FAZ 23.03.2026
07:28 Uhr

Business-Ticker: Musk: Tesla und SpaceX bauen Chipfabriken für Eigenbedarf in Texas


Tesla-Chef erleidet aber vor Gericht eine Niederlage +++ Pötsch bleibt VW-Chefkontrolleur +++ Tausende Luxusautos wegen des Irankriegs auf kenianischer Mini-Insel gestrandet +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Business-Ticker: Musk: Tesla und SpaceX bauen Chipfabriken für Eigenbedarf in Texas

US-Geschworene: Musk schädigte Twitter-Aktionäre bewusst Tech-Milliardär Elon Musk hat in einem Prozess um sein Vorgehen bei der Übernahme von Twitter eine Niederlage erlitten. Geschworene eines Bezirksgerichts in San Francisco kamen zu dem Schluss, dass Musk im Jahr 2022 mit zwei irreführenden Äußerungen ein Wertpapiergesetz verletzt hatte. Da das den Aktienkurs drückte, könnte er verpflichtet werden, damaligen Anteilseignern eine hohe Wiedergutmachung zu zahlen. Musk äußerte sich zunächst nicht zu dem Urteil. Er könnte dagegen in höherer Instanz in Berufung gehen.Der Tech-Milliardär hatte im April 2025 mit Twitter die Übernahme des Kurznachrichtendienstes für einen Kaufpreis von rund 44 Milliarden Dollar vereinbart. Doch wenig später behauptete er, dass Twitter viel mehr automatisierte Bot-Accounts habe als offiziell angegeben und drohte mit einem Rückzieher. Der Twitter-Verwaltungsrat beharrte jedoch auf der Einhaltung der Vereinbarung und am Ende schloss Musk den Kauf Ende Oktober 2022 doch zum abgesprochenen Preis ab.Aktionäre von Twitter zogen bereits Anfang Oktober 2022 vor Gericht und warfen Musk vor, mit seinen Äußerungen den Kurs absichtlich manipuliert zu haben. Die Geschworenen berechneten nun auch den jeweiligen Betrag, um den Musks Worte den Twitter-Aktienkurs an einzelnen Tagen zwischen dem 13. Mai und dem 3. Oktober 2022 aus ihrer Sicht künstlich gedrückt hatten. Zu einem späteren Zeitpunkt soll festgelegt werden, wie viel Wiedergutmachung Musk damaligen Aktionären zahlen soll. Es könnten hunderte Millionen oder auch einige Milliarden US-Dollar werden. 

Pötsch bleibt VW-Chefkontrolleur Hans Dieter Pötsch soll oberster Kontrolleur des Volkswagen-Konzerns bleiben. Der Nominierungsausschuss des VW -Aufsichtsrats schlug den 74-Jährigen zur Wiederwahl vor, wie das Unternehmen mitteilte. Dieser Vorschlag wird dem Aufsichtsrat in seiner kommenden Sitzung vorgelegt, am 18. Juni soll die Hauptversammlung darüber entscheiden.Pötsch erklärte dazu laut Mitteilung: „Dem Wunsch, das Unternehmen weiterhin an der Spitze des Kontroll- und Beratungsgremiums durch diese herausfordernden Zeiten zu führen, komme ich gerne nach.“ Sein Ziel bleibe es, VW „wetterfest“ aufzustellen. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ über die Personalie berichtet.Der Österreicher Pötsch arbeitet seit 2003 für die VW-Gruppe, zwölf Jahre als Finanzvorstand und seit Herbst 2015 an der Spitze des Aufsichtsrats. Er ist zudem Chef der VW-Eigentümer-Holding Porsche SE. Deren Aufsichtsrat beschloss, das Mandat von Pötsch um eine weitere Amtszeit zu verlängern. Die Bestellung erfolge mit Wirkung zum 1. Januar 2027 für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Dezember 2031, teilte die Porsche SE separat mit. 

VW-Chef Blume lobt Chinas Planung und LeistungsbereitschaftVW-Chef Oliver Blume setzt auf China und lobt die strategische Weitsicht der Führung in Peking. \"Die Chinesen ⁠gehen sehr planerisch vor mit sogenannten Fünfjahresplänen und haben dort auch klare Prioritäten\", sagte er der \"Bild am Sonntag\". Und er fügte hinzu: \"Das ‌ist optimal durchstrukturiert. Und was wir in China sehr positiv erleben, ist eine hohe Disziplin und Leistungsbereitschaft, die Themen umzusetzen.\" Es lohne ‌der Blick über den eigenen Gartenzaun. \"Zu schauen, wie es andere Länder machen, und in China können wir dort auch einiges lernen, wie das ​Land sich entwickelt hat\", ⁠sagte Blume.Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang hat derweil ausländischen ​Unternehmen eine weitere Öffnung der Wirtschaft und vollständige Gleichbehandlung versprochen. Angesichts ⁠wachsender globaler Handelsspannungen wolle die Volksrepublik das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft stärken, sagte Li am Sonntag auf dem China Development Forum in Peking ‌staatlichen Medien zufolge.

Rheinmetall verspricht erste neue Fregatte für das Jahr 2031Der Rüstungskonzern Rheinmetall erwartet, die Fregatten vom Typ F126 für die Marine zügig bauen zu können. \"Wir gehen davon aus, dass wir die Fregatte F126 im Sommer als Generalunternehmer unter Vertrag bekommen\", sagte Tim Wagner, Chef der neu geschaffenen Division Maritime Systems, nach einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA der \"Welt am Sonntag\".Und er fügte demnach hinzu: \"Wir wollen die Durchlaufzeiten beschleunigen und die erste der sechs geplanten Fregatten im zweiten Halbjahr 2031 abliefern.\" Es liefen Gespräche mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr.

Neuer Aufsichtsrat für JenoptikDer Aufsichtsrat des Thüringer Technologiekonzerns Jenoptik ist wieder komplett.  Das Amtsgericht Jena hat mit Wirkung zum 20. März 2026 und bis zum Ablauf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung Andreas Krey in das Gremium bestellt. Krey steht seit mehr als zwanzig Jahren an der Spitze der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen. Der Freistaat ist mit rund 11 Prozent an Jenoptik beteiligt und größter Aktionär des Unternehmens. Die Ersatzbestellung war nötig geworden, nachdem der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende von Jenoptik, Matthias Wierlacher, der Vorstandsvorsitzende der Thüringer Aufbaubank, sein Mandat im Aufsichtsrat von Jenoptik zum Jahresende niedergelegt hatte. Den Vorsitz im Aufsichtsrat hat seither Daniela Mattheus inne. Zur ihren ersten Aufgaben an der Spitze des Kontrollgremiums gehört die Suche nach einem Nachfolger für den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Stefan Traeger, der Jenoptik im Februar verlassen hat. Krey soll den Aufsichtsrat mit Kompetenzen unter anderem in Unternehmensführung, Corporate Governance sowie Finanz- und Betriebswirtschaft verstärken, teilte Jenoptik mit. Er hält weitere Mandate unter anderem im Aufsichtsrat der Stahlwerk Thüringen GmbH sowie im Beirat der Analytik Jena GmbH & Co. KG. 

4000 Luxusautos auf kenianischer Mini-Insel gestrandetTausende Luxusautos sind im Zuge des Iran-Kriegs auf dem Weg von Japan nach Dubai Hafenbehörden zufolge auf einer kenianischen Insel gestrandet. Das geht aus übereinstimmenden Medienberichten hervor. Örtliche Medien zeigten zahlreiche glänzende Wagen der deutschen Automarke Porsche, die einem Lagergebäude auf der Insel Lamu geparkt waren. Die Autos gehören zu insgesamt 4000 Fahrzeugen, die in der vergangenen Woche von zwei Schiffen der italienischen Grimaldi-Gruppe auf Lamu abgeladen wurden.Das zuletzt angekommene Schiff hatte am 24. Februar die japanische Hafenstadt Yokohama verlassen – vier Tage, bevor der Iran-Krieg mit US- und israelischen Angriffen auf den Iran begann. Am 1. März wurde das Ziel des Schiffs, der Hafen Dschebel Ali in Dubai, von iranischen Gegenangriffen getroffen.

Amazon entwickelt ein neues SmartphoneGut ein Jahrzehnt nachdem sein erstes ​Smartphones scheiterte, arbeitet der Internetkonzern Amazon an einem neuen Mobiltelefon. Das berichtet der Finanzdienst Reuters und bezieht sich auf vier mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das intern unter dem Namen \"Transformer\" ⁠laufende Projekt zielt demnach auf ein stark personalisiertes Gerät ab, das eng mit dem Sprachassistenten Alexa verzahnt ist.Das Projekt ‌könne aufgrund strategischer oder finanzieller Bedenken noch gestoppt werden. Ein Schwerpunkt liege auf der Integration von Künstlicher Intelligenz (KI). Das Telefon solle als ständiger Begleiter dienen ‌und den nahtlosen Zugriff ‌auf Amazon-Dienste wie Prime Video oder Einkäufe erleichtern. Ein Amazon-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Volkswagen-Chefaufseher Pötsch soll weitere Amtsperiode bleiben Die Entscheidung über die künftige Führung des Aufsichtsrats von Europas größtem Autobauer Volkswagen ⁠ist gefallen. Hans Dieter Pötsch soll das Kontrollgremium des Wolfsburger Konzerns auch in den kommenden fünf Jahren leiten, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats werde dem Gremium bei der nächsten Sitzung einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten, teilte das Unternehmen ‌am Freitag nach Börsenschluss mit. Anschließend sollen die Aktionäre bei der Hauptversammlung im Juni über die Personalie abstimmen. Der 74-jährige Pötsch sagte, er habe sich dazu entschieden, für eine Wiederwahl zur Verfügung zu ‌stehen. „Dem Wunsch, das Unternehmen weiterhin an ‌der Spitze des Kontroll- und Beratungsgremiums durch diese herausfordernden Zeiten zu führen, komme ich gerne nach.“Für Pötsch ist es die dritte Amtszeit an der Spitze des VW-Aufsichtsrats. Er war im Oktober 2015 nach Auffliegen des Dieselskandals erstmals in das ​Gremium gewählt worden, nachdem er das Finanzressort im Volkswagen-Vorstand ⁠geleitet hatte. Seine Wiederwahl durch die VW-Aktionäre gilt als Formsache.Zudem bleibt Pötsch Vorstandschef des VW-Großaktionärs Porsche Automobil Holding SE. Der Aufsichtsrat ​der Porsche SE habe beschlossen, Pötschs Mandat als Vorstandschef um eine weitere Amtszeit bis Ende 2031 zu verlängern, teilte die Obergesellschaft der ⁠Autobauer VW und ‌Porsche AG mit. Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche sagte, die Bereitschaft von Pötsch, in schwierigen Zeiten weiter Verantwortung zu übernehmen und die Interessen des Unternehmens zu vertreten, verdiene große Anerkennung. „Gleichzeitig ermöglicht diese Kontinuität in der Person eine Fokussierung auf die anstehenden Aufgaben ⁠in der ⁠Sache, da insbesondere die Transformation der Automobilindustrie große Herausforderungen mit sich bringt“, sagte Porsche-Vize-Aufsichtsratschef Hans Michel Piech.Volkswagen steht derzeit mitten ⁠im Umbau. Konzernweit ​fallen nach ⁠Angaben von VW-Chef Oliver Blume in den ​kommenden Jahren rund 50.000 Arbeitsplätze in Deutschland weg, allein 35.000 davon bei der ‌Hauptmarke Volkswagen. Der Gewinn war 2025 um die Hälfte eingebrochen. Der harte Wettbewerb in China, die Zölle von ​US-Präsident Donald Trump und hohe Investitionen in Elektromobilität und ​Software machen dem Unternehmen zu schaffen. 

Dieselgate: Richter im Volkswagen-Prozess abgesetzt  Wegen Befangenheit muss der bisherige Vorsitzende Richter im zweiten Strafprozess zum Abgasskandal („Nox-Verfahren\") am Landgericht Braunschweig seinen Stuhl räumen. Der Antrag eines Angeklagten auf Ablehnung des Richters sei begründet, teilte das Landgericht mit. Grundlage für die Entscheidung ist ein Beschluss, den die übrigen Richter der 11. Strafkammer am Freitagmorgen ohne den Vorsitzenden Richter gefasst haben. In Strafprozessen kommen Befangenheitsanträge gegen gesamte Spruchkörper und einzelne Richter durchaus vor, jedoch haben sie selten Erfolg. In dem konkreten Fall habe der Vorsitzende in einem Telefonat mit der Verteidigung eines Angeklagten Äußerungen getätigt, die aus Sicht der Verteidigung Misstrauen gegen seine Unparteilichkeit begründeten, heißt es aus Braunschweig. Nun rückt ein sogenannter Ergänzungsrichter in der Strafkammer nach. Der bisherige Berichterstatter in dem Verfahren wird zum Vorsitzenden Richter in dem Strafprozess.Der Betrugsprozess gegen fünf, teils ehemalige Manager des Volkswagen-Konzerns hatte im November 2025 begonnen. Die Strafkammer verhandelte bisher an 22 Tagen und ist in der Beweisaufnahme. Wie das Landgericht erklärte, bleiben alle schon anberaumten Termine bestehen. Ursprünglich hatte die Strafkammer 95 Verhandlungstage bis zum Jahresende 2026 vorgesehen. Mehr als zehn Jahre nach dem Bekanntwerden von Abgasmanipulationen in Dieselmotoren gibt es in Deutschland bisher nur eine rechtskräftige Entscheidung. Kurz vor Weihnachten 2025 bestätigte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe die Schuldsprüche gegen Rupert Stadler, den einstigen Audi-Chef, den früheren Audi-Motorenchef sowie einen leitenden Ingenieur. 

Borouge geht später an die BörseDer österreichische Energie- und Chemiekonzern OMV und die Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) aus den Vereinigten Arabischen Emiraten haben den Börsengang ihres Gemeinschaftsunternehmens Borouge Group International (BGI) auf 2027 verschoben. Das teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag mit. Ursprünglich war ein früherer Zeitpunkt geplant. Die Zusammenlegung der OMV-Tochtergesellschaft Borealis, der ADNOC-Tochter Borouge und der zugekauften Nova Chemicals wird bis Ende März erwartet, vorbehaltlich üblicher Bedingungen.    Darüber hinaus sei eine Anpassung der Dividende der BGI vereinbart worden. OMV erhält demnach für dieses Jahr eine Ausschüttung in Höhe von 250 Millionen US-Dollar (217 Millionen Euro), statt der bisher angenommenen 500 Millionen Dollar. Die Auswirkung auf die OMV-Dividende beziffert das Unternehmen auf rund 0,6 bis 0,7 Euro je Anteilsschein.    Über die Zusammenlegung der Chemiesparten war bereits seit 2023 verhandelt worden, geeinigt hatte man sich dann im März 2025. Die Streubesitzaktionäre von Borouge sollen ein Angebot für Aktien an dem Jgemeinsamen Unternehmen bekommen, auch dieses und eine geplante Kapitalerhöhung verschieben sich nun nach hinten. Bei Bedarf sollen auch für 2027 weitere Unterstützungsmaßnahmen geprüft werden, um die Bonitätsnote der BGI zu sichern.

Milliardendeal: Novartis erweitert BrustkrebsportfolioDer Schweizer Pharmakonzern Novartis blättert ​bis zu drei Milliarden Dollar auf den Tisch, um sich einen neuen Wirkstoff gegen ⁠Brustkrebs in die Forschungspipeline zu holen. Konkret geht es um die Rechte an einem experimentellen Wirkstoffkandidaten namens SNV4818 der Firma Pikavation Therapeutics. Wie Novartis mitteilt, soll die Transaktion zum Ende des ersten Halbjahrs 2026 abgeschlossen werden. Ob die teure Wette für den Basler Pharmariesen aufgeht, ist indes noch offen. Der oral zu verabreichende Wirkstoff ​befindet sich derzeit noch in einer ⁠frühen klinischen Studienphase. Er zielt nach Angaben von Novartis auf eine Mutation ab, die bei ​etwa 40 Prozent der Patientinnen mit einer bestimmten Form von Brustkrebs (HR+/HER2-) ⁠auftrete und oft ‌mit einer schlechteren Heilungsprognose einhergehe. Im Gegensatz zu bisherigen Behandlungen solle der neue Wirkstoff gezielt nur das mutierte Enzym ⁠in den Krebszellen ⁠angreifen und die normale Variante in gesunden Zellen verschonen. Dies ⁠verringere unerwünschte ​Nebenwirkungen ⁠und verbessere die Verträglichkeit. Dadurch lasse sich das ‌Mittel künftig leichter mit Hormontherapien und anderen Behandlungen kombinieren. Mit Piqray verfüge Novartis bereits über ein Medikament, das Patientinnen mit dieser Form von Brustkrebs helfe, schreiben die Analysten der Bank Vontobel. Daher sei die Aufnahme eines Medikaments der nächsten Generation in die Pipeline ein sinnvoller Schritt. 

Jeff Bezos plant 100-Milliarden-Dollar-Fonds für KI-gestützte FertigungAmazon-Gründer Jeff Bezos plant einem ​Zeitungsbericht zufolge einen 100 Milliarden Dollar schweren Fonds für den ⁠Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Fertigungsindustrie. Das „Wall Street Journal“ (WSJ) berichtete am Donnerstag, Ziel sei es, Unternehmen zu übernehmen und deren Automatisierung voranzutreiben. Bezos ‌führe bereits Gespräche mit großen Vermögensverwaltern. Zudem sei er vor einigen Monaten in den Nahen Osten gereist, um bei dortigen Staatsfonds ‌um Kapital zu werben. ‌In Investorenunterlagen werde das Vorhaben als „Instrument zur Transformation der Fertigung“ beschrieben. Im Fokus stünden Branchen wie die Chipherstellung, die Rüstungsindustrie sowie die Luft- ​und Raumfahrt.Der neue Fonds dürfte ⁠eng mit Bezos' Engagement im KI-Sektor verknüpft sein. Die „New York Times“ hatte im vergangenen ​Jahr berichtet, dass Bezos Co-Chef des Start-Ups Project Prometheus werden solle. Dieses konzentriere ⁠sich auf ‌KI-Anwendungen für die technische Entwicklung und die Fertigung von Computern, Autos und Raumfahrzeugen. Prometheus verhandelt dem WSJ zufolge derzeit unabhängig davon über eine ⁠Finanzierung von bis ⁠zu sechs Milliarden Dollar. Laut einem Bericht der „Financial Times“ vom Februar hatte das ⁠Unternehmen ​Ende ⁠vergangenen Jahres 6,2 Milliarden Dollar eingesammelt. ​Bezos war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu ‌erreichen. Auch die Mitgründer von Prometheus reagierten nicht auf Anfragen.

DWS-Chef rückt in Deutsche-Bank-Vorstand auf – Technologiechef gehtDie Deutsche Bank bekommt zwei neue Vorstandsmitglieder. Der ​Vorstandschef des Vermögensverwalters DWS, Stefan Hoops, rückt zum 1. Mai zusätzlich in ⁠das Gremium des Mutterkonzerns ein, wie Deutschlands größte Bank am Donnerstagabend mitteilte. Zugleich übernimmt Marie-Jeanne Deverdun den Posten des Technologie- und Innovations-Vorstands. Sie löst ‌Bernd Leukert ab, der die Bank nach sieben Jahren im Vorstand Ende Juni verlässt. Deverdun arbeitet seit 16 Jahren für die Deutsche ‌Bank, zuletzt als Verantwortliche ‌für den operativen Betrieb der Firmenkunden- und Investmentbank-Sparte. Sie bringe „die besten Voraussetzungen mit, um auf das Geschäft fokussierte Innovationen zu beschleunigen und das Kundenerlebnis in allen ​Geschäftsbereichen erheblich zu verbessern“, sagte Aufsichtsratschef ⁠Alexander Wynaendts.Hoops Berufung in den Vorstand hängt auch mit dem Abschied von Finanzvorstand James von Moltke ​zusammen, der die Deutsche Bank Ende Juni wie angekündigt verlässt. Von Moltke war ⁠im Vorstand auch für ‌die Vermögensverwaltung zuständig, nun wird daraus ein eigenes Ressort. Das „spiegelt die Bedeutung der Vermögensverwaltung für die Wachstumsstrategie der Deutschen Bank in den kommenden Jahren ⁠wider“, hieß es ⁠in der Mitteilung. Die börsennotierte DWS soll stärker mit den anderen Sparten ⁠der Deutschen Bank ​verzahnt ⁠werden. Nach von Moltkes Abgang rückt ​der Chef des Firmenkunden- und Investmentbanking-Geschäfts, Fabrizio Campelli, ‌zum 1. Juli zum offiziellen Stellvertreter von Vorstandschef Christian Sewing auf. An seinen ​Zuständigkeiten ändert sich nichts. 

Unerlaubte Sportwetten: EuGH-Gutachten stärkt Verbraucherrechte im Prozess gegen TipicoIn der Klage eines Spielers gegen den Wettanbieter Tipico hat ein Gutachter des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) die Klägerseite gestärkt. Sportwetten-Anbieter ohne Lizenz können demnach zur Rückerstattung von verlorenen Wetteinsätzen verpflichtet werden. Eine Ausnahme gelte aber für Fälle, in denen Behörden zugesichert hätten, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, stellte der Generalanwalt in Luxemburg fest. Das Gutachten ist für die Richter am EuGH nicht bindend, doch häufig folgen sie ihm. Tipico mit Sitz in Malta war jahrelang ohne Erlaubnis in Deutschland aktiv. Der Anbieter hatte sie zwar beantragt, jedoch erst 2020 bekommen. Die Spielerseite fordert die Rückzahlung von Wetteinsätzen, weil die entsprechenden Verträge bis 2020 nichtig seien.