FAZ 27.03.2026
09:12 Uhr

Business-Ticker: Umsatz der Dax-Konzerne sinkt das dritte Jahr in Folge


Hapag-Lloyd kostet blockierte Meerenge täglich Millionen +++ Bahn trennt sich nach vier Monaten von Finanzchefin Dohm +++ „Ruinöse Importschwemme“: Ein Thyssenkrupp-Werk steht temporär still +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Business-Ticker: Umsatz der Dax-Konzerne sinkt das dritte Jahr in Folge

Kein Streik beim Bodenpersonal: Lufthansa und Verdi besiegeln Tarifvertrag Die Lufthansa und Verdi haben sich auf einen neuen Tarifvertrag ​geeinigt und damit Streiks beim Bodenpersonal abgewendet. Der Abschluss sieht Gehaltserhöhungen für die mehr ⁠als 20.000 Beschäftigten vor und einen langen Schutz vor Ausgliederungen, wie die Gewerkschaft am Freitag nach vier Verhandlungsrunden mitteilte. „Die Beschäftigten haben künftig im Durchschnitt gut 220 Euro monatlich mehr ‌in der Tasche“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky. Dem Ergebnis müssen noch die Gewerkschaftsmitglieder in einer Befragung zustimmen.Dem Abschluss zufolge steigen die Grundgehälter in zwei Schritten um insgesamt 4,65 ‌Prozent. Rückwirkend zum Januar ‌2026 gibt es 2,2 Prozent mehr Geld und ab März 2027 weitere 2,4 Prozent. Bei der Kernmarke Lufthansa allerdings kommt die erste Erhöhung erst im Januar 2027. Die Ausbildungsvergütungen steigen insgesamt ​um 100 Euro. Zudem wurde eine finanzielle ⁠Aufwertung für technische Berufe vereinbart, die zu einem zusätzlichen Einkommensplus von bis zu fünf Prozent führen kann. Untere Einkommen ​bei der Frachttochter Lufthansa Cargo und Lufthansa Technik Logistik Services sollen überproportional steigen. Der Tarifvertrag läuft über ⁠26 Monate bis ‌Ende Februar 2028. Gewerkschaftsmitglieder erhalten zudem während der Laufzeit drei zusätzliche freie Tage.Ein zentraler Punkt der Einigung ist aus Sicht der Gewerkschaft ein achtjähriger Schutz des Personals aus der Passagier- und ⁠Flugzeugabfertigung vor ⁠Ausgliederungen in Firmen, die geringere Gehälter zahlen. „Dieses Tarifergebnis schafft Sicherheit in unsicheren Zeiten“, sagte Reschinsky. Die in ⁠den vergangenen ​Monaten ⁠oft diskutierte Ausgliederung, die wie eine Drohung ​über den Bodenbeschäftigten geschwebt habe, sei nun für lange Zeit ‌ausgeschlossen. 

Wüstenrot enttäuscht mit Prognose – Aktie verliert starkWegen eines deutlich günstigeren Schadensverlaufs im Versicherungsgeschäft hat der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) seinen Gewinn wie erwartet deutlich gesteigert. Die Gewinnprognose blieb dagegen hinter den Analystenerwartungen zurück. Die in den vergangenen Tagen bereits unter Druck stehende Aktie gab im frühen Handel weiter deutlich nach.Der Überschuss sei 2025 von 35 Millionen Euro im Vorjahr auf 121 Millionen Euro gestiegen, teilte Vorstandschef Jürgen Junker in Kornwestheim bei Stuttgart mit. Es sei ein eindeutig starkes Ergebnis erzielt worden. „Wir sind damit nach dem durch Unwetterereignisse belasteten Jahr 2024 zurück auf unserem nachhaltigen Kurs.“ Damit erfüllte das im Nebenwerteindex SDax notierte Unternehmen die Erwartungen der Experten und die eigene Zielsetzung eines deutlich höheren Gewinns.

Bahn trennt sich nach vier Monaten von Finanzchefin Dohm Die Deutsche Bahn trennt sich nach nicht einmal ​vier Monaten von Finanzchefin Karin Dohm. Beide Seiten hätten sich ⁠in Gesprächen einvernehmlich auf eine Beendigung der Zusammenarbeit verständigt, teilte der Staatskonzern am Donnerstagabend in Berlin mit. „Diese Entscheidung erfolgt ausdrücklich nicht aufgrund der in der ‌Öffentlichkeit diskutierten Vorwürfe oder Mutmaßungen, mit denen der Aufsichtsrat sich eingehend befasst hat. Vor dem Hintergrund dieser Befassung besteht kein Anlass für einen ‌Vertrauensentzug. Zweifel an ‌der fachlichen Qualifikation, Integrität oder ordnungsgemäßen Amtsführung von Frau Dohm bestehen nicht.“Dohm hatte ihren Posten im Bahn-Tower am 1. Dezember angetreten. Zuvor war sie Finanzchefin ​bei der Baumarktkette Hornbach und früher ⁠lange für die Deutsche Bank tätig. Die Bahn betonte, es habe unterschiedliche Vorstellungen über die Ausgestaltung ​ihrer Funktion sowie Fragen der Unternehmensentwicklung gegeben. Laut „Süddeutscher Zeitung“, die bereits im Februar über ⁠die bevorstehende ‌Trennung berichtet hatte, hatte Dohm den Konzernbetriebsrat gegen sich aufgebracht.Am Freitag will die Bahn ihre Bilanz für 2025 vorstellen und einen Ausblick auf ⁠das laufende Jahr ⁠geben. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zuletzt bereits gemeldet, dass der chronisch unpünktliche Fernverkehr ⁠den ​Staatskonzern mit Abschreibungen ⁠tief in die roten Zahlen ​gedrückt hat. Unter dem Strich liegt das Minus ‌der Bahn für 2025 demnach bei insgesamt 2,3 Milliarden Euro und damit ​noch höher als 2024. 

Hapag-Lloyd kostet blockierte Meerenge täglich MillionenDie Hamburger Reederei Hapag-Lloyd, die zu den weltweit größten Schifffahrtslinien der Welt gehört, erwartet keine globalen Störungen der Lieferketten durch die Blockade der Meerenge von Hormus. Die Handelsschifffahrt über den Atlantik sowie den Pazifik verlaufe störungsfrei, erklärt Rolf Habben Jansen, Vorstandschef von Hapag-Lloyd.  Transporte aus China und Südostasien nach Europa würden um Afrika herumgeführt. Das wiederum war schon gängige Praxis, seit die Huthi-Rebellen Ende 2023 begonnen hatten, Handelsschiffe im Roten Meer zu attackieren. „Dieser Konflikt ist geographisch eingegrenzt, im Gegensatz zur Pandemie, als die Lieferketten weltweit gestört waren“, sagte Habben Jansen in der Jahrespressekonferenz von Hapag-Lloyd.Weil Iran faktisch die Straße von Hormus blockiert, sitzen aktuell im Persischen Golf mehr als 2000 Handelsschiffe mit 20.000 Seeleuten fest, darunter sechs Containerschiffe von Hapag-Lloyd. Die Besatzung sei versorgt, versicherte Habben Jansen und bekräftigte, man lote alle Möglichkeiten aus, den Golf zu verlassen. Er antwortete ausweichend auf die Frage, ob auch das Angebot Irans geprüft werde, gegen eine Millionenzahlung die Meerenge zu passieren.Im Augenblick kostet der blockierte Seeweg die Reederei täglich Millionen. Allein eine Million Dollar werden für Lagerkosten veranschlagt. Zwar gibt es seit Kriegsbeginn keine Dienste mehr in die Golfregion. Doch Waren, die zu dem Zeitpunkt schon unterwegs waren in Richtung Golf, werden nun in anderen Häfen im weiteren Umkreis zwischengelagert.  Dazu kommen hohe  Kosten für zusätzliche Versicherungen und durch den allgemeinen Anstieg der Treibstoffpreise. Insgesamt rechne man mit Mehrkosten von 40 bis 50 Millionen Dollar pro Woche, sagte Habben Jansen. Einen Teil davon werde man vermutlich zeitversetzt durch Ausgleichszahlungen von Kunden ersetzt bekommen, so seine Erwartung.Der Irankrieg ändert nichts an den Plänen von Hapag-Lloyd, die israelische Reederei ZIM zu übernehmen. Aktuell sei man dabei, die nötigen behördlichen Genehmigungen einzuholen.

Bericht über Übernahmepläne von Pernod treibt Brown-Forman Aktien von Brown-Forman springen um 13 Prozent nach oben. Die Nachrichtenagentur Bloomberg ​berichtet, der französische Spirituosenkonzern Pernod Ricard prüfe eine Übernahme des US-Konkurrenten. Die Aktien von Pernod drehen ins Minus und verlieren 4,4 Prozent. Zu den bekanntesten Marken von Brown-Forman gehören \"Jack Daniel's\" und \"Southern Comfort\". 

„Ruinöse Importschwemme\": Ein Thyssenkrupp-Werk steht temporär stillDie kriselnde Stahl-Tochtergesellschaft des Industriekonzerns Thyssenkrupp hat am Donnerstag die nächste schlechte Nachricht verkündet: Das Unternehmen fährt die Produktion eines speziellen Elektrostahls zurück, der für den Bau von Windrädern und Umspannwerken gebraucht wird. Der Grund: Eine „ruinöse Importschwemme\" aus asiatischen Ländern, wie es Angelo Di Martino, Chef der zuständigen Sparte Thyssenkrupp Electrical Steel ausdrückt. Das Unternehmen stellt den sogenanntenn kornorientierten Elektrostahl an zwei Standorten her: in Gelsenkirchen und in Isbergues in Frankreich. Schon über die Weihnachtsferien hatten die Anlagen dort stillgestanden, in Isbergues wird seit Januar nur mit der Hälfte der Kapazität produziert. Nun teilte das Unternehmen mit, das Werk in Isbergues von Juni bis September komplett abzuschalten. „Wir sehen uns mit Importpreisen konfrontiert, die teilweise weit unterhalb der Produktionskosten in der EU liegen\", beklagt Di Martino. Im Bereich des kornorientierten Elektrostahls arbeiten für Thyssenkrupp in Deutschland und Frankreich insgesamt 1200 Menschen, deren Jobs der Mitteilung vom Donnerstag zufolge „gefährdet\" sind.Aufgrund der Energiewende wird sich Marktstudien zufolge der globale Bedarf an kornorientiertem Elektroband bis 2050 verdreifachen. In Europa gibt es neben Thyssenkrupp Steel aber nur noch einen weiteren Hersteller dieses Spezialstahls: Stalprodukt SA aus Polen. Thyssenkrupp Steel vermutet, dass die asiatischen Hersteller eine gute Gelegenheit wittern, diesen Markt komplett für sich zu vereinnahmen und jetzt versuchen, die verbliebenen Produzenten in Europa mit Dumpingpreisen herauszudrängen. „Wir sind dazu in einem intensiven und guten Dialog mit der EU-Kommission und hoffen auf eine zeitnahe Einführung effektiver Safeguards. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen wirksamen Schutz\", lässt sich Di Martino zitieren.Die schwierige Situation der Elektrostahlwerke dürfte auch die zäh verlaufenden Verhandlungen von Thyssenkrupp mit dem indischen Konzern Jindal Steel über einen Verkauf der Stahlsparte an Jindal nicht leichter machen. Weiterhin dringen aus den Gesprächen keine Fortschrittsmeldungen. In der Branche wird im Gegenteil vermutet, dass ein Scheitern wahrscheinlicher wird, je länger sich der Prozess zieht. 

Siegfried Wolf wegen Bestechung angeklagtDen österreichischen Unternehmer Siegfried Wolf holt seine Vergangenheit ein. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat in einer Steuersache Anklage wegen Bestechung und Bestimmung zum Amtsmissbrauch erhoben. Ebenfalls angeklagt wurden der ehemalige Finanzminister Hans-Jörg Schelling (ÖVP) sowie eine ehemalige Finanzamtsleiterin.In dem Verfahren geht es unter anderem um einen ungewöhnlichen Steuernachlass in der Höhe von 630.000 Euro für den millionenschweren Investor durch das Finanzamt. Es besteht der Verdacht auf Bestechung.Entsprechend der Anklage soll Wolf der damaligen Finanzamtsleiterin angeboten haben, sie bei ihrer damals laufenden Bewerbung als Leiterin eines anderen Finanzamts zu unterstützen, wenn sie im Gegenzug seinen Antrag auf Steuernachsicht genehmige. Schelling wiederum wird in der Anklage vorgeworfen, nach Ende seiner Amtszeit als Finanzminister versucht zu haben, sich für den Steuernachlass einzusetzen. Wolf ist Mitglied im Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding SE (Stuttgart). Ebenso gehört er den Kontrollgremien des Autozulieferers Schaeffler sowie des Antriebstechnikspezialisten Vitesco an. 

Roger Kearns führt Borouge Group InternationalIm neu geschaffenen Kunststoffriesen Borouge Group International AG (BGI) mit Sitz in Wien wird Roger Kearns den Vorstandsvorsitz übernehmen. Er leitet bislang Nova Chemicals. Das teilten die Eigentümer des Gemeinschaftsunternehmens  – der Rohstoffkonzern OMV aus Wien und der staatliche Energiekonzern ADNOC aus Abu Dhabi  – am Donnerstag mit. Stefan Doboczky, bisher Vorsitzender im Kunststoffunternehmen Borealis, wird Chief Commercial Officer (CCO). Hasan Karam, derzeit in gleicher Funktion bei Borouge Plc, wird Chief Operating Officer (COO). Das Gremium soll nach dem für Ende März geplanten Abschluss der Transaktion seine Arbeit aufnehmen. Als Finanzvorstand (CFO) agiert übergangsweise der bisherige Borealis-Finanzvorstand Daniel Turnheim. Bis spätestens Mai soll ein externer Nachfolger für diese Position bestellt werden.Durch den Zusammenschluss von Borealis mit Borouge entsteht der viertgrößte Anbieter in der Kunststoffnische Polyolefine mit einer erwarteten Marktkapitalisierung von rund 40 Milliarden Euro. Polyolefine sind teilkristalline Kunststoffe mit guter Chemikalienbeständigkeit und guten elektrischen Isolationseigenschaften. Sie sind die am meisten produzierten Kunststoffe auf der Welt und werden für alle möglichen Massenanwendungen eingesetzt. Wichtige Beispiele sind Frischhaltefolien, Tragetaschen, landwirtschaftliche Folien, Milchkartonbeschichtungen, Kabelbeschichtungen und Industrieverpackungen. 

Henkel kauft US-Haarpflegemarke Olaplex Der Konsumgüterhersteller Henkel setzt seine ​Einkaufstour fort und übernimmt in einer milliardenschweren ⁠Transaktion die US-Haarpflegemarke Olaplex. Henkel biete 2,06 Dollar pro Aktie. Das entspricht einem Gesamtwert von ‌1,4 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Der Mehrheitseigentümer von Olaplex, der Finanzinvestor ‌Advent, habe ‌sich hinter die Pläne gestellt. Das Unternehmen soll nach der Übernahme von der Börse genommen werden.„Diese ​Transaktion ermöglicht uns, unser ⁠Haarpflegegeschäft auszubauen und eröffnet vielversprechendes Potenzial für weiteres Wachstum und Innovation“, sagte ​Henkel-Chef Carsten Knobel. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte ⁠Olaplex Henkel zufolge rund ‌370 Millionen Euro Umsatz und eine starke Bruttomarge. Die Umsätze verteilten sich zwischen den ⁠USA und ausländischen Märkten. ⁠Henkel hatte erst Anfang März die Übernahme ⁠der US-Haarpflegemarke „Not ​Your ⁠Mother's“ verkündet. Zuletzt hatten die ​Düsseldorfer ihr zweites Standbein, das ‌Geschäft rund um Klebstoffe, durch zwei Zukäufe gestärkt. 

Schwäche von VW und Porsche drückt Gewinn von Großaktionär Porsche SE  Der Gewinneinbruch bei seinen Kernbeteiligungen ​Volkswagen und Porsche hat das Ergebnis des VW-Großaktionärs ⁠Porsche SE schrumpfen lassen. Die von den Volkswagen-Eignerfamilien Porsche und Piech kontrollierte Holding erzielte im vergangenen Jahr ‌mit 2,9 Milliarden Euro rund neun Prozent weniger Nettogewinn. Dabei lieferten die zahlreichen kleinen Firmenbeteiligungen anders ‌als im ‌Vorjahr einen erklecklichen Gewinnbeitrag von 193 Millionen Euro. „Wir haben in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich attraktive Beteiligungsopportunitäten identifiziert“, ​erklärte Vorstandschef Hans Dieter Pötsch ⁠am Donnerstag. Das Netzwerk habe sich zu einem zentralen strategischen Asset ​entwickelt.Analysten hatten für das angepasste Konzernergebnis nach zwei Prognosesenkungen ⁠des Dax-Konzerns ‌nur 2,3 Milliarden Euro erwartet. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2025 soll auf 1,51 Euro je ⁠stimmrechtsloser Vorzugsaktie sinken, ⁠nach 1,91 Euro vor Jahresfrist. Für das laufende ⁠Jahr ​geht ⁠das Unternehmen von einem angepassten ​Konzernergebnis, das um Wertberichtigungen und Effekte aus ‌Beteiligungsveränderungen bereinigt ist, zwischen 1,5 und 3,5 Milliarden ​Euro aus. 

SpaceX will mit Börsengang offenbar 75 Milliarden Dollar einsammeln  Elon Musks Weltraumfirma SpaceX will bei ihrem Börsengang Medienberichten zufolge einen Rekorderlös von bis zu 75 Milliarden Dollar (rund 65 Milliarden Euro) einnehmen. Als Termin für die Aktienplatzierung werde der Juni angepeilt, schrieben die Website „The Information“ und die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.SpaceX spielt mit seinen Raketen eine Schlüsselrolle für das amerikanische Raumfahrtprogramm. Das Unternehmen betreibt zudem den Satelliten-Internetdienst Starlink. Musk brachte in SpaceX zuletzt auch sein KI-Start-up xAI samt der Online-Plattform X ein.Der neue Konzern wurde dabei laut Medienberichten insgesamt mit 1,25 Billionen Dollar bewertet. Bloomberg zufolge könnte SpaceX beim Börsengang eine Bewertung von mehr als 1,75 Billionen Dollar anstreben. Demnach würde zunächst nur ein kleinerer Teil der Aktien an die Börse gebracht. 

Grundsatzurteil: Keine Freistellung während der Kündigungsfrist  Arbeitgeber können Arbeitnehmer während ihrer Kündigungsfrist trotz Lohnfortzahlung nicht einfach von der Arbeit freistellen. Eine solche Freistellung sei unwirksam, weil sie den Arbeitnehmer unangemessen benachteilige, entschied das Bundesarbeitsgericht am Mittwoch in einem Fall aus Niedersachsen (5 AZR 108/25). Das Urteil dürfte weitreichende Wirkung haben. Denn in vielen Arbeitsverträgen ist es eine Standardklausel, die es den Vorgesetzten bislang erlaubt, Beschäftigte mit Erklärung der Kündigung sofort freizustellen. Mitarbeiter haben dann keinen Zugang mehr zu ihrem Arbeitsplatz, der Kontakt zu Kunden und Geschäftspartnern ist ihnen untersagt. „Das grundrechtlich geschützte Interesse eines Arbeitnehmers an einer Beschäftigung bis zur Beendigung seines Arbeitsverhältnisses überwiegt das Interesse eines Arbeitgebers, den Arbeitnehmer im gekündigten Arbeitsverhältnis bis zum Ablauf der Kündigungsfrist von seiner Pflicht zur Arbeitsleistung freizustellen“, erklärten die höchsten deutschen Arbeitsrichter. Verhandelt wurde der Fall eines Gebietsleiters im Vertriebsaußendienst. In seinem Arbeitsvertrag stand der Passus, dass er „bei oder nach Ausspruch einer Kündigung - gleich von welcher Seite“ unter Fortzahlung seiner Vergütung von der Arbeit freizustellen sei. Der Gebietsleiter hatte sein Arbeitsverhältnis fristgemäß gekündigt. Danach forderte sein Arbeitgeber auch die Rückgabe seines Dienstwagens. Er hatte sich durch die Instanzen geklagt, weil er die Auffassung vertrat, seine Freistellung sei zu Unrecht erfolgt. 

Instagram und Youtube in Prozess um Social-Media-Sucht verurteilt – drei Millionen Dollar Entschädigung an KlägerinIn einem Prozess um Social-Media-Sucht hat ein US-Gericht in Los Angeles die Onlineplattformen Instagram und Youtube verurteilt. Sie sollen der Klägerin eine Entschädigung von drei Millionen Dollar zahlen, wie die Geschworenen am Mittwoch mitteilten. Die heute 20-jährige Kalifornierin hatte den Unternehmen vorgeworfen, sie als Minderjährige abhängig gemacht und ihr dadurch schwere psychische Schäden zugefügt zu haben. 

IG Metall zieht wegen Tesla-Betriebsratswahl vor Gericht – Tesla will es aus der Presse erfahren habenDie IG Metall hat die Betriebsratswahl im Tesla-Werk Grünheide ​wegen unzulässiger Wahlbeeinflussung seitens des Arbeitgebers angefochten. Ein Antrag zur Feststellung der Unwirksamkeit ⁠der Wahl vom März 2026 sei beim Arbeitsgericht eingereicht worden, erklärte die Gewerkschaft am Mittwoch.Sie wirft dem US-Elektroautobauer vor, mit Drohungen und Einschüchterungen während des ‌Wahlkampfs gegen die Liste der IG Metall vorgegangen zu sein. „Der Eindruck, dass die Wahl bei Tesla durch Drohungen beeinflusst wurde, ⁠ist zu ⁠schwerwiegend, als dies nicht gerichtlich zu klären“, sagte die Erste Vorsitzende der IG Metall, Christiane ⁠Benner.  Tesla stellt sich darauf ein, dass das Verfahren „nun seinen rechtsstaatlichen Gang“ gehen wird, teilt der Autohersteller der F.A.Z. am Mittwochabend mit. Weiter heißt es: „Wir haben von der Anfechtung der Betriebsratswahl durch die Gewerkschaft aus der Presse erfahren. Uns liegen die Unterlagen dazu noch nicht vor.“