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30.05.2026
09:00 Uhr
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Macht uns die Stadt krank? Psychiater und Stressforscher Mazda Adli über verkümmerte Straßenzüge, Mitmenschen als Zumutung und die Frage, was passieren muss, damit alle wieder gerne vor die Haustür gehen.

Menschen vertragen Dichte erstaunlich gut – ebenso wie Reize. Dafür ist unser Organismus gemacht. Wir suchen solche Reize sogar aktiv. Wir vertragen auch Stress ziemlich gut; wir haben ein ausgeklügeltes biologisches Stresssystem. Was uns aber zusetzt und krank machen kann, ist das Gefühl von Kontrollverlust. Krank macht vor allem Stress, der als unkontrollierbar erlebt wird. Stress, dem man vermeintlich nicht entkommen kann, den man als dauerhaft, unvorhersehbar oder endlos empfindet. Entscheidend ist: nicht die Dichte an sich macht krank.
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Verantwortliche Redakteurin für „Wohnen“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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