Wenn Florian Amort, Direktor der Stiftung Händel-Haus in Halle, sein strategisches Ziel damit umreißt, „als Lobbyist in Sachen Händel zu wirken, um diesen enorm spannenden Menschen und Künstler wieder mehr auf die Tagesordnung zu bringen“, wirkt das in der Herkunftsstadt des Komponisten zunächst fast verwunderlich. Steht Georg Friedrich hier doch nicht nur als überlebensgroßes Denkmal auf dem Markt, sein Name erscheint auch in beeindruckender Bandbreite zwischen Kindergarten, Konservatorium, Konzerthalle und Klangkörpern. Die Oper hat durchweg mindestens eines seiner Werke im Repertoire, und die Universität Halle-Wittenberg betreut unter der Trägerschaft der internationalen Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft die Hallische Händel-Ausgabe, die seit 1955 aufwächst und vor wenigen Wochen die Edition ihres 100. Einzelbandes feiern konnte. Bis zum Abschluss sollen es schließlich 116 werden.
