FAZ 25.03.2026
13:21 Uhr

Business-Ticker: Mehr Geld für 585.000 Menschen in Chemie- und Pharmabranche


Sony-Auto kommt doch nicht auf den Markt +++ Discounter Kik schließt etwa 300 Filialen +++ Chip-Konzern SK Hynix vergibt Großauftrag an ASML +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Business-Ticker: Mehr Geld für 585.000 Menschen in Chemie- und Pharmabranche

Auftrag in Höhe von 16 Milliarden Dollar – China Eastern Airlines kauft bei AirbusDer europäische Flugzeugbauer Airbus ​hat einen milliardenschweren Auftrag aus China erhalten. Die ⁠Fluggesellschaft China Eastern Airlines kauft 101 weitere Airbus-Mittelstreckenjets. Wie China Eastern am Mittwoch in einer ‌Pflichtmitteilung an die Börse in Shanghai mitteilte, beläuft sich der Auftrag für die Maschinen vom ‌Typ A320neo ‌laut Listenpreis auf einen Wert von rund 15,8 Milliarden Dollar. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen dieser Größenordnung ​oft hohe Rabatte üblich. ⁠Die Flugzeuge sollen ab 2028 bis 2032 ausgeliefert werden. Mit den ​neuen Jets will China Eastern ihre bestehende Flotte ⁠modernisieren und die ‌Kapazitäten erweitern. Die Fluggesellschaft hatte bereits 2022 einen Vertrag mit Airbus über den Kauf ⁠von 100 A320neo-Jets ⁠unterzeichnet, deren Auslieferung für die Jahre 2024 ⁠bis 2027 ​geplant ⁠ist. 

Löhne in der Landwirtschaft steigen in drei StufenMehr Geld für die etwa 500.000 Beschäftigten in der Landwirtschaft in Deutschland: Die Tariflöhne sollen in drei Stufen erhöht werden. Darauf einigten sich der Gesamtverband der Deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).Jeweils 3,3 Prozent mehr soll es zum 1. Mai 2026, zum 1. Januar 2027 und zum 1. Januar 2028 geben. Zusätzlich vereinbart wurde eine Einmalzahlung von 300 Euro im Juli des laufenden Jahres. Diese Empfehlung sei Grundlage für die jeweiligen Tarifverträge zwischen den regionalen land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbänden und der IG BAU, teilten die Tarifpartner in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit vom 1. Januar 2026 bis zum 30. September 2028. 

Sony-Auto kommt doch nicht auf den Markt Die ambitionierten Autopläne des japanischen Elektronik-Riesen Sony sind nach einem Strategiewechsel des Partners Honda vorerst gescheitert. Erste Elektrofahrzeuge unter dem Markennamen Afeela sollten ursprünglich in diesem Jahr an Käufer in den USA gehen. Doch jetzt teilte die Gemeinschaftsfirma Sony Honda Mobility mit, dass der Erstling Afeela 1 nicht auf den Markt kommen und auch die Entwicklung eines zweiten Modells eingestellt werde.Honda hatte jüngst die eigenen Elektroauto-Pläne zurückgefahren und dabei auch zwei geplante neue Modelle gestrichen. Durch die Entscheidung werde man keinen Zugang zu einigen Technologien und Kapazitäten von Honda haben – und könne die Modelle nicht wie geplant auf den Markt bringen. Das Gemeinschaftsunternehmen werde aber im Gespräch mit Sony und Honda über zukünftige Pläne bleiben, hieß es.Sony hatte den Einstieg ins Autogeschäft Anfang 2020 bekanntgegeben und seitdem zusammen mit Honda an den Afeela-Fahrzeugen gearbeitet. Zum Konzept gehörte, die Stärken von Sony bei Elektronik, Entertainment und Gaming mit der Playstation in einen Zukunftsmarkt einzubringen, in dem Autos als Computer auf Rädern gesehen wurden. Noch vor wenigen Tagen hatten die Partner groß die Eröffnung eines Auslieferungszentrums in Kalifornien bekanntgegeben.Doch das Geschäft mit Elektroautos in den USA erlebte einen drastischen Rückschlag. Präsident Donald Trump sorgte dafür, dass Klimaschutz-Vorgaben gestrichen wurden und ließ auch eine Steuervergünstigung von 7.500 Dollar beim Kauf von Elektrofahrzeugen abschaffen. Die Stromer-Verkäufe brachen danach ein. Auch andere Unternehmen wie etwa die US-Autoriesen Ford und General Motors schraubten ihre Elektroauto-Projekte zurück.

Daimler Truck holt dritte Frau in den VorstandNeues Mitglied im Vorstand von Daimler Truck wird zum 1. Oktober Yvonne Bettkober. Sie folgt auf Personalvorstand Jürgen Hartwig, der das Unternehmen nach mehr als 30 Jahren auf eigenen Wunsch verlässt, wie der DAX-Konzern am Dienstag mitteilte. Bettkober kommt vom Autohersteller Audi, bei dem sie zuletzt als Chief Transformation Officer tätig war. Mit dem Wechsel hat der weltgrößte Hersteller von Lastwagen drei von sieben Vorstandsposten mit Frauen besetzt: Vorstandschefin ist seit Oktober 2024 die Schwedin Karin Rådström, das Finanzressort verantwortet seit knapp zwei Jahren Eva Scherer.  Daimler-Truck-Aufsichtsratschef Joe Kaeser nennt 52-jährige Bettkober eine „ausgewiesene Führungspersönlichkeit mit umfassender Erfahrung in Transformation und Performance Management“. In ihrer Zeit bei Microsoft und Amazon Web Services „hat sie zudem große Expertise in der Prozessoptimierung, der schnellen Neuausrichtung von Organisationen sowie in der Führung von Menschen durch Veränderungsprozesse erworben“, sagte Kaeser weiter. Bettkober übernimmt auch die Funktion der Arbeitsdirektorin. Ihre Amtszeit läuft bis zum 30. September 2029.  Jürgen Hartwig war seit September 2016 verantwortlich für Personal bei Daimler Trucks und seit Dezember 2021 Mitglied des Vorstands. „Jürgen war eine prägende Persönlichkeit für die Gestaltung unserer Unternehmenskultur bei Daimler Truck. Seine Führung war insbesondere während der Abspaltung und des Starts von Daimler Truck als eigenständiges Unternehmen von zentraler Bedeutung“, sagte Daimler-Truck-Chefin Rådström. „Jürgens großes Engagement für unsere Beschäftigten, seine besonnene Führung in Zeiten des Wandels und seine feste Überzeugung für unseren Purpose haben bei mir und im gesamten Unternehmen nachhaltig Spuren hinterlassen.“ Die Arbeitnehmervertreter schätzen die verbindliche und wertschätzende Art des Managers. „Jürgen Hartwig hat die Art und Weise, wie wir bei Daimler Truck zusammenarbeiten, in besonderer Weise geprägt“, sagt Gesamtbetriebsrat Michael Brecht. „Sein großes Engagement für die Beschäftigten, seine Fähigkeit zuzuhören und sein kontinuierlicher Anspruch, die Personalabteilung zu einem echten Partner der Belegschaft zu machen, haben ihm großen Respekt in der gesamten Organisation eingebracht.“ 

Jenoptik beruft neuen Vorstandsvorsitzenden Der Thüringer Technologiekonzern Jenoptik ist auf der Suche nach einem Nachfolger für den langjährigen Konzernchef Stefan Traeger fündig geworden. Der Aufsichtsrat hat Dominic Dorfner, derzeit Geschäftsführer des Leistungselektronikspezialisten Semikron Danfoss, zum künftigen Vorstandsvorsitzenden des TecDax-Konzerns berufen. Das teilte Jenoptik am Dienstag mit. Bis der promovierte Physiker den seit Mitte Februar verwaisten Stuhl an der Konzernspitze einnimmt, wird sich Jenoptik allerdings noch etwas gedulden müssen. Dorfner werde das Amt „spätestens zum 1. Oktober 2026 antreten“, heißt es in der Mitteilung. Bei Semikron Danfoss, eine Tochtergesellschaft der dänischen Danfoss A/S, verantwortet Dorfner Geschäft mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro und gut 4000 Beschäftigten, der Größenordnung nach vergleichbar mit Jenoptik. Daniela Mattheus, die Ende des vergangenen Jahres den Aufsichtsratsvorsitz von Jenoptik vom vorzeitig aus dem Kontrollgremium ausgeschiedenen Matthias Wierlacher übernahm, hatte im Februar angekündigt, bis Ende März die Nachfolge für Traeger zu klären. Das ist gelungen, auch wenn Finanzchefin Prisca Havranek-Kosicek und der bislang für das Geschäft mit der Halbleiterindustrie zuständige Ralf Kuschnereit zunächst alleine die operative Verantwortung weiter tragen. Dominic Dorfner trat 2021 in den Danfoss-Konzern ein. Zuvor war er mehr als acht Jahre für die Voith Gruppe in verschiedenen Management-Positionen tätig, unter anderem mit Verantwortung für globale Produktionsnetzwerke und Wertschöpfungsketten. Seine Laufbahn startete Dorfner in der Strategieberatung bei Roland Berger. Die Aktie von Jenoptik notierte am Dienstagnachmittag 0,2 Prozent schwächer als zum Handelsauftakt. Die Marktkapitalisierung liegt bei knapp 1,5 Milliarden Euro. Am Mittwoch stellt Jenoptik die Zahlen zum zurückliegenden Geschäftsjahr vor.

Telekom verliert Technik-VorstandDie Deutsche Telekom muss sich einen neuen Vorstand für ihr Produkt- und Technikgeschäft suchen. Wie der Dax-Konzern am Montagabend in drei kurzen Absätzen mitteilte, verlässt der amtierende Vorstand Abdu Mudesir das Unternehmen schon zum Monatsende auf eigenen Wunsch. Mudesir wolle eine „neue berufliche Aufgabe im Ausland“ übernehmen, hieß es in der Mitteilung. Der Aufsichtsrat habe der „einvernehmlichen Auflösung“ seines Vertrags zugestimmt. Ursprünglich wäre sein Vertrag noch bis zum Jahr 2028 gelaufen. Die Personalie ist in mehrerer Hinsicht bemerkenswert. Zum einen scheidet Mudesir sehr kurzfristig aus dem Unternehmen aus. Am 1. April hält die Telekom ihre Hauptversammlung in Bonn ab, der Manager wäre dort wie alle anderen Vorstände auch Teil des Podiums gewesen. Zum anderen überrascht die enorm kurze Amtszeit des Technik-Vorstands. Mudesir hatte erst zum Oktober die Vorstandsposition angetreten. Der Manager, Jahrgang 1981, war auf Claudia Nemat gefolgt, die mehr als 14 Jahre für die Telekom gearbeitet hat und das Technologieressort seit 2017 verantwortet hatte. Mudesir war zuvor unter Nemat Chief Technology Officer, er war im Jahr 2018 vom chinesischen Telekommunikationskonzern Huawei zur Deutschen Telekom gewechselt und hatte dort allerlei Technik-Rollen durchlaufen, unter anderem im Deutschlandgeschäft der Telekom. Die Telekom äußert sich auf Anfrage nicht weiter zum Ausscheiden Mudesirs, in der Mitteilung dankte sie ihm für seinen „Einsatz in den vergangenen acht Jahren“ garniert mit der in solchen Fällen üblichen Floskel zu guten Wünschen für den weiteren Weg. Einen Nachfolger kann der Dax-Konzern noch nicht präsentieren, Mudesirs Aufgaben übernimmt übergangsweise der Finanzvorstand Christian Illek. Weil der Technik- und Finanzbereich durch den Einkauf schon eng verbunden seien, sei Illek „heute schon sehr stark in Technikthemen eingebunden“. Nach Informationen der F.A.Z. hängt der plötzliche Abschied mit unterschiedlichen Vorstellungen über die Strategie zusammen. An den angestoßenen Entwicklungen will die Telekom aber offenbar nicht drehen, möglicherweise ging es dabei eher um Geschwindigkeit oder die grundsätzliche Vorstellung Mudesirs von seiner Rolle als Vorstand. „Die strategische Ausrichtung der Deutschen Telekom bleibt unverändert“, heißt es in der Mitteilung: „Die Umsetzung der Prioritäten im Bereich Produkt und Technologie wird nahtlos fortgeführt.“ 

Chip-Konzern SK Hynix vergibt Großauftrag an ASML  ASML hat einen Milliardenauftrag in mutmaßlicher Rekordhöhe eingeholt. Der niederländische Produzent von Chipmaschinen erhielt vom Halbleiterhersteller SK Hynix eine Order für seine modernsten Geräte im Volumen von knapp sieben Milliarden Euro, wie F.A.Z.-Redakteur Klaus Max Smolka berichtet. Die Information geht aus einer Mitteilung der Südkoreaner an die Börsenaufsicht hervor. Es ist die größte Einzelbestellung für ASML, die bisher jemals öffentlich bekannt geworden ist. Die Maschinen sollen bis Ende 2027 ausgeliefert sein. ASML äußerte sich am Dienstag dazu nicht. Analyst Janardan Menon von Jefferies vermutet, der Großteil des Auftrags sei schon in den vergangenen Quartalen platziert worden. Im vierten Quartal hatte das Unternehmen aus Veldhoven Neuaufträge in Rekordhöhe verbucht: im Volumen von 13,2 Milliarden Euro – doppelt so viel, wie Analysten im Durchschnitt ihrer Prognosen erwartet hatten. Der Konzern veröffentlichte die stark aktienkursrelevante Kennzahl in der Präsentation Ende Januar zum letzten Mal, weil der Vorstand sie für zu schwankungsanfällig hält. Der Hynix-Auftrag gilt Maschinen, die Chips mit der besonders fortgeschrittenen EUV-Technologie herstellen – das Kürzel steht für Extrem Ultraviolettes Licht. ASML sieht sich als einziger Anbieter von EUV-Maschinen auf der Welt, der Stückpreis kann deutlich über 300 Millionen Euro liegen. 

Bayer-Aktie fällt nach Ausstieg von aktivistischem InvestorDer Ausstieg des aktivistischen Investors Inclusive Capital macht Bayer zu schaffen. Die Aktien ​des Leverkusener Agrar- und Pharmakonzerns rutschten am Dienstag in der Spitze um 3,7 Prozent auf ⁠37,05 Euro ab und gehörten damit zu den schwächsten Werten im deutschen Leitindex Dax, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Fonds des aktivistischen Investors Jeffrey Ubben hatte über Nacht seine restlichen 8,5 Millionen Bayer-Aktien zum Preis von je 37,45 ‌Euro bei anderen institutionellen Aktionären platziert, wie die damit beauftragte Bank mitteilte. Das war ein Abschlag von 2,6 Prozent zum Xetra-Schlusskurs vom Montag. Inclusive Capital erlöst damit 318 Millionen Euro, dürfte ‌mit seinem Engagement aber Verlust eingefahren ‌haben.Inclusive Capital war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Der Investor war Anfang 2023 bei Bayer eingestiegen und hatte die Absetzung von Vorstandschef Werner Baumann mit vorangetrieben. Damals hatten die 8,18 Millionen Aktien, die der ​Fonds kaufte, einen Wert von 407 Millionen ⁠Euro. Die Bayer-Aktie hat seither rund 25 Prozent an Wert verloren, weil der Rechtsstreit über die angeblich krebserregende Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat ​hohe Kosten verursacht.Ein Händler sagte, der Schritt könne ein Zeichen dafür sein, dass Ubben das Kurspotential für ausgereizt halte. ⁠Aktivistische Investoren hätten ‌bei Bayer für mehr Zug gesorgt. „Und wenn der aussteigt, ist das entsprechend schlecht.“ Jeffrey Ubben sitzt seit 2024 auch im Aufsichtsrat von Bayer; sein Mandat läuft noch bis 2028. Im November 2023 hatte er allerdings ⁠Investoren mitgeteilt, dass ⁠er einige Fonds auflösen und Kapital zurückgeben wolle, wie Reuters von zwei Insidern erfahren hatte. Ubben wolle Inclusive ⁠Capital Partners ​drei Jahre ⁠nach der Gründung schließen.Ubben, einer der bekanntesten ​aktivistischen Investoren an der Wall Street, hatte eine Aufspaltung von Bayer ‌gefordert. Der seit Juni 2023 amtierende Vorstandschef Bill Anderson baut die Führungsstruktur um, hat eine strategische Überprüfung, die ​zu einer Aufspaltung hätte führen können, jedoch ausgesetzt. 

SAP-Aktie sackt nach Herabstufung ab Eine Herabstufung und eine drastische Kurszielsenkung durch ‌JP Morgan setzen SAP zu. Die Aktien des Walldorfer Softwarekonzerns brechen in ‌der ‌Spitze mehr als fünf Prozent auf 146 Euro ein und fallen damit auf ​den niedrigsten Stand ⁠seit mehr als zwei Jahren. Die Analysten der US-Bank stuften ​die Aktie auf „Neutral“ von zuvor „Overweight“ herab ⁠und stutzten das ‌Kursziel um rund ein Drittel auf 175 Euro von zuvor ⁠260 Euro. Zur ⁠Begründung verwiesen sie auf einen ⁠sich verlangsamenden ​Auftragsbestand ⁠im Cloud-Geschäft und ​den zunehmenden Wettbewerb im Bereich ‌Künstliche Intelligenz. 

Drägerwerk erwirtschaftet Rekordumsatz Der Medizintechnikkonzern Drägerwerk hat im ​vergangenen Jahr einen Rekordumsatz erzielt, den Gewinn ⁠deutlich gesteigert und die dritte Dividendenerhöhung in Folge angekündigt. „Im Jahr 2025 haben wir unseren Erfolgskurs fortgesetzt ‌und den höchsten Umsatz unserer Unternehmensgeschichte erwirtschaftet“, erklärte Firmenchef Stefan Dräger am Dienstag. „Trotz widrigem Umfeld haben wir ‌dabei auch ‌unser Ergebnis verbessert.“Der Umsatz stieg um 5,3 Prozent auf den Rekordwert von rund 3,48 Milliarden Euro, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Derweil ​schnellte das operative Ergebnis (Ebit) ⁠um rund 20 Prozent auf mehr als 233 Millionen Euro, obwohl die ​positiven Einmaleffekte aus dem Vorjahr fehlten und Zoll- ⁠und Währungseffekte belasteten. ‌Die Aktionäre sollen für das Jahr 2025 je Stammaktie 2,21 (Vorjahr: 1,97) Euro und je Vorzugsaktie 2,27 (2,03) Euro erhalten.Für ⁠das laufende ⁠Geschäftsjahr erwartet das im Kleinwerteindex S-Dax gelistete Lübecker Unternehmen einen ⁠Umsatzanstieg ​von ⁠einem bis fünf Prozent. ​Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll zwischen 5 und 7,5 Prozent liegen. 

Discounter Kik schließt etwa 300 Filialen  Der Textil- und Haushaltswaren-Discounter Kik schließt in diesem Jahr Hunderte Filialen. Das teilte der Geschäftsführer des Unternehmens in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Zahl der Geschäfte sinkt demnach bis Ende 2026 in Europa um etwa 225 auf gut 4.000, davon in Deutschland um 135 auf rund 2.200. Europaweit sind 300 Schließungen vorgesehen und 75 Neueröffnungen. Einige Standorte wurden bereits geschlossen, andere folgen in den kommenden Monaten. „Wir trimmen unser Portfolio auf Profitabilität“, sagte Geschäftsführer und Finanzvorstand Christian Kümmel. „Die Formel „Wir machen fünf neue Filialen auf und haben fünfmal so viele Kunden“ ist nicht 100-prozentig aufgegangen.“ In einigen Fällen lägen Filialen weniger als einen Kilometer auseinander. „Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück.“ Alle verbleibenden Standorte seien profitabel. Eine Liste der Geschäfte, die schließen sollen, legte Kik nicht vor. Zahlreiche Beschäftigte seien bislang nicht informiert worden, hieß es. „Wir werden die Mitarbeitenden der betroffenen Filialen in anderen Filialen weiter beschäftigen oder anderweitig eine Lösung finden“, sagte Kümmel. Kündigungen seien nicht geplant. Kik beschäftigt etwa 32.000 Menschen, 19.000 davon in Deutschland. Kümmel kann sich vorstellen, dass das Filialnetz in den kommenden Jahren weiter bereinigt wird. 

Frühere Maple-Banker entgehen Cum-Ex-Prozess Im milliardenschweren Cum-Ex-Steuerskandal ist ein Verfahren gegen drei Ex-Manager der Maple Bank gegen eine Millionen-Geldauflage eingestellt worden. Das teilte ein Sprecher des Landgerichts Frankfurt auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Demnach zahlen die drei Angeschuldigten insgesamt 2,3 Millionen Euro und entgehen so einem öffentlichen Strafprozess. Das Landgericht habe die Verfahren gegen die Manager eingestellt, obwohl die Staatsanwaltschaft schon Anklage erhoben habe.Die mittlerweile insolvente Maple Bank galt als einer der zentralen Akteure im Cum-Ex-Skandal um illegale Aktiendeals, mit denen sich Banken eine einmal gezahlte Kapitalertragsteuer vom Staat doppelt erstatten ließen. Die Maple Bank mit kanadischen Wurzeln soll allein rund 374 Millionen Euro an unrechtmäßigen Steuererstattungen erlangt haben. In der strafrechtlichen Aufarbeitung wurden bereits mehrere frühere Manager der Maple Bank zu Haftstrafen verurteilt, darunter der ehemalige Deutschland-Chef. Auch der Rechtsberater der Bank, der frühere Freshfields-Anwalt Ulf Johannemann, muss wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ins Gefängnis.

Vier Prozent Umsatzwachstum mit Fotobüchern – und eine Dividenden-ErhöhungAktionäre des Foto-Dienstleisters Cewe dürfen mit einer Dividende von 3 Euro je Aktie rechnen, nachdem es voriges Jahr 2,85 Euro gab. Das teilte das Unternehmen aus Oldenburg nach dem entsprechenden Aufsichtsratsbeschluss mit. Seit 17 Jahren hat Cewe jedes Jahr die Dividende erhöht. Der Umsatz mit Fotobüchern und anderen Dienstleistungen rund ums Foto stieg voriges Jahr laut vorläufigen Zahlen um vier Prozent auf 864 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 86 auf 88 Millionen Euro. Details zum Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht die Cewe Stiftung & Co. KGaA an diesem Donnerstag.    

Delivery Hero will Taiwan-Geschäft an Rivalen Grab verkaufen Delivery Hero nimmt einen neuen Anlauf zum Verkauf ​seines Taiwan-Geschäfts. Der asiatische Konkurrent Grab wolle die Tochter Foodpanda Taiwan für 600 ⁠Millionen Dollar in bar übernehmen, teilte der deutsche Essenslieferant am Montag mit. Die Einnahmen würden unter anderem zum Schuldenabbau verwendet. Die Transaktion müsse jedoch noch ‌von den Behörden genehmigt werden.Vor etwa zwei Jahren hatte Delivery Hero schon einmal versucht, sich von Foodpanda Taiwan zu trennen. Der Verkauf an Uber ‌Eats war damals ‌am Veto der dortigen Kartellbehörde gescheitert. Der Markt für Essenslieferungen in Taiwan ist hart umkämpft. Das bei Foodpanda Taiwan über die Plattform gehandelte Brutto-Warenvolumen (GMV) lag Delivery Hero zufolge ​2025 bei 1,5 Milliarden Euro. Zudem ⁠habe die Tochter einen bereinigten operativen Gewinn erwirtschaftet. Das Berliner Unternehmen weist die Geschäftsentwicklung einzelner Märkte ​in der Bilanz nicht gesondert aus. Früheren Angaben zufolge lag das GMV von Foodpanda Taiwan zwischen ⁠März 2023 ‌und März 2024 ebenfalls bei etwa 1,5 Milliarden Euro.Der Verkauf erfolgt für Delivery Hero zu einem kritischen Zeitpunkt. Einer der größten Aktionäre fordert einen Rückzug ⁠des Essenslieferanten aus ganzen ⁠Regionen. Das Unternehmen sei im Vergleich zur Konkurrenz zu ertragsschwach. Der Vermögensverwalter Aspex droht ⁠zudem mit ​der ⁠Absetzung des Konzernchefs und Mitgründers Niklas ​Östberg. „Der Start einer Veräußerung von Ländergesellschaften ist zwar positiv zu bewerten, doch Taiwan allein reicht bei weitem nicht aus\", teilte Aspex der F.A.Z. mit. Das Unternehmen müsse weiterhin hohe Bußgelder wegen Rechtsverstößen zahlen und zerstöre auch weiterhin Wert durch „ineffiziente Finanzierungsvereinbarungen.“ Es sei noch sehr viel zu tun, bevor das Management das Vertrauen der Kapitalmärkte zurückgewinnen könne.