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28.09.2026
18:28 Uhr
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Evonik weist BASF-Offerte als zu niedrig ab +++ Bosch halbiert seine Belegschaft in Nürnberg +++ Biontech schließt drei deutsche Standorte nach erfolgloser Käufersuche +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog

Nvidia-Rivale AMD kauft Start-up von KI-VorreiterinDer Chipkonzern AMD gibt in seinem Wettstreit mit dem Branchenriesen Nvidia mehr als acht Milliarden Dollar für das Start-up einer KI-Pionierin aus. Um Technik für die nächste Generation Künstlicher Intelligenz zu bauen, müsse man tiefgründig verstehen, wie sich die KI-Modelle entwickeln, begründete AMD-Chefin Lisa Su den Zukauf. AMD lässt sich die Übernahme der Firma World Labs 8,2 Milliarden Dollar (7,2 Mrd Euro) in Form eigener Aktien kosten. Gründerin Fei-Fei Li wird Chefwissenschaftlerin von AMD.Nvidia dominiert das Geschäft mit Chips für Künstliche Intelligenz und Diensten rund um die Technik. Rivalen wie AMD und Intel konnten sich bisher eher kleinere Nischen erkämpfen, hoffen aber weiterhin, Nvidia mit neuen Produkten mehr Marktanteile abnehmen zu können. Li, die auch Professorin an der Elite-Uni Stanford ist, gilt als eine Vorreiterin der KI-Forschung. Sie gründete World Labs im Jahr 2024.
OpenAI streicht Veröffentlichung von neuem KI-ModellDer ChatGPT-Entwickler OpenAI hat wegen Sicherheitsbedenken die Veröffentlichung eines neuen KI-Modells gestrichen. Unter anderem habe die Software in Tests Nutzer nicht immer ehrlich darüber informiert, welche Aktionen sie unternommen oder nicht unternommen habe, sagte der für Sicherheitssysteme zuständige OpenAI-Manager Saachi Jain dem „Wall Street Journal“. Außerdem habe das KI-Modell zum Teil auf eigene Initiative gehandelt, ohne eine Nutzererlaubnis einzuholen. Das Modell mit dem Namen GPT 6.1 Astra sollte demnach in den kommenden Tagen oder Wochen herauskommen.Eigenmächtige Aktionen fortgeschrittener Künstlicher Intelligenz von OpenAI hatten in den vergangenen Wochen wiederholt für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Erst am Wochenende wurde bekannt, dass die Firma nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle aussetzte. Bei dem Vorfall schaffte es ein KI-Modell in einem Test, Antworten von einem externen Chatbot zu bekommen, obwohl es eigentlich keinen Internet-Zugang haben sollte.
Hackerangriff auf Lieferdienst FlinkHacker haben den Lieferdienst Flink angegriffen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Sie hätten Zugriff auf personenbezogene Daten von Kunden und Mitarbeitern erhalten, sagte ein Unternehmenssprecher. Es handele sich um Stammdaten wie „Name, Lieferadresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer“. Passwörter, Zahlungsdaten, Bankverbindungen oder Kreditkarteninformationen seien nicht betroffen.„Wir haben Kenntnis von einem unbefugten Zugriff auf Daten aus einem unserer internen Systeme erhalten und nehmen den Vorfall sehr ernst“, sagte der Sprecher. Man wisse, dass die Kriminellen versuchten, „den Vorfall auszunutzen, indem sie Kunden und Mitarbeiter direkt kontaktieren und zu Zahlungen auffordern“. Man rate dringend davon ab, auf diese Nachrichten zu reagieren oder Zahlungen zu leisten. Aktuell bestünden keine weiteren unbefugten Zugriffe auf die Systeme, führte der Sprecher aus. „Unmittelbar nach Bekanntwerden haben wir den betroffenen Zugang deaktiviert, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt und gemeinsam mit externen IT-Forensik- und Cybersicherheitsexperten eine umfassende Untersuchung eingeleitet.“ Zunächst hatte der Rbb berichtet.
Evonik weist BASF-Offerte als zu niedrig ab Der Spezialchemiekonzern Evonik hat Insidern zufolge ein Übernahmeangebot des größeren Rivalen BASF abgewiesen. Die Offerte sei als zu niedrig angesehen worden, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. BASF habe rund 22,15 Euro je Evonik-Aktie geboten. Das Angebot entspricht einem Aufschlag von gut 28 Prozent auf den Evonik-Aktienkurs vor dem Bekanntwerden erster Übernahmespekulationen in der vergangenen Woche. Das Essener Unternehmen wird damit inklusive Schulden mit rund 14 Milliarden Euro bewertet. Evonik lehnte eine Stellungnahme ab.BASF wollte sich zu dem genannten Preis nicht äußern. Der Konzern teilte jedoch mit, eine mögliche Übernahme würde die eigenen Kerngeschäfte stärken und ergänzen. Dabei verfolge das Unternehmen einen disziplinierten Ansatz: „Unsere Bewertung basiert auf einem Synergiepotenzial, das nur unter Einbindung von Evonik verifiziert werden kann.“ Evonik-Aktien stiegen am Montag um bis zu 2,5 Prozent auf 19,85 Euro.Beide Unternehmen hatten am Freitag Sondierungsgespräche bestätigt. Für BASF wäre eine Übernahme von Evonik einer der größten Zukäufe in der gut 160-jährigen Firmengeschichte. Die bislang größten Übernahmen der Ludwigshafener waren der Erwerb der Saatgut- und Herbizidgeschäfte von Bayer im Jahr 2018 für 7,6 Milliarden Euro sowie der Kauf des US-Katalysatorherstellers Engelhard 2006 für 4,8 Milliarden Dollar.
Biontech-Werk in Marburg: Mehr als 500 Arbeitsplätze von Schließung betroffenIn Marburg gehen die Arbeitsplätze von mehr als 500 Biontech-Mitarbeitern verloren. Wie der Impfstoffhersteller mitteilt, soll das Werk 2028 schließen. Schon im Mai hatte das Unternehmen mit Hauptsitz in Mainz angekündigt, den Standort aufzugeben. Biontech hatte die Stadt an der Lahn im Herbst 2020 als Produktionsstandort ausgewählt, weil es dort ein mit geeigneten Reinräumen ausgestattetes Werk des Pharmakonzerns Novartis übernehmen konnte.
Bosch halbiert seine Belegschaft in NürnbergDer Automobilzulieferer Bosch will in seinem Nürnberger Werk in den nächsten drei Jahren gut die Hälfte seiner 1.800 Mitarbeiter abbauen. Bis 2029 sollen 900 Stellen gestrichen werden, kündigte das Unternehmen an. Der Stellenabbau in Nürnberg soll zusätzlich zum bereits angekündigten Abbau von konzernweit 22.000 Mitarbeitern erfolgen. Der Großteil davon trifft den Mobility-Sektor. Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 hatte Bosch bereits rund 6.500 Beschäftigte weniger als Ende 2025, konnte seinen Umsatz im Vorjahresvergleich dennoch um 3,6 Prozent steigern. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen nach Steuern erstmals seit der Finanzkrise rote Zahlen geschrieben und unter dem Strich einen Verlust ausgewiesen. Bosch begründete den Schritt in Nürnberg mit dem fortschreitenden Wandel in der Automobilindustrie und dem zunehmenden Wettbewerb- und Preisdruck in der Branche. Vor allem Konkurrenten aus China setzen dem Zulieferer zu. Der weltweite Automarkt stagniere, die Nachfrage in Europa sei sogar rückläufig. In Nürnberg stellt Bosch vor allem Komponenten für den Verbrennungsmotor sowie für Brennstoffzellen her. Durch den Wandel hin zu mehr Elektromobilität verlieren Verbrenner an Bedeutung. Die Brennstoffzelle für Wasserstoffantriebe konnte die in sie gesetzten Erwartungen bisher nicht erfüllen. Dies führe zu einem Personalüberhang in Nürnberg, der wirtschaftlich längerfristig nicht tragfähig sei, hieß es. Bosch kündigte sozialverträgliche Lösungen für den Abbau an. „Diese Entscheidung fällt uns überaus schwer, da sie für unser engagiertes Team in Nürnberg tiefgreifende Auswirkungen hat. Wir müssen jedoch unsere Strukturen an das veränderte Marktumfeld anpassen und unsere Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen“, heißt es in einer Mitteilung.
Edeka darf 178 Tegut-Supermärkte übernehmenDer Lebensmittelhändler Edeka darf 178 Filialen der Supermarktkette Tegut übernehmen. Das teilte das Bundeskartellamt in Bonn mit. Die Schweizer Genossenschaft Migros hatte im März angekündigt, Tegut verkaufen zu wollen. Edeka wollte ursprünglich 202 der rund 300 Supermärkte der Kette erwerben und anschließend weiterbetreiben. Die Wettbewerbshüter äußerten jedoch Bedenken. Sie befürchteten, dass Edekas Marktanteil in einigen Regionen zu hoch sein und dadurch ein wirksamer Wettbewerb behindert werden könnte. Deshalb wurde eine Übernahme in der geplanten Form abgelehnt. Edeka verpflichtete sich deshalb, 24 der vorgesehenen 202 Tegut-Standorte für einen Zeitraum von vier Jahren nicht zu erwerben. „Damit verhindern wir, dass es in den betroffenen Regionen durch die Übernahme zu Verschlechterungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher kommt“, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt.
Tesla erhöht Gehälter in Grünheide um bis zu fünf Prozent Der US-Elektroautobauer Tesla will seine Gehälter für das einzige europäische Autowerk in Grünheide bei Berlin um bis zu fünf Prozent anheben. Die Geschäftsführung der Gigafactory Berlin-Brandenburg plane, zum 1. Oktober die Entgelte um durchschnittlich vier bis fünf Prozent zu erhöhen, teilte Tesla mit.In der Produktion sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Angaben des Unternehmens fünf Prozent mehr erhalten. Sie machen den größten Teil der Beschäftigten aus. Die Facharbeiterinnen und Facharbeiter sollten vier Prozent mehr erhalten, dazu komme ein leistungsbezogener Bonus. Dort arbeiten derzeit nach Unternehmensangaben mehr als 12.000 Beschäftigte. Für den Ausbau der Produktion und der Batteriezellfertigung sollen insgesamt 3.500 Arbeitsplätze neu entstehen, ein Teil der Mitarbeiter ist bereits eingestellt.Die IG Metall wertet die Erhöhung grundsätzlich positiv, hält das aber nicht für ausreichend. „Es ist gut, dass es eine Lohnerhöhung gibt. Die haben sich die Kolleginnen und Kollegen bei Tesla mit ihrem Einsatz mehr als verdient“, sagte IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen, Jan Otto, der Deutschen Presse-Agentur. „Allerdings ist das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn Tesla liegt auch damit weiter unter den IG Metall-Standards der Autoindustrie.“ Es gebe kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld und viele Beschäftigte hingen in ihren Entgeltgruppen fest. „Tesla liegt deutlich unter den Tarifstandards.»
Cum-Ex-Ermittlungen: Kritik in HamburgDie Staatsanwaltschaft Hamburg setzt im Mammutverfahren zur Aufarbeitung des besonders schweren Steuerbetrugs mit Cum-Ex-Aktiengeschäften bislang nur eine Staatsanwältin ein. Zuständig sei die für Steuersachen verantwortliche Abteilung 50 der Staatsanwaltschaft, heißt es in der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Die Anklagebehörde hat das Ermittlungsverfahren zuletzt von der Kölner Staatsanwaltschaft übernommen. Das Verfahren betreffe 26 Beschuldigte. Die Akte umfasse 14 Umzugskartons und 600 Millionen Dateien. Dementsprechend hatte die Anklagebehörde bereits erklärt, es stünden „noch umfangreiche Ermittlungen aus, deren Durchführung noch eine erhebliche Zeit in Anspruch nehmen wird“. Der Senatsantwort zufolge soll bei der Staatsanwaltschaft perspektivisch ein zweiter Dezernent hinzukommen. Zudem stünden als Hilfe ein Wirtschaftsreferent und eine Ermittlungsgruppe des Finanzamts Hamburg zur Verfügung. Die IT-Forensik übernehme ein externer Sachverständiger. „Im Übrigen ist bei der Staatsanwaltschaft Hamburg keine besondere Ermittlungsgruppe geplant“, erklärte der Senat. Vor allem die Kölner Staatsanwaltschaft tat sich bei der Ermittlung von Cum-Ex-Fällen hervor. In ihrer Zuständigkeit liegt das bei Cum-Ex-Geschäften tangierte Bundeszentralamt für Steuern im benachbarten Bonn. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hätte allerdings schon vor Jahren ebenfalls tätig werden können – dass sie es nicht tat, stieß manchen Kritikern sauer auf. Denn Hamburg ist ein Schauplatz für diese Art der kriminellen Machenschaften, Institute wie die Warburg-Bank waren beteiligt. Erst am vergangenen Mittwoch hatte das Finanzgericht eine Klage der Bank zurückgewiesen und damit Hinterziehungszinsen in Höhe von rund zehn Millionen Euro für rechtens erklärt. Die Warburg Bank war der Meinung, dass ihre Cum-Ex-Geschäfte gar keine Steuerhinterziehung waren und sie deshalb auch keine Hinterziehungszinsen zahlen müsse. Dass auch die inzwischen aufgelöste HSH Nordbank als frühere Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein bei Cum-Ex-Geschäften ihre Hände im Spiel hatte, ist seit spätestens 2014 bekannt: Damals veranlasste die Bank Steuerrückzahlungen von rund 126 Millionen Euro, um Steuerschäden auszugleichen. Inzwischen geht es bei der Aufarbeitung des größten Steuerbetrugs der Bundesrepublik nicht nur um Cum-Ex, sondern auch um artverwandte Cum-Cum-Geschäfte. Bei dem nun von der Hamburger Staatsanwaltschaft übernommenen Ermittlungsverfahren geht es den Angaben zufolge auch um „Cum/Cum-Gestaltungen“.
Nvidia mit Rekord-Aufstockung von Aktienrückkauf Der Chipkonzern Nvidia stockt seine Aktienrückkäufe massiv auf. Das Volumen des aktuellen Programms werde um 150 Milliarden auf insgesamt 235 Milliarden Dollar erhöht, teilte das US-Unternehmen am Montag mit. Dies ist die größte Aufstockung der Wirtschaftsgeschichte. Nvidia-Aktien stiegen daraufhin im vorbörslichen Handel an der Wall Street um rund ein Prozent.Der Halbleiterhersteller ist einer der Profiteure des weltweiten Baubooms bei Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) und verbucht seit mehreren Jahren jedes Quartal zwei- oder dreistellige Wachstumsraten. „Wir sind in der Lage, in zukunftsweisende Technologien zu investieren und Kapital an unsere Aktionäre auszuschütten“, betonte Konzernchef Jensen Huang. Im laufenden Quartal wird Nvidia Analystenschätzungen zufolge einen Umsatz von rund 108 Milliarden Dollar und einen Reingewinn von gut 59 Milliarden Dollar erwirtschaften.
Drei deutsche Biontech-Standorte werden geschlossenDie monatelange Suche nach Käufern war erfolglos: Die drei deutschen Biontech-Standorte im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein, im hessischen Marburg und in Tübingen in Baden-Württemberg werden in einiger Zeit schließen. Betroffen sind nach Unternehmensangaben rund 1800 Beschäftigte. In Tübingen soll nach Unternehmensangaben nun Ende 2027 Schluss sein, in Marburg Anfang 2028 und in Idar-Oberstein Ende 2028. Dass Verkäufe der Werke nicht realisiert werden konnten, liege im Wesentlichen an dem aktuell schwierigen Markt- und Investitionsumfeld, erklärte Biontech. Um die Standortschließungen sozialverträglich zu gestalten, seien mit dem Konzernbetriebsrat ergänzende Abfindungskonditionen vereinbart worden. Details dazu nannte Biontech zunächst nicht. In dem Marburger Werk wurden bislang Covid-19-Impfstoffe auf mRNA-Basis sowie Plasmid-DNA, ein wichtiges Ausgangsmaterial für mRNA-Impfstoffe und Zelltherapien, hergestellt. Biontech hatte es einst vom Schweizer Pharmakonzern Novartis übernommen und Millionen investiert. In Idar-Oberstein werden unter anderem Therapeutika für frühe klinische Entwicklungsphasen produziert und beim Standort in Tübingen handelt es sich um den Sitz von Curevac, den einstigen Konkurrenten im Rennen um einen Corona-Impfstoff. Im Sommer 2025 hatte Biontech dessen Übernahme angekündigt, die milliardenschwere Transaktion zog sich über Monate hin. Dass Biontech die drei Standorte nicht weiter betreiben will, hatten die Mainzer schon im Frühjahr bekanntgegeben. Sie begründeten das mit einer zu geringen Auslastung, Überkapazitäten, Kosteneinsparungen sowie dem Fokus auf der Krebsmedizin. Damals warf Curevac-Gründer Ingmar Hoerr Biontech Täuschung vor. Bei der Übernahme von Curevac sei vereinbart worden, ein gemeinsames Unternehmen zu schaffen, das sich gegenseitig befruchte. Das sei über den Haufen geworfen worden.
Aldi plant 40 neue Filialen in Großbritannien Aldi will im kommenden Jahr rund eine Milliarde Euro in sein Geschäft in Großbritannien stecken. Das Geld solle unter anderem in 40 neue Filialen und das Vertriebsnetz fließen, teilte der britische Ableger von Aldi Süd am Montag mit. Damit will der deutsche Discounter seinen Anteil auf dem hart umkämpften britischen Lebensmittelmarkt ausbauen. Allein in den kommenden zehn Wochen sollen 30 weitere Läden zu den schon bestehenden 1092 dazukommen. Langfristig peilt Aldi 1500 Standorte an. Sowohl Aldi als auch der deutsche Konkurrent Lidl sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten in Großbritannien massiv gewachsen und haben damit die britischen Ketten unter Druck gesetzt.2025 stagnierte der Betriebsgewinn von Aldi UK bei 432,9 Millionen Pfund, was einer Marge von 2,3 Prozent entspricht. Der Umsatz, inklusive Irland, stieg um fünf Prozent auf 19 Milliarden Pfund. Das Unternehmen begründete die schleppende Gewinnentwicklung mit Investitionen in Preise, Infrastruktur und Löhne. Aldi ist nach Tesco, Sainsbury's und Asda der viertgrößte Lebensmittelhändler in Großbritannien.
Hugo Boss bekommt neuen FinanzchefDer vor einer möglichen Übernahme stehende Modekonzern Hugo Boss wechselt den Finanzchef. Der bisherige Amtsinhaber Yves Müller verlasse auf eigenen Wunsch und aus persönlichen Gründen den Vorstand, teilte der Bekleidungshersteller in Metzingen mit. Seine Nachfolge für das Finanzressort und die Verantwortung für das operative Geschäft als COO (Chief Operations Officer) übernimmt Ivica Maric zum 1. Oktober. Maric hat auch bisher in der Steuerung des Tagesgeschäfts gearbeitet. Der vor knapp zwei Wochen zum Aufsichtsratschef aufgerückte Michael Murray vom Großaktionär Frasers Group dankte Müller in der Mitteilung und verwies auf die langjährige Erfahrung von Maric. Die britische Frasers Group war mit einem freiwilligen Übernahmeangebot für Hugo Boss zuletzt gescheitert, baute aber ihre Macht im Unternehmen über die Besetzung des Chefpostens im Kontrollgremium mit Murray merklich aus. Murray ist auch Vorstandschef (CEO) der Frasers Group.
Tiktok begrenzt Nutzungszeit für Kinder in US-BundesstaatNach dem Facebook-Konzern Meta hat sich auch Tiktok in einem US-Bundesstaat bereit erklärt, Nutzungszeiten für Teenager zu beschränken. Mit den Zusagen und einer Zahlung von bis zu 300 Millionen Dollar will die Kurzvideo-Plattform einem Prozess entgehen, der kommende Woche beginnen sollte. Dabei sollte es unter anderem um den Vorwurf gehen, dass Tiktok gezielt so gestaltet worden sei, dass es Kinder süchtig mache.Zu den Einschränkungen gehört, dass für junge Nutzer in Alabama ein Zeitlimit von zwei Stunden am Tag gelten solle, wie der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates, Steve Marshall, mitteilte. Außerdem wird der Zugang zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens eingeschränkt und Teenager sollen keine kosmetischen Filter in ihren Videos nutzen dürfen.Meta hatte im vergangenen Monat in einer Einigung mit mehreren Bundesstaaten einer Zahlung von bis zu 18 Milliarden Dollar und vergleichbaren Beschränkungen zugestimmt. Der Facebook-Konzern hofft, dass sich auch Snapchat und die Videoplattform Youtube den Einschränkungen anschließen.