Es ist ein Jahr her, da standen Audi-Chef Gernot Döllner und der Betriebsratsvorsitzende Jörg Schlagbauer in Ingolstadt Seite an Seite auf der Bühne, um vor Journalisten die sogenannte Audi-Zukunftsvereinbarung vorzustellen. Von einem großen Wurf war die Rede, von Sicherheit der Jobs und Konkurrenzfähigkeit auf den globalen Märkten. Nichts war mehr zu hören von der „Liste des Grauens“, wie die IG Metall den Versuch des Managements beschrieb, trotz laufender Beschäftigungssicherung neue Sparmaßnahmen umsetzen zu wollen. Und auch den Spruch von Volkswagen-Chef Oliver Blume, der die Tochtergesellschaft als den „vielleicht größten Sanierungsfall, den wir im Konzern haben“ bezeichnet hatte, wiederholte niemand mehr.
