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18.09.2026
13:26 Uhr
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Russland-Geschäft von Nestlé unter russischer Verwaltung +++ Japans Leitzins auf 31-Jahres-Hoch angehoben +++ Raiffeisenbank wehrt sich gegen Leerverkäufer Grizzly +++ Playmobil-Chef verlässt Unternehmen +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Neuer Chef für PlaymobilNach dem Abgang von Bahri Kurter beim Playmobil-Hersteller Horst Brandstätter Group hat das Unternehmen den Manager Lars Wagner neu in das Gremium berufen. Gemeinsam mit René Feser und Matthias Fauser werde das Unternehmen damit vom 1. Oktober an von drei gleichberechtigten Vorständen geleitet, teilte ein Unternehmenssprecher in Zirndorf mit. Wagner hatte früher unter anderem für Walt Disney und für Warner gearbeitet und war in leitender Position auch bereits im Unternehmensgefüge Brandstätter aktiv.Die Spielzeugmarke Playmobil befindet sich in wirtschaftlich schwierigem Fahrwasser. Erst vor wenigen Wochen war die Produktion in Deutschland eingestellt und ins Ausland verlagert worden. Zu den Gründen für die personelle Veränderung an der Unternehmensspitze machte Brandstätter weiterhin keine Angaben. Die für ihre Spielfiguren und Spielwelten bekannte Marke Playmobil kämpft seit Längerem mit sinkenden Umsätzen. 700 Stellen wurden in dem Zuge im In- und Ausland abgebaut. Ende Juni hatte der Hersteller sein einziges deutsches Werk im mittelfränkischen Dietenhofen geschlossen. 350 Beschäftigte verloren ihren Job. Playmobil wird damit nur noch in Malta und Tschechien produziert.
Neue Spitze für ÖBAGÖsterreichs Staatsvermögen wird künftig von Thomas Arnoldner gemanagt. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Telekommunikationsdienstleisters A1 Telekom Austria wurde am Freitag vom Aufsichtsrat zum neuen Alleinvorstand der Staatsholding ÖBAG bestellt. Arnoldner löst die bisherige Managerin Edith Hlawati im Februar 2027 ab.In der ÖBAG sind wichtige Unternehmensbeteiligungen gebündelt. Sie umfassen einen Wert von gut 30 Milliarden Euro und sichern 103.000 Arbeitsplätze. Zum Portfolio gehört der Energieversorger Verbund, der Petrochemiekonzern OMV, A1 Telekom Austria und die Österreichischen Post. Hinzu kommen weitere Unternehmen, darunter die Immobiliengesellschaft BIG
Japans Leitzins auf 31-jährigem HöchststandJapans Zentralbank hat laut Nachrichtenagentur dpa-AFX den Leitzins unter anderem wegen des durch den Irankrieg verursachten Preisanstiegs abermals angehoben. Die Zinserhöhung war erwartet worden. In der Meldung heißt es weiter: Der Zinssatz wurde um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 1995 nach oben gesetzt, teilte die japanische Notenbank (BoJ) am Freitag in Tokio mit. Die Entscheidung fiel mit 7 zu 2 Stimmen. Die japanischen Währungshüter hatten den Leitzins zuletzt im Juni erhöht. Es ist die zweite Erhöhung in diesem Jahr und die sechste seit dem Ende der Epoche mit einem negativen Leitzins in Japan. Im März 2024 hatte die japanische Zentralbank erstmals nach 17 Jahren den Zinssatz wieder erhöht.
Russland-Geschäft von Nestlé unter russische Verwaltung gestelltDie Russland-Geschäfte des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé und der französischen Einzelhandelskette Auchan sind unter russische Verwaltung gestellt worden. Laut einem Dekret von Kreml-Chef Wladimir Putin wurden die Anteile an eine russische Gesellschaft namens L.E.V. Management übertragen. Betroffen ist demnach auch die Bauhauskette Leroy Merlin, die 2024 in Russland in Lemana Pro umbenannt worden war. Im Fall Nestlé betrifft das Dekret unter anderem die Vermögenswerte der Nestlé Deutschland AG in Russland. Laut einem Bericht der unabhängigen russischen Zeitung „Nowaja Gaseta Europa“ wird das Ende 2025 gegründete Unternehmen von Andrej Krajuschkin geleitet, der demnach dem russischen Innenministerium untersteht. Aus den Buchhaltungsunterlagen geht laut der Zeitung hervor, dass das Unternehmen zumindest bis Ende 2025 „keinerlei Geschäftstätigkeit“ ausgeübt habe und „nur einen einzigen Mitarbeiter“ beschäftige. „Die Eigentümer sind unbekannt“, berichtete die Zeitung, die in Russland als „unerwünschte Organisation“ gelistet ist und ihren Sitz in Lettland hat.
RBI wehrt sich gegen Grizzly ResearchDer Leerverkäufer Grizzly Research setzt der Wiener Raiffeisen Bank International (RBI) zu. Österreichs zweitgrößtes Geldhaus weist schwere Vorwürfe dieses Akteurs zu seinem Russland-Geschäft zurück. Die Bank prüfe zudem rechtliche Schritte, wie sie am Donnerstagabend mitteilte. Zuvor hatte ein Bericht von Grizzly Research die Aktie des Instituts rund neun Prozent ins Minus befördert. Das Papier schloss schließlich an der Wiener Börse sechs Prozent tiefer bei 60,95 Euro.Grizzly Research wirft der RBI in dem Bericht Fehlverhalten im Zusammenhang mit ihrer russischen Tochtergesellschaft vor. Der Investor fordert eine Untersuchung durch die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA), die Europäische Zentralbank (EZB) und das US-Finanzministerium.Grizzly Research ist ein Leerverkäufer, der auf fallende Kurse wettet. Das US-Unternehmen hatte in der Vergangenheit bereits mit kritischen Berichten etwa zum deutschen Prothesenhersteller Ottobock und dem italienischen Reifenhersteller Pirelli für Aufsehen und teils heftige Kursreaktionen gesorgt.
RTL Deutschland und Sky streichen rund 500 StellenNach dem Zusammenschluss von RTL Deutschland und Sky sollen bis Ende 2027 rund 500 Stellen bei den Unternehmen abgebaut werden. Der überwiegende Teil davon solle bereits 2026 gestrichen werden, teilte RTL mit. Zuvor hatte „Bild“ darüber berichtet.Der Stellenabbau soll den Angaben zufolge sozialverträglich und in enger Abstimmung mit den zuständigen Betriebsräten erfolgen. Auslaufende Verträge sollen teilweise nicht verlängert und offene Stellen nicht nachbesetzt werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen so vermieden werden. Wie sich die rund 500 Stellen auf RTL und Sky verteilen, teilte das Unternehmen zunächst nicht mit.Die RTL Group hatte Sky Deutschland in diesem Jahr übernommen. Mit dem Zusammenschluss will RTL seine Position im Streaming- und TV-Markt gegenüber großen internationalen Anbietern stärken und insbesondere das Geschäft mit Abonnements ausbauen.