard, zwei Ladeschalen für Smartphones ebenso. Abgesehen von den zu kurz geschnittenen Sitzen wird das Ganze gemixt zu einem soweit adretten Auftritt. Erste Probefahrt führt zu Ernüchterung Antriebsseitig kommt ein Plug-In-Hybrid mit 1,5 Liter großem Vierzylinder-Turbobenziner zum Einsatz, der im Verbund mit der Elektromaschine 279 System-PS bereitstellt und die Kraft auf die Vorderachse bringt. Der mit 18,3 kWh ausstaffierte LFP-Akku erlaubt nach Norm 90 elektrische Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h limitiert. Die Daten klingen erquicklich, eine erste Probefahrt führt zu gewisser Ernüchterung. Die Lenkung gefühllos, das Fahrwerk spröde, das wird kaum genügen, um die Kundschaft der anvisierten Konkurrenz hinter ihren VW Tayron oder Volvo XC 60 hervorzulocken. Das würden Jaecoo aber gern. Der Preis freilich ist heiß. Gut ausstaffiert samt sieben Jahren Garantie gibt es den Jaecoo 7 je nach Version von 36.900 oder 39.900 Euro an. Gestartet wird zunächst mit 15 Händlern. Als Zielmarke gelten 8000 Verkäufe im Jahr.
