FAZ 24.03.2026
13:30 Uhr

Alarm in oFFENBACH: Drüsenameise ist zurück und verursacht weiter Schäden


Die invasive Große Drüsenameise bildet schnell riesige Kolonien, die Gehwege, Terrassen und Hofpflaster untergraben und Schäden verursachen. Die Stadt Offenbach ruft Bürger auf, Sichtungen zu melden.

Alarm in oFFENBACH: Drüsenameise ist zurück und verursacht weiter Schäden

Die aus dem Mittelmeerraum eingeschleppte Große Drüsenameise hat schon im vergangenen Jahr in Offenbach Schäden verursacht. Nach der Winterstarre werden die ersten Arbeiterinnen wieder aktiv. Diese Ameisenart hat in Deutschland keine natürlichen Fressfeinde. In ihren Kolonien legen mehrere Königinnen gleichzeitig Eier, wie die Stadt erläutert. Beides zusammen führe dazu, dass die Kolonien viel schneller wüchsen und größer würden als die heimischer Arten. Deshalb fürchten die Stadtwerke Offenbach eine weitere Ausbreitung. Privatleute werden nun gebeten, Sichtungen auf ihren Grundstücken zu melden. Die Bekämpfung auf öffentlichen Flächen hat demnach schon begonnen. Die Areale rund um den Bürgeler Friedhof und am Offenbacher Hafen gelten als besonders betroffen. Deshalb sind die Eigentümer privater Grundstücke aufgerufen, dort ebenfalls gegen die Ameisenart vorzugehen. Der Stadtservice der Stadtwerke bekämpft die Ameisen auf öffentlichen Flächen wie Gehwegen und Mauern vor allem mit heißem Wasser, das beispielsweise zwischen Gehwegfugen in den Boden gepresst wird. Das Vorgehen wird auch Grundstückseignern empfohlen. Heimische Ameisen sollten der Stadt zufolge dabei aber auf keinen Fall zu Schaden kommen. Denn abgesehen davon, dass die Tiere von großer Bedeutung für das Ökosystem sind, meidet die Große Drüsenameise die von heimischen Ameisen besiedelten Gebiete. Die invasiven Ameisen werden beispielsweise über Hölzer oder in der Erde von mediterranen Pflanzen eingeschleppt, wie es weiter heißt.  Am leichtesten lassen sich heimische Ameisen von den Ameisen aus dem Mittelmeerraum durch die unterschiedlichen Ameisenstraßen unterscheiden: Heimische Arten laufen eher einspurig hintereinander, die Großen Drüsenameisen bewegen sich dagegen auf mehrspurigen Ameisenstraßen. Die Drüsenameise verströmt zudem einen stechenden, als „chemisch“ beschriebenen Geruch, wenn eines der Tiere zerrieben wird, wie die Stadt weiter erläutert. Privatleute, die auf ihrem Grundstück erstmals die Große Drüsenameise sichten, werden gebeten, dies den Stadtwerken unter der Rufnummer 069 84 00 04 545 zu melden. Weitere Informationen sind online unter www.offenbach.de/ameisen zu bekommen.