FAZ 29.03.2026
08:56 Uhr

(+) High-Speed-Politiker Trump und Hitler: Gestern Venezuela, heute Iran, morgen Kuba?


Fast-Track-Deportationen, Spezialoperationen, schnell angezettelte Kriege: Der Highspeed-Politiker Donald Trump setzt auf aktionistische Überwältigung. Das kommt einem bekannt vor. Was man aus der nationalsozialistischen Raserei für die Gegenwart lernen könnte.

(+) High-Speed-Politiker Trump und Hitler: Gestern Venezuela, heute Iran, morgen Kuba?

Adolf Hitler richtete seinen expansiven Aktionismus erst fünf Jahre nach innen, dann sieben Jahre nach außen. Die Folgen und das Ende sind bekannt. Da die Regenten des nationalsozialistischen Deutschlands weder vom Mars stammten noch aus der Hölle emporgekrochen kamen, lässt sich an ihnen exemplarisch zeigen, welche Gefahren die Herrschaftsmethode „Tempo, Tempo – Aktion, Aktion“ birgt. Zur Absicherung ihrer Macht nutzten die NS-Führer im Wesentlichen Techniken, die weiterhin in Gebrauch sind, wenn auch in milderer und – dank relativ starker Gegenspieler oder gesetzestreuer Richter – in gebremster Form.

Eine verstörende Ausstellung in der Berliner Topographie des Terrors geht der Frage nach, was die Deutschen über den nationalsozialistischen Massenmord an den europäischen Juden wussten.

Kritische Journalisten werden oft bedroht und eingeschüchtert, auch vor Gericht, durch sogenannte SLAPP-Klagen. Besuch bei einem, der für seine Arbeit kämpfen muss.

Heimat kann auch ein Ort sein, den man verlassen darf, aber nicht verlassen möchte: Hannah Häffner beleuchtet in „Die Riesinnen“ das Verhältnis dreier Frauen zu ihrem Lebensort im Schwarzwald.

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