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27.03.2026
11:10 Uhr
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Gesamtumsatz der Dax-Konzerne sinkt das dritte Jahr in Folge +++ Kein Streik beim Bodenpersonal: Lufthansa und Verdi besiegeln Tarifvertrag +++ Wüstenrot enttäuscht mit Prognose +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Kartellamtschef zu teurem Sprit: „Kann ad hoc keine Preissenkungen verfügen“Das Bundeskartellamt hat am Freitag anlässlich neuer Quartalszahlen der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe abermals betont, gegen die aktuell hohen Spritpreise wenig tun zu können. „Preissenkungen auf Knopfdruck gibt das Kartellgesetz nicht her“, sagte der Präsident der Behörde, Andreas Mundt. Er stellte klar: „Grundlage des Handelns des Amtes ist das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen. Auf der Grundlage dieses Gesetzes kann das Amt ad hoc keine Preissenkungen verfügen; hierfür gibt es entgegen vereinzelter öffentlicher Forderungen kein kartellgesetzliches Instrumentarium.“ Die Zahlen der Behörde zeigten gleichwohl, dass im Zuge der Iran-Eskalation die Kraftstoffpreise an den Tankstellen von Ende Februar an sprunghaft gestiegen seien: der E5/E10-Preis zwischen dem 28. Februar und dem 25. März um rund 27,8 Cent pro Liter. \"Diesel wurde in diesem Zeitraum sogar um ca. 51,4 Cent teurer und kostete zuletzt 2,267 Euro pro Liter\", heißt es vom Kartellamt. Auffällig sei dabei vor allem \"die Entkopplung der Großhandelspreise bei Diesel vom Rohölpreis\". Eine mögliche Ursache dafür sei, dass ein erheblicher Teil der Direktimporte von Diesel nach Deutschland aus dem Nahen Osten kommt.
Landeskriminalamt sieht keinen Anhaltspunkt für Tesla-Vorwurf gegen IG MetallDie Ermittlungen des Brandenburger Landeskriminalamts haben nach Vorwürfen des US-Elektroautobauers Tesla gegen die IG Metall keine Belege für eine illegale Abhöraktion ergeben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) mit. „Im Ergebnis der dortigen Untersuchungen ergaben sich keine Anhaltspunkte für aufgezeichnete und/oder gespeicherte Aufnahmen auf dem Notebook.“ Es gebe auch „keine Daten, die darauf hindeuten könnten, dass das Mikrofon zur Tatzeit eingeschaltet war“.Tesla hatte Strafanzeige gegen einen Gewerkschaftssekretär der IG Metall erstattet und ihm vorgeworfen, er habe mit seinem Laptop heimlich und unerlaubt die Betriebsratssitzung am 10. Februar aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes sowie Verstoßes gegen das Betriebsverfassungsgesetz ein. Die IG Metall erstattete Strafanzeige gegen Werksleiter André Thierig wegen des Vorwurfs der üblen Nachrede.
Kein Streik beim Bodenpersonal: Lufthansa und Verdi besiegeln Tarifvertrag Die Lufthansa und Verdi haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt und damit Streiks beim Bodenpersonal abgewendet. Der Abschluss sieht Gehaltserhöhungen für die mehr als 20.000 Beschäftigten vor und einen langen Schutz vor Ausgliederungen, wie die Gewerkschaft am Freitag nach vier Verhandlungsrunden mitteilte. „Die Beschäftigten haben künftig im Durchschnitt gut 220 Euro monatlich mehr in der Tasche“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky. Dem Ergebnis müssen noch die Gewerkschaftsmitglieder in einer Befragung zustimmen.Dem Abschluss zufolge steigen die Grundgehälter in zwei Schritten um insgesamt 4,65 Prozent. Rückwirkend zum Januar 2026 gibt es 2,2 Prozent mehr Geld und ab März 2027 weitere 2,4 Prozent. Bei der Kernmarke Lufthansa allerdings kommt die erste Erhöhung erst im Januar 2027. Die Ausbildungsvergütungen steigen insgesamt um 100 Euro. Zudem wurde eine finanzielle Aufwertung für technische Berufe vereinbart, die zu einem zusätzlichen Einkommensplus von bis zu fünf Prozent führen kann. Untere Einkommen bei der Frachttochter Lufthansa Cargo und Lufthansa Technik Logistik Services sollen überproportional steigen. Der Tarifvertrag läuft über 26 Monate bis Ende Februar 2028. Gewerkschaftsmitglieder erhalten zudem während der Laufzeit drei zusätzliche freie Tage.Ein zentraler Punkt der Einigung ist aus Sicht der Gewerkschaft ein achtjähriger Schutz des Personals aus der Passagier- und Flugzeugabfertigung vor Ausgliederungen in Firmen, die geringere Gehälter zahlen. „Dieses Tarifergebnis schafft Sicherheit in unsicheren Zeiten“, sagte Reschinsky. Die in den vergangenen Monaten oft diskutierte Ausgliederung, die wie eine Drohung über den Bodenbeschäftigten geschwebt habe, sei nun für lange Zeit ausgeschlossen.
Wüstenrot enttäuscht mit Prognose – Aktie verliert starkWegen eines deutlich günstigeren Schadensverlaufs im Versicherungsgeschäft hat der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) seinen Gewinn wie erwartet deutlich gesteigert. Die Gewinnprognose blieb dagegen hinter den Analystenerwartungen zurück. Die in den vergangenen Tagen bereits unter Druck stehende Aktie gab im frühen Handel weiter deutlich nach.Der Überschuss sei 2025 von 35 Millionen Euro im Vorjahr auf 121 Millionen Euro gestiegen, teilte Vorstandschef Jürgen Junker in Kornwestheim bei Stuttgart mit. Es sei ein eindeutig starkes Ergebnis erzielt worden. „Wir sind damit nach dem durch Unwetterereignisse belasteten Jahr 2024 zurück auf unserem nachhaltigen Kurs.“ Damit erfüllte das im Nebenwerteindex SDax notierte Unternehmen die Erwartungen der Experten und die eigene Zielsetzung eines deutlich höheren Gewinns.
Gesamtumsatz der Dax-Konzerne sinkt das dritte Jahr in FolgeDer Gesamtumsatz der größten deutschen Börsenkonzerne ist 2025 das dritte Jahr in Folge gesunken. Er ging um 0,6 Prozent zurück, wie eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY zeigt. Besonders schwach verlief das vierte Quartal mit einem Umsatzminus von 3,3 Prozent und einem Rückgang des operativen Gewinns von 14 Prozent.Rückgänge gab es vor allem in wichtigen Auslandsmärkten: In Nordamerika sanken die Umsätze um vier Prozent, in Asien um neun Prozent. In Europa legten sie hingegen um drei Prozent zu. Zugleich sank der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) der Dax -Schwergewichte um vier Prozent, wie die Studie zeigt. Bei der Umsatzberechnung wurden Deutsche Bank und Commerzbank nicht berücksichtigt, da der Umsatz bei Banken keine aussagekräftige Kennziffer ist. Banken erzielen ihre Erträge nicht durch den Verkauf von Waren, sondern vor allem durch Zins- und Provisionsgeschäfte.„Insgesamt fällt die Bilanz des vergangenen Jahres äußerst bescheiden aus“, sagt Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung bei EY. Eine baldige Trendwende sei nicht in Sicht. Die schwachen Ergebnisse spiegelten den Zustand der deutschen Wirtschaft wider und zeigten die großen Herausforderungen für den Standort.
Bahn trennt sich nach vier Monaten von Finanzchefin Dohm Die Deutsche Bahn trennt sich nach nicht einmal vier Monaten von Finanzchefin Karin Dohm. Beide Seiten hätten sich in Gesprächen einvernehmlich auf eine Beendigung der Zusammenarbeit verständigt, teilte der Staatskonzern am Donnerstagabend in Berlin mit. „Diese Entscheidung erfolgt ausdrücklich nicht aufgrund der in der Öffentlichkeit diskutierten Vorwürfe oder Mutmaßungen, mit denen der Aufsichtsrat sich eingehend befasst hat. Vor dem Hintergrund dieser Befassung besteht kein Anlass für einen Vertrauensentzug. Zweifel an der fachlichen Qualifikation, Integrität oder ordnungsgemäßen Amtsführung von Frau Dohm bestehen nicht.“Dohm hatte ihren Posten im Bahn-Tower am 1. Dezember angetreten. Zuvor war sie Finanzchefin bei der Baumarktkette Hornbach und früher lange für die Deutsche Bank tätig. Die Bahn betonte, es habe unterschiedliche Vorstellungen über die Ausgestaltung ihrer Funktion sowie Fragen der Unternehmensentwicklung gegeben. Laut „Süddeutscher Zeitung“, die bereits im Februar über die bevorstehende Trennung berichtet hatte, hatte Dohm den Konzernbetriebsrat gegen sich aufgebracht.Am Freitag will die Bahn ihre Bilanz für 2025 vorstellen und einen Ausblick auf das laufende Jahr geben. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zuletzt bereits gemeldet, dass der chronisch unpünktliche Fernverkehr den Staatskonzern mit Abschreibungen tief in die roten Zahlen gedrückt hat. Unter dem Strich liegt das Minus der Bahn für 2025 demnach bei insgesamt 2,3 Milliarden Euro und damit noch höher als 2024.
Hapag-Lloyd kostet blockierte Meerenge täglich MillionenDie Hamburger Reederei Hapag-Lloyd, die zu den weltweit größten Schifffahrtslinien der Welt gehört, erwartet keine globalen Störungen der Lieferketten durch die Blockade der Meerenge von Hormus. Die Handelsschifffahrt über den Atlantik sowie den Pazifik verlaufe störungsfrei, erklärt Rolf Habben Jansen, Vorstandschef von Hapag-Lloyd. Transporte aus China und Südostasien nach Europa würden um Afrika herumgeführt. Das wiederum war schon gängige Praxis, seit die Huthi-Rebellen Ende 2023 begonnen hatten, Handelsschiffe im Roten Meer zu attackieren. „Dieser Konflikt ist geographisch eingegrenzt, im Gegensatz zur Pandemie, als die Lieferketten weltweit gestört waren“, sagte Habben Jansen in der Jahrespressekonferenz von Hapag-Lloyd.Weil Iran faktisch die Straße von Hormus blockiert, sitzen aktuell im Persischen Golf mehr als 2000 Handelsschiffe mit 20.000 Seeleuten fest, darunter sechs Containerschiffe von Hapag-Lloyd. Die Besatzung sei versorgt, versicherte Habben Jansen und bekräftigte, man lote alle Möglichkeiten aus, den Golf zu verlassen. Er antwortete ausweichend auf die Frage, ob auch das Angebot Irans geprüft werde, gegen eine Millionenzahlung die Meerenge zu passieren.Im Augenblick kostet der blockierte Seeweg die Reederei täglich Millionen. Allein eine Million Dollar werden für Lagerkosten veranschlagt. Zwar gibt es seit Kriegsbeginn keine Dienste mehr in die Golfregion. Doch Waren, die zu dem Zeitpunkt schon unterwegs waren in Richtung Golf, werden nun in anderen Häfen im weiteren Umkreis zwischengelagert. Dazu kommen hohe Kosten für zusätzliche Versicherungen und durch den allgemeinen Anstieg der Treibstoffpreise. Insgesamt rechne man mit Mehrkosten von 40 bis 50 Millionen Dollar pro Woche, sagte Habben Jansen. Einen Teil davon werde man vermutlich zeitversetzt durch Ausgleichszahlungen von Kunden ersetzt bekommen, so seine Erwartung.Der Irankrieg ändert nichts an den Plänen von Hapag-Lloyd, die israelische Reederei ZIM zu übernehmen. Aktuell sei man dabei, die nötigen behördlichen Genehmigungen einzuholen.
Bericht über Übernahmepläne von Pernod treibt Brown-Forman Aktien von Brown-Forman springen um 13 Prozent nach oben. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, der französische Spirituosenkonzern Pernod Ricard prüfe eine Übernahme des US-Konkurrenten. Die Aktien von Pernod drehen ins Minus und verlieren 4,4 Prozent. Zu den bekanntesten Marken von Brown-Forman gehören \"Jack Daniel's\" und \"Southern Comfort\".
„Ruinöse Importschwemme\": Ein Thyssenkrupp-Werk steht temporär stillDie kriselnde Stahl-Tochtergesellschaft des Industriekonzerns Thyssenkrupp hat am Donnerstag die nächste schlechte Nachricht verkündet: Das Unternehmen fährt die Produktion eines speziellen Elektrostahls zurück, der für den Bau von Windrädern und Umspannwerken gebraucht wird. Der Grund: Eine „ruinöse Importschwemme\" aus asiatischen Ländern, wie es Angelo Di Martino, Chef der zuständigen Sparte Thyssenkrupp Electrical Steel ausdrückt. Das Unternehmen stellt den sogenanntenn kornorientierten Elektrostahl an zwei Standorten her: in Gelsenkirchen und in Isbergues in Frankreich. Schon über die Weihnachtsferien hatten die Anlagen dort stillgestanden, in Isbergues wird seit Januar nur mit der Hälfte der Kapazität produziert. Nun teilte das Unternehmen mit, das Werk in Isbergues von Juni bis September komplett abzuschalten. „Wir sehen uns mit Importpreisen konfrontiert, die teilweise weit unterhalb der Produktionskosten in der EU liegen\", beklagt Di Martino. Im Bereich des kornorientierten Elektrostahls arbeiten für Thyssenkrupp in Deutschland und Frankreich insgesamt 1200 Menschen, deren Jobs der Mitteilung vom Donnerstag zufolge „gefährdet\" sind.Aufgrund der Energiewende wird sich Marktstudien zufolge der globale Bedarf an kornorientiertem Elektroband bis 2050 verdreifachen. In Europa gibt es neben Thyssenkrupp Steel aber nur noch einen weiteren Hersteller dieses Spezialstahls: Stalprodukt SA aus Polen. Thyssenkrupp Steel vermutet, dass die asiatischen Hersteller eine gute Gelegenheit wittern, diesen Markt komplett für sich zu vereinnahmen und jetzt versuchen, die verbliebenen Produzenten in Europa mit Dumpingpreisen herauszudrängen. „Wir sind dazu in einem intensiven und guten Dialog mit der EU-Kommission und hoffen auf eine zeitnahe Einführung effektiver Safeguards. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen wirksamen Schutz\", lässt sich Di Martino zitieren.Die schwierige Situation der Elektrostahlwerke dürfte auch die zäh verlaufenden Verhandlungen von Thyssenkrupp mit dem indischen Konzern Jindal Steel über einen Verkauf der Stahlsparte an Jindal nicht leichter machen. Weiterhin dringen aus den Gesprächen keine Fortschrittsmeldungen. In der Branche wird im Gegenteil vermutet, dass ein Scheitern wahrscheinlicher wird, je länger sich der Prozess zieht.
Siegfried Wolf wegen Bestechung angeklagtDen österreichischen Unternehmer Siegfried Wolf holt seine Vergangenheit ein. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat in einer Steuersache Anklage wegen Bestechung und Bestimmung zum Amtsmissbrauch erhoben. Ebenfalls angeklagt wurden der ehemalige Finanzminister Hans-Jörg Schelling (ÖVP) sowie eine ehemalige Finanzamtsleiterin.In dem Verfahren geht es unter anderem um einen ungewöhnlichen Steuernachlass in der Höhe von 630.000 Euro für den millionenschweren Investor durch das Finanzamt. Es besteht der Verdacht auf Bestechung.Entsprechend der Anklage soll Wolf der damaligen Finanzamtsleiterin angeboten haben, sie bei ihrer damals laufenden Bewerbung als Leiterin eines anderen Finanzamts zu unterstützen, wenn sie im Gegenzug seinen Antrag auf Steuernachsicht genehmige. Schelling wiederum wird in der Anklage vorgeworfen, nach Ende seiner Amtszeit als Finanzminister versucht zu haben, sich für den Steuernachlass einzusetzen. Wolf ist Mitglied im Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding SE (Stuttgart). Ebenso gehört er den Kontrollgremien des Autozulieferers Schaeffler sowie des Antriebstechnikspezialisten Vitesco an.
Roger Kearns führt Borouge Group InternationalIm neu geschaffenen Kunststoffriesen Borouge Group International AG (BGI) mit Sitz in Wien wird Roger Kearns den Vorstandsvorsitz übernehmen. Er leitet bislang Nova Chemicals. Das teilten die Eigentümer des Gemeinschaftsunternehmens – der Rohstoffkonzern OMV aus Wien und der staatliche Energiekonzern ADNOC aus Abu Dhabi – am Donnerstag mit. Stefan Doboczky, bisher Vorsitzender im Kunststoffunternehmen Borealis, wird Chief Commercial Officer (CCO). Hasan Karam, derzeit in gleicher Funktion bei Borouge Plc, wird Chief Operating Officer (COO). Das Gremium soll nach dem für Ende März geplanten Abschluss der Transaktion seine Arbeit aufnehmen. Als Finanzvorstand (CFO) agiert übergangsweise der bisherige Borealis-Finanzvorstand Daniel Turnheim. Bis spätestens Mai soll ein externer Nachfolger für diese Position bestellt werden.Durch den Zusammenschluss von Borealis mit Borouge entsteht der viertgrößte Anbieter in der Kunststoffnische Polyolefine mit einer erwarteten Marktkapitalisierung von rund 40 Milliarden Euro. Polyolefine sind teilkristalline Kunststoffe mit guter Chemikalienbeständigkeit und guten elektrischen Isolationseigenschaften. Sie sind die am meisten produzierten Kunststoffe auf der Welt und werden für alle möglichen Massenanwendungen eingesetzt. Wichtige Beispiele sind Frischhaltefolien, Tragetaschen, landwirtschaftliche Folien, Milchkartonbeschichtungen, Kabelbeschichtungen und Industrieverpackungen.
Henkel kauft US-Haarpflegemarke Olaplex Der Konsumgüterhersteller Henkel setzt seine Einkaufstour fort und übernimmt in einer milliardenschweren Transaktion die US-Haarpflegemarke Olaplex. Henkel biete 2,06 Dollar pro Aktie. Das entspricht einem Gesamtwert von 1,4 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Der Mehrheitseigentümer von Olaplex, der Finanzinvestor Advent, habe sich hinter die Pläne gestellt. Das Unternehmen soll nach der Übernahme von der Börse genommen werden.„Diese Transaktion ermöglicht uns, unser Haarpflegegeschäft auszubauen und eröffnet vielversprechendes Potenzial für weiteres Wachstum und Innovation“, sagte Henkel-Chef Carsten Knobel. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Olaplex Henkel zufolge rund 370 Millionen Euro Umsatz und eine starke Bruttomarge. Die Umsätze verteilten sich zwischen den USA und ausländischen Märkten. Henkel hatte erst Anfang März die Übernahme der US-Haarpflegemarke „Not Your Mother's“ verkündet. Zuletzt hatten die Düsseldorfer ihr zweites Standbein, das Geschäft rund um Klebstoffe, durch zwei Zukäufe gestärkt.
Schwäche von VW und Porsche drückt Gewinn von Großaktionär Porsche SE Der Gewinneinbruch bei seinen Kernbeteiligungen Volkswagen und Porsche hat das Ergebnis des VW-Großaktionärs Porsche SE schrumpfen lassen. Die von den Volkswagen-Eignerfamilien Porsche und Piech kontrollierte Holding erzielte im vergangenen Jahr mit 2,9 Milliarden Euro rund neun Prozent weniger Nettogewinn. Dabei lieferten die zahlreichen kleinen Firmenbeteiligungen anders als im Vorjahr einen erklecklichen Gewinnbeitrag von 193 Millionen Euro. „Wir haben in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich attraktive Beteiligungsopportunitäten identifiziert“, erklärte Vorstandschef Hans Dieter Pötsch am Donnerstag. Das Netzwerk habe sich zu einem zentralen strategischen Asset entwickelt.Analysten hatten für das angepasste Konzernergebnis nach zwei Prognosesenkungen des Dax-Konzerns nur 2,3 Milliarden Euro erwartet. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2025 soll auf 1,51 Euro je stimmrechtsloser Vorzugsaktie sinken, nach 1,91 Euro vor Jahresfrist. Für das laufende Jahr geht das Unternehmen von einem angepassten Konzernergebnis, das um Wertberichtigungen und Effekte aus Beteiligungsveränderungen bereinigt ist, zwischen 1,5 und 3,5 Milliarden Euro aus.
SpaceX will mit Börsengang offenbar 75 Milliarden Dollar einsammeln Elon Musks Weltraumfirma SpaceX will bei ihrem Börsengang Medienberichten zufolge einen Rekorderlös von bis zu 75 Milliarden Dollar (rund 65 Milliarden Euro) einnehmen. Als Termin für die Aktienplatzierung werde der Juni angepeilt, schrieben die Website „The Information“ und die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.SpaceX spielt mit seinen Raketen eine Schlüsselrolle für das amerikanische Raumfahrtprogramm. Das Unternehmen betreibt zudem den Satelliten-Internetdienst Starlink. Musk brachte in SpaceX zuletzt auch sein KI-Start-up xAI samt der Online-Plattform X ein.Der neue Konzern wurde dabei laut Medienberichten insgesamt mit 1,25 Billionen Dollar bewertet. Bloomberg zufolge könnte SpaceX beim Börsengang eine Bewertung von mehr als 1,75 Billionen Dollar anstreben. Demnach würde zunächst nur ein kleinerer Teil der Aktien an die Börse gebracht.