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06.05.2026
09:34 Uhr
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Gewinn von BMW bricht ein +++ Samsung erreicht Börsenwert von einer Billion US-Dollar +++ US-Handelsdefizit steigt auf 60 Milliarden Dollar +++ Biontech schließt Standorte und streicht bis zu 1860 Stellen +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Walt Disney wächst mit Streaming und Filmen – aber nicht mit SportWalt Disney hat dank guter Geschäfte mit seinen Streamingdiensten und Freizeitparks die Markterwartungen übertroffen. Der neue Konzernchef Josh D’Amaro sagte am Mittwoch, dass er für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres mit einem noch stärkeren Wachstum rechne. „Wir sehen eine bedeutende Chance, unsere Fans sowohl in der digitalen als auch in der physischen Welt tiefer zu binden und zu unterhalten.“ D’Amaro hatte im März die Nachfolge von Bob Iger angetreten.Der Unterhaltungskonzern teilte mit, einen bereinigten Quartalsgewinn von 1,57 (1,45) Dollar je Aktie verbucht zu haben. Gleichzeitig sei der Umsatz um sieben Prozent auf 25,2 Milliarden Dollar gestiegen. Analysten hatten mit einem Gewinn je Aktie von 1,49 Dollar und einem Umsatz von 24,78 Milliarden Dollar gerechnet. Die Aktie legte daraufhin um mehr als vier Prozent zu.Die Sparte Erlebnisse, zu der Parks, Kreuzfahrtschiffe und Konsumgüter gehören, steigerte ihren Betriebsgewinn um rund fünf Prozent. Auch im Unterhaltungsgeschäft stieg das Betriebsergebnis um sechs Prozent – auf nunmehr 1,34 Milliarden Dollar. Dies lag unter anderem an höheren Abonnement- und Werbeeinnahmen der Streamingdienste wie Disney+ sowie an den Kinoerfolgen „Zootopia 2“ und „Avatar: Fire and Ash“. Die Disney-Sportsparte mit dem Sender ESPN verzeichnete hingegen einen Rückgang des Betriebsergebnisses um fünf Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Das Ergebnis betrug 652 Millionen Dollar. Grund hierfür waren dem Konzern zufolge höhere Kosten für Sportrechte und Produktion.
SpaceX will mindestens 55 Milliarden Dollar in geplante Chipfabrik investierenSpaceX veranschlagt die Kosten für den Bau seiner geplanten Chipfabrik im US-Bundesstaat Texas auf zunächst 55 Milliarden Dollar. Bis zur endgültigen Ausbaustufe könnte diese Summe auf 119 Milliarden Dollar steigen, ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Pflichtmitteilung der Weltraumfirma des Milliardärs Elon Musk. In der \"Terafab\" sollen Computerchips für SpaceX, den Elektroautobauer Tesla, den KI-Entwickler xAI sowie weitere Unternehmen aus Musks Firmenimperium produziert werden.Das Werk entsteht in Zusammenarbeit mit dem Halbleiter-Hersteller Intel. Dieser steuert unter anderem seine Fertigungstechnologie \"14A\" bei. Musk will seine Unternehmen unabhängiger von Chip-Auftragsfertigern wie TSMC und Samsung machen. Die Pläne passen auch zu dem Ziel der Regierung in Washington, verstärkt Fabriken in den USA anzusiedeln. (Reuters)
Russland kauft erstmals seit Ukraine-Kriegsbeginn wieder DevisenAngetrieben von steigenden Öleinnahmen infolge des Iran-Kriegs kauft Russland erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs wieder ausländische Währungen am Markt. Das Finanzministerium kündigte am Mittwoch an, vom 8. Mai bis zum 4. Juni Devisen im Wert von 110,3 Milliarden Rubel (etwa 1,25 Milliarden Euro) zu erwerben. Die Käufe, die hauptsächlich aus der chinesischen Währung Yuan bestehen, sollen in den Nationalen Wohlstandsfonds fließen. Dieser dient der Stabilisierung des Staatshaushalts. Der Schritt soll zudem eine übermäßige Aufwertung der Landeswährung Rubel verhindern.Die Käufe basieren auf der russischen Haushaltsregel. Diese sieht vor, dass die Regierung zusätzliche Steuereinnahmen in Devisen anlegt, wenn der Ölpreis über einem bestimmten Schwellenwert liegt. Dieser beträgt derzeit 59 Dollar pro Barrel. Fällt der Preis darunter, werden Devisen aus dem Fonds verkauft, um Haushaltslöcher zu stopfen. Das Ministerium hatte diese Transaktionen im Februar jedoch ausgesetzt, um den Fonds angesichts niedriger Ölpreise zu schonen. Der Schritt war von Analysten kritisiert worden, da er den Rubel künstlich stützte.Die Zentralbank wickelt die Käufe ab. Unter dem Strich wird der Staat damit künftig netto 1,18 Milliarden Rubel pro Tag kaufen. Bislang hatte er täglich Devisen im Wert von 4,6 Milliarden Rubel verkauft. Das Ministerium erklärte, bei der Festlegung des Volumens für Mai würden ausgesetzte Transaktionen aus den Vormonaten berücksichtigt. Dies dürfte die Auswirkungen auf den Markt abfedern.
Tausende Zöllner durchleuchten Paket-Branche – und finden illegal BeschäftigteIn einer bundesweiten Aktion haben mehr als 2.900 Zollbeamte Paketzusteller kontrolliert und dabei nach ersten Erkenntnissen Rechtsverstöße festgestellt. Bei den Kontrollen in Depots und Verteilzentren gehe es um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Kurier-, Express- und Paketbranche, teilte die Generalzolldirektion mit. Beamte aus allen Hauptzollämtern in Deutschland seien im Einsatz. Die verdachtsunabhängigen Kontrollen sollten bis zum Abend weitergehen.In einem ersten Zwischenfazit sagte der Sprecher des Kölner Hauptzollamtes, Jens Ahland, dass sich die üblichen „Hauptbeanstandungsmerkmale“ ganz klar bestätigt hätten. Als Beispiel nannte er einen 39-jährigen Mann aus der Türkei, der in Köln für einen Subunternehmer trotz fehlender Arbeitserlaubnis tätig war.
Orbán-Günstlinge unter DruckVor dem Regierungswechsel in Ungarn ermittelt die Polizei bei Unternehmen aus dem Umfeld des scheidenden Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Wegen des Verdachts auf Veruntreuung und Geldwäsche seien Gelder beschlagnahmt und Konten eingefroren worden, teilten die Ermittler am Dienstagabend mit. Betroffen sind Gesellschaften des Unternehmers Gyula Balásy, die über ein Jahrzehnt lang Regierungskampagnen für Orbán entwarfen.Balásy arbeite mit den Behörden zusammen, teilte seine Unternehmensgruppe Lounge am Mittwoch auf Reuters-Anfrage mit. Der Unternehmer hatte am Montag in einem Interview der Nachrichtenseite \"Kontroll\" erklärt, er biete dem Staat die Übernahme seiner Unternehmen an. Dies geschehe jedoch nicht, weil er etwas zu verbergen habe oder unrechtmäßig vorgegangen sei. Balásys Unternehmen entwarfen unter anderem Orbáns jüngste Wahlkampagne, die die Wahl als Entscheidung zwischen Krieg und Frieden dargestellt hatte, sowie frühere Kampagnen gegen Einwanderung. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Transparency International erhielten Balásys Unternehmen allein zwischen 2019 und 2021 staatliche Aufträge im Wert von 295 Milliarden Forint (rund 813 Millionen Euro). Die Aufträge stammten zumeist vom Nationalen Kommunikationsbüro.Der designierte Ministerpräsident Peter Magyar, dessen Mitte-Rechts-Partei Tisza im April die Parlamentswahl gewonnen hatte, wird den seit 16 Jahren regierenden Orbán am Samstag ablösen. Magyar hat angekündigt, hart gegen Korruption vorzugehen und gestohlenes Staatsvermögen zurückzuholen. Dadurch stehen Günstlinge Orbáns verstärkt unter Druck.
Rüstungszulieferer Renk auf RekordkursDer Augsburger Spezialist für Panzergetriebe, Renk, hat das beste Auftaktquartal der Unternehmensgeschichte verzeichnet. Wie der Rüstungszulieferer am Mittwoch mitteilte, stieg der Auftragseingang in den ersten drei Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 582 Millionen Euro. Der Auftragsbestand erreichte mit 6,9 Milliarden Euro ein Allzeithoch. Der Umsatz legte um vier Prozent auf 283,6 Millionen Euro zu. Renk verwies auf Verzögerungen in der externen Logistikkette, durch die sich Auslieferungen und damit Umsätze in die Folgequartale verschieben. Der bereinigte Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um mehr als zehn Prozent auf 42,4 Millionen Euro zu. „Der gelungene Start ins Jahr 2026 unterstreicht die Stärke unseres Geschäftsmodells und die anhaltend positive Dynamik unserer Kernmärkte“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Alexander Sagel. Den höchsten Auftragseingang in einem Auftaktquartal wertet er als Beweis für eine ungebrochen hohe internationale Nachfrage nach den Renk-Produkten. Nach dem guten ersten Quartal bestätigt der Vorstand seine Jahresprognose: Der Umsatz soll auf mehr als 1,5 Milliarden Euro steigen nach 1,37 Milliarden Euro 2025. Damit würde sich das Umsatzwachstum von 19,8 auf 9,5 Prozent verringern. Das bereinigte Ebit wird zwischen 255 und 285 Millionen Euro erwartet. Im vergangenen Jahr waren 230 Millionen und damit fast 22 Prozent mehr als 2024 erreicht worden.
Französisches Containerschiff in Straße von Hormus angegriffenIn der Straße von Hormus ist ein französisches Containerschiff nach Angaben seiner Reederei angegriffen worden. Bei der \"Attacke\" auf das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff \"San Antonio\" seien am Dienstag mehrere Besatzungsmitglieder verletzt worden, die \"evakuiert und medizinisch versorgt\" worden seien, erklärte die Reederei CMA CGM am Mittwoch. Das Schiff sei bei dem Angriff beschädigt worden.Zuvor hatte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) bereits gemeldet, ein Frachter sei am Dienstagabend in der Meerenge von einem \"unbekannten Geschoss\" getroffen worden, ohne jedoch den Namen des Schiffes zu nennen.Die Straße von Hormus war zu Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar von den iranischen Streitkräften weitgehend gesperrt worden. In der Folge schossen die Energiepreise weltweit in die Höhe. Derzeit gilt in der Region eine Waffenruhe.Die USA hatten am Montag einen Militäreinsatz zur Sicherung der für den Öl- und Gashandel immens wichtigen Straße von Hormus begonnen - und diesen am Dienstag dann vorerst wieder gestoppt. Ziel des Einsatzes war laut US-Präsident Donald Trump, wegen der iranischen Blockade festsitzende Schiffe aus der Meerenge hinaus zu \"geleiten\". (AFP)
Guter Jahresauftakt für Rüstungsspezialist Hensoldt Die hohe Rüstungsnachfrage sorgt beim Radar- und Sensorspezialisten Hensoldt für einen hohen Auftragseingang. Ende März standen Aufträge von 9,8 Milliarden Euro in den Büchern des in Taufkirchen bei München ansässigen Unternehmens. Der Auftragsbestand lag damit um fast drei Milliarden Euro höher als zwölf Monate zuvor. Der Auftragseingang verdoppelte sich im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 1,48 Milliarden Euro. Haupttreiber seien Aufträge zur Ausstattung der Plattformen Schakal und Puma sowie Vertragserweiterungen für Eurofighter Mk1-Radare gewesen. Hensoldt verzeichnete sowohl für Auftragsbestand als auch -eingang Rekordwerte. Der Umsatz legte um 25 Prozent auf 496 Millionen Euro zu. Der bereinigte operative Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 47 Prozent auf 44 Millionen Euro. „Mit der neuen deutschen Militärstrategie wird schwarz auf weiß sichtbar, dass Verteidigungsfähigkeit heute neu gedacht wird – vernetzter, softwarebasierter und zugleich mit deutlich höherem Anspruch an industrielle Verfügbarkeit“, sagte der Vorstandsvorsitzende Oliver Dörre. Für Hensoldt sei das nicht nur ein strategisches Signal, sondern zunehmend konkrete Nachfrage. Der Erfolg von Hensoldt basiert seiner Ansicht nach auf der Fähigkeit, Spitzentechnologie zu liefern und diese in industriellem Maßstab bereitzustellen. „Genau auf diese Skalierungsfähigkeit haben wir Hensoldt ausgerichtet – und sehen uns damit in einer starken Position für die kommenden Jahre“, zeigte er sich zuversichtlich. Für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand seine Umsatzprognose von 2,75 Milliarden Euro. Das wären zwölf Prozent mehr als 2025. Die bereinigte Ebidta-Marge soll zwischen 18,5 und 19,0 Prozent liegen. Im vergangenen Jahr lag sie bei 18,4 Prozent und im ersten Quartal bei 8,9 Prozent.
Infineon erwartet breiten AufschwungDer Halbleiterhersteller Infineon profitiert immer stärker vom Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) und hebt deshalb seine Jahresziele an. Mit dem ersten Geschäftshalbjahr (per 30. März) zeigte sich der Vorstandsvorsitzende Jochen Hanebeck am Mittwoch zufrieden: „Infineon hat seine Ziele im ersten Geschäftshalbjahr voll erreicht.“ Für das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 (per 30. September) erwartet er ein stärker als bislang erwartetes Wachstum. „Wir bereiten uns auf einen breiten Aufschwung vor“, sagte Hanebeck auf der Telefonkonferenz gegenüber Journalisten. Bei einem für die zweite Jahreshälfte unterstellten Dollar-Kurs von 1,17 Dollar je Euro (zuvor 1,15 Dollar) rechnet Infineon nun im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr mit einem deutlich steigenden Umsatz, nachdem zuvor ein moderat steigendes Geschäftsvolumen in Aussicht gestellt worden war. Als Marke gab Hanebeck mehr als 16 Milliarden Euro aus nach 14,7 Milliarden Euro 2025. Die Segmentergebnis-Marge, also die operative Gewinnmarge der vier Geschäftsfelder, wird nun bei 20 Prozent erwartet nach zuvor im hohen Zehner-Prozentbereich. Der frei verfügbare Mittelzufluss (Free Cash-flow) wird nun mit 1,25 Milliarden Euro nach zuvor einer Milliarde Euro erwartet. Hanebeck verwies auf den sich ausweitenden KI-Boom, der mit einer hohen Nachfrage der von Infineon entwickelten Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren einhergeht. Der Ausbau der Energieinfrastruktur gewinne an Fahrt und sei ein zunehmender Wachstumstreiber für das Industriegeschäft. Im Bereich Automotive sieht Hanebeck eine positive Entwicklung, insbesondere bei softwaredefinierten Fahrzeugen, gedämpft durch ein herausforderndes Elektromobilitätsgeschäft. Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt wäre der Umsatz sogar um 14 Prozent gestiegen, fügte Hanebeck hinzu. Das Segmentergebnis kletterte um neun Prozent auf 653 Millionen Euro. Der Gewinn nach Steuern legte um 30 Prozent auf 301 Millionen Euro zu. Der Auftragsbestand erhöhte sich zwischen Januar und Ende März um vier Milliarden auf 25 Milliarden Euro. Mittlerweile würden Kundenaufträge spät für das nächste Geschäftsjahr bestätigt, sagte Hanebeck.
Der Gewinn von BMW bricht einEs ist das letzte Mal, dass Oliver Zipse die Quartalszahlen von BMW präsentiert. Der Vorstandschef, der den Münchner Autokonzern so erfolgreich durch Krisen und Kriege geführt hat, muss nach sieben Jahren zum Abschied nun über einen Gewinneinbruch im ersten Quartal berichten. Die Zölle in den USA belasteten das Geschäft erheblich.So verringerte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 36 Prozent auf 2 Milliarden Euro. Die Gewinnmarge im Autogeschäft lag bei fünf Prozent und damit in der Mitte der für das Gesamtjahr erwarteten Spanne von vier bis sechs Prozent. Auch der Umsatz nahm ab, und zwar um acht Prozent auf 31 Milliarden Euro.
Lufthansa will 2026 trotz Irankriegs mehr verdienenDie Deutsche Lufthansa geht trotz der Folgen des Irankriegs, steigender Kerosinpreise und Streiks im Frühjahr davon aus, 2026 ein höheres Ergebnis einzufliegen als im Vorjahr. Die Prognose, das um bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern gegenüber den Vorjahreswert von 1,96 Milliarden Euro zu steigern, behält der Konzern bei. Die anhaltende Krise im Mittleren Osten stelle den globalen Luftverkehr und auch Lufthansa vor enorme Herausforderungen, sagte der Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr. \"Allerdings sind wir resilient aufgestellt, um diese Auswirkungen abzufedern.\" Lufthansa verweist darauf, den eigenen Kerosinbedarf für das laufende Jahr zu rund 80 Prozent durch Hedging-Kontakte gegen Preisschwankungen abgesichert zu haben. Dennoch führen die gestiegenen Kerosinpreise zu Mehrkosten in Höhe von 1,7 Milliarden Euro. Diese Mehrbelastung will der Konzern durch höhere Ticketpreise, Anpassungen im Streckennetz an veränderte Reiseströme sowie weitere Sparmaßnahmen weitgehend ausgleichen. Finanzvorstand Till Streichert machte allerdings die Einschränkung, er sei weiter der Ansicht das Vorjahresergebnis deutlich übertreffen zu können, \"sofern es nicht zu Lieferengpässen beim Treibstoff oder zu weiteren Streiks kommt.\" Und die Steigerung des Gewinns werde \"vermutlich geringer ausfallen als ursprünglich gedacht.\"Im ersten Quartal hatte Lufthansa davon profitiert, dass Langstreckenreisende nach Kriegsbeginn auf Direktflüge nach Asien auswichen, da der Weg mit Fluggesellschaften vom Golf und Umstieg in den Emiraten nicht möglich war. Der Umsatz stieg um acht Prozent von 8,1 Milliarden auf 8,7 Milliarden Euro, womit der Konzern das umsatzstärskte Auftaktquartal seiner Geschichte schaffte. Der saisonübliche Verlust fiel mit 665 Millionen Euro um ein Viertel geringer aus als im Vorjahreszeitraum. \"Wir erreichen, was wir uns vornehmen und liefern, was wir versprochen haben\", sagte Konzernchef Spohr. Für den weiteren Jahresverlauf sieht sich Lufthansa dennoch zu Anpassungen gezwungen. Der Konzern hat nach dem Betriebsstopp der Tochtergesellschaft Cityline schon angekündigt, für die nächsten Monate 20.000 Flüge aus dem Programm zu nehmen. Dabei geht es vor allem über kürzere innereuropäische Strecken. Das Zubringernetz zu den Konzerndrehkreuzen wurde angepasst, so dass Passagiere aus manchen Orten nicht mehr mehrere Umsteigeknotenpunkte erreichen können, sondern nur noch einen, um von dort zu anderen Kontinenten weiterzufliegen. Für den Urlauberverkehr rechnet Lufthansa aber weiter mit einem \"starken Reisesommer\". Zudem wichen Langstreckenreisende weiterhin wegen der Krise im Mittleren Osten verstärkt von Umsteigeflughäfen in der Golfregion auf die Drehkreuze der Lufthansa aus.
Gewinn von Daimler Truck um 80 Prozent eingebrochen Der Gewinn beim Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 80 Prozent eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sei das Konzernergebnis von 749 Millionen Euro auf 149 Millionen Euro gesunken, teilte der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mit.Der Umsatz ging um 13 Prozent auf 9,98 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis (Ebit) fiel um 71 Prozent von einer Milliarde Euro auf 292 Millionen Euro.Die Finanzergebnisse seien in erster Linie durch eine geringere Profitabilität bei den Geschäften in Nordamerika beeinflusst worden, hieß es laut Mitteilung. Von einer „positiven Dynamik“ sprach der Konzern hingegen bei den Auftragseingängen. Diese seien im ersten Quartal um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen. In den USA hätten sich die Auftragseingänge noch deutlicher erholt.
Volkswagen größter Aktionär bei Tesla-Herausforderer RivianVolkswagen ist nun größter Einzelaktionär des Tesla-Herausforderers Rivian. Der deutsche Autobauer kommt laut einer Rivian-Mitteilung bei der US-Börsenaufsicht auf einen Anteil von 15,9 Prozent. Damit überholt VW den frühen Geldgeber Amazon, der nach jüngsten Angaben noch auf eine Beteiligung von knapp 13 Prozent kommt. Der weltgrößte Online-Händler kauft bei Rivian Elektro-Lieferwagen für die Zustellung.Die wachsende Beteiligung von Volkswagen hängt mit einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Elektroautobauer zusammen. Es soll unter anderem die Elektronik-Architektur von Rivian für Elektro-Modelle von VW weiterentwickeln. Volkswagen lässt sich die Zusammenarbeit bis zu 5,8 Milliarden Dollar kosten.Ein zentraler Unterschied der bei Rivian entwickelten Architektur ist, dass sie nach Zonen im Fahrzeug statt nach Funktionen aufgebaut ist. Traditionell gibt es etwa separate Kontrolleinheiten für einzelne Aufgaben wie zum Beispiel die Temperatur-Steuerung. Im Rivian-Konzept werden die Funktionen hingegen gebündelt – so kann zum Beispiel ein Computer auf der Fahrerseite sowohl das Gaspedal als auch die Fensterheber steuern.
Börsenwert von Samsung überschreitet Billionen-Dollar-MarkeDer südkoreanische Technologiekonzern Samsung Electronics hat mit seinem Börsenwert die Marke von einer Billion Dollar übertroffen. Die Aktien des weltgrößten Herstellers von Speicherchips stiegen im frühen Handel in Seoul um zwölf Prozent, womit die Marktkapitalisierung auf 1500 Billionen Won (etwa 1,03 Billionen Dollar) kletterte. Damit ist Samsung nach dem taiwanischen Konkurrenten TSMC das zweite asiatische Unternehmen, das diesen Meilenstein erreicht hat. Die Papiere profitierten von starken Kursgewinnen der Aktien von US-Technologiekonzernen wie Intel am Vorabend. An der Wall Street hatten gute Quartalszahlen sowie eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran die Kurse von KI-Unternehmen angetrieben.