FAZ 10.05.2026
18:29 Uhr

2:3 in Hamburg: SC Freiburg vergibt Europapokal-Matchball


Wenige Tage nach dem Einzug ins Europa-League-Finale verliert der SC Freiburg beim Hamburger SV. Trotz der Enttäuschung blickt Torwart Atubolu nach vorne.

2:3 in Hamburg: SC Freiburg vergibt Europapokal-Matchball

Der SC Freiburg muss mit der Planung für die Europareisen in der nächsten Saison noch warten. Drei Tage nach ihrem Einzug ins Finale der Europa League verloren die müden Breisgauer beim Hamburger SV in der Fußball-Bundesliga mit 2:3 (1:1). Damit verpassten sie die vorzeitige Europapokal-Qualifikation. Trotz der Niederlage haben die Freiburger (44) vor dem Saisonfinale gegen RB Leipzig am kommenden Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei DAZN) die besten Chancen im Dreikampf mit Eintracht Frankfurt (43) und dem FC Augsburg (43) um den wichtigen Platz sieben, der zum Einzug in die Conference League berechtigt. Vor 57.000 Zuschauern im zum 17. Mal in dieser Saison ausverkauften Volksparkstadion brachte Bakery Jatta den HSV in Führung (14.), Igor Matanovic (16.) glich kurze Zeit danach aus. Nach der Pause sorgten Luka Vuskovic (64.) und Fabio Baldé (67.) mit ihren Toren für den sechsten Heimsieg in dieser Saison. Matanovic (87.) konnte nur noch verkürzen. „Wir haben dieses Jahr unfassbar viele Spiele gespielt. Trotzdem sind die Tore, die wir kassiert haben, zu einfach. Wir hatten die Chance, eines von zwei Endspielen für uns entscheiden. Das haben wir nicht geschafft. Jetzt haben wir wieder die Chance gegen Leipzig“, sagte Keeper Noah Atubolu. „Hamburg kann große Spiele“ Der HSV konnte im letzten Saisonspiel im heimischen Volksparkstadion befreit aufspielen. Schon eine Woche zuvor hatte sich der Bundesliga-Rückkehrer den Klassenverbleib gesichert. Die Spieler wärmten sich mit Blick auf das Hamburger Olympia-Referendum am 31. Mai in speziellen Shirts mit der Aufschrift „Hamburg kann große Spiele“ auf. Ein großes Spiel wurde es nicht – weder vom HSV noch vom SC Freiburg. Unterhaltsam war es dennoch. Die Gäste machten zunächst Druck. Dabei erwies sich Vuskovic einmal mehr als Fels in der Hamburger Deckung und verhinderte fast allein klare Chancen für die Freiburger. Die Führung der Gastgeber fiel ein wenig überraschend. Jatta (14.) erzielte aus kurzer Entfernung sein erstes Bundesliga-Tor. Die Freude der Hamburger währte jedoch nicht lange. Zwei Minuten nach Jattas Treffer glich Matanovic mit seinem neunten Saisontor aus. Was folgte war ein offenes Spiel mit Offensivaktionen auf beiden Seiten. Der Hamburger Fabio Vieira (19.) hatte Pech mit einem Pfostenschuss. Die Hamburger kamen nach der Pause schwungvoller aus der Kabine. Den Freiburgern schien nach den Anstrengungen aus der Europa League die Kraft auszugehen. So kam der HSV zu mehr und mehr aussichtsreichen Szenen: Freiburgs Matthias Ginter blockte HSV-Jungstürmer Otto Stange (47.) im letzten Moment noch. Ransford Königsdörffer (52.) verzog aus zwölf Metern vor dem Freiburger Tor nur knapp. Dazwischen prüfte zwar Lukas Kübler (51.) HSV-Schlussmann Daniel Heuer Fernandes. Ansonsten taten sich die Gäste schwer. Vuskovic (64.) war es dann, der die Hamburger in Führung brachte. Der kurz zuvor eingewechselte Fabio Baldé (67.) erhöhte kurz danach. Die Freiburger hatten kaum mehr etwas entgegenzusetzen. Immerhin gelang Matanovic (87.) mit seinem zweiten Tor der Anschluss. Vieira traf für den HSV noch einmal den Pfosten (90.+5).