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24.03.2026
16:37 Uhr
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Discounter Kik schließt etwa 300 Filialen +++ Chip-Konzern SK Hynix vergibt Großauftrag an ASML +++ Bayer-Aktie fällt nach Ausstieg von aktivistischem Investor +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Daimler Truck holt dritte Frau in den VorstandNeues Mitglied im Vorstand von Daimler Truck wird zum 1. Oktober Yvonne Bettkober. Sie folgt auf Personalvorstand Jürgen Hartwig, der das Unternehmen nach mehr als 30 Jahren auf eigenen Wunsch verlässt, wie der DAX-Konzern am Dienstag mitteilte. Bettkober kommt vom Autohersteller Audi, bei dem sie zuletzt als Chief Transformation Officer tätig war. Mit dem Wechsel hat der weltgrößte Hersteller von Lastwagen drei von sieben Vorstandsposten mit Frauen besetzt: Vorstandschefin ist seit Oktober 2024 die Schwedin Karin Rådström, das Finanzressort verantwortet seit knapp zwei Jahren Eva Scherer. Daimler-Truck-Aufsichtsratschef Joe Kaeser nennt 52-jährige Bettkober eine „ausgewiesene Führungspersönlichkeit mit umfassender Erfahrung in Transformation und Performance Management“. In ihrer Zeit bei Microsoft und Amazon Web Services „hat sie zudem große Expertise in der Prozessoptimierung, der schnellen Neuausrichtung von Organisationen sowie in der Führung von Menschen durch Veränderungsprozesse erworben“, sagte Kaeser weiter. Bettkober übernimmt auch die Funktion der Arbeitsdirektorin. Ihre Amtszeit läuft bis zum 30. September 2029. Jürgen Hartwig war seit September 2016 verantwortlich für Personal bei Daimler Trucks und seit Dezember 2021 Mitglied des Vorstands. „Jürgen war eine prägende Persönlichkeit für die Gestaltung unserer Unternehmenskultur bei Daimler Truck. Seine Führung war insbesondere während der Abspaltung und des Starts von Daimler Truck als eigenständiges Unternehmen von zentraler Bedeutung“, sagte Daimler-Truck-Chefin Rådström. „Jürgens großes Engagement für unsere Beschäftigten, seine besonnene Führung in Zeiten des Wandels und seine feste Überzeugung für unseren Purpose haben bei mir und im gesamten Unternehmen nachhaltig Spuren hinterlassen.“ Die Arbeitnehmervertreter schätzen die verbindliche und wertschätzende Art des Managers. „Jürgen Hartwig hat die Art und Weise, wie wir bei Daimler Truck zusammenarbeiten, in besonderer Weise geprägt“, sagt Gesamtbetriebsrat Michael Brecht. „Sein großes Engagement für die Beschäftigten, seine Fähigkeit zuzuhören und sein kontinuierlicher Anspruch, die Personalabteilung zu einem echten Partner der Belegschaft zu machen, haben ihm großen Respekt in der gesamten Organisation eingebracht.“
Jenoptik beruft neuen Vorstandsvorsitzenden Der Thüringer Technologiekonzern Jenoptik ist auf der Suche nach einem Nachfolger für den langjährigen Konzernchef Stefan Traeger fündig geworden. Der Aufsichtsrat hat Dominic Dorfner, derzeit Geschäftsführer des Leistungselektronikspezialisten Semikron Danfoss, zum künftigen Vorstandsvorsitzenden des TecDax-Konzerns berufen. Das teilte Jenoptik am Dienstag mit. Bis der promovierte Physiker den seit Mitte Februar verwaisten Stuhl an der Konzernspitze einnimmt, wird sich Jenoptik allerdings noch etwas gedulden müssen. Dorfner werde das Amt „spätestens zum 1. Oktober 2026 antreten“, heißt es in der Mitteilung. Bei Semikron Danfoss, eine Tochtergesellschaft der dänischen Danfoss A/S, verantwortet Dorfner Geschäft mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro und gut 4000 Beschäftigten, der Größenordnung nach vergleichbar mit Jenoptik. Daniela Mattheus, die Ende des vergangenen Jahres den Aufsichtsratsvorsitz von Jenoptik vom vorzeitig aus dem Kontrollgremium ausgeschiedenen Matthias Wierlacher übernahm, hatte im Februar angekündigt, bis Ende März die Nachfolge für Traeger zu klären. Das ist gelungen, auch wenn Finanzchefin Prisca Havranek-Kosicek und der bislang für das Geschäft mit der Halbleiterindustrie zuständige Ralf Kuschnereit zunächst alleine die operative Verantwortung weiter tragen. Dominic Dorfner trat 2021 in den Danfoss-Konzern ein. Zuvor war er mehr als acht Jahre für die Voith Gruppe in verschiedenen Management-Positionen tätig, unter anderem mit Verantwortung für globale Produktionsnetzwerke und Wertschöpfungsketten. Seine Laufbahn startete Dorfner in der Strategieberatung bei Roland Berger. Die Aktie von Jenoptik notierte am Dienstagnachmittag 0,2 Prozent schwächer als zum Handelsauftakt. Die Marktkapitalisierung liegt bei knapp 1,5 Milliarden Euro. Am Mittwoch stellt Jenoptik die Zahlen zum zurückliegenden Geschäftsjahr vor.
Chip-Konzern SK Hynix vergibt Großauftrag an ASML ASML hat einen Milliardenauftrag in mutmaßlicher Rekordhöhe eingeholt. Der niederländische Produzent von Chipmaschinen erhielt vom Halbleiterhersteller SK Hynix eine Order für seine modernsten Geräte im Volumen von knapp sieben Milliarden Euro, wie F.A.Z.-Redakteur Klaus Max Smolka berichtet. Die Information geht aus einer Mitteilung der Südkoreaner an die Börsenaufsicht hervor. Es ist die größte Einzelbestellung für ASML, die bisher jemals öffentlich bekannt geworden ist. Die Maschinen sollen bis Ende 2027 ausgeliefert sein. ASML äußerte sich am Dienstag dazu nicht. Analyst Janardan Menon von Jefferies vermutet, der Großteil des Auftrags sei schon in den vergangenen Quartalen platziert worden. Im vierten Quartal hatte das Unternehmen aus Veldhoven Neuaufträge in Rekordhöhe verbucht: im Volumen von 13,2 Milliarden Euro – doppelt so viel, wie Analysten im Durchschnitt ihrer Prognosen erwartet hatten. Der Konzern veröffentlichte die stark aktienkursrelevante Kennzahl in der Präsentation Ende Januar zum letzten Mal, weil der Vorstand sie für zu schwankungsanfällig hält. Der Hynix-Auftrag gilt Maschinen, die Chips mit der besonders fortgeschrittenen EUV-Technologie herstellen – das Kürzel steht für Extrem Ultraviolettes Licht. ASML sieht sich als einziger Anbieter von EUV-Maschinen auf der Welt, der Stückpreis kann deutlich über 300 Millionen Euro liegen.
Bayer-Aktie fällt nach Ausstieg von aktivistischem InvestorDer Ausstieg des aktivistischen Investors Inclusive Capital macht Bayer zu schaffen. Die Aktien des Leverkusener Agrar- und Pharmakonzerns rutschten am Dienstag in der Spitze um 3,7 Prozent auf 37,05 Euro ab und gehörten damit zu den schwächsten Werten im deutschen Leitindex Dax, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Fonds des aktivistischen Investors Jeffrey Ubben hatte über Nacht seine restlichen 8,5 Millionen Bayer-Aktien zum Preis von je 37,45 Euro bei anderen institutionellen Aktionären platziert, wie die damit beauftragte Bank mitteilte. Das war ein Abschlag von 2,6 Prozent zum Xetra-Schlusskurs vom Montag. Inclusive Capital erlöst damit 318 Millionen Euro, dürfte mit seinem Engagement aber Verlust eingefahren haben.Inclusive Capital war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Der Investor war Anfang 2023 bei Bayer eingestiegen und hatte die Absetzung von Vorstandschef Werner Baumann mit vorangetrieben. Damals hatten die 8,18 Millionen Aktien, die der Fonds kaufte, einen Wert von 407 Millionen Euro. Die Bayer-Aktie hat seither rund 25 Prozent an Wert verloren, weil der Rechtsstreit über die angeblich krebserregende Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat hohe Kosten verursacht.Ein Händler sagte, der Schritt könne ein Zeichen dafür sein, dass Ubben das Kurspotential für ausgereizt halte. Aktivistische Investoren hätten bei Bayer für mehr Zug gesorgt. „Und wenn der aussteigt, ist das entsprechend schlecht.“ Jeffrey Ubben sitzt seit 2024 auch im Aufsichtsrat von Bayer; sein Mandat läuft noch bis 2028. Im November 2023 hatte er allerdings Investoren mitgeteilt, dass er einige Fonds auflösen und Kapital zurückgeben wolle, wie Reuters von zwei Insidern erfahren hatte. Ubben wolle Inclusive Capital Partners drei Jahre nach der Gründung schließen.Ubben, einer der bekanntesten aktivistischen Investoren an der Wall Street, hatte eine Aufspaltung von Bayer gefordert. Der seit Juni 2023 amtierende Vorstandschef Bill Anderson baut die Führungsstruktur um, hat eine strategische Überprüfung, die zu einer Aufspaltung hätte führen können, jedoch ausgesetzt.
SAP-Aktie sackt nach Herabstufung ab Eine Herabstufung und eine drastische Kurszielsenkung durch JP Morgan setzen SAP zu. Die Aktien des Walldorfer Softwarekonzerns brechen in der Spitze mehr als fünf Prozent auf 146 Euro ein und fallen damit auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Die Analysten der US-Bank stuften die Aktie auf „Neutral“ von zuvor „Overweight“ herab und stutzten das Kursziel um rund ein Drittel auf 175 Euro von zuvor 260 Euro. Zur Begründung verwiesen sie auf einen sich verlangsamenden Auftragsbestand im Cloud-Geschäft und den zunehmenden Wettbewerb im Bereich Künstliche Intelligenz.
Drägerwerk erwirtschaftet Rekordumsatz Der Medizintechnikkonzern Drägerwerk hat im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz erzielt, den Gewinn deutlich gesteigert und die dritte Dividendenerhöhung in Folge angekündigt. „Im Jahr 2025 haben wir unseren Erfolgskurs fortgesetzt und den höchsten Umsatz unserer Unternehmensgeschichte erwirtschaftet“, erklärte Firmenchef Stefan Dräger am Dienstag. „Trotz widrigem Umfeld haben wir dabei auch unser Ergebnis verbessert.“Der Umsatz stieg um 5,3 Prozent auf den Rekordwert von rund 3,48 Milliarden Euro, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Derweil schnellte das operative Ergebnis (Ebit) um rund 20 Prozent auf mehr als 233 Millionen Euro, obwohl die positiven Einmaleffekte aus dem Vorjahr fehlten und Zoll- und Währungseffekte belasteten. Die Aktionäre sollen für das Jahr 2025 je Stammaktie 2,21 (Vorjahr: 1,97) Euro und je Vorzugsaktie 2,27 (2,03) Euro erhalten.Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das im Kleinwerteindex S-Dax gelistete Lübecker Unternehmen einen Umsatzanstieg von einem bis fünf Prozent. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll zwischen 5 und 7,5 Prozent liegen.
Discounter Kik schließt etwa 300 Filialen Der Textil- und Haushaltswaren-Discounter Kik schließt in diesem Jahr Hunderte Filialen. Das teilte der Geschäftsführer des Unternehmens in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Zahl der Geschäfte sinkt demnach bis Ende 2026 in Europa um etwa 225 auf gut 4.000, davon in Deutschland um 135 auf rund 2.200. Europaweit sind 300 Schließungen vorgesehen und 75 Neueröffnungen. Einige Standorte wurden bereits geschlossen, andere folgen in den kommenden Monaten. „Wir trimmen unser Portfolio auf Profitabilität“, sagte Geschäftsführer und Finanzvorstand Christian Kümmel. „Die Formel „Wir machen fünf neue Filialen auf und haben fünfmal so viele Kunden“ ist nicht 100-prozentig aufgegangen.“ In einigen Fällen lägen Filialen weniger als einen Kilometer auseinander. „Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück.“ Alle verbleibenden Standorte seien profitabel. Eine Liste der Geschäfte, die schließen sollen, legte Kik nicht vor. Zahlreiche Beschäftigte seien bislang nicht informiert worden, hieß es. „Wir werden die Mitarbeitenden der betroffenen Filialen in anderen Filialen weiter beschäftigen oder anderweitig eine Lösung finden“, sagte Kümmel. Kündigungen seien nicht geplant. Kik beschäftigt etwa 32.000 Menschen, 19.000 davon in Deutschland. Kümmel kann sich vorstellen, dass das Filialnetz in den kommenden Jahren weiter bereinigt wird.
Frühere Maple-Banker entgehen Cum-Ex-Prozess Im milliardenschweren Cum-Ex-Steuerskandal ist ein Verfahren gegen drei Ex-Manager der Maple Bank gegen eine Millionen-Geldauflage eingestellt worden. Das teilte ein Sprecher des Landgerichts Frankfurt auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Demnach zahlen die drei Angeschuldigten insgesamt 2,3 Millionen Euro und entgehen so einem öffentlichen Strafprozess. Das Landgericht habe die Verfahren gegen die Manager eingestellt, obwohl die Staatsanwaltschaft schon Anklage erhoben habe.Die mittlerweile insolvente Maple Bank galt als einer der zentralen Akteure im Cum-Ex-Skandal um illegale Aktiendeals, mit denen sich Banken eine einmal gezahlte Kapitalertragsteuer vom Staat doppelt erstatten ließen. Die Maple Bank mit kanadischen Wurzeln soll allein rund 374 Millionen Euro an unrechtmäßigen Steuererstattungen erlangt haben. In der strafrechtlichen Aufarbeitung wurden bereits mehrere frühere Manager der Maple Bank zu Haftstrafen verurteilt, darunter der ehemalige Deutschland-Chef. Auch der Rechtsberater der Bank, der frühere Freshfields-Anwalt Ulf Johannemann, muss wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ins Gefängnis.
Vier Prozent Umsatzwachstum mit Fotobüchern – und eine Dividenden-ErhöhungAktionäre des Foto-Dienstleisters Cewe dürfen mit einer Dividende von 3 Euro je Aktie rechnen, nachdem es voriges Jahr 2,85 Euro gab. Das teilte das Unternehmen aus Oldenburg nach dem entsprechenden Aufsichtsratsbeschluss mit. Seit 17 Jahren hat Cewe jedes Jahr die Dividende erhöht. Der Umsatz mit Fotobüchern und anderen Dienstleistungen rund ums Foto stieg voriges Jahr laut vorläufigen Zahlen um vier Prozent auf 864 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 86 auf 88 Millionen Euro. Details zum Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht die Cewe Stiftung & Co. KGaA an diesem Donnerstag.
Delivery Hero will Taiwan-Geschäft an Rivalen Grab verkaufen Delivery Hero nimmt einen neuen Anlauf zum Verkauf seines Taiwan-Geschäfts. Der asiatische Konkurrent Grab wolle die Tochter Foodpanda Taiwan für 600 Millionen Dollar in bar übernehmen, teilte der deutsche Essenslieferant am Montag mit. Die Einnahmen würden unter anderem zum Schuldenabbau verwendet. Die Transaktion müsse jedoch noch von den Behörden genehmigt werden.Vor etwa zwei Jahren hatte Delivery Hero schon einmal versucht, sich von Foodpanda Taiwan zu trennen. Der Verkauf an Uber Eats war damals am Veto der dortigen Kartellbehörde gescheitert. Der Markt für Essenslieferungen in Taiwan ist hart umkämpft. Das bei Foodpanda Taiwan über die Plattform gehandelte Brutto-Warenvolumen (GMV) lag Delivery Hero zufolge 2025 bei 1,5 Milliarden Euro. Zudem habe die Tochter einen bereinigten operativen Gewinn erwirtschaftet. Das Berliner Unternehmen weist die Geschäftsentwicklung einzelner Märkte in der Bilanz nicht gesondert aus. Früheren Angaben zufolge lag das GMV von Foodpanda Taiwan zwischen März 2023 und März 2024 ebenfalls bei etwa 1,5 Milliarden Euro.Der Verkauf erfolgt für Delivery Hero zu einem kritischen Zeitpunkt. Einer der größten Aktionäre fordert einen Rückzug des Essenslieferanten aus ganzen Regionen. Das Unternehmen sei im Vergleich zur Konkurrenz zu ertragsschwach. Der Vermögensverwalter Aspex droht zudem mit der Absetzung des Konzernchefs und Mitgründers Niklas Östberg. „Der Start einer Veräußerung von Ländergesellschaften ist zwar positiv zu bewerten, doch Taiwan allein reicht bei weitem nicht aus\", teilte Aspex der F.A.Z. mit. Das Unternehmen müsse weiterhin hohe Bußgelder wegen Rechtsverstößen zahlen und zerstöre auch weiterhin Wert durch „ineffiziente Finanzierungsvereinbarungen.“ Es sei noch sehr viel zu tun, bevor das Management das Vertrauen der Kapitalmärkte zurückgewinnen könne.
US-Geschworene: Musk schädigte Twitter-Aktionäre bewusst Tech-Milliardär Elon Musk hat in einem Prozess um sein Vorgehen bei der Übernahme von Twitter eine Niederlage erlitten. Geschworene eines Bezirksgerichts in San Francisco kamen zu dem Schluss, dass Musk im Jahr 2022 mit zwei irreführenden Äußerungen ein Wertpapiergesetz verletzt hatte. Da das den Aktienkurs drückte, könnte er verpflichtet werden, damaligen Anteilseignern eine hohe Wiedergutmachung zu zahlen. Musk äußerte sich zunächst nicht zu dem Urteil. Er könnte dagegen in höherer Instanz in Berufung gehen.Der Tech-Milliardär hatte im April 2025 mit Twitter die Übernahme des Kurznachrichtendienstes für einen Kaufpreis von rund 44 Milliarden Dollar vereinbart. Doch wenig später behauptete er, dass Twitter viel mehr automatisierte Bot-Accounts habe als offiziell angegeben und drohte mit einem Rückzieher. Der Twitter-Verwaltungsrat beharrte jedoch auf der Einhaltung der Vereinbarung und am Ende schloss Musk den Kauf Ende Oktober 2022 doch zum abgesprochenen Preis ab.Aktionäre von Twitter zogen bereits Anfang Oktober 2022 vor Gericht und warfen Musk vor, mit seinen Äußerungen den Kurs absichtlich manipuliert zu haben. Die Geschworenen berechneten nun auch den jeweiligen Betrag, um den Musks Worte den Twitter-Aktienkurs an einzelnen Tagen zwischen dem 13. Mai und dem 3. Oktober 2022 aus ihrer Sicht künstlich gedrückt hatten. Zu einem späteren Zeitpunkt soll festgelegt werden, wie viel Wiedergutmachung Musk damaligen Aktionären zahlen soll. Es könnten hunderte Millionen oder auch einige Milliarden US-Dollar werden.
Pötsch bleibt VW-Chefkontrolleur Hans Dieter Pötsch soll oberster Kontrolleur des Volkswagen-Konzerns bleiben. Der Nominierungsausschuss des VW -Aufsichtsrats schlug den 74-Jährigen zur Wiederwahl vor, wie das Unternehmen mitteilte. Dieser Vorschlag wird dem Aufsichtsrat in seiner kommenden Sitzung vorgelegt, am 18. Juni soll die Hauptversammlung darüber entscheiden.Pötsch erklärte dazu laut Mitteilung: „Dem Wunsch, das Unternehmen weiterhin an der Spitze des Kontroll- und Beratungsgremiums durch diese herausfordernden Zeiten zu führen, komme ich gerne nach.“ Sein Ziel bleibe es, VW „wetterfest“ aufzustellen. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ über die Personalie berichtet.Der Österreicher Pötsch arbeitet seit 2003 für die VW-Gruppe, zwölf Jahre als Finanzvorstand und seit Herbst 2015 an der Spitze des Aufsichtsrats. Er ist zudem Chef der VW-Eigentümer-Holding Porsche SE. Deren Aufsichtsrat beschloss, das Mandat von Pötsch um eine weitere Amtszeit zu verlängern. Die Bestellung erfolge mit Wirkung zum 1. Januar 2027 für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Dezember 2031, teilte die Porsche SE separat mit.
Musk: Tesla und SpaceX bauen Chipfabriken für Eigenbedarf in TexasDie von Elon Musk geführten Unternehmen SpaceX und Tesla wollen im texanischen Austin zwei hochmoderne Chipfabriken bauen. Musk kündigte das Projekt mit dem Namen „Terafab“ am Sonntag auf seiner Online-Plattform X an. Ein Werk solle Halbleiter für Autos und humanoide Roboter produzieren, das andere sei für Rechenzentren mit Künstlicher Intelligenz (KI) im Weltraum gedacht. „Terafab wird technisch gesehen aus zwei Fabriken bestehen, von denen jede nur ein einziges Chipdesign herstellt“, schrieb Musk. Schon am Samstag hatte er in Austin Pläne für einen KI-Chip-Komplex vorgestellt. Dabei betonte er, dass die derzeitige weltweite Chipproduktion künftig nur einen kleinen Bruchteil des Bedarfs seiner Unternehmen decken werde. „Entweder wir bauen die Terafab, oder wir haben keine Chips“, sagte er.Es ist eine neue Ankündigung unter vielen des Unternehmers, dessen Versprechungen sich in der Vergangenheit aber immer wieder nur stark verspätet oder gar nicht erfüllt haben. Dass Tesla eine eigene Chipfabrik benötigt, hatte Musk schon in der Vergangenheit geäußert. Die Beteiligung des Raumfahrtunternehmens SpaceX war jedoch bislang nicht bekannt. Die neuen Weltraum-Chips müssten für extremere Umgebungen und höhere Temperaturen ausgelegt sein, erklärte Musk. Das geplante Rechenzentrum im Weltall soll künftig eine Rechenleistung von einem Terawatt pro Jahr erzeugen. Zum Vergleich: In den gesamten USA wird derzeit etwa ein halbes Terawatt generiert. Bislang sind Rechenzentren im Weltall allerdings vor allem eine Idee, wirklich konkrete und seriöse Umsetzungspläne gibt es noch nicht.
VW-Chef Blume lobt Chinas Planung und LeistungsbereitschaftVW-Chef Oliver Blume setzt auf China und lobt die strategische Weitsicht der Führung in Peking. \"Die Chinesen gehen sehr planerisch vor mit sogenannten Fünfjahresplänen und haben dort auch klare Prioritäten\", sagte er der \"Bild am Sonntag\". Und er fügte hinzu: \"Das ist optimal durchstrukturiert. Und was wir in China sehr positiv erleben, ist eine hohe Disziplin und Leistungsbereitschaft, die Themen umzusetzen.\" Es lohne der Blick über den eigenen Gartenzaun. \"Zu schauen, wie es andere Länder machen, und in China können wir dort auch einiges lernen, wie das Land sich entwickelt hat\", sagte Blume.Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang hat derweil ausländischen Unternehmen eine weitere Öffnung der Wirtschaft und vollständige Gleichbehandlung versprochen. Angesichts wachsender globaler Handelsspannungen wolle die Volksrepublik das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft stärken, sagte Li am Sonntag auf dem China Development Forum in Peking staatlichen Medien zufolge.