FAZ 28.03.2026
09:32 Uhr

(+) Krise in Ingolstadt: Bei Audi rumort es schon wieder


Vor einem Jahr haben Vorstand und Betriebsrat einen Stellenabbau beschlossen. Jetzt sorgen neue Sparpläne für Unruhe in der Belegschaft.

(+) Krise in Ingolstadt: Bei Audi rumort es schon wieder

Es ist ein Jahr her, da standen Audi-Chef Gernot Döllner und der Betriebsratsvorsitzende Jörg Schlagbauer in Ingolstadt Seite an Seite auf der Bühne, um vor Journalisten die sogenannte Audi-Zukunftsvereinbarung vorzustellen. Von einem großen Wurf war die Rede, von Sicherheit der Jobs und Konkurrenzfähigkeit auf den globalen Märkten. Nichts war mehr zu hören von der „Liste des Grauens“, wie die IG Metall den Versuch des Managements beschrieb, trotz laufender Beschäftigungssicherung neue Sparmaßnahmen umsetzen zu wollen. Und auch den Spruch von Volkswagen-Chef Oliver Blume, der die Tochtergesellschaft als den „vielleicht größten Sanierungsfall, den wir im Konzern haben“ bezeichnet hatte, wiederholte niemand mehr.

In 80 Großstädten sind die Mieten um bis zu 20 Prozent gestiegen. Und der Irankrieg verschärft die Lage weiter. Doch das eigentliche Problem ist ein anderes.

Die private Altersvorsorge wird reformiert. Der Namensgeber hätte noch ein paar Verbesserungsideen.

Die hohen Baukosten treiben die Mieten und hemmen den Neubau. Die Politik verspricht Besserung. Doch der Irankrieg verschärft die Krise.

Wirtschaftskorrespondent in München.

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