FAZ 13.05.2026
06:50 Uhr

(+) KI und das Geld: Der KI-Werkzeugkasten für die Finanzbranche


Anthropic hat fertige KI-Agenten für die Finanzbranche vorgestellt. Die meisten Werkzeuge für Banker, Analysten und Vermögensverwalter im Alltag brauchen, kosten nur zwanzig Dollar im Monat.

(+) KI und das Geld: Der KI-Werkzeugkasten für die Finanzbranche

Eine Bühne wie diese hat es so noch nicht gegeben. Dario Amodei, der Chef von Anthropic, und Jamie Dimon, Vorstandsvorsitzender von JP Morgan Chase, traten am 5. Mai 2026 gemeinsam vor geladenen Wall-Street-Gästen in New York auf, zum Auftakt eines Programms, das Anthropic „The Briefing: Financial Services“ nennt. Was an diesem Tag verkündet wurde, war kein einzelnes Produkt, sondern ein Bündel: zehn vorgefertigte KI-Agenten für die zeitintensivsten Aufgaben der Branche, die Einbindung in Microsoft Excel, Powerpoint und Word sowie eine Datenpartnerschaft mit Moody’s und damit Zugang zu Bonitätsbewertungen und Risikodaten von mehr als 600 Millionen Unternehmen.

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Mira Murati hat ChatGPT mitgeprägt, Open AI während der Altman-Krise kurz geführt und danach Thinking Machines Lab gegründet. Ihr neues Unternehmen baut nicht den nächsten Assistenten, sondern die Werkbank darunter.

Open AI hat sein nach eigenen Angaben bislang stärkstes Sprachmodell vorgestellt: GPT-5.5, das auch zahlenden Kunden von ChatGPT offensteht. Die Entwicklerschnittstelle bleibt vorerst gesperrt. Anthropic ist mit seinem jüngsten Spitzenmodell Mythos den umgekehrten Weg gegangen.

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