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09.09.2026
12:15 Uhr
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Der Microsoft-Gründer fürchtet sich vor dem Tempo der Künstlichen Intelligenz. Die Debatte erreicht Fachleute aus ganz verschiedenen Disziplinen. Es gibt sogar einen Konsens.

Angesichts dieser Entwicklung wird es auch Bill Gates langsam unheimlich. Vergangene Woche hat der Microsoft-Gründer einen langen Aufsatz veröffentlicht, in dem er zwar kurz die Verheißungen der Künstlichen Intelligenz lobt – saubere Energie für jeden, genug Nahrung für die ganze Welt, die Ausrottung von Krankheiten. Doch über weite Strecken ist der Aufsatz von Furcht geprägt.
Mehr Daten, mehr Mathematik und mehr Vernetzung führen zu mehr Fortschritt und mehr Freiheit – darauf haben wir uns lange verlassen. Das erhoffen wir eigentlich auch von der Künstlichen Intelligenz. Und nun?
Sind Computer bald so kompetent wie unsere Gehirne? Bewiesen ist das nicht. Es könnte sogar sein, dass der Mensch das Optimum an Intelligenz ist, die sich in Millionen Jahren dauernder Evolution unter permanentem Überlebenszwang erreichen lässt.
KI-Entwickler warnen davor, dass ihre Schöpfung die Menschheit vernichten kann. Nun verlangen sogar die Chefs von Open AI und Anthropic öffentlich, die Forschung zu bremsen – und Elon Musk stimmt ihnen zu. Wie ernst muss man die Sorgen nehmen?
Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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