FAZ 26.03.2026
07:02 Uhr

(+) Gemeinsame Verteidigung: Die Vision eines Europäischen Bundes


Europa hat wachsende Probleme bei seiner Verteidigung. Der Ökonom und frühere Präsident des ifo-Institutes hat einen radikalen Vorschlag, um die Europäer zu stärken.

(+) Gemeinsame Verteidigung: Die Vision eines Europäischen Bundes

Putin will sich die Ukraine schnappen, Trump Venezuela, Grönland und Kuba. Die beiden machen ihre Deals über die Köpfe der Europäer hinweg. Es ist nun höchste Zeit, das zu vollenden, was Jean Monnet, Robert Schuman, René Pleven, Konrad Adenauer, Helmut Kohl und viele andere wollten: Europa muss sich vereinigen und eine politische Union bilden. Eine politische Union ist nicht in erster Linie eine Wirtschaftsgemeinschaft oder gar eine Währungsunion, sondern eine militärische Union mit einer gemeinsamen Armee unter einem einheitlichen Oberbefehl.

Der Krieg gegen Iran führt Europa vor Augen, wie verwundbar wir auf See sind – und wie sehr globale Machtpolitik über das Meer bis tief in unsere Gesellschaften hineinwirkt, erläutert ein Experte für maritime Sicherheit.

Bei den Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten oder Australien  wurde vor allem über Zölle gestritten. Viel entscheidender ist es jedoch, dass die Verträge den Zugang zu Ressourcen und Technologie verbessern, argumentiert ein Ökonom des Kiel Instituts.

Jahrhundertelang wurde die Schifffahrt auf dem Rhein von Kleinstaaterei ausgebremst. Doch von 1831 an ermöglicht die Mainzer Akte auf dem Fluss den freien Güterverkehr zwischen Deutschland, Frankreich und den Niederlanden – ein Baustein für den späteren europäischen Binnenmarkt.

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