Die Vorstandsvorsitzende der Commerzbank will mit ihrem ungeliebten Großaktionär Unicredit in den nächsten Tagen und Wochen „einen konstruktiven Dialog“ führen, um künftig gemeinsam „Wert für alle“ zu schaffen. Das kündigte Bettina Orlopp am Donnerstag an, nachdem die Commerzbank einen Rekordgewinn für das Jahr 2026 vorgelegt hatte. In einer Telefonkonferenz mit Journalisten erkannte Orlopp die Realität insofern an, als sie davon ausging, dass Unicredit im vierten Quartal 2026 alle erforderlichen aufsichtsrechtlichen Genehmigungen erhalten haben wird, um über ihren Anteil von derzeit gut 47 Prozent mit Stimmrechten an der Commerzbank zu verfügen. Ob und wann es eine außerordentliche Hauptversammlung geben werde, könne sie nicht sagen. „Das müssen Sie Unicredit fragen“, antwortete Orlopp auf eine Frage der F.A.Z. Es werde aber im Frühjahr 2027, voraussichtlich im Mai, ein reguläres Aktionärstreffen geben, daran anschließend werde die Commerzbank abermals eine höhere Dividende zahlen, rund die Hälfte des Jahresgewinns. Die andere Hälfte des Jahresgewinns will sie für Aktienrückkäufe verwenden.
