FAZ 31.05.2026
11:17 Uhr

(+) James Krüss zum 100.: Seine Tinte für eine bessere Welt


Zum hundertsten Geburtstag von James Krüss erscheint ein von Anna Thalbach gelesenes Hörbuch. Es weiß mit der Vielschichtigkeit seiner Texte weit besser umzugehen als manch andere.

(+) James Krüss zum 100.: Seine Tinte für eine bessere Welt

Wenn wir etwas mitteilen, wollen wir vom anderen auch verstanden werden, und zwar so, wie wir es meinen. Das klappt in den seltensten Fällen, vor allem wenn bei der Übermittlung ein Medium im Spiel ist wie das Telefon, der Brief oder ein anderer Mensch, der eine Botschaft naturgemäß einfärbt, auch wenn er sie noch so getreulich wiederzugeben meint. Von der KI, die in unseren Nachrichten Formulierungen vorschlägt oder gar stillschweigend umsetzt, ganz zu schweigen.

Er schrieb „Timm Thaler“, „Henriette Bimmelbahn“, „Mein Urgroßvater und ich“ und brachte Generationen bei, warum wir die Welt erst verstehen, wenn wir sie bedichten.  Zum hundertsten Geburtstag von James Krüss.

Mit Werken wie „Timm Thaler“ oder „Mein Urgroßvater und ich“ wurde James Krüss zum Star der westdeutschen Kinderliteratur. Kaum bekannt sind seine Anfänge: als Herausgeber eines Mitteilungsblattes für Exil-Insulaner.

Soll man neue Autoritarismen als Faschismus bezeichnen? Oder besser von „Faschisierung“ sprechen? Eine Kontroverse um den Faschismusbegriff dreht sich um die Frage, wie aktuelle Krisen politisch angemessen zu begreifen sind.

Redakteur im Feuilleton.