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27.05.2026
08:00 Uhr
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Die Frage nach dem Faschismus ist mehr als nur eine akademische. Sie entscheidet darüber, wie demokratische Gesellschaften auf rechte Gewalt reagieren. Eine Erwiderung auf Jan Philipp Reemtsma.

Theodor W. Adorno hatte schon 1959 eindringlich gewarnt, das „Nachleben des Nationalsozialismus in der Demokratie“ sei potentiell bedrohlicher als das „Nachleben faschistischer Tendenzen gegen die Demokratie“. Aus der Geschichte zu lernen, hieße dann weniger, nach formalen Analogien zur NS-Diktatur zu suchen, sondern wachsam zu sein, um das Aufkommen neuer rechter Potentiale schon im Ansatz ersticken zu können, ganz gleich, ob sie Wiedergänger der Nationalsozialisten sind.
Bei „Dalli Dalli“ sagt mein Großvater: „Das ist ein Jude.“ Der Satz bleibt hängen. Wie konnten nationalsozialistische Denkweisen nach 1945 in Familien, Erziehung und stillen Hierarchien so lange weiterwirken?
Im beschaulichen Krems ist einer der Großen der amerikanischen Kunst des 20. Jahrhunderts zu sehen: Robert Rauschenberg. Warum sich ein Ausflug an die Donau lohnt.
Im Zürcher „Pavillon Le Corbusier“ zeigt die Schau „Bauen für die Macht“ die autoritären Sehnsüchte des Stararchitekten. Doch sind Demokratien heute wie damals wirklich zu langsam, um großen Visionären etwas zu bieten?
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