Schon seit Jahren beschäftigt sich Jutta Albrecht mit ihrer eigenen Bestattung. Die Einundachtzigjährige lebt in der Nähe von Halle an der Saale. Sie hat eine genaue Vorstellung von dem Tag, an dem ihre Angehörigen Abschied von ihr nehmen werden. Der Ablauf der Zeremonie mitsamt den Liedern steht fest, die Trauerrede hat sie bereits geschrieben. Nur eines ist noch unklar: Was geschieht mit ihren Überresten? „Am liebsten wäre es mir, wenn meine Familie eine Urne mit meiner Asche mit nach Hause nehmen dürfte“, sagt Albrecht. Das Bestattungsgesetz von Sachsen-Anhalt verbietet das allerdings. Erlaubt ist nur eine Urnenbeisetzung auf einem öffentlichen Friedhof. „Ich würde es mir sehr wünschen, dass eine Bestattung komplett nach meinem Willen möglich wäre“, sagt sie.
