|
20.05.2026
16:51 Uhr
|
Ein Volksentscheid hatte die Bebauung des ehemaligen Berliner Flughafengeländes Tempelhof verboten. Doch der Druck wächst, dort auf einem Drittel der Fläche bezahlbare Wohnungen für 50.000 Menschen zu schaffen. Ein Architektenteam will jetzt zeigen, wie das gehen könnte.

Wenn man am Strand ein Loch gräbt, rutscht sofort von allen Seiten Sand nach. Im Städtebau ist das nicht anders: Nichts ist so schwer, wie einen Freiraum in einer dicht bebauten Stadt freizuhalten. Im Fall von Berlin ist das, worum seit Jahren gestritten wird, kein Loch, sondern die Freifläche des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Während der Teilung hatte Berlin immerhin drei sehr gut funktionierende, architektonisch teilweise spektakuläre Flughäfen, jetzt hat es nur noch einen, der nicht so gut funktioniert, und um die Nachnutzung von Tegel und Tempelhof wird seit Jahren ergebnislos gestritten.
Das Bauministerium verspricht schnelleres Bauen von Wohnungen. Aber dafür reichen die Gesetzespläne nicht aus. Sechs Stellschrauben können in der Praxis helfen.
Die kleine Schwester von „Disco Elysium“: Das Videospiel „Esoteric Ebb“ entpuppt sich als Wahl-O-Mat im Mantel-und-Degen-Format, der die Tücken der Ideologie in eine quirlige Fantasywelt kleidet.
Küssen verboten! Tarik Saleh zeigt mit „Eagles of the Republic“, was dem ägyptischen Kino von Staats wegen verloren ging.
Redakteur im Feuilleton / Frankfurter Allgemeine Quarterly.
Schlagworte: