Bei uns zu Hause ist es in den vergangenen Wochen erstaunlich ruhig und übersichtlich geworden. Zwei unserer vier Söhne fangen in diesem Herbst an zu studieren, der dritte geht gerade in den USA zur Schule. Mein Mann und ich sitzen nur noch mit unserem Jüngsten am Abendbrottisch und führen tatsächlich ein Gespräch, ohne dass alle durcheinanderreden. Statt montagmorgens zwölf Liter Milch, drei Kilo Müsli und 25 Bananen in mein Lastenrad zu wuchten, kann ich den Wocheneinkauf in einer Hand nach Hause tragen. Finanziell macht sich die neue Übersichtlichkeit ebenfalls bemerkbar: Für die Herbstferien brauchen wir nur noch drei statt sechs Flugtickets, und die Restaurantrechnung bewegt sich endlich wieder im zweistelligen Bereich. Allerdings ist das eine Milchmädchenrechnung. Was wir beim Müsli sparen, fließt um ein Vielfaches in die Miete in München.
