FAZ 12.05.2026
11:39 Uhr

(+) ME/CFS und Long Covid: Welche Therapien helfen gegen das chronische Erschöpfungssyndrom?


Naltroxen in geringen Dosen, Blutwäsche und Entzündungshemmung sind Methoden, die ME/CFS-Patienten helfen sollen. Ein Überblick über die aktuelle Studienlage.

(+) ME/CFS und Long Covid: Welche Therapien helfen gegen das chronische Erschöpfungssyndrom?

Sind Entzündungskaskaden dafür verantwortlich, wenn aus einer Corona-Infektion Long Covid und schlimmstenfalls die Multisystemerkrankung ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) wird? Die Rolle solcher neuroinflammatorischer Prozesse, ausgehend von Immunzellen im Gehirn, hat Michelle James im Blick. An der Universität Stanford setzt die Professorin für Rheumatologie und Neurologie modernste Bildgebungsverfahren ein, um dem nachzugehen. „Die Ergebnisse sind eindrücklich“, sagte sie nun vor wenigen Tagen bei einer ME/CFS-Konferenz in Berlin. Allerdings waren es andere Ergebnisse als erwartet.

Zwei Medizin-Fachgesellschaften warnen vor einer Bagatellisierung von Long Covid. Ihre Gegner: Neurologen, die psychogene Ursachen für die häufigen Langzeitfolgen der Corona-Infektionen verantwortlich machen wollen.

Geschädigte Mitochondrien sollen an Depressionen, Unfruchtbarkeit und sogar Krebs schuld sein. Was ist dran – und wer sollte seine Zellfitness testen lassen?

Ausdauertraining wirkt nicht bei allen Patienten gleich gut gegen Depressionen. Eine Studie zeigt, welche Gruppen auf Sport setzen sollten und wann Therapien oder Apps hilfreicher sind.

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