FAZ 24.07.2026
13:02 Uhr

Business-Ticker: Varta stellt Insolvenzantrag


Milliardär soll 566 Millionen Euro an Ex-Frau zahlen +++ Weidmann fordert Unicredit zu Gesprächen über Commerzbank auf +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Business-Ticker: Varta stellt Insolvenzantrag

Munich Re verdient mehr als erwartet Der Rückversicherer Munich Re hat wegen geringerer Schäden im zweiten Quartal mehr verdient, als am Markt erwartet worden war. Wie der Konzern am Freitag mitteilte, lag der Nettogewinn nach vorläufigen Zahlen in den drei Monaten von April bis Ende Juni bei 2,2 Milliarden Euro. Die Prognosen der Analysten lagen im Mittel bei 1,8 Milliarden Euro. ​Im Vorjahreszeitraum hatte die Münchener Rück 2,1 Milliarden Euro verdient. Die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal wird die Munich Re am 7. August veröffentlichen. Nach den ersten sechs Monaten liegt der Nettogewinn bei 3,9 Milliarden Euro. Damit sieht sich der Konzern auf einem guten Weg, das Gewinnziel für das Gesamtjahr von 6,3 Milliarden Euro zu erreichen. Neben einer insgesamt erfreulichen Entwicklung und einer sehr geringen Belastung durch Großschäden wie zum Beispiel Naturkatastrophen berichtete die Munich Re von einem sehr starken Kapitalanlageergebnis. Dieses schlage sich auch in dem „außerordentlich guten Nettoergebnis“ des Erstversicherers Ergo von 0,3 Milliarden Euro nieder.

SK-Hynix-Milliardär soll umgerechnet 566 Millionen Euro an Ex-Frau zahlenDer südkoreanische Milliardär Chey Tae-won wurde von einem Gericht dazu verurteilt, seiner ehemaligen Ehefrau im Rahmen eines Scheidungsvergleichs 944 Milliarden Won (566 Millionen Euro) zu zahlen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die langjährige Fehde des Aufsichtsratsvorsitzenden des Großkonzerns SK, zu dem auch der Halbleiterhersteller SK Hynix gehört, und der Museumsdirektorin Roh Soh-yeong scheint sich damit ihrem Ende zuzuneigen. Das Ehepaar hatte schon 2015 die Scheidung eingereicht. Der Streit um die Vermögensaufteilung des Paares hatte sich seither hingezogen.Sollten beide Parteien keine Berufung einlegen, wäre das am Freitag vom Oberlandesgericht Seoul verkündete Urteil die teuerste Scheidung in der Geschichte Südkoreas. Die Auszahlung würde jedoch deutlich unter den fast 1,4 Billionen Won zurückbleiben, die von Roh, der Tochter des ehemaligen Präsidenten Roh Tae-woo, gefordert wurden. Analysten gehen nicht davon aus, dass das Urteil Auswirkungen auf die Kontrolle über SK Hynix haben wird.

Weidmann fordert Unicredit zu direkten Gesprächen über die Commerzbank aufCommerzbank-Aufsichtsratschef Jens Weidmann fordert die italienische Unicredit ​zu direkten Gesprächen über eine Übernahme des Frankfurter Geldhauses auf. „Auch ⁠wenn wir es uns anders gewünscht hätten, die Mehrheitsverhältnisse auf der nächsten Hauptversammlung sind klar\", erklärte Weidmann am Freitag auf Anfrage der ‌Nachrichtenagentur Reuters. „Jetzt geht es darum, in konstruktiven Gesprächen wichtige Eckpunkte für Mitarbeiter, Aktionäre und die Kunden der Bank festzulegen.“ Vorstand und ‌Aufsichtsrat der Commerzbank ‌hätten mehrmals betont, dass sie dazu bereit seien. „Alle sollten sich jetzt wie Erwachsene verhalten, denn eins ist klar: diese Gespräche sind auch im ​Interesse der Unicredit, und es ⁠wird keine Abkürzung über Berlin geben.“Weidmann reagiert damit auf die Ankündigung von Unicredit-Chef Andrea Orcel, ​mit der Bundesregierung und dem Betriebsrat über eine gemeinsame Zukunft seiner ⁠Bank und der Commerzbank ‌zu sprechen. Unicredit hat sich mit ihrem Übernahmeangebot fast die Hälfte der Commerzbank-Anteile gesichert. Regierung und Arbeitnehmervertreter hatten darauf verwiesen, dass der ⁠Vorstand der Bank ⁠der erste Ansprechpartner sei. Das Gremium um Bettina Orlopp hatte Orcel ⁠am ​Donnerstag aber ⁠nicht als Gesprächspartner erwähnt. Orlopp ​hatte stets ihre Bereitschaft zu Verhandlungen betont, mehrere ‌Anläufe zu Gesprächen auf Chef-Ebene waren aber ergebnislos verlaufen.

Streik lähmt Haribo-Werk Der Tarifkonflikt in Nordrhein-Westfalens Süßwaren-Branche trifft den Gummibärchen-Hersteller Haribo. Für das Bonner Stammwerk rief die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zu Warnstreiks auf. Die Arbeitsniederlegungen sollen alle Schichten am Freitag betreffen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. An dem Standort sind laut NGG rund 600 Menschen beschäftigt. „Bei Haribo werden die Produktionsbänder nur noch auf Sparflamme laufen“, sagte NGG-Gewerkschafterin Sarah Richter der Nachrichtenagentur. Produktionsausfälle von Colorado, Lakritzschnecken und anderen Sorten seien zu erwarten. Es gebe einen „stinksauren Süß-Protest“. Es sei „höchste Zeit, dass die Arbeitgeber ein brauchbares Angebot machen“. Was bislang auf dem Tisch liege, „frisst schon die Inflation auf“.Der Tarifvertrag in der NRW-Süßwarenindustrie gilt den Angaben zufolge für rund 17.000 Beschäftigte; inbegriffen sind neben Haribo auch Standorte von Lindt in Aachen, Katjes in Emmerich, Storck in Halle/Westfalen und dem Kartoffelchips-Hersteller Intersnack („Funny-Frisch“) in Grevenbroich. Der bisherige Tarifvertrag lief Ende April aus, die NGG fordert ein Lohn-Plus von 5,8 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 12 Monaten. Der alte Tarifvertrag lief 22 Monate lang, er enthielt in einem ersten Schritt ein Plus von fünf Prozent und in einem zweiten Schritt ein Plus von 2,5 Prozent. Die Arbeitgeber bieten einen 24 Monate laufenden Tarifvertrag, bei dem es in zwei Schritten um jeweils zwei Prozent nach oben gehen soll. Außerdem bietet der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) zwei Einmalzahlungen von jeweils 156 Euro netto. Die Lage der Branche sei angespannt, heißt es von dem Verband. Die Produktionsmenge der deutschen Süßwarenindustrie sei im Jahr 2025 um knapp vier Prozent auf 3,73 Tonnen gesunken. Zugleich blieben die Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik hoch. Die Forderung der Gewerkschaft sei wirtschaftlich nicht tragfähig. Die vierte Verhandlungsrunde ist für den 13. August geplant.

Pentagon schließt Milliardenvertrag mit OracleDas amerikanische Verteidigungsministerium hat mit dem Softwarekonzern Oracle ​einen bis zu zehn Jahre laufenden Vertrag ⁠im Wert von fast sieben Milliarden Dollar abgeschlossen. Wie das Pentagon nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag mitteilte, sollen damit die Lizenzen ‌für die vor Ort genutzte Software des Konzerns in einem einzigen Vertrag zusammengefasst werden. „Indem wir die Beschaffung von Oracle-Software ‌grundlegend verbessern, ‌sparen wir für den Steuerzahler mindestens 441 Millionen Dollar und können zugleich unsere kämpfenden Soldaten schnell und effektiv versorgen\", sagte die ​IT-Chefin des Pentagon, Kirsten ⁠Davies.Die Vereinbarung umfasst das gesamte Verteidigungsministerium sowie die US-Küstenwache und die Geheimdienste. Im ​Mai hatte das Büro von Davies schon einen ähnlichen ⁠Vertrag mit Microsoft ‌über 9,69 Milliarden Dollar geschlossen. Die Aktie von Oracle stieg nachbörslich um zwei Prozent auf 122,40 Dollar. Bis ⁠zum Handelsschluss am ⁠Donnerstag hatte das Papier seit Jahresbeginn 38,4 Prozent an ⁠Wert ​verloren. Der Gründer ⁠von Oracle, der Milliardär ​Larry Ellison, pflegt eine enge Beziehung zu ‌US-Präsident Donald Trump. 

VW-Gewinn im zweiten Quartal um ein Drittel eingebrochenDer Volkswagen-Konzern hat im zweiten Quartal einen abermaligen Gewinnrückgang verbucht. In den Monaten April bis Juni ging das Konzernergebnis nach Steuern um 32,9 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro zurück, wie Europas größter Autobauer in Wolfsburg mitteilte. Im zweiten Quartal 2025 hatte VW unter dem Strich noch 2,29 Milliarden Euro verdient. Das waren damals bereits 36 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet.Die Auslieferungen fielen konzernweit um fast 9 Prozent auf 2,08 Millionen Fahrzeuge, wie der Konzern schon zuvor mitgeteilt hatte. Auf dem wichtigen Markt China verminderten sich die Verkäufe sogar um mehr als ein Drittel auf 424.300 Fahrzeuge. Abseits Chinas sah es dagegen im Verkauf etwas besser aus.

USA kritisieren EU-Milliardenstrafe gegen GoogleDie US-Regierung hat die neue Milliardenstrafe ​der EU gegen Google als Quelle für Handelsunsicherheit ⁠kritisiert. Die EU behaupte zwar oft, sie strebe nach Stabilität und Vorhersehbarkeit in den Handelsbeziehungen. „Diese Maßnahmen schaffen jedoch ‌massive Unsicherheit für US-Exporte von Waren und Dienstleistungen nach Europa“, sagte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer am Donnerstag laut einer ‌Mitteilung. Das ‌Vorgehen der EU gegen US-Technologiekonzerne sorgt immer wieder für Spannungen im transatlantischen Verhältnis.Die EU-Kommission hatte am Donnerstag eine Strafe von insgesamt ​890 Millionen Euro gegen ⁠die Google-Mutter Alphabet verhängt. Den Behörden zufolge hat Google in der Internetsuche eigene ​Dienste bevorzugt angezeigt. Zudem habe der Konzern es Drittanbietern von ⁠Apps für ‌das Smartphone-Betriebssystem Android erschwert, Nutzer auf alternative App Stores und eigene Bezahlseiten hinzuweisen. Die Geldbußen sind die ersten, die ⁠die EU auf ⁠Basis des Gesetzes über digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA) ⁠gegen ​Google verhängt hat. ⁠Google kritisierte die Entscheidung ​und schloss eine Klage nicht aus.

Urteil im Wirecard-Prozess in SichtIm Münchner Wirecard-Prozess um den mutmaßlich größten Betrugsfall der deutschen Nachkriegsgeschichte ist nach über dreieinhalb Jahren das Ende in Sicht: Das Landgericht München I will die Schlussplädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung in die vierte Oktoberwoche legen. Das schlug der Vorsitzende Richter Markus Födisch vor.Der Prozess gegen den früheren Vorstandschef Markus Braun und seine beiden Mitangeklagten läuft seit 8. Dezember 2022. Braun, der nach wie vor alle Vorwürfe bestreitet, sitzt sogar schon seit dem Kollaps des einstigen Dax -Konzerns vor sechs Jahren in Untersuchungshaft. Bisher hat die Kammer über 270 Verhandlungstage absolviert. 

EU verhängt 890 Millionen Euro Strafe gegen GoogleDie EU verhängt gegen Google wegen unfairer Geschäftspraktiken eine Strafe von 890 Millionen Euro. Der US-Konzern hat nach Ansicht der Europäischen Kommission mit seiner Suchmaschine sowie dem App-Marktplatz Google Play Wettbewerbsregeln verletzt und seine Konkurrenz widerrechtlich benachteiligt. Mit der Strafe riskiert die EU-Kommission erneute Spannungen mit Washington. US-Präsident Donald Trump hatte die Digitalgesetze der Union in der Vergangenheit scharf kritisiert und mit Gegenmaßnahmen gedroht.Konkret wirft die Brüsseler Behörde dem US-Konzern laut Mitteilung vor, eigene Angebote wie etwa Googles Sportergebnisse oder Hotelsuche in den Suchergebnissen stärker in den Vordergrund zu stellen. Die eigenen Produkte würden zum Beispiel durch optisch hervorgehobene Darstellungen, etwa eingefärbte Boxen mit Spielpaarungen bei der WM, prominenter angezeigt als die der Konkurrenz, so die EU-Kommission nach einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA. Zudem hindere der Online-Riese App-Entwickler bei Google Play zu sehr daran, günstigere Angebote auf anderen Plattformen zu bewerben – also etwa auf einen besseren Preis in einem anderen App-Store zu verweisen.

Unicredit rechnet fest mit Commerzbank-Übernahme und erhöht GewinnzielDie italienische Großbank Unicredit rechnet fest mit einer Übernahme der Commerzbank. „Die Commerzbank entwickelt sich von einer attraktiven ​Finanzbeteiligung zu einer strategischen Transaktion mit substanziellem industriellen Wert durch die Umsetzung unserer bewährten Blaupause“, heißt es in einer am ⁠Donnerstag veröffentlichten Präsentation von Unicredit-Chef Andrea Orcel zu den Quartalszahlen. Mit den Genehmigungen der Aufseher sei vielleicht noch in diesem Jahr zu rechnen. Kurz danach werde man die Kontrolle über die Commerzbank übernehmen und die Strategie implementieren. Wenn nötig, werde Unicredit eine außerordentliche ‌Hauptversammlung einberufen, heißt es in der Präsentation.Orcel hatte seine strategischen Pläne im April vorgestellt. Er will der Commerzbank das eigene Geschäftsmodell überstülpen. Das war sowohl beim Vorstand als auch beim Betriebsrat des Frankfurter Geldhauses, auf erbitterten Widerstand gestoßen und zog ‌auch Kritik der Bundesregierung auf sich. ‌Trotzdem sicherten sich die Italiener mit einem Tauschangebot fast die Hälfte der Commerzbank-Anteile. Unicredit erklärte, man wolle sich konstruktiv mit der Bundesregierung, den Arbeitnehmervertretern und der Führung der polnischen Commerzbank-Tochter mBank ins Benehmen setzen. Ein Pflichtangebot für die mBank sei aber nicht nötig und derzeit auch nicht ​geplant, betonte Unicredit. Dieses wäre nach bisherigen Aussagen erst mit ⁠einer Beteiligung von 50 Prozent an der Commerzbank fällig.

Sartorius entschädigt Kunden für US-Zölle – Jahresziele bestätigtDer Labor- und Pharmazulieferer Sartorius hat seine Kunden ​für unrechtmäßig gezahlte US-Zölle kompensiert, was das ausgewiesene Umsatzwachstum im ersten ⁠Halbjahr dämpfte. Der Dax-Konzern verbuchte in den ersten sechs Monaten ein nominales Umsatzplus von 2,5 Prozent auf 1,81 Milliarden Euro, wie das Unternehmen ‌am Donnerstag mitteilte. Ohne die Kompensationszahlungen und bereinigt um Wechselkurseffekte hätte das Plus bei 7,7 Prozent gelegen. „Mit Blick auf die US-Zollrückzahlungen, bei denen Zeitpunkt ‌und Höhe lange ‌ungewiss waren, ist es gut, nun mehr Klarheit zu haben – trotz des nicht operativen Effekts auf unsere berichteten Zahlen“, erläuterte Konzernchef Michael Grosse. Der Oberste ​Gerichtshof der USA hatte den ⁠Großteil der von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle für unzulässig erklärt.Operativ legte der Dax-Konzern zu: Das ​Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um knapp vier Prozent auf 548 Millionen ⁠Euro. Die ‌entsprechende Marge verbesserte sich um einen halben Prozentpunkt auf 30,3 Prozent, was im Rahmen der Analystenerwartungen lag. Unter dem Strich stand ein leicht höherer ⁠Nettogewinn von 172 ⁠Millionen Euro. An seiner Prognose für das Gesamtjahr hielt Sartorius fest. Grosse zeigte ⁠sich ​angesichts der ⁠anhaltend positiven Geschäftsentwicklung und der sich ​verbessernden Lage auf den Endmärkten optimistisch. Für 2026 ‌rechnet der Vorstand weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von fünf bis neun Prozent ​und einer operativen Ebitda-Marge von ​etwas über 30 Prozent. 

Roche machen weiter Währungseffekte zu schaffenDer starke Schweizer ​Franken hat das Wachstum von Roche im ⁠ersten Halbjahr gebremst. Der Umsatz fiel in der Berichtswährung um zwei Prozent auf 30,36 Milliarden ‌Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Währungsbereinigt wuchsen die Erlöse dagegen um ‌sechs Prozent. Der ‌Währungsdruck ließ zuletzt spürbar nach, nachdem der Umsatz im ersten Quartal in Franken noch um ​fünf Prozent gesunken ⁠war. Analysten hatten mit einem Umsatz von 30,3 Milliarden Franken gerechnet. ​Der Kerngewinn je Aktie sank im ⁠Halbjahr um zwei Prozent ‌auf 10,85 Franken, legte währungsbereinigt jedoch um neun Prozent zu. Den Ausblick für ⁠das Gesamtjahr ⁠bestätigte der Basler Konzern. Roche rechnet weiterhin mit ⁠einem währungsbereinigten ​Umsatzplus ⁠im mittleren einstelligen Prozentbereich und ​einem Gewinnwachstum im hohen ‌einstelligen Bereich. 

Daimler Truck erhöht trotz Rückgängen Umsatz- und Gewinnprognose Der Nutzfahrzeug-Hersteller Daimler Truck hat trotz eines erneuten Umsatz- und Gewinnrückgangs im zweiten Quartal die Prognose für das laufende Jahr erhöht. Grund für die Erhöhung sind die aktualisierten US-Zollregelungen und ein höherer erwarteter Absatz in Nordamerika.Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll der erhöhten Prognose zufolge im laufenden Jahr zwischen 3,6 und 4,1 Milliarden Euro liegen. Damit wurde die Spanne um jeweils 400 Millionen erhöht. Beim Umsatz liegt das Mittel der neuen Zielspanne zudem über der bisherigen durchschnittlichen Analystenprognose.Beim Umsatz im Industriegeschäft – also ohne Finanzdienstleistungen – wurde die Zielspanne um eine Milliarde Euro auf 43 bis 47 Milliarden Euro erhöht. Hier liegt die Mitte der neuen Spanne leicht unter der bisherigen Durchschnittsprognose der Experten. 2025 hatte Daimler Truck im Industriegeschäft knapp 46 Milliarden Euro umgesetzt und dabei operativ 3,8 Milliarden Euro verdient. 

Mobilfunker O2 beschließt Abbau von jeder sechsten StelleDer Telekommunikationsanbieter O2 Telefónica möchte in Deutschland jede sechste Stelle abbauen. Wie die Tochter des spanischen Telefónica-Konzerns in München mitteilte, soll die Anzahl der Vollzeitstellen bis Ende dieses Jahres um bis zu 1.100 sinken. Für die Beschäftigten liegen nun Abfindungen und andere Angebote bereit, damit sie freiwillig gehen. Im Januar hatte die Firma 6.820 Vollzeitstellen. Außerdem soll die Anzahl der aktuell rund 800 O2-Shops ebenfalls bis zum Jahresende um 60 sinken - betroffen sind eigene Standorte und nicht die Standorte von Franchise-Partnern. Die Kosten der Restrukturierung sollen sich auf 265 Millionen Euro belaufen, entsprechende Rückstellungen werden gebildet.Mit den Maßnahmen sichere man die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Telefónica Deutschland, sagt Deutschlandchef Santiago Argelich Hesse. „Wir vereinfachen die Organisation, bündeln Tätigkeiten und intensivieren den Einsatz Künstlicher Intelligenz in zentralen Abläufen.“