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17.08.2026
11:00 Uhr
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Das Rekord-Niedrigwasser belastet zunehmend auch Bauherren. +++ Taiwan erwartet jetzt elf Prozent BIP-Wachstum +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Shein strebt offenbar Marktwert von 25 Milliarden Dollar anDer chinesische Onlinehändler Shein strebt Insidern zufolge beim geplanten Börsengang in Hongkong eine Marktkapitalisierung von rund 25 Milliarden US-Dollar an. Abhängig von der Angebotsspanne könnte der Börsenwert auch 28 Milliarden Dollar erreichen, fügte eine der mit dem Börsengang vertrauten Personen am Montag hinzu. Das für Billigmode und schnell wechselnde Kollektionen bekannte Unternehmen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die Zeichnungsfrist für den geplanten Börsengang in Hongkong soll am 19. August beginnen. Die Erstnotiz ist für den 28. August vorgesehen.Mit etwa 25 Milliarden Dollar läge der Börsenwert deutlich unter den von Shein bislang angepeilten 30 bis 40 Milliarden Dollar. In den vergangenen Wochen hatten Investoren wegen eines schwächelnden Wachstums Zweifel an diesem Ziel geäußert. Bei einer Finanzierungsrunde im Jahr 2022 war Shein noch mit 100 Milliarden Dollar bewertet worden.Seither weht Shein und anderen chinesischen Billig-Anbietern wie Temu internationaler Gegenwind ins Gesicht: Sie hatten mit einem Direktversand aus der Fabrik zum Endkunden die Zollbestimmungen der Europäischen Union (EU) und der USA umgangen. Die dortigen Behörden reagierten mit einem Mindestzoll beziehungsweise mit einer Aufhebung der Zollfreiheit für Waren unter einem Schwellenwert. Shein rutschte daraufhin im ersten Quartal in die Verlustzone.Der inzwischen in Singapur ansässige Modehändler produziert seine Kleidung in China und vertreibt sie außerhalb der Volksrepublik. Er bringt täglich mehrere tausend neue Kleidungsstücke seiner zehn Marken auf den Markt, die ausschließlich über die eigene Webseite verkauft werden. Das Unternehmen hat zudem ein System entwickelt, um die Produktion rasch an die Nachfrage anzupassen. Dadurch liegt der Anteil unverkaufter Ware nach eigenen Angaben durchgängig im niedrigen einstelligen Prozentbereich. (Reuters)
Niedrigwasser verteuert Baustoffe Das Rekord-Niedrigwasser im Rhein und an anderen Flüssen belastet zunehmend auch Bauherren. Da Transportschiffe deutlich weniger laden können, verzögern sich Lieferungen für die Baubranche, während der Aufwärtsdruck bei den ohnehin hohen Materialpreisen steigt.\"Wir sehen etwa, dass Transporte auf dem Wasser zunehmend schwieriger werden. Das führt auch zu Problemen beim Bau von Mehrfamilienhäusern oder Schulen, da Lieferzeiten sich verlängern\", sagte der Präsident des Verbands Baugewerblicher Unternehmer Hessen, Thomas Reimann, der Deutschen Presse-Agentur. \"Sand und Kies, die sonst oft per Schiff in großen Mengen zu den Betonwerken gelangen, werden knapper und somit teurer.\"Noch sei der Preisanstieg eher überschaubar, aber Baumaterialien und insbesondere Transporte hätten sich in den vergangenen Jahren schon stark verteuert. \"Wir erleben mit dem Niedrigwasser den dritten Preisanstieg innerhalb weniger Jahre nach der Energiekrise im Ukraine-Krieg und dem Iran-Konflikt. Und erfahrungsgemäß bleiben viele Preisanhebungen dauerhaft.\"Auch der Bauindustrieverband HDB warnt vor den Folgen des Niedrigwassers. Wegen der niedrigen Wasserstände schrumpften die Transportkapazitäten für wichtige Güter am Bau, die in großen Mengen per Schiff transportiert werden - darunter Bitumen, Split und Natursteine, aber auch Brenn- und Kraftstoffe sowie mineralische Bauabfälle. \"Im Extremfall werden zusätzliche Schiffe benötigt oder Transporte müssen teilweise doch auf Schiene und Straße verlagert werden\", sagte Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller der dpa. Das sei aber nur begrenzt möglich und meist deutlich teurer. (dpa)
Jeff Bezos beteiligt sich beim FC LiverpoolAmazon -Gründer Jeff Bezos steigt beim englischen Spitzenclub FC Liverpool ein. Der 62 Jahre alte US-Amerikaner, einer der reichsten Männer der Welt, ist Teil eines Konsortiums, das sich eine Minderheitsbeteiligung am englischen Spitzenclub gesichert hat. Das teilte der FC Liverpool mit.Das Konsortium wird angeführt von Amit Bhatia, dem Schwiegersohn des milliardenschweren Stahlunternehmers Lakshmi Mittal. Für 30 Prozent der Anteile kassieren die amerikanischen Liverpool-Besitzer der Fenway Sports Group (FSG) der BBC zufolge zwischen 1,5 und 1,8 Milliarden Euro. FSG bleibt Hauptanteilseigner der Reds.„Der FC Liverpool ist immer ein Club gewesen, der über eine Saison hinausschaut und Entscheidungen trifft, die die langfristigen Interessen des Vereins im Sinn haben“, sagte FSG-Präsident Mike Gordon.
Taiwan erwartet elf Prozent WirtschaftswachstumDurch den weltweiten Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) steht Taiwans Wirtschaft vor einem Wachstum von historischem Ausmaß. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte in diesem Jahr um mehr als elf Prozent zulegen und damit so stark wie seit fast 40 Jahren nicht mehr, teilte die nationale Statistikbehörde in Taipeh mit. Sie hob damit ihre Prognose von Mai von knapp zehn Prozent deutlich an. Das letzte Mal verzeichnete sie im Jahr 1987 mit 12,75 Prozent ein höheres Wachstum. „Das Wirtschaftswachstum ist robust, und die KI-Entwicklung ist für Taiwan sehr wichtig\", sagte Statistik-Ministerin Chen Shu-tzu nach einem Bericht des Finanzdienstes Reuters.Die technologieabhängige Inselwirtschaft spielt eine Schlüsselrolle in der Deckung der enormen Nachfrage nach KI-Chips. Technologiekonzerne wie Nvidia und Apple sind auf die Lieferungen aus Taiwan angewiesen. Dort hat mit dem Konzern TSMC der weltgrößte Auftragsfertiger für Halbleiter seinen Sitz, der als zentraler Profiteur des KI-Trends gilt. Die Statistikbehörde erwartet nun, dass die Exporte in diesem Jahr um gut 41 Prozent steigen werden. Das wäre das stärkste Wachstum seit dem Jahr 1976.
Millionenbetrug an BankkundenDas Bundeskriminalamt (BKA) und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt haben eine internationale Betrügerbande aufgespürt, die Bankkunden um Millionen Euro geprellt haben soll, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Gemeinsam mit Behörden in Brasilien habe man nach mehrjährigen Ermittlungen ein kriminelles Netzwerk ausgehoben und zahlreiche Verdächtige festgenommen, wie BKA und Generalstaatsanwaltschaft gemeinsam mitteilten. Demnach wurden wegen des Verdachts des Computerbetrugs im Online-Banking drei Tatverdächtige in Europa identifiziert. Sie würden nun in Spanien und Bulgarien zur Verantwortung gezogen. Die brasilianischen Behörden gingen zudem unterstützt vom BKA am Donnerstag bei einer Großaktion gegen das Netzwerk vor. Dabei wurden vier mutmaßliche Mitglieder verhaftet und 21 Objekte in sieben Städten durchsucht. Den Beschuldigten werde vorgeworfen, im November 2023 binnen weniger Tage eine Vielzahl nicht autorisierter Abbuchungen von den Konten deutscher Online-Banking-Nutzer ausgeführt zu haben, hieß es. „Das Ausmaß des Schadens liegt im Millionenbereich.\" Nach bisherigen Erkenntnissen hätten die Kriminellen eine Schwachstelle im Buchungsprozess bei einem Zahlungsdienstleister unmittelbar ausgenutzt, die durch ein fehlerhaftes Softwareupdate entstand. Die Täter leiteten demnach die Gelder hauptsächlich nach Brasilien, wo ein Großteil der Summe nach Verschleierungsversuchen ausgezahlt wurde. Ähnlich handelte die Bande mit einem kleineren Teil der Beute in vier europäischen Ländern. Angaben, welche Banken und wie viele Nutzer in Deutschland betroffen waren, wurden nicht gemacht. Die Erkenntnisse der Behörden aus Brasilien sollen nun in die Ermittlungen in Deutschland einfließen.
Deutsche Autoindustrie verliert massenhaft JobsDie einstige deutsche Vorzeigebranche bietet immer weniger stabile Arbeitsplätze. Sie war laut Statistischem Bundesamt der im ersten Halbjahr 2026 am stärksten von Stellenabbau betroffene Bereich. Der Rückgang sei mit 42.300 Beschäftigten und einem Minus von 5,8 Prozent so groß gewesen wie in keiner anderen großen Branche. Als groß gelten hier Branchen mit mehr als 200.000 Beschäftigten. Die Zahl der Mitarbeiter in der Autoindustrie sei auf 691.500 gesunken. Das sei der tiefste Stand seit 20 Jahren. Seit 2005 waren nie weniger Menschen in der Branche beschäftigt. Trotzdem bleibe die Autoindustrie gemessen an der Zahl der Beschäftigten die zweitgrößte Industriebranche nach dem Maschinenbau mit 905.900 Beschäftigten. Die Zahlen beziehen sich auf den Stand zum Ende des ersten Halbjahres, also auf den 30. Juni 2026.
Elon Musk besitzt laut Pflichtmitteilung 48,4 Prozent an SpaceXDer Unternehmer Elon Musk hat einen Anteil von 48,4 Prozent an dem Raumfahrt- und KI-Konzern SpaceX offengelegt. Das Aktienpaket ist aktuell mehr als 900 Milliarden Dollar wert. Dies geht aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervor. Demnach übt Musk über die Papiere die alleinige Stimm- und Verfügungsgewalt aus und kommt insgesamt auf mehr als 82 Prozent der Stimmrechte, womit er sich weiterhin weitreichenden Einfluss sichert. SpaceX war am 12. Juni an die Börse gegangen und hatte dabei zeitweise einen Börsenwert von über zwei Billionen Dollar erreicht. Nach anfänglichen Kursverlusten legte die Aktie im August wieder deutlich zu.
Ottobock wird optimistischerDer Prothesenhersteller Ottobock wird nach deutlichen Zuwächsen im zweiten Quartal optimistischer für das laufende Jahr. „Wir blicken auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück, in dem wir uns durch starkes organisches Wachstum schneller als der Markt entwickelt haben“, sagte Unternehmenschef Oliver Jakobi am Donnerstag laut Mitteilung. An der Börse kamen die Quartalszahlen zunächst gut an. Am Nachmittag drehte die Aktie aber in die Verlustzone.Der Konzern steigerte den Umsatz in den drei Monaten bis Ende Juni um 9,7 Prozent auf 458 Millionen Euro. Im Kerngeschäft erzielte Ottobock ein Plus von 10,7 Prozent auf 440 Millionen Euro. Dabei ist unter anderem das Rollstuhlgeschäft ausgeklammert, dessen Verkauf Mitte Juni mitgeteilt wurde. So konzentriert sich Ottobock auf wachstums- und margenstärkere Bereiche.Im Kerngeschäft stieg der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 23 Prozent auf 122,7 Millionen Euro, die entsprechende Marge stieg um 2,8 Prozentpunkte auf 27,9 Prozent. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit 48,5 Millionen Euro gut viermal so viel wie im Vorjahr. Dabei profitierte Ottobock vor allem von guten Geschäften in der europäischen Region EMEA, während der Umsatz aus eigener Kraft in der Region Americas nur leicht zulegte und im asiatisch-pazifischen Raum sogar etwas sank. Letzteres liege aber auch an starken Vorjahreszahlen und Timing-Effekten, hieß es vom Unternehmen.Ottobock-Chef Jacobi traut dem Unternehmen 2026 nun denn auch in der Tendenz mehr Wachstum sowie eine höhere Profitabilität zu als bisher. Für den Umsatz aus eigener Kraft im Kerngeschäft hob er das untere Ende der angepeilten Wachstumsspanne um einen Prozentpunkt an und geht von einem Plus von sechs bis acht Prozent aus.Davon sollen vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereffekten nun mehr als 27 Prozent übrig bleiben. Zuvor hatte das Management mehr als 26,5 Prozent in Aussicht gestellt.
So plant Elon Musk das größte Gebäude der WeltDie von Elon Musk geführten Unternehmen Space X und Tesla wollen in Texas die größte Chipfabrik des Planeten hochziehen. Sie wäre dem Plan nach zugleich das der Fläche und dem Volumen nach größte Gebäude Welt. Die Terafab, wie das Projekt heißt, soll demnach auf einer Fläche von mehr als 100 Millionen Quadratfuß entstehen, heißt es in einem Beitrag auf der Homepage von Space X. Dort ist auch eine Illustration zu sehen, wie das Gebäude einmal aussehen soll. Es ist lang gezogen und hat den Grundriss einer Rakete.„Terafab wird sowohl hinsichtlich seiner Mission als auch seiner schieren Größe episch sein und darauf ausgelegt sein, neue Rechenkapazitäten in beispiellosem Umfang und Tempo aufzubauen“, heißt es in dem Beitrag. Und weiter: „In dieser Anlage werden die Fertigung, die Verpackung und das Testen fortschrittlicher Logik- und Speicherbausteine stattfinden.“
Wie Hapag-Lloyd durch Dürre und Krieg navigiertDie Hochseereederei Hapag-Lloyd muss wegen des Wassermangels im Rhein für den Weitertransport ihrer Container ins Landesinnere umdisponieren. „Die extrem niedrigen Wasserstände auf dem Rhein wirken sich bereits auf die Transportketten aus“, erklärte Ralf Stüwe, Director Operations Area Germany and Central Europe, am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Transporte von Rotterdam und Antwerpen nach Duisburg seien weiter möglich. Für Ziele am Mittel- und Oberrhein müssten Container jedoch zunehmend auf die Schiene oder den Lkw verlagert werden. Auch international kämpft die Hapag-Lloyd mit der Blockade von Handelswegen, etwa an der Straße von Hormus im Persischen Golf. Die Meerenge ist wegen des Irankriegs zum Brennpunkt geworden. Die steigenden Kosten standen am Mittwoch im Mittelpunkt der Präsentation der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr. Dank gestiegener Frachtraten legte Hapag-Lloyd trotz der Krisen positive Geschäftszahlen vor. Für die Binnenschifffahrt am Rhein haben sich die Frachtraten ebenfalls stark verdoppelt. Der Lieferkettendatendienstleister spricht von einem Anstieg um 250 Prozent. Wegen des niedrigen Wassers können Schiffe nur zehn bis 20 Prozent der üblichen Menge laden. Chemiefabriken und Stahlwerke müssen ihre Produktion drosseln, weil sie nicht mehr mit der gewohnten Menge an Rohstoffen beliefert werden.
Meta vor Gericht wegen Onlinesucht – Staatsanwälte fordern 1,4 Billionen Dollar StrafeDer amerikanische Technologie-Anbieter Meta muss sich seit Mittwoch erstmals vor einem US-Bundesgericht wegen des Vorwurfs verantworten, mit seinen Online-Netzwerken Instagram und Facebook Minderjährige abhängig und damit psychisch krank zu machen. Am ersten Prozesstag wurden nach längerer Befragung zunächst die acht Geschworenen ausgewählt, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Die Eröffnungsplädoyers sollen in der kommenden Woche gehalten werden.Bundesrichterin Yvonne Gonzalez Rogers befragte demnach potenzielle Geschworene zu ihren Ansichten über Online-Netzwerke und den Meta-Konzern. Unter anderem wollte sie wissen, ob die Kandidaten selbst Konten für Onlinedienste hätten, ob ihre Kinder entsprechende Angebote nutzten und ob sie die Dienste für psychische Probleme verantwortlich machten. Einige Geschworene sagten, dass Online-Netzwerke aus ihrer Sicht einen Einfluss auf das psychische Befinden hätten.Zudem wurden einige Kandidaten nach dem Alter gefragt, in dem sie sich für Onlinedienste angemeldet hatten – insbesondere, ob dies vor dem 13. Lebensjahr und ohne Wissen der Eltern geschehen sei. Eine Person verglich den Kick durch das Scrollen durch angstauslösende Inhalte in Online-Netzwerken dabei mit Kokain, eine andere äußerte die Meinung, dass die Apps, „die Werte aus den Menschen ziehen“.
Roger Federer ist kein Milliardär mehrDer frühere Tennisspieler Roger Federer hat nach Schätzungen des US-Wirtschaftsmagazins „Forbes“ seinen Milliardärsstatus verloren. Grund dafür sei der stark gefallene Aktienkurs des Sportbekleidungsherstellers On Holding, an dem Federer beteiligt ist. Nachdem die von dem Schweizer Unternehmen vorgestellten Quartalszahlen hinter den Erwartungen geblieben waren, fiel der Wert des Papiers am Dienstag zeitweise um etwa 19 Prozent auf unter 30 US-Dollar. Damit soll sich Federers Vermögen laut dem Magazin auf 952,4 Millionen US-Dollar dezimiert haben – ein Verlust von mindestens 52 Millionen. Der frühere Tennisprofi soll einen Anteil von 2,5 Prozent an On Holding halten. Das Schweizer Unternehmen hat im zweiten Quartal des laufenden Jahres einen Nettoumsatz von 850,4 Millionen Franken (rund 907,7 Millionen Euro) erwirtschaftet, was einem Anstieg von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Marktbeobachter hatten jedoch rund 30 Millionen Franken Umsatz mehr erwartet. Beim Nettogewinn verbesserte sich der Sportbekleidungshersteller jedoch stark. Insgesamt fuhr On Holding 105 Millionen Franken (112 Millionen Euro) ein, während im Vorjahresquartal noch ein Verlust von rund 41 Millionen Franken (44 Millionen Euro) zu Buche schlug. Auch die Bruttogewinnmarge erreichte 65,4 Prozent. Minderheitsaktionär Federer erlangte im Jahr 2025 erstmals den Milliardärsstatus. Die Tennislegende, die ihre Karriere im Jahr 2022 beendete und 20 Grand-Slam-Titel gewann, soll während dieser Zeit rund 131 Millionen US-Dollar an Preisgeld gewonnen haben. Heute vergrößern sein Vermögen vor allem Werbeverträge mit Unternehmen. Neben On Holding gehört dazu auch das japanische Modelabel Uniqlo.
Bauflaute trifft WienerbergerDer börsennotierte Baustoffkonzern Wienerberger leidet unter einer schwachen Baukonjunktur. Zum Halbjahr bilanziert der weltgrößte Ziegelhersteller ohne Gewinn. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren noch 106 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Der Vorstandsvorsitzende Heimo Scheuch zog sich am Montag aus gesundheitlichen Gründen von der Konzernspitze zurück.Der Gewinnausblick für das Gesamtjahr wurde im Juli gesenkt und am Mittwoch bestätigt. Entsprechend erwartet das Management ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 700 Millionen Euro – bis Juli war mit rund 100 Millionen Euro mehr gerechnet worden. Von Januar bis Juni sank diese Kennzahl um 15 Prozent auf 326 Millionen. Den Konzern mit fast 21.000 Mitarbeitern belastet der schwächer als erwartete Wohnungsneubau vor allem in den Vereinigten Staaten, Kanada und Großbritannien sowie die erhöhte Kosteninflation infolge geopolitischer Konflikte.
Eon-Chef Birnbaum: Gibt keinen vollständigen Schutz gegen bösartige DrohnenattackenLeonhard Birnbaum, der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns Eon, sieht nach dem Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen sichtbaren Handlungsbedarf im Schutz gegen Attacken: \"Wir schaffen es nicht mal, unsere wenigen Flughäfen zu sichern, wie soll ich da sagen, dass alle hunderte Verteilzentren gesichert sind?\", sagte Birnbaum in einer Videokonferenz anlässlich der Halbjahresbilanz am Mittwoch. Zwar arbeiteten Energiekonzerne und Verteilnetzbetreiber eng mit der Politik zusammen, jedoch sei der technische Fortschritt von Drohnen enorm schnell. \"Einen vollständigen Schutz gegen bösartige Drohnenattacken können wir nicht gewährleisten derzeit. Wir können aber sicherstellen, nach erfolgreichen Attacken eine Versorgung schnell wieder herzustellen\", sagte Birnbaum. Gerade Hochspannungsleitungen mit 110.000 Volt seien schließlich attraktive Ziele, weshalb sich die Übertragungsnetzbetreiber ihrer Rolle bewusst seien, wenngleich der Schutz des Luftraums staatliche Aufgabe sei. Hoffnung macht dem Vorstandschef des Dax-Konzerns, dass ein Problembewusstsein für die zunehmende Bedrohungslage vorhanden sei. \"Wir haben systematische Drohnenüberflüge unserer kritischen Infrastruktur seit Jahren erlebt. Es wird Zeit, dass wir darauf entschlossen reagieren\", sagte Birnbaum.
Norwegens Staatsfonds erzielt 184 Milliarden Dollar Gewinn in sechs MonatenDer norwegische Staatsfonds verdient dank des Börsenbooms der Technologie-Werte so gut wie nie. Der Gewinn habe im ersten Halbjahr 1,75 Billionen norwegischen Kronen betragen, das sind umgerechnet ungefähr 184 Milliarden Dollar, teilte der weltweit größte staatliche Fonds mit, wie der Finanzdienst Reuters berichtet. Fonds-Chef Nicolai Tangen sagte, das gute Abschneiden sei auf die Kursgewinne an den Aktienmärkten zurückzuführen, vor allem von asiatischen Technologie-Werten.Norwegens Staatsfonds investiert die Einnahmen des Landes aus dem Öl- und Gasgeschäft. Er hält Beteiligungen an rund 7100 Unternehmen und ist mit einem Fondsvolumen von 2,3 Billionen Dollar der weltweit größte Einzelinvestor. Dazu kommen Investitionen etwa in Immobilien oder Energieprojekte.