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17.09.2026
13:46 Uhr
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Die Entscheidung des Supreme Court zur Briefwahl zeigt: Auch Trumps Richter folgen seiner Politik nicht automatisch. Die US-Justiz bleibt eine wichtige Bastion des Rechtsstaats. Davon profitieren auch wir in Europa.

Schenkt man mancher Berichterstattung Glauben, so befindet sich auch die dritte Gewalt der USA – die rechtsprechende Gewalt – im freien Fall, seitdem mit Trumps zweiter Amtszeit wieder ein anderer Wind im Weißen Haus weht. Kritik an gewissen Kernmerkmalen des U.S.-Rechtssystems, die sich, wie das Geschworenensystem oder der Präzedenzfall, deutlich von der kontinental-europäischen Praxis absetzen, ist dabei eine bekannte historische Konstante. Der deutsch-amerikanische Staatsrechtler Karl Loewenstein postulierte bereits vor Jahrzehnten, „das höchste Gericht, obwohl mit richterlichen Unabhängigkeitsgarantien ausgestattet, [sei] letztlich eine politische Institution“.
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