FAZ 28.05.2026
15:48 Uhr

Business-Ticker: Milliardär kauft legendären Kasino-Betreiber Caesars für 17,6 Milliarden Dollar


Telekom einigt sich mit Verdi auf neuen Tarifvertrag +++ DHL macht Paket-Deal mit US-Post +++ Deutscher Wirtschaft drohen Milliardenverluste wegen Hitze +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Business-Ticker: Milliardär kauft legendären Kasino-Betreiber Caesars für 17,6 Milliarden Dollar

EU-Kommission genehmigt Fusion unter Molkereiriesen Die deutsche Molkereigenossenschaft DMK darf aus EU-Sicht vom dänisch-schwedischen Branchenriesen Arla Foods übernommen werden. Die Europäische Kommission hat einer Mitteilung zufolge keine Bedenken, dass dies den Wettbewerb verzerren könnte und genehmigt die Pläne ohne Auflagen. Bei großen Zusammenschlüssen prüft die Brüsseler Behörde dies standardmäßig.Die Genossenschaften kaufen jeweils Rohmilch von ihnen angeschlossenen Landwirten und verarbeiten sie weiter. Die Frischmilch, Butter, Joghurt, Sahne, Käse oder Zutaten auf Molkebasis verkaufen sie dann in verschiedenen EU-Ländern weiter.Die Unternehmen seien zwar bei der Rohmilchbeschaffung vor allem in Norddeutschland Konkurrenten, schreiben die Wettbewerbshüter. Arla sei aber aufgrund ihrer genossenschaftlichen Struktur verpflichtet, die gesamte Milch ihrer angeschlossenen Landwirte abzunehmen und allen denselben Preis zu zahlen, unabhängig von ihrem Standort. Arla könne deshalb den Milchpreis in Gebieten mit hohen Marktanteilen gar nicht senken – und habe auch keinen Anreiz dafür, da Landwirte dann zu anderen Genossenschaften wechseln würden.

Telekom einigt sich mit Verdi auf neuen Tarifvertrag Der Tarifkonflikt für bundesweit rund 60.000 Beschäftigte bei der Deutschen Telekom ist beigelegt. Wie die Gewerkschaft Verdi und die Telekom mitteilten, wurde die Einigung in der vierten Runde nach einem 36-stündigen Verhandlungsmarathon erzielt. Vereinbart wurden nach Angaben beider Seiten höhere Entgelte und ein verlängerter Kündigungsschutz. Laut Verdi gibt es zudem erstmalig einen Mitgliederbonus.Im Einzelnen sieht das Tarifergebnis vor, dass das sogenannte „zusätzliche Monatsentgelt“, eine dauerhafte tarifliche Zulage für Konzernbeschäftigte, ab August von 190 auf 340 Euro angehoben wird. Ab Juli 2027 steigt diese Entgeltkomponente nochmals auf 480 Euro. Ab Juni 2028 werden zudem die Tabellenentgelte um 2,4 Prozent erhöht. Betriebsbedingte Kündigungen werden für die gesamte Laufzeit des Tarifvertrags (33 Monate bis 31. Dezember 2028) ausgeschlossen. Tarifbeschäftigte, die zum Stichtag 28. Mai 2026 Verdi-Mitglied sind, erhalten nach Gewerkschaftsangaben in diesem Jahr zudem erstmals einen einmaligen Mitgliederbonus in Höhe von 440 Euro; sind sie Ende 2028 weiter Verdi-Mitglieder, erhalten sie einen weiteren Bonus in Höhe von 220 Euro, wie die Gewerkschaft weiter mitteilte. Verdi hatte unter anderem eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten sowie einen Verdi-Mitgliederbonus von 660 Euro im Jahr verlangt.„Mehr Geld, mehr Schutz, mehr Anerkennung, mehr Solidarität – das ist ein Vierklang, mit dem wir zentrale Ziele in dieser Tarifrunde erreichen konnten“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Frank Sauerland. „Ohne die starke Beteiligung der Beschäftigten an den Warnstreiks, Kundgebungen und Aktionen wäre das so nicht möglich gewesen.“ Telekom-Personalvorständin Birgit Bohle sprach von einem „ausgewogenen Abschluss“, der „ein klares Zeichen für Stabilität und Verlässlichkeit“ setze und zugleich den Beschäftigten ein deutliches Gehaltsplus sichere. 

DHL macht Paket-Deal mit US-Post Die US-Tochter des deutschen Logistikkonzerns DHL Group ​hat mit dem US Postal Service eine weitreichende Partnerschaft für ⁠die Paketzustellung vereinbart. Der Vertrag läuft über mehrere Jahre und hat voraussichtlich ein Volumen von mehr als zehn Milliarden Dollar, wie US-Post ‌am Donnerstag mitteilte. Im Rahmen der Vereinbarung übernimmt DHL eCommerce die Abholung und Sortierung der Sendungen in seinen 19 US-Logistikzentren, ‌während die US-Post die ‌Zustellung auf der sogenannten letzten Meile übernimmt. DHL-Manager Scott Ashbaugh erklärte, mit der Kooperation könne das Unternehmen in den USA wachsen und ​das dortige Geschäft bis zum Jahr ⁠2030 in etwa verdoppeln.Für die finanziell angeschlagene US-Post ist das Geschäft von hoher Bedeutung. ​Der Konzern, der seit 2007 unter anderem wegen des Rückgangs des ⁠klassischen Briefgeschäfts Nettoverluste von ‌insgesamt 118 Milliarden Dollar anhäufte, hatte gewarnt, dass ihm im Februar das Geld ausgehen könnte. Erst im vergangenen Monat hatte die ⁠Post eine neue ⁠Vereinbarung mit dem Online-Riesen Amazon geschlossen. Postchef David Steiner betonte, die Kooperation ⁠mit ​DHL ⁠sei für beide Seiten ein Gewinn. ​Der deutsche Logistikriese müsse dadurch nicht selbst massiv ‌in den Aufbau eines eigenen Zustellnetzes investieren, um den US-Markt flächendeckend ​zu bedienen. 

Heckler & Koch hat Gewinn mehr als verdreifachtDeutschlands größter Gewehrfabrikant Heckler & Koch hat seinen Gewinn in die Höhe katapultiert. Wie das Unternehmen aus Oberndorf in Baden-Württemberg mitteilte, stieg das Nachsteuerergebnis im ersten Quartal um 14,4 auf 20,1 Millionen Euro - es war ein Plus von rund 255 Prozent, der Gewinn stieg also auf mehr als das Dreifache. Der Umsatz konnte in dem Zeitraum den Angaben zufolge um 57 Prozent auf 128,1 Millionen Euro gesteigert werden.Auch der Auftragseingang war deutlich höher als zuvor - die Firma dürfte also auch in den kommenden Jahren noch kräftig Kasse machen, wenn sie im Rahmen langfristiger Lieferverträge Waffen an Nato-Armeen ausliefert. So bekommt die Bundeswehr schrittweise 80.000 neue Sturmgewehre, die das veraltete G36 ablösen sollen. Vermutlich werden es noch mehr, ein Rahmenvertrag ermöglicht Bestellungen über weitere 170.000 Gewehre. 

EU-Kommission prüft chinesische Übernahme von Mediamarkt-Saturn auf SubventionenDie geplante chinesische Übernahme der Elektrohändler Mediamarkt und Saturn stößt auf Hürden in Brüssel. Die EU-Kommission kündigte am Donnerstag an, sie werde den Kauf der Mehrheitsanteile an der Muttergesellschaft Ceconomy AG durch den chinesischen Konzern JD.com auf unfaire Subventionen aus Peking prüfen. Stellt die Kommission einen Verstoß gegen EU-Recht fest, kann sie die Übernahme verbieten.JD habe in China möglicherweise von direkten Staatshilfen, Steuervorteilen und günstigen Krediten profitiert, begründete die Kommission ihr Vorgehen. Sie will nun prüfen, ob solche Hilfen dazu geführt haben, dass JD ein höheres Angebot machen und so die bisherigen Anteilseigner überzeugen konnte. Außerdem befürchtet die Kommission, JD könnte nach dem Kauf einen unfairen Vorteil auf dem europäischen Markt haben.Die Kommission muss ihre Ermittlungen bis Anfang Oktober abschließen. Bestätigt sich ihr Verdacht auf unfaire Subventionen, kann sie von JD einen Ausgleich verlangen oder die Übernahme vollständig verbieten. Die beiden Unternehmen hatten die Übernahme im vergangenen Jahr angekündigt. 

PFAS: Australien reicht Rekordklage gegen US-Chemiekonzern 3M einWegen der massiven Belastung durch sogenannte Ewigkeits-Chemikalien geht die australische Regierung juristisch gegen den US-Chemiekonzern 3M vor. Der Staat fordert nach eigenen Angaben mehr als zwei Milliarden australische Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro) Schadenersatz wegen der Kontamination durch PFAS-haltigen Löschschaum auf Militärstützpunkten. Es handelt sich laut Regierung um die größte Schadensersatzforderung, die Australien je eingereicht hat.Die Klage richtet sich gegen den US-Mischkonzern und dessen australische Tochtergesellschaft. Generalstaatsanwältin Michelle Rowland sprach von einem „bedeutenden Rechtsstreit“ mit weitreichenden Folgen für Umwelt und öffentliche Finanzen. „Die Regierung ist bereit, sich mit einem der größten multinationalen Konzerne der Welt anzulegen“, fügte sie hinzu.

US-Saatgutunternehmen verklagt Bayer wegen Monopol bei MaisGegen den Agrar- und Pharmakonzern Bayer ist in den USA ​eine Klage wegen illegaler und wettbewerbswidriger Praktiken erhoben worden. Dem Konzern wird vorgeworfen, den ⁠US-Markt für gentechnisch verändertes Maissaatgut monopolisiert und damit „Hunderte Millionen, wenn nicht Milliarden, unrechtmäßig erwirtschaftete Dollar“ eingenommen zu haben. Dies geht aus der Klageschrift hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde. ‌Das Unternehmen habe den Markt für Maissaatgut kontrolliert, das gegen sein weit verbreitetes Unkrautvernichtungsmittel Roundup resistent ist. Der Konzern habe Wettbewerber an der Entwicklung generischer Versionen des von Bayer ‌kontrollierten Maissaatguts mit der Bezeichnung ‌NK603 gehindert, heißt es in der Klageschrift. Das habe die Kosten für Landwirte und unabhängige Saatgutfirmen in die Höhe getrieben.Bayer wies die Vorwürfe am Mittwoch zurück. Die Anschuldigungen seien unbegründet ​und man werde vor Gericht darauf reagieren, teilte ⁠das Unternehmen mit. „Die Märkte für Betriebsmittel und Maissaatgut sind wettbewerbsfähig, fair und vielfältig“, erklärte Bayer. Die Zivilklage gegen Bayer ​wurde von Latham Quality, einem Saatgutunternehmen aus Iowa, bei einem Bundesgericht im US-Staat Missouri eingereicht. Sie strebt ⁠eine Sammelklage und ‌eine dreifache Entschädigung für die laut dem Kläger erlittenen Schäden an. 

Deutscher Wirtschaft drohen Milliardenverluste wegen HitzeExtreme Hitze entwickelt sich laut einer Untersuchung des weltweit führenden Kreditversicherers Allianz Trade zu einem immer größeren Problem für die deutsche Wirtschaft. Besonders schwierig sei dabei die doppelte Belastung für Unternehmen: Einerseits senkten steigende Temperaturen die Produktivität, andererseits stiegen gleichzeitig die Energiekosten.Sollten sich die Hitzewellen des vergangenen Jahrzehnts wiederholen, geht der Kreditversicherer bis zum Jahr 2030 von wirtschaftlichen Verlusten in Deutschland in Höhe von rund 112,5 Milliarden Euro aus. „Extreme Hitze ist längst kein kurzfristiges Wetterphänomen mehr, sondern ein struktureller wirtschaftlicher Schock“, sagte der Allianz-Trade-Chef in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Milo Bogaerts. Der größte Schaden entstehe aber nicht heute, sondern morgen, denn sinkende Renditeerwartungen bremsten Investitionen – und damit die künftige Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.Der Untersuchung zufolge sinkt die Produktivität pro zusätzlichem Grad über 30 Grad um etwa 3 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Energiekosten um etwa 1,2 Prozent pro Grad durch einen höheren Kühlbedarf. Aber auch für den Staat habe das Folgen. Im Schnitt verschlechtere sich die Haushaltslage hitzebedingt um etwa 0,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Jahr. 

Deutz übernimmt brasilianischen Generatorenhersteller Maxi Trust Power Der Motorenbauer Deutz hat in Brasilien den Generatorenhersteller Maxi Trust Power gekauft. Der Gesamtkaufpreis liege im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, teilten die Kölner am späten Mittwochabend mit. Für die Übernahme nimmt Deutz Schulden auf. Der Vollzug wird noch im laufenden zweiten Quartal erwartet. Maxi Trust Power ist den Angaben zufolge ein Hersteller von Diesel- und Gasgeneratoren. Zu den Kunden gehören insbesondere Supermärkte, Bau- und Landwirtschaftsunternehmen. 

Salesforce wegen KI mit erneutem Rekordergebnis – Ausblick enttäuscht AnlegerSalesforce meldet eine wachsende Nachfrage nach KI-Anwendungen. „Es war ein herausragendes Quartal: Rekordumsätze, Rekord-Vertragsabschlüsse, Rekord-Mittelzuflüsse“, sagte Marc Benioff, der Chef des SAP-Rivalen, ⁠am Mittwoch. Der Ausblick des Softwarekonzerns für das laufende Quartal enttäuschte jedoch und gab der Furcht vor einer „SaaSpocalypse“ neue Nahrung. Daraufhin büßten die Aktien im nachbörslichen Handel an der Wall Street ‌mehr als drei Prozent ein. Unter „SaaSpocalypse“ verstehen Experten die Verdrängung traditioneller Firmensoftware (Software-as-a-Service, SaaS) durch KI-Modelle. Einige Anleger befürchten, dass Unternehmen sich in Zukunft ihre Software für Buchhaltung oder Lagerverwaltung zu einem ‌Bruchteil der bisherigen Kosten von ChatGPT & ‌Co programmieren lassen. Salesforce rechnet im laufenden Quartal mit Umsätzen zwischen 11,27 und 11,35 Milliarden Dollar. Analysten hatten bislang im ​Schnitt 11,36 Milliarden vorhergesagt. Finanzchefin Robin Washington zufolge wird sich das Wachstum im zweiten Halbjahr 2026 jedoch beschleunigen. Daher ⁠hebe sie ‌das untere Ende des Zielkorridors für die Gesamtjahreserlöse leicht an. Sie rechne nun mit einer Spanne von 45,9 bis 46,2 statt 45,8 bis 46,2 Milliarden Dollar.Im ersten Quartal steigerte der US-Konzern seinen ⁠Gewinn überraschend deutlich ⁠um 50 Prozent auf 3,88 Dollar je Aktie. Der Umsatz kletterte währungsbereinigt um zwölf Prozent und ⁠lag mit 11,1 ​Milliarden ⁠Dollar im Rahmen der Markterwartungen. Der Auftragseingang ​wuchs ähnlich stark auf 33,6 Milliarden Dollar. Der Wachstumstreiber des ‌Unternehmens ist die KI-Plattform „Agentforce“. Deren jährlich wiederkehrende Umsätze verdreifachten sich. In absoluten Zahlen machen sie ​jedoch nur etwa zehn Prozent des Gesamtgeschäfts aus. 

Uber erhöht Stimmrechtsanteil an Delivery Hero deutlich Der US-Fahrdienstvermittler Uber hat seinen Anteil am deutschen Lieferdienstkonzern Delivery Hero im Übernahmepoker deutlich ausgebaut. Der direkte Anteil von Uber sei zu Wochenbeginn von 19,5 auf 24,99 Prozent gestiegen, hieß es in einer Stimmrechtsmitteilung vom MDax -Konzern am Mittwoch nach Börsenschluss. Inklusive Wertpapier-Instrumenten hat sich Uber den Zugriff auf Stimmrechte an den Berlinern im Umfang von 36,83 Prozent gesichert.Am vergangenen Wochenende hatte Delivery Hero mitgeteilt, der US-Konzern sei mit einem Angebot von 33 Euro je Aktie auf die Gesellschaft zugekommen. In der Folge war am Montag der Aktienkurs mit der Spekulation auf einen Bieterkampf deutlich über diese Marke hinaus gestiegen.Wie aus einer weiteren Stimmrechtsmitteilung der Berliner hervorging, reduzierte – ebenfalls am Montag – der weitere Großaktionär Aspex Fund seine Beteiligung von zuvor 14,55 auf nun 7,56 Prozent der Anteile.In Medienberichten wie in der „Financial Times“ hatte es bereits am Wochenende unter Berufung auf Insider geheißen, dass Uber auch an große Anteilseigner der Berliner herangetreten sei, mit der Bereitschaft, 38 Euro je Papier zu zahlen. Wie die Zeitung berichtete, wollten viele Investoren aber einen Preis von 40 Euro sehen. Am Mittwoch beendete die Delivery-Hero-Aktie den Xetra-Handel mit einem Schlusskurs von 39,35 Euro. 

RSM Ebner Stolz gewinnt KI-Expertin   Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft RSM Ebner Stolz erweitert ihren Geschäftsbereich „Daten und Digital Services” mit einem prominenten Neuzugang. Zum Juli übernimmt Nathalia Schomerus die Leitung der Einheit, in der RSM Ebner Stolz seine digitalen Kompetenzen zusammenfasst und die derzeit knapp 60 Mitarbeiter beschäftigt. Die 30 Jahre alte Juristin genießt über den deutschen Rechts- und Steuermarkt hinaus einen hervorragenden Ruf als Legal-Tech-Expertin. Derzeit arbeitet sie als „Legal Innovation Lead“ bei der schwedischen KI-Plattform Legora und ist dort für die Umsetzung der Strategie und die Wissensmodellierung für „Legal AI“, also Künstliche Intelligenz speziell für juristische Anwender, für Großkunden verantwortlich. Bevor sie im Jahr 2025 zu Legora wechselte, das nach der jüngsten Finanzierungsrunde mit 5,5 Milliarden Dollar bewertet wurde, arbeitete Schomerus für CMS Hasche Sigle. Bei der deutschen Großkanzlei war sie im Legal-Tech-Bereich unter anderem als Leiterin Künstliche Intelligenz für die Mitentwicklung eigener KI-Modelle verantwortlich. Im Frühjahr 2025 stieg CMS als Minderheitsinvestor beim KI-Arbeitsplatz Beck-Noxtua ein. Führender Investor in der Finanzierungsrunde ist der C.H. Beck-Verlag.

OMV-Chef warnt vor leeren Gasspeichern – Tumulte bei Hauptversammlung Der scheidende Vorstandsvorsitzende des österreichischen Rohstoffkonzerns OMV, Alfred Stern, warnt vor anhaltenden Rohstoffengpässen durch den Irankrieg und Problemen bei der Befüllung der europäischen Gasspeicher. Zwar sei die kurzfristige Versorgung mit Gas gesichert, die eigentliche Herausforderung liege jedoch in den Speicherfüllständen für die kommenden Monate, sagte Stern am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Wien. Europa stehe vor der Aufgabe, diese trotz einer weltweit eingeschränkten Verfügbarkeit von Flüssigerdgas (LNG) ausreichend zu füllen. Dies erfordere Koordination und Marktstabilität.Die geopolitischen Spannungen und der Irankrieg haben seit Jahresbeginn zu Verwerfungen im globalen Handel geführt und die Verfügbarkeit von Rohstoffen erheblich eingeschränkt. Die Mangellage sei real und der Ausgang ungewiss, warnte Stern. Europas Abhängigkeit von großen Importmengen sei größer denn je. Mit Blick auf diese angespannte Lage übte der Manager scharfe Kritik an staatlichen Markteingriffen wie Sondersteuern oder Preisdeckeln. Diese würden das Problem der Knappheit nur verschärfen, statt zusätzliche europäische Energieproduktion zu fördern.

Nvidia plant jährliche Investitionen von 150 Milliarden Dollar in TaiwanDer Chipkonzern Nvidia hat jährliche Investitionen von rund 150 Milliarden ​Dollar in Taiwan angekündigt. „Vor vier, fünf Jahren gab Nvidia etwa zehn bis 15 ⁠Milliarden Dollar pro Jahr in Taiwan aus. Jetzt geben wir 100, bald 150 Milliarden Dollar pro Jahr in Taiwan aus“, sagte der Chef des fünf Billionen Dollar ‌schweren Chipkonzerns, Jensen Huang, am Mittwoch. Einen Zeitrahmen, über wie viele Jahre das Unternehmen den Betrag investieren will, nannte er nicht. Huang äußerte sich bei einer Feier ‌in Taipeh zum Start der ‌geplanten Taiwan-Zentrale des Unternehmens, die bis 2030 betriebsbereit sein soll.Taiwan sei das „Epizentrum“ der KI-Revolution, sagte Huang. „Hier kommen die Chips her, die Verpackung, hier werden die Systeme hergestellt, hier wurden ​KI-Supercomputer entwickelt.“ Mit der neuen Zentrale rückt ⁠Nvidia näher an TSMC. Der taiwanesische Konzern ist der weltgrößte Auftragsfertiger für Chips und ein wichtiger Zulieferer für ​das US-Technologieunternehmen. Zudem wird der Standort dem wertvollsten Unternehmen der Welt dabei helfen, seine Allianzen mit weiteren Fertigungspartnern – ⁠darunter Foxconn, Wistron ‌und Quanta Computer – zu stärken. Diese Partner nehmen allesamt eine wichtige Position beim Aufbau von KI-Servern und der entsprechenden Infrastruktur ein.