|
19.07.2026
15:50 Uhr
|
Weil den Teams Zeit zum Üben fehlt, ist das Spiel bei der WM simpler geworden. Wieso schießen plötzlich alle aus der Ferne? Und werden große Klubs tief verteidigen, wie es auch Spanien oder England taten?

Traditionell sind die großen Fußballturniere mit der Idee verbunden, als Inspirationsquelle zu dienen, taktische Innovationen für die kommenden Jahre zu liefern, Trends vorzugeben, und tatsächlich gab es auch bei dieser WM prägnante Auffälligkeiten. Zum Beispiel der Mut, mit dem die Torhüter ihre Komfortzone verließen, um Bälle aus dem Strafraum zu fausten. Gegenüber dem Turnier in Qatar ist die Anzahl der mit den Fäusten geklärten Bälle um bemerkenswerte 9,3 Prozent gestiegen. Das erläuterte die technische Studiengruppe des Weltverbandes FIFA am Tag vor dem Finale in einer Art Bilanzpressekonferenz, auf der aber ein anderes Phänomen im Mittelpunkt stand: die sogenannten „tiefen Blöcke“, in denen verteidigt worden ist.
Überlassen die Argentinier den Spaniern den Ball? Oder überraschen sie mit Angriffspressing? Taktisch bieten sich Lionel Messi und Co. im WM-Finale zahlreiche Optionen – solange sie einen Fehler vermeiden.
Die WM belegt Veränderungen im Status des Fußballs. Den Deutschen stellt sich die Frage, ob sie eine über den Sport hinausgehende Schwierigkeit haben bei der Übernahme von individueller Verantwortung innerhalb gemeinschaftlicher Aufgaben.
Wie schaut ein Klubtrainer auf diese WM? Fabian Hürzeler über seine Erkenntnisse des Turniers, ein Treffen mit Carlo Ancelotti und die Frage, wie die Nationalmannschaft vom Weg abgekommen ist – und wie sie wieder zu diesem zurückfinden kann.
Schlagworte: